Zucchinispaghetti mit gerösteter Marinara und schwarzem Knoblauch

Zucchinispaghetti mit geroesteter Marinara und schwarzem Knoblauch

Ein­mal Abwechs­lung bit­te: Zuc­chi­nis­pa­ghet­ti mit gerös­te­ter Mari­na­ra und schwar­zem Knob­lauch. Gern geschehen.

Nadi­ne und ich sind ja – wie du viel­leicht schon bemerkt hast – ohne­hin Knob­lauch­jun­kies. Hier ’ne Zehe, da ’ne Zehe, roh, gekocht … „ach komm, eine mehr geht auch noch“ und so wei­ter. Und ja, wir wer­den dau­ernd dar­auf hin­ge­wie­sen, dass wir latent nach unse­rem Mit­tag- oder Abend­essen rie­chen, aber so what? So sind wir eben drauf ?

Des­halb als War­nung: Wenn du Knob­lauch nicht abkannst, lies nicht wei­ter! Bring dich in Sicher­heit und klick‘ dich schnell in die Früh­stücks-Kate­go­rie oder so. Hier gibt’s dann auch bei uns sel­ten Knob­lauch. Ich könn­te mir vor­stel­len, dass man sogar schon nach der Lek­tü­re die­ses Posts eine leicht wür­zi­ge Duft­no­te hin­ter sich herzieht.

Okay, sind wir als ein­ge­schwo­re­ne Knob­lauch­jün­ger jetzt unter uns? Per­fekt, dann kann es ja los­ge­hen mit der Hul­di­gung. Zwei Wor­te: SCHWAR-ZER KNO-BLAUCH!

Schwarzer Knoblauch

Ver­rück­tes Zeug. Schon die Her­stel­lung klingt geheim­nis­voll. Fri­scher Knob­lauch wird mona­te­lang bei erhöh­ten Tem­pe­ra­tu­ren zusam­men mit Gewür­zen fer­men­tiert, bis er voll­stän­dig schwarz ist und eigent­lich mehr nach Lakrit­ze aus­sieht, als nach sonst etwas. Das Rezept hüten die Her­stel­ler, wie das Pass­wort zu ihrem Email-Account (nein, es lau­tet nicht „1234“).

Wo der „Black Gar­lic“ her­kommt ist irgend­wie nicht so ganz klar. Die Geschich­te, die am häu­figs­ten erzählt wird, ist aber die schöns­te und des­halb blei­ben wir auch dabei. Die Korea­ner pack­ten schon vor lan­ger Zeit Knob­lauch in Ton­töp­fen und stell­ten die­se in die hei­ße Som­mer­son­ne, um die Knol­len zu fer­men­tie­ren. Für die Gesund­heit, als Medi­zin. Klar, denn Knob­lauch tut ein­fach gut. Superfood-Style!

Ton­töp­fe. So weit das Auge reicht. Vol­ler Knob­lauch. Traum­haft, oder?

In den letz­ten Jah­ren hielt er dann als exklu­si­ve Zutat auch Ein­zug in die Top­kü­chen der gan­zen Welt und mitt­ler­wei­le bekommt man ihn in jedem bes­se­ren Fein­kost­la­den, natür­lich online und teils sogar im Super­markt. Wir haben ihn zum Bei­spiel bei Rewe in der Gemü­se­ab­tei­lung entdeckt.

Tat­säch­lich hat schwar­zer Knob­lauch gar nicht mehr viel mit fri­schem Knob­lauch gemein­sam. Er schmeckt süß­lich, ein biss­chen nach Bal­sa­mi­co-Essig und Lakrit­ze. Das klingt doch schon nach dem per­fek­ten Part­ner für süße Toma­ten. Gerös­te­te noch dazu! Auf leich­ten Zuc­chi­nis­pa­ghet­ti und mit ein biss­chen Chili ?

Zuc­chi­nis­pa­ghet­ti sind im Som­mer ohne­hin eines unse­rer Favo­ri­tes für ein leich­tes Mit­tag­essen. Und dazu so ein­fach. Kurz durch den Spi­ral­schnei­der gedreht und fertig.

Spiralschneider

Apro­pos Spi­ral­schnei­der: Wir bräuch­ten da mal ein paar Tipps. Wel­chen Spi­ral­schnei­der hast du Zuhau­se bezie­hungs­wei­se wel­chen wür­dest du uns emp­feh­len? Unser Gefu Spi­ral­fix ist für die klei­ne Por­ti­on ab und zu ganz okay, aber wir sind gera­de auf der Suche nach dem Pro­fi­teil für Gemüsespaghetti-Fans.

Zucchinispaghetti und Spiralschneider

Und für alle Schlau­ber­ger: Ja, es stimmt natür­lich, dass schwar­zer Knob­lauch nicht dazu bei­trägt, dass es Dra­cu­la aus den Lat­schen hebt (man „stinkt“ danach tat­säch­lich nicht). Dafür kommt auch noch fri­scher mit in die Marinara.

Zucchinispaghetti mit geroesteter Marinara und schwarzem KnoblauchZucchinispaghetti mit geroesteter Marinara und schwarzem Knoblauch

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 EL Olivenöl
  • 500 g Cherrytomaten
  • 1/2 Thai Chili
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • 1/2 TL Meersalz
  • 1/2 TL grob gemah­le­ner schwar­zer Pfeffer
  • 200 g Tomatenpassata
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 Zuc­chi­ni (ca. 500 g)
  • 2–3 Zehen schwar­zer Knoblauch
  • 1/2 Bund Basilikum

Oli­ven­öl in eine hei­ße Pfan­ne geben, Cher­ry­to­ma­ten 3 Minu­ten bei hoher Hit­ze scharf anbra­ten, bis sie aufplatzen.

Thai Chi­li ent­ker­nen und zusam­men mit dem Knob­lauch fein hacken. Zu den Toma­ten geben, mit Salz und Pfef­fer wür­zen und bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze wei­te­re 3 Minu­ten unter Rüh­ren anbraten.

Mit Toma­ten­pas­sa­ta und ‑mark ablö­schen und bei nied­ri­ger Hit­ze mit geschlos­se­nem Deckel 15–20 Minu­ten köcheln lassen.

Zuc­chi­ni in lan­ge Spi­ra­len schnei­den, schwar­zen Knob­lauch fein hacken und unter die Sau­ce heben. 3 Minu­ten bei nied­ri­ger Hit­ze zie­hen las­sen und die Gemü­ses­pa­ghet­ti mit fein gehack­tem Basi­li­kum servieren.

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Steady

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


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  1. Hal­lo,

    wie­der ein sehr inter­es­san­ter Artikel.
    Dan­ke für das Rezept und die tol­le Fotos.
    Die­se Zuc­chi­nis­pa­ghet­ti mit schwar­zem Knob­lauch sieht sehr lecker aus.
    Ich muss es mir gleich nachmachen.
    Toll !

    Anna

  2. Klingt sehr lecker, wird aus­pro­biert. Ich bin ech­ter Zuc­chi­nis­pa­ghet­ti­fan. Ich benut­ze übri­gens den Spi­ra­li von Lurch. Damit geht es super schnell. ??