Wildreissuppe mit Kürbis & Pilzen

Wildreissuppe mit Kürbis & Pilzen
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Ein Herbst- und Win­ter­re­zept wie aus dem Bil­der­buch: Unse­re cre­mi­ge Wild­reis­sup­pe mit Kür­bis und Pilzen.

Okay, ich geb’s zu. Wir haben gleich in der Über­schrift etwas geschum­melt. Aber natür­lich nur mit den bes­ten Absich­ten, ver­steht sich!

Man muss zuge­ben, „Wild­reis­sup­pe“ liest sich doch ein biss­chen auf­re­gen­der als Reis­sup­pe allein, rich­tig? Kei­ne Panik, es ist auch Wild­reis drin im Pott, also alles gut. Wir haben aller­dings, um unse­ren und euren Geld­beu­tel zu scho­nen, der gera­de ja ohne­hin schon genug stra­pa­ziert wird, auf eine güns­ti­ge­re Reis­mi­schung mit Wild­reis zurück­ge­grif­fen. Dazu muss man wis­sen, dass das Ori­gi­nal­ge­richt, von dem wir uns haben inspi­rie­ren las­sen, aus Min­ne­so­ta stammt, einem nörd­li­chen ame­ri­ka­ni­schen Bun­des­staat, der an Kana­da grenzt. Dort wird viel Wild­reis ange­baut, er ist somit regio­nal natür­lich viel güns­ti­ger ist als bei uns. Die dunk­len Getrei­de­kör­ner gehö­ren übri­gens offi­zi­ell gar nicht zur Gat­tung „Reis“, son­dern zur Fami­lie der Süß­grä­ser. Die lan­gen, dun­kel­brau­nen, fast schwar­zen Kör­ner sehen nicht nur wahn­sin­nig schick aus, sie haben auch ein tol­les, nus­si­ges Aro­ma und pas­sen per­fekt zum süßen Kür­bis und den erdi­gen Pilzen.

Was wir beim Ein­kauf aller­dings nicht sehen konn­ten, war, dass unse­re Wild­reis­mi­schung lei­der nicht die schöns­te war. Die Wild­reis­kör­ner waren beim Öff­nen der Packung alle nicht mehr so rich­tig lang, wie man sie nor­ma­ler­wei­se kennt, son­dern recht kurz und abge­bro­chen. Ärger­lich! Aber zum Glück hat die­ses opti­sche Man­ko nach­her geschmack­lich kei­ne Rol­le gespielt. Die­ser Ein­topf hat uns trotz der ein­fa­chen Zuta­ten total von den Socken gehauen.

Wildreissuppe mit Kürbis & Pilzen

Die Pil­ze – wir haben Cham­pi­gnons und Kräu­ter­seit­lin­ge ver­wen­det – und der Kür­bis machen die­sen Ein­topf zum per­fek­ten Herbst- und Win­ter­ge­richt. Für die rich­ti­ge Cre­mig­keit und die fein-säu­er­li­che Note sorgt unse­re liebs­te, rein pflanz­li­che Alter­na­ti­ve zu Crè­me fraîche Creme VEGA von Dr. Oetker. Die­se ver­fei­nert unse­re Chi­lis, Flamm­ku­chen oder Tor­ten inzwi­schen seit Jah­ren und seit der Ein­füh­rung der neu­en, ver­än­der­ten Rezep­tur fin­den wir sie sogar noch bes­ser. Die Creme ist jetzt auch direkt aus dem Kühl­schrank viel cre­mi­ger und erin­nert ins­ge­samt noch mehr an das Ori­gi­nal, in das mein Schwes­ter­herz und ich am Bag­ger­see frü­her immer so flei­ßig Gemü­se­sticks gedippt haben. Außer­dem gibt im VEGA-Sor­ti­ment jetzt neu Creme VEGA mit Gar­ten­kräu­tern – noch bes­ser für die erwähn­ten Gemü­se­sticks – und die Koch­creme Cui­sine VEGA zum Kochen als Sah­nee­r­satz, die sich hier im Rezept eben­falls eignet.

