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Veganes Risotto mit geröstetem Spargel

Veganes Risotto mit geröstetem Spargel

Cre­migs­tes vega­nes Risot­to mit einer zar­ten Säu­re von fri­schen Zitro­nen trifft auf kna­cki­gen, per­fekt gerös­te­ten grü­nen Spar­gel. Mei­ne Love-Hate-Rela­ti­ons­hip zum Reis­ge­richt ten­diert ab sofort doch ein wenig mehr in Rich­tung Liebe!

Meis­tens sind Jörg und ich, was das Kochen anbe­langt und die Begeis­te­rung für neue Rezep­te und Geschmä­cker, auf einer Wel­len­län­ge. Aber eben nur meis­tens. Manch­mal nimmt einer ein­fach mal kom­plett die ande­re Abzwei­gung und wir kön­nen uns von man­chen Vor­schlä­gen des ande­ren so abso­lut null begeis­tern las­sen. Dann möch­te ich mich zum Bei­spiel in einem Berg cre­mi­ger Sah­ne­sauce wäl­zen, was bei Jörg gar nicht gut ankommt und er eine Ladung Brok­ko­li mit Toma­ten­sauce zube­rei­ten, was wie­der­um so unge­fähr mein kuli­na­ri­scher Alb­traum ist.

Einen ganz so schlech­ten Stand wie das Brok­ko­li-Toma­ten-Deba­kel hat Risot­to bei mir zwar nicht, aber sagen wir es so: Wenn es nicht unbe­dingt sein muss, dann gibt es in mei­ner Koch­welt ein­fach kein Risot­to. Basta!

Aber gera­de dann, wenn sich einer von uns so der­ma­ßen gegen ein Wunsch­ge­richt sträubt, haben wir über die Jah­re den Ehr­geiz ent­wi­ckelt, den ande­ren von der Schmack­haf­tig­keit des eige­nen Leib­ge­richts zu über­zeu­gen. Hey, das ist schließ­lich die Vor­aus­set­zung, um dann letzt­end­lich häu­fi­ger in den Genuss des gewünsch­ten Rezep­tes zu kommen.

So konn­te ich Jörg vor eini­ger Zeit mit der cre­mig-sah­ni­gen Blu­men­kohl-Alfre­do-Sau­ce doch noch zum Lieb­ha­ber zumin­dest einer hel­len Nudel­sauce machen. Die gesün­de­re Ver­si­on der sonst so üppi­gen Tun­ke hat ihn über­zeugt und darf nun regel­mä­ßig auf den Tisch, yes!

Veganes Risotto mit geröstetem Spargel

Er wie­der­um wünsch­te sich seit län­ge­rer Zeit mal wie­der ein vega­nes Risot­to. Na ja, den Rest kannst du dir fast den­ken. Jörg war ange­sta­chelt, mich doch noch mit einem Risot­to-Gericht umzu­hau­en und davon zu über­zeu­gen, dass die Rei­s­pam­pe eben doch lecker sein kann.

Er hat das auch ganz geschickt ange­stellt, der Schlin­gel, und grü­nen Spar­gel mit ins Spiel gebracht. Wäh­rend ich den Hype um den wei­ßen Ver­tre­ter nicht ganz ver­ste­he, bin ich näm­lich größ­ter Fan vom grü­nen Stangengemüse.

Die Vor­tei­le lie­gen außer­dem ganz klar auf der Hand: Grü­ner Spar­gel ent­hält mehr Vit­ami­ne und Nähr­stof­fe, macht bei der Ern­te zumin­dest etwas weni­ger Arbeit als sein blei­cher Bru­der und ist ins­ge­samt umwelt­freund­li­cher, weil er auch ohne „Plas­tik­de­cke“ wächst.

Veganes Risotto mit geröstetem Spargel

Als rei­chen vor­he­ri­ge Grün­de nicht allei­ne schon aus, muss man die Stan­gen mit ihrer dün­nen Haut nicht mal schä­len. Ledig­lich die hol­zi­gen Enden kann man durch ein­fa­ches Abbre­chen ein biss­chen trim­men, falls das Gemü­se nicht mehr ganz so frisch ist.

