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Auf die Pfännchen! So gelingt dein veganes Raclette

Veganes Raclette

Wow! Die­sen Bei­trag hät­te es heu­te bei­na­he doch nicht mehr gege­ben. Und das, obwohl ich den Text bereits kom­plett fer­tig hat­te, unser vega­nes Raclette als letz­tes Schman­kerl vor den Fei­er­ta­gen auch schon im News­let­ter ange­teasert wur­de und Nadi­ne und ich uns ein­fach mega dar­auf gefreut hat­ten, die­sen Weih­nachts- und Sil­ves­ter­klas­si­ker noch mit dir zu teilen.

Aber dann: Der Super-GAU. Die Bil­der feh­len. Nichts auf der Fest­plat­te und die Spei­cher­kar­ten der Kame­ra sind auch gelöscht. Jetzt am Frei­tag­mor­gen noch­mal schnell ein Raclette auf­bau­en und shoo­ten? Könn­te gehen, aber lass‘ lie­ber erst­mal ein Daten­ret­tungs­pro­gramm lau­fen. Und das hat glück­li­cher­wei­se funk­tio­niert. Wobei wir auch mal wie­der mehr als froh waren, dass unse­re Canon 5D IV zwei Spei­cher­kar­ten­schäch­te besitzt. Bei einer der Kar­ten hat­te das Pro­gramm dann Glück.

Bit­te ent­schul­di­ge die Exkur­si­on, aber das muss­te ich mir von der See­le schrei­ben. War eben doch ein ganz schön auf­re­gen­der Morgen. 😅

Wenn du noch mehr über unser Fotoe­quip­ment lesen möch­test, dann klick‘ ein­fach ein­mal hier.

Veganes Raclette

Jetzt aber zu unse­rem vega­nen Raclette.

Wäh­rend wir an Weih­nach­ten echt ger­ne in der Küche ste­hen und des­halb jedes Jahr auf dem Blog unse­re Weih­nachts­me­nüs auf den Tisch brin­gen, darf zumin­dest bei uns an Sil­ves­ter ger­ne jeder selbst kochen. Wir über­neh­men die Vor­be­rei­tung, aber dann ist jeder selbst für sei­ne Fon­due-Ein­la­gen oder die Raclette-Pfänn­chen ver­ant­wort­lich. Wir waschen unse­re Hän­de also in Unschuld, falls das eige­ne Essen ver­ko­kelt. Wer nix macht, macht nix verkehrt.

Aber natür­lich darf man sich auch an Weih­nach­ten gesel­lig um den Tisch­grill scha­ren und brut­zeln, was das Zeug hält und bei vie­len gehört das zur Fami­li­en­tra­di­ti­on ein­fach an den Fei­er­ta­gen dazu.

Aber Raclette bedeu­tet Käse. Für die meis­ten jeden­falls. Und auch unse­re frü­hes­ten Raclette-Erin­ne­run­gen ertrin­ken qua­si in an geschmol­ze­ne Lava erin­nern­den Schmelz…

…der dann meist so heiß war, dass beim Essen auch der Gau­men leicht mit­ge­gart wur­de. Autsch.

Du denkst dir jetzt „Ja, Schlau­ber­ger, ich weiß, dass Raclette qua­si nur aus Käse besteht. Des­halb ist’s für mich ja auch zum Echo ver­gan­ge­ner Tage gewor­den.“, rich­tig? Dann lies mal schön wei­ter. Wir raclettie­ren die­ses Jahr mit einer Aus­wahl an selbst­ge­mach­tem Käse und da das gar nicht so kom­pli­ziert ist, wie es klingt, ist die gesel­li­ge Run­de um den Elek­tro­grill doch wie­der im Rennen.

Also ab an die Pfänn­chen für das per­fek­te vega­ne Raclette!

Veganes Raclette

Raclette Historie

Ah, halt. Stopp!

Darf ich dich, auch wenn du schon hung­rig – und mit einem, wenn ich das mal so sagen darf, bei­na­he schon gru­se­lig-gie­ri­gem Blick – und bis an die gebleck­ten Zäh­ne mit Pfänn­chen bewaff­net vor dem Raclette stehst, doch noch kurz auf eine Exkur­si­on mit­neh­men? Wir haben hier ja auch fast so eine Art von Lehrauftrag.

