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Veganes Bier-Fondue mit Kürbis

Veganes Bier-Fondue mit Kürbis

Mal ehrlich, Fondue ist doch wie Dinner for One – einmal im Jahr ist es Pflicht! Und auch wenn das Set die meiste Zeit traurig im Dornröschenschlaf im Keller verstaubt und auf den einen großen Auftritt wartet, hergeben möchte es doch irgendwie auch niemand. Und weil wir schließlich 2020 haben, muss man sich auch nicht nur mit einer einzigen veganen Käsefondue-Variante begnügen. Hier kommt also unser neuer Star am Fondue-Himmel, unser veganes Bier-Fondue mit Kürbis!

Erinnerst du dich an unser veganes Käsefondue? Als unser damaliges Set Jörg im Keller beim Umräumen herunterfiel und mit einem lauten Scheppern in tausend Teile zerbrach – ja, auch Gusseisen kriegt man anscheinend irgendwie kaputt – gab es lange Gesichter und wir merkten gleich, wir brauchen ein neues. Und da war gerade Hochsommer! Fondue ist nun mal der Inbegriff eines urgemütlichen Gerichtes. Ein blubbernder Schlemmer-Whirlpool über offener, züngelnder Flamme, die als Kamin- und Lagerfeuerersatz dient.

Kurz, das Erlebnis-Dinner für daheim macht einfach Laune. Sich stundenlang leckere Sachen ins Gesicht stopfen? Wir hören uns nicht „Nein“ sagen! Der Bonus? Fondue macht optisch und kulinarisch immer unwahrscheinlich viel her, und das bei minimalem Vorbereitungsaufwand. Na ja und solche Aussichten lassen uns alle immer gleich hellhörig werden, richtig?

Veganes Bier-Fondue mit Kürbis

Okay, unser heiß geliebtes veganes Käsefondue, welches wir 2016 ins Rennen geworfen haben, kann eigentlich nie langweilig werden. Trotzdem hatten wir jetzt einfach mal Lust, etwas anderes blubbern zu lassen und wieder mal ein bisschen zu experimentieren, du kennst uns doch. Wir haben viel fantasiert und uns gegenseitig mit Ideen angestachelt. Herausgekommen ist dabei eine deftig-herzhafte Variante mit leuchtendem Kürbis und würzigem Bier. Und ja, alkoholfreies Bier funktioniert auch! Achte bei der Auswahl einfach auf eine kräftige, nicht zu bittere Sorte, wie zum Beispiel ein helles Vollbier oder Kellerbier.

Für das Bier-Fondue schälen wir den Hokkaido ausnahmsweise, da die Schale etwas zu faserig für die perfekte Konsistenz wäre, anschließend köcheln wir Kürbisstückchen, Cashewkerne und Bier zunächst in einem separaten Topf und pürieren das Ganze zu einer sämigen, glatten Masse. Damit sich die blubbernde Mischung später ordentlich wie das Original „zieht“, verwenden wir Tapiokastärke, die für das authentische Käseerlebnis sorgt. Nach dem Mixen kochen wir die Mischung erneut unter Rühren auf dem Herd in einem ausreichend großen Topf auf, sodass wir in unserem Hexenkessel ordentlich rühren und die Stärke zum Leben erwecken können.

Veganes Bier-Fondue mit Kürbis

Alle Zutaten für unser veganes Bier-Fondue, wie auch die feinen Beilagen findest du wieder bei deinem Stamm-EDEKA. Hier kommen die üblichen „Verdächtigen“ wie blanchiertes Gemüse, verschiedene Pickles, Oliven, Artischockenherzen und selbstverständlich gutes Brot ins Spiel. Wir haben feines Wurzelbrot serviert, damit liegt man immer richtig. Von klassischem Baguette über Laugengebäck kannst du aber natürlich alles verwenden, worauf du Lust hast.

Zu unserem kräftigen Kürbis-Bier-Fondue passt aber besonders gut scharf angebratener „speckiger“ Räuchertofu, dem unsere Freunde von EDEKA ganz aktuell ein Packaging-Face-Lift verpasst haben. Den lieben wir! Der Tofu hat einfach ein tollen Biss und die kräftig-deftige, rauchige Note, die bereits beim Anbraten ihr betörendes Aroma verströmt, harmoniert ganz großartig mit den restlichen Zutaten und bringt zur Lagerfeuerromantik auch noch das authentische Odeur. Und weil wir den Tofu als allererstes im Topf anbraten, schaffen wir damit auch zusätzlich ein leicht rauchiges Aroma für unsere Käsemasse. So gut!