Jörg hat dem Spar­gel in der guss­ei­ser­nen Pfan­ne ordent­lich Dampf gemacht, leckers­te Röst­aro­men aus dem Gemü­se gekit­zelt und ihn anschlie­ßend mit Salz und Zitro­nen­zes­ten abgeschmeckt.

Beim Kochen von Risot­to kann man zwar nur wenig falsch machen, aber wenn, dann so rich­tig. Zum einen ist es Pflicht, ech­ten Risot­to- also Rund­korn­reis mit einem rela­tiv hohen Stär­ke­gehalt zu ver­wen­den. Die­se führt dann beim Kochen zur typi­schen, cre­mi­gen Kon­sis­tenz. Alles ande­re wird sonst trau­ri­ge Mat­sche­pam­pe. Wir mögen den etwas dicke­ren Arbo­rio­reis am liebs­ten, da des­sen Kör­ner trotz aller Cre­mig­keit noch einen gewis­sen Biss behalten.

Veganes Risotto mit geröstetem Spargel

Zum ande­ren ist Rüh­ren hier das Stich­wort: Rüh­ren, Rüh­ren, Rüh­ren. Ganz ähn­lich wie beim Por­ridge braucht man beim Köcheln eines guten Risot­tos ein­fach ein biss­chen Geduld und ein biss­chen Schma­ckes im Arm. Es ist erst ein gutes Risot­to, wenn du am nächs­ten Tag leich­ten Mus­kel­ka­ter verspürst!

Zu guter Letzt darf die rich­ti­ge Wür­ze nicht feh­len, sonst schmeckts ein­fach nur fad – was bei mir ver­mut­lich bei ganz frü­hen Risot­to-Erfah­run­gen der Fall war und zu mei­ner laten­ten Abnei­gung geführt hat. Eine gute Gemü­se­brü­he und ein kräf­ti­ger Schuss Weiß­wein sind in unse­rem cre­mi­gen Reis­ge­richt ech­te Game Chan­ger. Etwas wei­ßer Pfef­fer, vega­ner Par­me­san, auch ger­ne selbst gemacht, und der gerös­te­te, kara­mel­li­sier­te Spar­gel machen die Kom­bi zum Ober­knal­ler und auch ich kann mir die genüss­lich ver­dreh­ten Augen nicht ver­knei­fen. Cha­peau, über­zeugt. Darf er wie­der machen, der Jörg.

Veganes Risotto mit geröstetem Spargel

Zutaten für 4 Portionen

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Vor­be­rei­tung 5 Minu­ten
Zube­rei­tung 30 Minu­ten
Gesamt 35 Minu­ten

Für das Risotto

Für den Spargel

  • 800 g grü­ner Spargel
  • 3 EL Oli­ven­öl
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zitro­nen­zes­ten
  1. Scha­lot­te und Knob­lauch fein hacken. Oli­ven­öl und vega­ne But­ter in einen hei­ßen Topf geben, Scha­lot­ten und Knob­lauch bei mitt­le­rer Hit­ze 2 Minu­ten anschwitzen.
  2. Reis dazu­ge­ben, mit Salz wür­zen und 2 Minu­ten schmo­ren las­sen, bis die Reis­kör­ner leicht gla­sig werden.
  3. Mit Weiß­wein und etwa 100 ml Brü­he ablö­schen, Herd auf mitt­le­re Hit­ze schal­ten und den Reis 25 Minu­ten unter häu­fi­gem Rüh­ren garen. Wenn die Flüs­sig­keit nahe­zu auf­ge­so­gen wur­de, nach und nach mit je etwa ¼ der übri­gen Brü­he aufgießen.

  4. Spar­gel dia­go­nal in etwa 3 cm lan­ge Stü­cke schnei­den. Öl in eine hei­ße Pfan­ne geben, 3 Minu­ten scharf anbra­ten, bis er rund­erher­um gebräunt ist. Dabei sel­ten rüh­ren. Anschlie­ßend 10 Minu­ten bei gerin­ger Hit­ze garen lassen.
  5. Zitro­nen­saft, vega­nen Par­me­san und wei­ßen Pfef­fer unter das Risot­to rüh­ren, Spar­gel mit Salz und Zitro­nen­zes­ten wür­zen und auf dem hei­ßen Risot­to servieren.