Ja, ist gut, ich fass’ mich kurz.

Trotz­dem möch­te ich, wenn wir schon­mal so eine ver­dammt lecke­re Schwei­ne­rei ver­an­stal­ten, die fol­gen­den bei­den Punk­te ein für alle mal aus dem Weg räumen:

Ers­tens: Das Ur-Raclette bestand aus aus­schließ­lich zwei Zuta­ten. Käse. Kar­tof­feln. Sonst? Nix. Klingt nur für Leu­te lang­wei­lig, die nie den nie enden wol­len­den Käse-Jie­per hat­ten, wes­we­gen irgend­wie jeder Vege­ta­ri­er nicht vegan wer­den möchte.

Und Gerät­schaf­ten gab’s auch kei­ne. Der Käse­laib wur­de ein­fach so nah an das Feu­er gelegt, bis er sich vor der Hit­ze erge­ben und sich frei­wil­lig über die Kar­tof­feln gelegt hat.

Schau mal an. Und wir machen hier so einen Terz mit gefühlt tau­sen­den von Zuta­ten für die wir uns dann auch noch einen Berg von Ser­vier­schäl­chen von den Nach­barn lei­hen müs­sen, die sich nur 20 Minu­ten nach­dem du bei ihnen geklin­gelt hast den­ken: „Ver­dammt, wor­in ser­vie­re ich jetzt mei­ne Fon­due-Zuta­ten?“

Gut, die Urform klingt auch lan­ge nicht so pom­pös, wie wir das ger­ne an den Fei­er­ta­gen haben. Aber ist doch trotz­dem gut zu wis­sen, dass man das Raclette viel­leicht auch ein­fach mal so aus dem Kel­ler holen und abstau­ben kann und mal mit nur einer Hand­voll ein­fa­cher Zuta­ten aus­kom­men darf.

Zwei­tens: Raclette wur­de eigent­lich im Som­mer geges­sen. Das lag jetzt zwar eher dar­an, dass der bes­te Käse eben gera­de zu der Zeit ver­füg­bar war, dient mir jetzt aber auch dazu, mit dir jetzt schon ein Som­mer­ra­clette zu pla­nen. Bis­te dabei? Top! Ich lie­be Spon­ta­ni­tät, die erst in einem hal­ben Jahr ein­ge­for­dert wird. Dar­auf ein 🙌

Veganes Raclette

Raclette Checkliste

Wir wis­sen nun also: Das Raclette hat sich über die Jah­re ganz schön gemau­sert und wer zum gemein­sa­men Brut­zeln lädt, von dem wird ein bei­na­he schon obs­zön pom­pö­ser Tisch­auf­bau erwar­tet. Auch beim vega­nen Raclette. Oder viel­leicht sogar gera­de da. Auf uns Vega­nern las­tet ja immer ein biss­chen mehr vom Druck der Erwartungshaltung.

Aber sind wir mal ehr­lich, so schwie­rig und stress­be­la­den muss das gan­ze Hap­pe­ning nicht wer­den. Trotz­dem ist so eine klei­ne Check­lis­te, die man abar­bei­ten kann ganz hilfreich …

… und die tei­len wir natür­lich mit dir:

Hast du ein ausreichend dimensioniertes Raclette mit genügend Pfännchen?

Ser­vierst du vie­le Bei­la­gen wie Brot, Ein­ge­leg­tes oder Sala­te, reicht not­falls ein Pfänn­chen pro Per­son. Ansons­ten gehen wir von zwei Pfänn­chen pro Gast aus. Eines wird gera­de ver­speist, das ande­re gart bereits. Ein Raclette wie die­ses emp­feh­len wir für vier bis sechs Personen.

Hast du genügend eingekauft?

Bei vie­len Kom­po­nen­ten ver­liert man schnell den Über­blick über den rich­ti­gen Ein­kauf. Wir erstel­len eine Lis­te und über­schla­gen die jewei­lig benö­tig­ten Men­gen. Dann kommt alles auf den Ein­kaufs­zet­tel oder in unse­re gelieb­te Bring!-App und nichts wird vergessen.

Vergiss die Vorbereitung nicht.

Rich­tig vor­be­rei­tet wird das vega­ne Raclette ein Kin­der­spiel. Bei­la­gen wie Kar­tof­feln und Nudeln kannst du vor­ko­chen, Gemü­se kann gemüt­lich und ent­spannt geschnip­pelt wer­den und wan­dert dann in den Kühl­schrank, bis die Gäs­te kommen.