Beim Test­ko­chen hat uns ver­wun­dert, dass wir für den tol­len Geschmack letzt­lich gar kei­ne Gemü­se­brü­he gebraucht haben – die wir im Umzugs­stress prompt beim Ein­kauf ver­ges­sen haben – und der Ein­topf trotz­dem rich­tig rund und vol­ler Uma­mi war. Pil­ze, Kür­bis, Zwie­beln, eine ordent­li­che Por­ti­on Knob­lauch, Senf, wel­cher eine leich­te Schär­fe, aber auch ein tie­fes Aro­ma abgibt, vega­ne Worces­ter­shire Sau­ce, getrock­ne­te Lor­beer­blät­ter, fri­sche Peter­si­lie, etwas Bal­sa­mi­co und vega­ne Crè­me fraîche rei­chen dafür völ­lig aus. Wir haben noch etwas getrock­ne­ten Estra­gon ver­wen­det, der hier wirk­lich super passt. Er ist aber kein muss, wenn das Gewürz­re­gal nicht über­stra­pa­ziert wer­den soll.

Man könn­te jetzt mei­nen, dass dafür alles län­ger köcheln muss, um Aro­men und Geschmä­cker ganz lang­sam her­aus­zu­kit­zeln. Aber nein, auch da hat uns die Koch­zeit posi­tiv über­rascht. Den Kür­bis haben wir zunächst scharf ange­bra­ten, damit wir ein paar schö­ne Röst­aro­men erhal­ten. Anschlie­ßend neh­men wir ihn aus dem Topf, damit er uns spä­ter beim Kochen nicht zerfällt.

Wildreissuppe mit Kürbis & Pilzen

Dann geht alles ganz zügig: Zwie­beln, Knob­lauch, Pil­ze und Reis wer­den ange­bra­ten, gut gewürzt und mit Was­ser abge­löscht. Natür­lich darf auch gute Gemü­se­brü­he für den zusätz­li­chen Geschmack ver­wen­det wer­den, aber das ist hier, wie gesagt, gar nicht nötig. Ab jetzt köchelt sich die Wild­reis­sup­pe prak­tisch von allei­ne, wir müs­sen nur noch spo­ra­disch umrüh­ren und kurz vor Ende der Gar­zeit mit der Creme VEGA abschmecken.

Zum Ser­vie­ren wan­dert noch mal ein groß­zü­gi­ger Klecks davon on top auf die damp­fen­de Sup­pen­schüs­sel – nebst frisch gemah­le­nem schwar­zen Pfef­fer aus der Müh­le und gehack­ter Petersilie.

Kramt schon mal den gro­ßen Sup­pen­pott her­vor und kocht gleich eine gro­ße Por­ti­on, die Wild­reis­sup­pe ist schnel­ler weg, als man bis drei zäh­len kann. Wir sind wie immer sehr gespannt auf Feedback!