Zutaten Veganes Bier-Fondue

Besorge dir vom Tofu sicherheitshalber gleich eine Packung mehr, damit es um den letzten Würfel keinen Streit gibt! Just sayin’, ich weiß, wovon ich schreibe, der Haussegen kann ganz schön schief hängen, wenn die Fonduegabeln drohend gezogen werden.

Ich weiß ja nicht, wie’s dir geht, aber sobald man so ein klassisches Glas Mixed Pickles öffnet, überkommt mich ein nostalgisches Feiertagsgefühl. Weihnachten oder Silvester ohne Fondue ergo Mixed Pickles? Ohne mich!

Mit unserem Bier-Fondue und dieser Portion Nostalgie und Heimeligkeit verabschieden wir uns mit diesem letzten Beitrag für dieses Jahr in die dringend nötige Weihnachtspause und wünschen dir schon mal obergemütliche Feiertage!

Zutaten für 1 Liter

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Zubereitung 40 Minuten
Gesamt 40 Minuten
  • 4 EL Rapsöl mit Buttergeschmack
  • 300 g Räuchertofu z. B. von EDEKA Bio natürlich vegan
  • 350 g Hokkaidokürbis entspricht ca. 300 g geschält
  • 75 g Kartoffel
  • 1 ½ TL Salz
  • 50 g Cashewkerne z. B. von EDEKA Bio
  • 3 Zehen Knoblauch
  • 400 ml Bier süßlich und nicht zu herb – z. B. ein Helles, Keller- oder Vollbier
  • 250 ml Hafermilch z. B. von EDEKA Bio natürlich vegan
  • 1 TL Senf
  • 1 EL helle Misopaste
  • 2 EL Weißweinessig
  • 5 EL Hefeflocken
  • 3 EL Tapiokastärke
  1. Räuchertofu in 2 cm große Würfel schneiden und gut mit Küchenpapier trocken tupfen.
  2. Öl in einen heißen Topf geben, Räuchertofu bei mittlerer Hitze 7-10 Minuten rundherum goldbraun braten. Währenddessen Kürbis schälen und zusammen mit der Kartoffel grob würfeln. Knoblauch andrücken und grob hacken.
  3. Tofuwürfel aus dem Topf nehmen, dabei das Öl gut abtropfen lassen. Tofu zum Servieren beiseite stellen.
  4. Kürbis und Kartoffel in den Topf geben, mit 1 TL Salz würzen und bei mittlerer bis hoher Hitze 2 Minuten scharf anbraten. Knoblauch und Cashewkerne dazugeben und 2 weitere Minuten braten.
  5. Mit Bier und Hafermilch ablöschen, mit Senf würzen und 20 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist. Anschließend vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Währenddessen die Beilagen vorbereiten.
  6. Den Inhalt des Topfes zusammen mit der Misopaste, Essig, den Hefeflocken und der Stärke in einem High-Speed-Blender oder mit dem Handmixer sehr fein pürieren. Mit dem restlichen Salz abschmecken und bei Bedarf mit Hafermilch oder Wasser verdünnen, die Konsistenz sollte einer nicht zu flüssigen Kürbissuppe ähneln.

  7. Zurück in den Topf geben und erneut unter Rühren aufkochen. So lange weiterrühren, bis das vegane Käsefondue leicht zäh wird und Fäden zieht.
  8. Heiß in den Fonduetopf umfüllen und mit allen Dip-Beilagen deiner Wahl servieren.

Tipps

Hier noch mal unsere absoluten Beilagen-Lieblinge auf einen Blick:

Veganes Bier-Fondue mit Kürbis

Werbung! Dieser Beitrag wurde von EDEKA ZENTRALE AG & Co. KG unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, EDEKA und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.

15 Kommentare

  1. Mit 3 anderen omnivoren Essern am ersten Januar mittags entspannt gegessen … yammi 😋 supergut angekommen! Dank‘ Euch mal wieder was Positives zu veganen Essen mit Anderen geteilt!
    Ich finde, das man es nicht mit Eurem veganen Käsefondue vergleichen kann, weil die Grundzutaten sich stark unterscheiden. BEIDE schmecken super!