Tipps

Du kannst den Weiß­wein auch durch mehr Gemü­se­brü­he erset­zen, schme­cke das Risot­to dann zum Schluss mit etwas zusätz­li­chem Apfel­es­sig ab.

Veganes Risotto mit geröstetem Spargel

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.

22 Kommentare

  1. Sehr lecker, das Risot­to wird glau­be ich mein neu­es „Basis-Risot­to“, das man dann ja belie­big kom­bi­nie­ren kann, auch wenn die Spar­gel-Zeit vor­bei ist 🙂

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    1. Auf jeden Fall. Vie­len lie­ben Dank für das Feedback.

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  2. Lie­be Nadi­ne, lie­ber Jörg!

    Ich habe Euer Rezept ges­tern zum Mit­tag­essen gekocht und es war ein­fach nur mega lecker! Dan­ke hier­für! Lie­be Grü­ße Seyide 😀

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    1. Klas­se, das freut uns. Tau­send Dank für das lie­be Feedback. 🙂

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  3. Wir haben die­ses Rezept ges­tern für unse­re vega­nen Freun­de gekocht und waren hin und veg:)) Hat­ten noch ein wenig Safran hin­zu­ge­fügt und den Tipp in den Kom­men­ta­ren mit den Pini­en­ker­zen beher­zigt. Super lecker!!! Dan­ke dafür:)

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    1. Klas­se, das freut uns. Lie­ben Dank für das Feedback!

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  4. Ganz toll! Hat alles super geklappt und hat auch zwei Nicht-Vega­ner abso­lut über­zeugt. Ein­zi­ge Ände­rung. Ich habe noch brau­ne Cham­pi­gnons dazu getan. Ich fin­de auch Eure Beschrei­bun­gen auch sehr gut nach­voll­zieh­bar. Ein gro­ßes Dankeschön 🤗

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    1. Sehr cool, das freut uns wirk­lich mega. Lie­ben Dank für das Feedback. 🙂

      Antworten
  5. Hal­lo ihr zwei
    Vie­len herz­li­chen Dank für die­ses wun­der­ba­re Rezept. Ich habe es schon unzäh­li­ge male nach­ge­kocht. Es kommt immer sehr gut an. Selbst bei Mit­es­ser, wel­che nicht vegan sind. Ich habe jedoch etwas klei­nes geän­dert und vier Ess­löf­fel Edel­he­fe und ein Ess­löf­fel vega­ner Reib­kä­se genom­men, da ich kei­nen vega­nen Par­me­san­kä­se hat­te. Zudem mit gerös­te­ten Pini­en­ker­nen get­opt. Noch­mals vie­len Dank! Eure Sei­te ist toll!
    Lie­be Grüsse
    Corinne

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    1. Dan­ke­schön für das lie­be Feed­back Corin­ne! Pini­en­ker­ne gehen natür­lich immer, yum!

      Liebst,
      Nadine

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  6. Soooooo lecker! Nach zwei total miss­lun­ge­nen Ver­su­chen, die jeweils in einer unde­fi­nier­ba­ren, halb-ange­brann­ten Mat­sche­pam­pe ende­ten, hat­te ich ein biss­chen Angst, es noch­mal mit einem Risot­to auf­zu­neh­men. Aber was soll ich sagen?! Mega!! Und bei den früh­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren kamen die fri­sche Säu­re im Risot­to und der Spar­gel genau richtig.
    Ganz gro­ße Lie­be. Dan­ke dafür! ❤️

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    1. Hi Simo­ne,

      na das freut uns natür­lich mega, dass wir dich doch noch zur Risot­to-Lieb­ha­be­rin machen konn­ten, yay! ❤️

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  7. Hey, vie­len Dank fürs Rezept! Falls ich doch nur wei­ßen Spar­gel im Haus habe… kann ich den schä­len und so zube­rei­ten, wie im Rezept ange­ge­ben? Oder müs­se ich den anders garen? 