Was wir ger­ne vor­be­rei­ten, haben wir im Arti­kel markiert.

Käse herstellen

Wenn du Käse selbst zube­rei­ten möch­test, kannst du das bereits Tage vor­her machen. Sowohl unser Moz­za­rel­la, als auch die Gril­led Cheese Sau­ce hal­ten sich im Kühl­schrank etwa 7 Tage.

Veganes Raclette

Einkauf

Schnapp’ dir einen Schmier­zet­tel oder dein Smart­pho­ne, jetzt geht es an’s Ein­ge­mach­te. Wir packen die Ein­kaufs­lis­te mit den wich­tigs­ten und not­wen­di­gen Zuta­ten voll.

Basiskomponenten

Wie ja schon erwähnt, sind vor­ge­gar­te Kar­tof­feln abso­lu­te Klas­si­ker auf dem Raclette. Aber auch gekoch­te Nudeln oder Kar­tof­fel­gnoc­chi sind eine super Abwechs­lung für die Pfännchen.

Ande­re Ideen für die sät­ti­gen­de Basis:

  • Piz­za­teig
  • Blät­ter­teig
  • Pfann­ku­chenteig bzw. Sauerteig-Starter
  • Tor­til­la­chips
  • Baguette

Men­ge: Pro Per­son rech­nest du hier ins­ge­samt mit 200 g der Basics. Da es bei uns vie­le ver­schie­de­ne Kom­po­nen­ten gibt, hal­ten wir uns hier mit der Men­ge etwas zurück.

Gemüse & Obst

Egal, was schwei­zer Raclette-Puris­ten sagen: Für uns gehört eine ordent­li­che Aus­wahl an fri­schem und vor­ge­gar­tem Gemü­se ein­fach auf den Tisch, in die Pfänn­chen und auch auf die Grill­plat­te. Wir lie­ben gedämpf­ten Brok­ko­li, leicht in bei­spiels­wei­se mit Thy­mi­an und schwar­zem Pfef­fer aro­ma­ti­sier­tem Öl mari­nier­te Pil­ze und in Schei­ben geschnit­te­ne Zwie­beln. Hal­bier­te oder gevier­tel­te Fei­gen lan­den bei uns nicht nur als Nach­tisch auf der Grill­plat­te, son­dern machen auch was gegen­über dei­nen etwas zu hip­pen Freun­den her. Und auch bei mir. Bin ich zu hip? Kei­ne Ahnung, aber zu mei­nem Favo­ri­ten auf dem vega­nen Raclette kom­men wir noch 😉

Was du auch unbe­dingt pro­bie­ren solltest:

  • Gedämpf­te Blumenkohlröschen
  • Karot­ten, die­se kön­nen eben­falls leicht vor­ge­gart sein
  • Rote und gel­be Papri­ka, in Strei­fen geschnitten
  • Gekoch­te Boh­nen oder Kichererbsen
  • Mais­kör­ner
  • Rosen­kohl, in dün­ne Schei­ben geschnitten
  • Avo­ca­do

Men­ge: Pro Per­son rech­nest du hier ins­ge­samt mit 125 g Gemü­se und Obst.

Veganes Raclette

Eingelegtes

Für uns eine der wich­tigs­ten Zuta­ten zu einem Raclette. Mixed Pick­les, am bes­ten selbst ein­ge­legt oder zumin­dest ver­fei­nert mit Gewür­zen oder auch mit bei­spiels­wei­se einem Schuß Whis­key pas­sen mit der fei­nen Säu­re wun­der­bar zu den ansons­ten etwas def­ti­ge­ren Zuta­ten und dem vega­nen Käse.

Wir stel­len außer­dem noch ger­ne auf den Tisch:

  • Kapern
  • ein­ge­leg­te Oliven
  • sau­er ein­ge­leg­te Jalapeños
  • Arti­scho­cken­her­zen in Salzlake

Men­ge: Pro Per­son rech­nest du hier ins­ge­samt mit 100 g Pickles.