    Antworten
    1. Yeah, voll gut! Freut uns sehr. Und klar, unterscheiden sollen sich beide Fondues ja schließlich auch. Ein „normales“ Bierfondue unterscheidet sich ja auch von der „normalen“ Käsevariante. 🙂

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  2. Ahoi ihr lieben! Meint ihr ich kann das Fondue schon jetzt vorbereiten und abends nochmal warm machen oder zieht das schon zu sehr an? Kann es schon kaum abwarten!!!

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    1. Du solltest das gekochte Gemüse ohnehin abkühlen lassen, also bis zu dem Schritt kannst du auf jeden Fall vorbereiten. Wenn du die ganze Masse fertig machen möchtest, musst du sie beim Aufwärmen zur Not einfach etwas verdünnen.

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  3. Hey hallo

    Kann mann die Tapiokastärke durch Kartoffenstärke ersetzen?
    Lieben Dank und liebe Grüsse

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    1. Die Tapiokastärke ergibt eine bessere, „käseähnlichere“ Konsistenz, während Kartoffelstärke über einen längere Kochzeitraum schleimig wird. Wenn überhaupt, dann könntest du notfalls mit Maisstärke ersetzen, die bleibt stabil.

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      1. Moin Jörg, ich hab leider nur Tapiokastärke in Kügelchen Form. Bisher haben die sich immer etwas geweigert sich aufzulösen und sie lassen sich auch nur höchst ungern zerkleinern. Habt ihr da vielleicht einen Tipp? Bin auf jeden Fall schon sehr gespannt auf das Fondue!

      2. Hi Lucas,

        Tapiokaperlen lassen sich quasi nicht mehr zur feinen Stärke machen, sorry. Du kannst versuchen, die Perlen mitzupürieren (dafür braucht es dann aber echt ein PS-Monster-Mixer), garantieren kann ich aber nix. 😅

        Liebe Grüße
        Jörg

  4. Gestern ausprobiert und das erste Mal das geerbte Fondue Set ausprobiert – ein Traum! Danke für dieses Mal wieder geniale Rezept dass so easy ist und so viel Gemütlichkeit zaubert. Gab’s bei uns bestimmt nicht das letzte Mal diesen Winter.

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    1. Me-ga! Tausend Dank für das tolle Feedback. 🙇‍♂️

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  5. Hej, da ihr uns aber in Versuchung geführt! Bislang waren wir überzeugt, keinen Fonduetopf zu brauchen. Nun kommt Silvester 2020 und die Frage: Was soll’s geben, nach dem wir Heilig Abend zu dritt Raclette hatten? Einen Blick auf eure Seite und…. BÄM. Dazu noch der Hinweis zum veganen Käsefondue. Schnell bei der Mutter nachgefragt, ob ihr Set noch existiert. Bingo. Und nun die Entscheidung… Auf jeden Fall veg. Käse. Unser Sohn hasst Kürbis. Und dann…. schnell noch beim schmutzigen A ein gusseisernes in schickem kirschrot bestellt. Kommtˋs noch bis Silvester, dann auch noch das mit Bier und Kürbis. Wir sind auf jeden Fall super gespannt und freuen uns darauf.
    Also, schön kuschelig und lustig Daheim bleiben und sich an dem freuen, was man hat. Es kann nur besser werden. Prost Neujahr euch allen! Ach ja, und frohe Weihnachten.

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    1. Oh weh, gleich im ersten Satz fehlt ein Wort! „Habt“, ihr habt uns in Versuchung geführt. Zu viel Zucker!😉😉

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      1. Oh, zwei Fondues gleichzeitig ist jetzt schon schwer zu toppen! Tausend Dank für das mega Feedback und dann hoffen wir mal, dass euch die Fondue-Pötte schmecken. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

  6. Hallo ihr zwei,
    spontan beschlossen, dass es dieses Fondue heute Abend gibt und es war sooooooo lecker! Hat mir fast noch besser geschmeckt als das andere Fondue von euch. Dazu gab es euer Kurkuma-Baguette, was auch mega war 😍
    Überhaupt: seit einem Jahr bin ich quasi täglich auf eurer Seite und koche/backe auch mindestens so oft ein Gericht von euch nach und bin bisher noch nicht 1x enttäuscht worden.
    Vielen Dank für die leckeren Sachen, die bisher auf unserem Tisch gelandet sind 🙂

    Ich wünsche euch schöne und entspannte Feiertage.

    Liebe Grüße
    Esther

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    1. Super, das freut uns echt mega! Und mit dem Kurkuma-Baguette war’s dann ja wohl das orange-farbigste Fondue, ever. 😅

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