    Ganz lie­ben Gruß

    Bec­ca

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    1. Hi Bec­ca,

      nein, das soll­te so, wie du es beschrie­ben hast auch funktionieren. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  8. Gese­hen und gleich ausprobiert!
    War super lecker!
    Hab den Zitro­nen­saft im Risot­to aller­dings weg­ge­las­sen, weil er ohne die­sen für mich schon per­fekt war🤩
    Wel­chen „Käse“ habt ihr für‘s Foto verwendet?
    Gibt es solch einen vega­nen Parmesan?
    Gruß Nic

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    1. Super, freut uns rie­sig. Natür­lich ist das ein vega­ner Par­me­san. Wir haben mal den Block von Vio­li­fe aus­pro­biert, aber um ehr­lich zu sein, taugt er unse­rer Mei­nung nach lei­der bes­ser als Foto­prop, den Geschmack fin­den wir lei­der etwas zu künstlich. 🙈

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  9. Hi ihr beiden,
    wie viel Par­me­san ver­wen­det ihr denn ca. für das Risotto?
    Das Rezept wird heu­te Abend gleich nachgekocht… 🙂
    Lie­be Grüße

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    1. Sor­ry, der Par­me­san hat vor­hin noch in der Zuta­ten­lis­te gefehlt (so lang­sam macht sich der Hüt­ten­kol­ler wohl auch beim Kor­rek­tur­le­sen bemerk­bar 😅), ist aber schon seit heu­te Mit­tag ergänzt. 🙂

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  10. Ist hier etwas nicht abge­än­dert wor­den oder ver­ste­he ich den Witz nicht? 😀
    „Jörg hat dem Spar­gel in der guss­ei­ser­nen Pfan­ne ordent­lich Dampf gemacht und leckers­te Röst­aro­men aus dem Gemü­se gekit­zelt, mit XX und XX verfeinert/abgeschmeckt/abgelöscht…“
    Ansons­ten klingt das gan­ze soooo lecker. Ich lie­be Risot­to und ich lie­be grü­nen Spar­gel. Nur mei­nen Freund muss ich viel­leicht erst noch davon über­zeu­gen, dass man Spar­gel auch 5 Tage hin­ter­ein­an­der essen kann…

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    1. Um ganz ehr­lich zu sein: Bei dem Rezept hat man erst­mal wohl ein biss­chen gemerkt, dass sich bei uns der Hüt­ten­kol­ler ein­schleicht. Sor­ry für die Feh­ler, sind schon korrigiert. 🙈

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  11. Gei­lo! (sor­ry, der muss­te sein)
    Das wan­dert direkt auf den Essen­plan fürs Wochenende!

    Ich per­sön­lich fin­de Risot­to ja mega, aller­dings hab ich auch schon ver­dammt schlech­te Kan­di­da­ten gegessen…
    Eure Blu­men­kohl-Alfre­do ist auch der Ham­mer, wobei ich Sah­ne­so­ßen sowie­so immer moch­te… Aber Brok­ko­li und Toma­ten­sauce klingt abso­lut unpas­send. Wer macht denn sowas? 😉

    Zwei klei­ne Hinweise:
    Ent­we­der ich bin blind, oder der Par­me­san taucht zwar im Rezept aber nicht bei den Zuta­ten auf.
    Außer­dem taucht oben im Text noch fol­gen­der Absatz auf:
    „Jörg hat dem Spar­gel in der guss­ei­ser­nen Pfan­ne ordent­lich Dampf gemacht und leckers­te Röst­aro­men aus dem Gemü­se gekit­zelt, mit XX und XX verfeinert/abgeschmeckt/abgelöscht…“
    Viel­leicht soll das ja auch so, oder aber ihr habt da ein paar Platz­hal­ter vergessen…? 😉

    Lie­be Grüße!

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    1. Gei­lo ist abso­lut okay hier. Wir sind kei­ne Lob-Snobs. 😅

      Tau­send Dank erst­mal und ich bit­te dich, Brok­ko­li und Toma­ten­sauce wur­den für­ein­an­der gemacht!

      Und dan­ke für die Hin­wei­se, ges­tern hat­te der Feh­ler­teu­fel echt sei­nen Tag. Ist (hof­fent­lich) alles korrigiert.

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten

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