Vleischiges

Uns kom­men ja eher sel­ten Flei­sch­al­ter­na­ti­ven auf den Tel­ler und auf’s Blog. Das liegt nicht dar­an, dass wir sie nicht mögen, son­dern ein­zig dar­an, dass wir auch „Fake­fleisch“ als etwas Beson­de­res anse­hen möch­ten, das nicht täg­lich auf dem Spei­se­plan ste­hen sollte.

Aber hey, bei Raclette dür­fen Tofu­würst­chen, Seit­an­strei­fen und natür­lich auch Tofu nicht feh­len. Das Tol­le dabei: Würst­chen und sogar vega­nen Bacon kannst du ein­fach selbst vor­be­rei­ten und musst dir dann nicht­mal Gedan­ken um Inhalts­stof­fe gekauf­ter Alter­na­ti­ven Gedan­ken machen.

Eine vega­ne Char­cu­te­rie­plat­te für’s Raclette besteht bei uns aus:

Frie­re den Tofu in Strei­fen geschnit­ten ein, las­se ihn auf einem Tel­ler wie­der auf­tau­en, sodass das über­schüs­si­ge Was­ser aus­tre­ten und abtrop­fen kann und mari­nie­re ihn anschlie­ßend für 12 Stun­den mit etwas Öl, Soja­sauce und geräu­cher­tem Papri­ka­pul­ver. Der Tofu wird so etwas fes­ter und lässt sich wun­der­bar auf der Grill­plat­te des Raclettes braten.

Men­ge: Pro Per­son rech­nest du hier ins­ge­samt mit 150 g Seit­an & Co.

Käse

Da haben wir end­lich den Star der Show. Wir bevor­zu­gen selbst­ge­mach­ten Käse. Unser schmel­zen­der vega­ner Moz­za­rel­la und auch unser Gril­led Cheese Sau­ce sind schnell und mit wenig Auf­wand vor­be­rei­tet und es klingt halt auch ganz schön geil, wenn du behaup­ten kannst, dass die Käse­al­ter­na­ti­ven selbst­ge­macht sind.

Und ich ver­spre­che dir: Unser vega­ner Camem­bert tanzt dir auf der Zun­ge Tan­go, wenn er sich es mit einer Kar­tof­fel oder Fei­gen und unse­rem vega­nen Bacon eine Wei­le im Raclette­pfänn­chen gemüt­lich machen durfte.

Wenn die Zeit drängt, darf aber natür­lich auch ein­ge­kauft wer­den. Die wun­der­ba­ren Pro­duk­te unse­rer guten Freun­de von Hap­py Chee­ze sind mitt­ler­wei­le auch in eini­gen Laden­ge­schäf­ten erhält­lich. Läden mit dem­entspre­chen­dem Ange­bot fin­dest du bei Hap­py Chee­ze.

Vega­nen Schei­ben­kä­se aus der Fri­sche­the­ke des Super­markts las­sen wir für’s Raclette hin­ge­gen links lie­gen. Das liegt nicht unbe­dingt am Geschmack oder den Zuta­ten, son­dern beson­ders dar­an, dass die­se Schei­ben schmel­zen, wie ein ver­ges­se­ner Kunst­stoff­pfan­nen­wen­der auf der noch hei­ßen Herd­plat­te. Weder schön, noch lecker.

Die­se Mei­nung muss ich mitt­ler­wei­le kor­ri­gie­ren, denn die Sim­ply V‑Scheiben (aber auch die Ras­pel), ins­be­son­de­re die Sor­te „wür­zig“, funk­tio­nie­ren super für vega­nes Raclette.

Men­ge: Pro Per­son rech­nest du hier ins­ge­samt mit 125 g vega­nem Käse.

Veganes Raclette

Gewürze und Saucen

Gewür­ze und Sau­cen sind so das abso­lu­te i‑Tüpfelchen auf der Raclette­ta­fel. Ver­schie­de­ne, leckers­te Sal­ze, tol­le Pfef­fer­sor­ten, geräu­cher­tes Papri­ka­pul­ver, gere­bel­ter Ore­ga­no und Thy­mi­an­blät­ter aber auch fri­sche Kräu­ter wie Peter­si­lie und Kori­an­der gehö­ren ein­fach auf den Tisch.

Und natür­lich dür­fen Hot Sau­ces nicht feh­len. Wir behaup­ten ja nicht umsonst von uns, Sri­racha-Addicts zu sein.