Zuta­ten für 6 Por­tio­nen

Wildreissuppe mit Kürbis & Pilzen

Vor­be­rei­tung 5 Minu­ten
Zube­rei­tung 30 Minu­ten
Gesamt 35 Minu­ten
  • 250 g Hok­kai­do­kür­bis
  • 450 g Pil­ze z. B. Cham­pi­gnons und Kräuterseitlinge
  • 1 Zwie­bel
  • 4 Zehen Knob­lauch
  • 2 EL Oli­ven­öl
  • 2 EL vega­ne Butter
  • 2 EL Mehl Wei­zen­mehl Type 450 oder Din­kel­mehl Type 630
  • 175 g Wild­reis­mi­schung
  • 2 EL Bal­sa­mi­coes­sig
  • 3 TL Senf
  • 1,5 l Gemü­se­brü­he
  • 2 Blät­ter Lor­beer
  • 1 TL Estra­gon getrock­net
  • 10 g Peter­si­lie
  • 3 TL Worces­ter­shire­sauce
  • 150 g Creme VEGA
  1. Kür­bis und Pil­ze in gro­be, aber mund­ge­rech­te Stü­cke schnei­den. Zwie­bel fein wür­feln, Knob­lauch hacken. Öl und vega­ne But­ter in einen hei­ßen Topf geben, Kür­bis bei mitt­le­rer bis hoher Hit­ze 5 Minu­ten rund­her­um scharf anbra­ten, bis die Stü­cke leicht gebräunt sind. Anschlie­ßend aus dem Topf neh­men, dabei das Öl in den Topf abtrop­fen lassen.
  2. Topf zurück auf den Herd stel­len. Pil­ze, Zwie­bel und Knob­lauch hin­ein­ge­ben und eben­falls bei mitt­le­rer bis hoher Hit­ze 5 Minu­ten scharf anbraten.
  3. Hit­ze auf mitt­le­re Stu­fe redu­zie­ren, Mehl und Reis dazu geben und unter Rüh­ren 2 Minu­ten rösten.
  4. Mit Essig ablö­schen, Senf dazu­ge­ben und mit Brü­he auf­gie­ßen. Lor­beer, Estra­gon, Worces­ters­hie­re Sau­ce und grob gehack­te Peter­si­li­en­stie­le unter­rüh­ren und mit auf­ge­leg­tem Deckel bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze 10 Minu­ten köcheln las­sen, ab und zu umrühren.

  5. Gerös­te­ten Kür­bis wie­der dazu­ge­ben, erneut auf­ko­chen und wei­te­re 5 Minu­ten bei nied­ri­ger Hit­ze köcheln lassen.
  6. 75 g Creme VEGA unter­rüh­ren, mit Salz und Pfef­fer abschme­cken. Sobald der Kür­bis al den­te ist mit fein gehack­tem Peter­si­li­en­grün und Kleck­sen der übri­gen Creme VEGA getoppt servieren.
Wildreissuppe mit Kürbis & Pilzen

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Werbung! Dieser Beitrag wurde von Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, Dr. Oetker und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.


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  1. War das lecker!
    Ich war erst etwas skep­tisch auf­grund der für mei­ne Küche eher unty­pi­schen Gewür­ze. Aber es hat sich gelohnt! Mei­ne Töch­ter im Klein­kind-Alter haben bei­de meh­re­re Por­tio­nen ver­drückt – und mein Mann und ich den Rest.
    „Für 6 Per­so­nen“ hal­te ich für ein Gerücht…

    1. Vie­len lie­ben Dank für das super Feed­back! Und yay zum Gewürz-Mut, das freut uns auch.

      Und hey, da steht „für 6 Por­tio­nen“, nicht „für 6 Per­so­nen“ … klingt also alles rich­tig, was du berichtest. 😅

      Lie­be Grüße
      Jörg

  2. Hat super lecker geschmeckt. Ich hab mehr Pil­ze noch mit rein, Shii­ta­ke noch dazu. Rich­tig gut 👍🏼
    Nur bin ich mit den 10 min Koch­zeit über­haupt nicht hin­ge­kom­men. Reis wur­de ewig nicht weich und ich hab’s dann echt rich­tig lan­ge ein­kö­cheln las­sen damit der Reis weich und die Sup­pe cre­mig wird.
    Was könn­te ich falsch gemacht haben? Reis (hab ne rich­tig gute Wild­reis­mi­schung vom Bio­la­den ver­wen­det) und Brü­he hab ich genau nach Rezept gemacht.
    Geschmack­lich aber echt top! Auch die Res­te am nächs­ten Tag. Wird defi­ni­tiv wie­der gekocht. 😋

    1. Hi Chris­tie,

      erst­mal vie­len lie­ben Dank für das tol­le Feed­back. Wenn du schreibst, dass du eine Reis­mi­schung aus dem Bio­la­den ver­wen­det hast, könn­te es sein, dass es ein Mix mit unge­schäl­tem Natur­reis war? Das wür­de die län­ge­re Koch­zeit erklären.