Getränke

Ich mei­ne, Bier, Wein, anti­al­ko­ho­lisch – kann ja jeder selbst ent­schei­den, was er möch­te. Beim Raclette unter Freun­den haut dir kein Som­me­lier auf die Fin­ger, hier wird Frei­heit gelebt. Außer natür­lich, du hast Som­me­liers im Freun­des­kreis. Dann garan­tie­re ich für nix.

Aber abge­se­hen davon, dass Weiß­wein oder ein fri­sches Pale Ale ein­fach wun­der­bar zu Raclette passt, ver­wen­den wir das ein oder ande­re Gläs­chen auch zum Wür­zen. Ein mit einem Schluck Weiß­wein abge­lösch­tes Raclette­pfänn­chen mit Gemü­se und vega­nem Moz­za­rel­la bekommt ein­fach noch­mal ein ande­res Aroma.

Aber auch Hoch­pro­zen­ti­ges kann auf den Tisch. Flam­bie­ren scheint zwar aktu­ell das Gegen­teil von ange­sagt zu sein, macht beim raclettie­ren aber im klei­nen Stil halt ein­fach Lau­ne. Das ist so in etwa wie Mofa fah­ren. Sieht man cool dabei aus? Nö. Macht’s Spaß? Oooh ja!

Also falls du noch so nen geschenk­ten Obst­brand von Tan­te Hil­de her­um­ste­hen hast, den kei­ner trin­ken will: Ab auf den Tisch damit und ein Feu­er­zeug dazu. Viel­leicht aber auch gleich noch was zum Löschen. Sicher­heits­hal­ber. Wir möch­ten ja nicht ver­ant­wort­lich sein, falls der Tep­pich ankokelt.

Hier hal­ten wir uns außer­dem aus guten Grün­den mit Men­gen­an­ga­ben zurück 😉

Ideen

Du hast die Check­lis­te abge­hakt und den Ein­kaufs­zet­tel mit unse­ren Tipps gefüllt? Dann geben wir dir noch ein paar Rezept­ideen mit, mit denen du die Raclette­par­ty noch ein Stück­chen inter­es­san­ter gestal­ten kannst.

Der Klassiker

Okay, das hat­ten wir ja bereits. Gro­be, vor­ge­gar­te Kar­tof­fel­wür­fel oder auch ger­ne neue Kar­tof­feln mit Scha­le wer­den im Raclette­pfänn­chen mit unse­rem Gril­led Cheese über­ba­cken und anschlie­ßend mit fri­scher gehack­ter Peter­si­lie, etwas frisch gemör­ser­tem schwar­zen Pfef­fer und einer Pri­se Salz getoppt.

Klas­si­ker. Aber lang­wei­lig? Niemals!

Veganes Raclette

Für die Gourmets

Für die­je­ni­gen unter euch, die sich mit vol­ler Absicht ger­ne mal ein Ein­steck­tuch ins Sport­sak­ko ste­cken und bei Tisch über die neu­es­ten Restau­rants läs­tern. Oder Leu­te wie mich, die bei­des nicht tun, aber sich über Spe­cials freuen.

Fei­gen hal­bie­ren oder vier­teln, die Stü­cke auf eine Schei­be selbst­ge­mach­tem oder gekauf­tem vega­nen Camem­bert legen und mit selbst­ge­mach­ten vega­nen Bacon umwi­ckeln. Die Päck­chen kom­men dann auf die Grill­plat­te, bis der Käse leicht geschmol­zen und Fei­gen und Bacon leicht kara­mel­li­siert sind.

Wer sei­ne Cool­ness völ­lig in den Kel­ler kip­pen möch­te, flam­biert den Hap­pen danach. Schmeckt ein­fach köst­lich und wen inter­es­siert schon der Ruf? Raclettiert wird nur ein­mal im Jahr – zumin­dest, wenn unser Som­mer-Raclette-Date noch nicht steht.

Und auch dann. Wer erin­nert sich im Juli nicht ger­ne an die­sen Typen – nen­nen wir ihn mal Jörg – der sich, ein paar Okta­ven zu hoch schrei­end, ver­se­hent­lich die bren­nen­de Raclette­pfan­ne auf die Hose gekippt hat? Hal­lo? Klas­sen­clowns mag auch jeder.

Veganes Raclette

Pizza ist immer gut zu einem

Ech­te Piz­zaio­los den­ken bei Unter- und Ober­hit­ze zwangs­läu­fig an Piz­za. Und ja, auch das Raclette lässt sich zum Piz­zao­fen umfunktionieren.

Vor­be­rei­te­ter Piz­za­teig wird bereits por­tio­niert und locker abge­deckt auf den Tisch gepackt, eine schnel­le Toma­ten­sauce kommt in einer Schüs­sel auf den Tisch. Die jeweils etwa 30 g schwe­ren Teig­ku­geln kön­nen nun von jedem Gast leicht flach­ge­drückt wer­den, kom­men dann in die vor­her mit etwas Polen­ta bestreu­ten Pfänn­chen und wer­den 3 Minu­ten vorgebacken.

Danach wer­den die Mini­piz­zen nach Her­zens­lust mit Sau­ce, vega­nem Moz­za­rel­la und fri­schem Basi­li­kum belegt und wei­te­re 3 Minu­ten gebacken.

Veganes Raclette

Mexiko, Mexiko!

Tor­til­la­chips, Gril­led Cheese Sau­ce, Oli­ven und Mais. Das Gan­ze über­ba­cken und mit Limet­ten­saft und fri­schem Kori­an­der belegt. Also wenn das nicht nach dem per­fek­ten Snack klingt, weiß ich auch nicht.

Und dabei sind unse­re vega­nen Raclette-Nachos auch noch super-sim­pel vor­zu­be­rei­ten und jeder kann drauf packen, was er möchte.

Veganes Raclette

Und Nach der Party…

…wün­schen wir dir und dei­nen Lie­ben wun­der­ba­re Fei­er­ta­ge, nicht zu viel Stress beim Raclette­schrub­ben und den bes­ten Jah­res­wech­sel, den man sich vor­stel­len kann.

Füh­le dich zuge­pros­tet und umarmt, wir fei­ern mit dir! 🍾

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

20 Kommentare

  1. Das vega­ne Raclette ges­tern war sehr erfolg­reich! Da mei­ne 8‑jährige Toch­ter es vor­be­rei­tet hat, haben wir auf das Sel­ber­ma­chen von Käse ver­zich­tet. Die Simply‑V Schei­ben waren sehr lecker, und am bes­ten schmel­zen sie, wenn man sie unten ins Pfänn­chen legt.
    Die ein­zi­ge Zutat, die nicht so gepasst hat, waren die Kicher­erb­sen. Wie ver­wen­det ihr die im Raclette?

    Antworten
    1. Klas­se, freut uns. Kicher­erb­sen oder Boh­nen sind ja nur ein zusätz­li­cher Vor­schlag. Wenn sie euch nicht so im Raclette tau­gen, lasst sie weg. 🙂

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  2. ich hab den Bacon ja schon­mal gemacht (ein­zeln und beim Roll­bra­ten), aber wie kann man den denn vor­be­rei­ten? Wenn das Reis­pa­pier mal in der Mari­na­de war, wirds doch in rela­tiv kur­zer Zeit nicht mehr handlebar?

    Antworten
    1. Hey Lars,

      wir mei­nen hier ja den bereits geba­cke­nen Bacon und bei­spiels­wei­se damit bereits „vor­ge­wi­ckel­te“ Bacon-Häpp­chen. So kann man ihn super vorbereiten. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
    2. Wir haben dazu die Reis­blät­ter geschnit­ten und die Mari­na­de vor­be­rei­tet. Dann die Sachen mit einem Tel­ler Was­ser auf den Tisch gestellt. So konn­te jeder sei­nen Bacon direkt oben drauf gril­len. Und wir haben fest­ge­stellt, dass es auch super­le­cker ist, wenn man Baguette in die Mari­na­de taucht und dann auf der Plat­te grillt.

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  3. Dan­ke!

    Antworten
  4. Hal­lo Ihr Lieben!
    Vie­len vie­len Dank für die­sen ret­ten­den Bei­trag! Jetzt im Win­ter schei­nen die Schwei­zer nichts ande­res essen zu wol­len als Raclette und Fon­due! Inspi­riert durch euren Bei­trag, darf die Raclette Zeit nun kom­men! Ja ich freue mich nun sogar darauf… 😀
    Lie­be Grüs­se aus Zürich
    Saskia

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Saskia,

      yay, na dann auf in die Raclette-Saison! 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  5. Dan­ke, dan­ke, dan­ke für die­se unglaub­li­chen Inspi­ra­tio­nen!! Ich wer­de auf jeden Fall die vega­ne Gril­led Cheese Sau­ce nach­ma­chen und den Piz­za­teig und viel­leicht das Moz­za­rel­la und und und.… 🙂
    Ich lie­be eure Bil­der und Rezep­te. <3

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Jessica,

      eigent­lich hat­ten wir uns zu Sil­ves­ter eine Bánh mì-Ses­si­on ein­ge­bil­det, aber jetzt ten­die­re ich plötz­lich doch zum Raclette 🙈

      Lie­ben Dank und lasst es euch schmecken!

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  6. Vie­len Dank für die lecke­ren Rezep­te! Esse seit 5 Jah­ren vegan und habe nun zu Sil­ves­ter zum ers­ten Mal wie­der ein Raclette genos­sen. Mit der Käse­sauce (Nacho) und dem Fake­ba­con echt lecker. Muss­te schon schmun­zeln, dass ihr erst eini­ge Tage vor­her die­sen Ein­trag gepos­tet hat­tet, der genau mei­nen Wün­schen ent­ge­gen kam :-)) Zwei Tage spä­ter habe ich noch den vega­nen Moza­rel­la pro­biert, auch sehr erfreu­lich. End­lich mal geschei­te Rezep­te und nicht so ein oppor­tu­nis­ti­scher “ Fasel Vegan Trend Blog „. Super, ganz zu schwei­gen von der sehr schö­nen Auf­ma­chung, die mich als Künst­ler, Foto­graf jnd Genie­ßer schwel­gen ließ!
    Ein­fach toll!
    Vie­len Dank noch­mal und lie­be Grüße,
    Christoph

    Antworten
    1. Hey Chris­toph,

      tau­send Dank für dei­ne lie­ben Wor­te. Freut uns rie­sig, dass dich (nicht nur) unser Raclette über­zeu­gen konnte 🙌
      Und glaub uns, es ist auch sehr wirk­lich sehr schön zu lesen, dass wir auch ohne Oppor­tu­nis­mus irgend­wie lesens­wert sind 😊

      Lie­be Grüße

      Antworten
  7. Hal­lo ihr beiden,
    Ich bin jetzt seit 4h auf eurem Blog unter­wegs und bin see­ehr ange­tan. Ich bin jetzt schon eini­ge Zeit Anhän­ger der Voll­ert-clean eating-vegan-Bewe­gung und suche im netz immer mal wie­der nach neu­en Ideen für die Küche. Dabei wie­der­ho­len sich die Ein­trä­ge oft und/ oder der fun­ke springt nicht so rich­tig über und ich war ehr­lich gesagt etwas gelang­weilt. Und dann bin ich auf euer Schätz­chen gesto­ßen und bin auf anhieb etwas ver­knallt gewe­sen. Dan­ke für die neu­en und lang ersehn­ten Inspi­ra­tio­nen und abwechs­lungs­rei­chen (!) ideen, die spei­chel­trei­ben­den bil­der und die über­sicht­li­che und anspre­chen­de Auf­ma­chung! Für mich seid ihr eine Berei­che­rung 3000.

    Es grü­ßen euch,
    Lisa und ihre couch­sur­fer: der Hefe-Nuss-Zopf und der rote-beete-hummus

    Ps.: das ist mein ers­ter kom­men­tar über­haupt auf einem von etlich besuch­ten Blogs 🙂

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Lisa,

      wow, was für ein Kom­pli­ment – 4 Stun­den! Vie­len lie­ben Dank 😅❤️ Da freu­en wir uns wirk­lich, dass es dir bei uns so gut gefällt. Dann wün­schen wir dir ganz viel Spaß beim Kochen und hof­fen, du schaust öfter mal rein 😉

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  8. Hey ihr Lieben,
    wow ich bin begeis­tert von euren Fotos, die sind ein­fach der Ham­mer!!! Umso mehr ver­ste­he ich das gro­ße Ent­set­zen, wenn die­se plötz­lich „ver­schwun­den“ sind – das ken­ne ich nur zu gut ‑_- Zum Glück eurer Leser habt ihr sie ret­ten kön­nen und was soll ich sagen, die­ses Raclette ver­lei­tet mich tat­säch­lich dazu, noch­mal einen Anlauf zu wagen. Bei uns gab es näm­lich zu Weih­nach­ten Raclette, doch lei­der waren nicht alle Fami­li­en­mit­glie­der mit der vega­nen Vari­an­te zufrie­den. Vor allem der gekauf­te Käse sorg­te für Ent­täu­schung. Eure Ideen, mit dem selbst­ge­mach­ten Nacho­ch­eese oder dem Camem­bert klin­gen nicht nur super lecker, son­dern sehen auch zum Rein­bei­ßen aus 🙂 Was ich als Soßen-Tipp noch emp­feh­len kann, ist ein selbst­ge­mach­tes Tzatz­i­ki aus unge­süß­tem Soja­jo­ghurt, Knob­lauch, gerie­be­ner Gur­ke sowie Salz und Pfef­fer (schmeckt super zum gerös­te­ten Baguette). 

    Lie­ben Dank für eure tol­le vegan Inspi­ra­ti­on und die fabel­haf­ten Fotos dazu <3
    Guten Rutsch und lie­be Grü­ße, Sarah

    Antworten
    1. Hej Sarah,

      das freut uns, vie­len lie­ben Dank! Oh ja, Tzatz­i­ki geht natür­lich IMMER ❤️ Genau­so wie Hum­mus. Viel Spaß beim Ausprobieren! 

      Lie­be Grüße
      Nadine

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  9. Ein­fach GEIL!

    Nächs­te Woche habe ich eine ent­spann­te Par­ty (zwecks run­dem Geburts­tag) mit Freund*innen geplant, die selbst­re­dend tier­leid­frei gestal­tet wird. Jede*r bringt was für das Buf­fet mit und außer­dem wird raclettiert^^ 

    Daher passt der Gui­de super gut! Danke!!

    Grü­ße aus Hessen

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    1. Yay, da freu­en wir uns! Dann wün­schen wir viel Spaß beim raclettie­ren, eine super Geburts­tags­par­ty & einen guten Rutsch ! 🎉

      Lie­ber Gruß aus Ulm
      Nadine

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  10. coo­les Rezept, Raclette vegan ist super, ich muss aller­dings geste­hen, dass wir letz­tens nicht sel­ber­ge­macht haben, son­dern den sim­ply V genom­men haben, schmeck­te super. Gibt’s zu eurem Nach­o­kä­se auch ein Rezept?
    Und als Schwei­ze­rin schmerzt es mir beim Lesen schon etwas, wenn ihr das Gerät, in dem das Raclette zube­rei­tet wird, auch Raclette nennt, das nennt sich „Raclette­ofen“, aber viel­leicht ist das auch eine deut­sche Eigen­heit? ;). nach­zu­le­sen hier: https://​de​.wiki​pe​dia​.org/​w​i​k​i​/​R​a​c​l​e​tte
    Cool, hast du auch die Urform des Raclette beschrie­ben, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es damals wirk­lich Kar­tof­feln war, ich hab gelernt, dass der Käse auf Brot geschabt wird, steht auch auf Tan­te Wiki so.. so der Kor­rekt­heit halber :).
    Habt schö­ne Festtage.
    PS: Bei uns gibt’s übri­gens wie­der, wie letz­tes Jahr, den Stru­del von eurem letzt­jäh­ri­gen Weih­nachts­me­nü, schmeck­te ein­fach zu gut.

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    1. Hi lie­be Celine,

      der Nach­o­kä­se ist ver­linkt – vll. haben wir es ein­mal vergessen 🙈

      Und nope, wir nen­nen das Ding Raclette und fertig 😆
      Ich wuss­te, dass ich mir mal wie­der den Unmut der Schwei­zer auf mich zie­he – wie schon bei unse­rem Rös­ti (Zwie­beln gehen ja gar nicht 😆.

      Spaß bei­sei­te: Raclette­ofen … klingt ein­fach nicht 😉

      Und kann es viel­leicht sein, dass es bei der Urform auch regio­na­le Unter­schie­de gibt? Ich habe bei der Recher­che sehr viel über die Kar­tof­feln gele­sen. Wobei das ja dann auch Spitz­fin­dig­kei­ten sind 😉

      Lie­be Grü­ße und schö­ne Feiertage

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