      Lie­be Grüße
      Jörg

  3. So ein tol­les Herbst­re­zept! Ich habe es letz­te Woche gekocht und es war traum­haft. Habe aber ein paar Ände­run­gen vor­ge­nom­men: Den Kür­bis in Stü­cke geschnit­ten, mit Zimt, Papri­ka, Salz und Pfef­fer mari­niert und im Ofen garen las­sen. Dan­ke für das Rezept! <3

      1. super lecker (!) und super ein­fach und super schnell gekocht…yummy Dan­ke für das Rezept !

  4. Die­se Sup­pe ist super­le­cker. Genau rich­tig in der kal­ten Jah­res­zeit. Mit den Pil­zen, ein­fach rich­tig uma­mi. Wird wie­der gekocht.

    1. Hi Petra,

      klar, das klappt natür­lich auch! Der Wild­reis bringt halt zusätz­lich noch eine leicht nus­si­ge Note. ☺️ Viel Spaß beim Nachkochen!

      Lie­be Grüße
      Nadine

  5. Hups! Mein Kom­men­tar von Frei­tag, in dem ich u.a. schrei­be, dass ich Vega zwar toll, aber pro­ble­ma­tisch fin­de (Oetker kann laut eige­ner Aus­sa­ge nicht garan­tie­ren, dass kei­ne Affen zur Ern­te der ver­wen­de­ten Kokos­nüs­se ein­ge­setzt wer­den), fin­det sich nicht.
    Warum?

    1. Hal­lo Sonja, 

      nein, der ist nicht ver­schwun­den, wir kamen ein­fach nur noch nicht dazu, alle Kom­men­ta­re zu beant­wor­ten und für dei­nen muss­ten wir uns ja etwas Zeit nehmen. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

  6. Habe das Rezept heu­te aus­pro­biert und es hat super geschmeckt, sogar bei­de Kin­der, eins davon sehr wäh­le­risch, haben es ger­ne geges­sen. Aller­dings fin­de ich sind 175g Reis für 6 Per­so­nen viel zu wenig. Ich hab das Dop­pel­te genom­men, dann war es natür­lich nicht mehr so sup­pig, mehr wie ein Ein­topf, aber trotz­dem gut. Den Kür­bis wür­de ich das nächs­te Mal mit Spi­nat erset­zen, das wür­de bes­ser pas­sen, fin­de ich.

    1. Vie­len Dank für dein Feed­back Ina! Klar, die Men­gen­ver­hält­nis­se las­sen sich natür­lich immer nach eige­nem Gus­to anpas­sen. So lan­ge es schmeckt, ist alles erlaubt. ☺️🙌

      Lie­be Grüße
      Nadine

  7. Toll! Hat was von einer Tom kha Sup­pe. Habe noch eine Peter­si­liew­ur­zel mit­ge­rös­tet und mit einem Sprit­zer Zitro­ne ser­viert. Lecker!

    1. Ui, wären wir jetzt nicht drauf gekom­men, aber freut uns mega, dass es dir geschmeckt hat! Die Peter­si­li­en­wur­zel ist bestimmt recht fein dazu und ein biss­chen extra Säu­re geht eigent­lich immer! 😋👌 Lie­ben Dank für dein Feedback!

      Lie­be Grüße
      Nadine

  8. Moin das Rezept klingt super, doch wo und wann kommt der Wild­reis hin­ein? – oder wird der extra gekocht ? 

    Sonst sind eure Rezep­te rich­tig gut und konn­ten schon den einen oder ande­ren Omni aus den Socken hauen 😋

    1. Hi Phil­ipp,

      vie­len lie­ben Dank für das tol­le Feed­back erst­mal! Der Reis kommt in Schritt 3 mit in den Topf. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg