Veganer Orangen-Filo-Kuchen – Portokalopita

Veganer Orangen-Filo-Kuchen – Portokalopita
Direkt zum Rezept →

Unser veganer Portokalopita ist ein unkomplizierter, leicht kompakter Orangen-Filo-Kuchen, der nach dem Backen mit einem aromatischen Sirup getränkt und so richtig saftig wird. Für den Extra-Geschmackskick sorgt frisch gemahlener Zimt aus der Mühle von Peugeot.

Ein Kuchen, bei dem es fast mehr Spaß macht, den Namen auszusprechen, als ihn zu essen. Channelt eure beste Pythagoras-Imitation und sprecht mir nach: Portokalopita. Noch mal, das R muss leicht vorn an der Zunge rollen. Portokalopita.

Ehrlicherweise beschränken sich meine Kenntnisse über griechisches Essen auf riesige Gyrosteller aus vorveganen Tagen. Auf Souvlaki mit Kritharaki und groß und unregelmäßig geschnittenen griechischen Pommes. Auf Saganaki und natürlich griechischen „Bauernsalat“ zu Vegetarierzeiten. Letzterer musste immer mit extra Kalamata-Oliven bestellt werden. Heißt, ich habe Know-how über griechische Vor- und Hauptspeisen. Für Desserts blieb kein Platz, jeder verfügbare Kubikzentimeter Mageninhalt musste mit Gyros gefüllt werden, sonst stellte sich kein Erfolgsgefühl ein. Ja, okay, ein Ouzo geht noch. Was gäbe ich für ein „richtiges“ veganes griechisches Restaurant. Ich hätte ja sehr große Lust darauf, ein solches Gelage zu wiederholen.

Portokalopita, den griechischen Orangen-Filo-Kuchen, der nach dem Backen mit einem Sirup aus Orangen und Zimt getränkt und so besonders saftig wird, fanden Nadine und sogar ich als erklärter Dessertverweigerer aber gleich äußerst spannend, als wir bei der Suche nach Rezepten für die winterliche Zitrusfrucht zufälligerweise davon gelesen hatten. Passt halt auch super in die winterliche Zimt-Orangen-Assoziationskette.

Veganer Orangen-Filo-Kuchen – Portokalopita

Scheinbar soll er von der größten griechischen Insel Kreta kommen, obwohl heute die Peloponnes das größte Anbaugebiet von Orangen in Griechenland sind – die landen übrigens auch bei uns in den Regalen. „Portokáli“ heißt Orange, „pita“ Kuchen oder Gebäck. Wobei, so ganz stimmt das nicht. „Strudel“ wäre vermutlich die bessere, weil naheliegende Übersetzung. Denn soweit ich das recherchieren konnte, grenzt „pita“ Gebäcke aus Filoteig gegen andere Zubereitungen ab. Spanakopita, Kolokithopita, Makaronopita. Alles Rezepte mit Filo und wir haben davon bisher nur eines abgehakt … ab auf die To-do-Liste mit den anderen. Die klingen nämlich alle auch wieder so nach Spaß.

Kurz, wir mögen Filoteig. Zumindest mögen wir es, ihn zu essen. Bei der Zubereitung kann der dünne Strudelteig, den wir aus der türkischen Küche auch als Yufka kennen, leicht stressig sein. Gekauft, in den Kühlschrank gelegt, einen halben Tag zu lange darin vergessen und das Zeug ist trocken wie Pergament aus Zeiten Sokrates’. Wer kennt es nicht?

Eine der guten Nachrichten, die Portokalopita mit sich bringt: Genau diesen trockenen Schlamassel wollen wir haben. Eine weitere: Den Filo so trocken zu bekommen ist quasi schon die halbe Miete für einen erfolgreichen veganen Orangen-Filo-Kuchen. Das geht im Backofen, energiesparender aber natürlich an der Luft, sofern der Teig nicht ohnehin schon aus der Packung bröselt. Dafür falten wir die einzelnen Blätter ziehharmonikaartig auf, damit die Luft gut zirkulieren kann und packen sie lose auf ein Backblech.

Der getrocknete Filo wird im Original mit viel Ei und griechischem Joghurt zubereitet. Letzteren tauschen wir einfach gegen Sojajoghurt aus. Als Ersatz für das Ei greifen wir auf Maisstärke und Hartweizengrieß als Bindemittel zurück. Außerdem kommen Olivenöl, Vanilleextrakt und natürlich die namensgebenden Orangen als Zesten und Saft mit in den Teig. Und eben Zimt. Bei uns aus der Zimtmühle „Lanka“ von Peugeot – die wohl weltweit einzige Mühle nur für Zimt. Zugegeben, eine Zimtmühle klingt jetzt nicht unbedingt nach dem Küchen-Must-have schlechthin. Gewürzschublade auf, Zimtpulver rein, wo Stress? Echte Zimtfans dürften bei frisch gemahlenem Zimt jedoch aufhorchen. Durch die „Shaker“-Funktion im oberen Teil der Mühle mit Edelstahl-Finish werden die Zimtstangen – welche praktischerweise im Peugeot-Online-Shop gleich mitbestellt werden können – durch eine schwere Metallkugel zunächst grob zerstoßen und können dann direkt gleichmäßig, aber auch nicht zu fein vermahlen werden. Der Duft und das Aroma von frisch gemahlenem Zimt sind dann eben doch etwas ganz anderes, als fertig gekauftes Pulver. Wer so richtig dolle auf Zimt steht, kann über unseren Rabattcode Eatthis25 ganze 25 % im Peugeot-Onlineshop sparen – und zwar nicht nur auf die Lanka-Zimtmühle, sondern auf das gesamte Sortiment.

Unter die angerührte Joghurt-Orangen-Masse wird nun der grob mit den Händen zerbröselte Filoteig gehoben. Am einfachsten geht das nach und nach. Zum Schluss sollte ein glatter, gleichmäßiger Teig entstehen. Dieser kommt jetzt in eine leicht gefettete Backform, wird für die Optik mit geschälten Orangenscheiben belegt und im Anschluss für 50–60 Minuten im vorgeheizten Ofen gebacken. Als Form verwenden wir wieder eine Keramikform aus Steinzeug von Peugeot, die seit 1930 in der Bretagne aus rein natürlichen Zutaten gefertigt werden. Nix mit Blei oder Nickel oder so in der Keramik. Diesmal greifen wir zur quadratischen mit 21 cm Größe in der Farbe Terracotta. So „Ton-in-Ton“ strahlt der Orangenkuchen besonders auf dem Tisch hervor, die Größe reicht dann auch für neun normale Dessertportionen … oder vier große. Yolo, falls man das noch sagt.

Zum Schluss wird unser veganer Orangen-Filo-Kuchen frisch und heiß aus dem Ofen mit einem ebenfalls mit Orangen und erneut frisch gemahlenem Zimt aromatisiertem Sirup übergossen … oder vielmehr getränkt. Ihr kennt das eventuell von Baklava. Auch wenn wir die Süße im Teig reduzieren, für die strenge Zuckerfrei-Diät ist der Orangen-Filo-Kuchen nichts. Yolo – Part Deux. Wichtig ist dabei, dass der Sirup vor dem Übergießen komplett abkühlen konnte, andernfalls kann der Kuchen in sich zusammenfallen.

Sobald unser veganer Portokalopita auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, ist er eigentlich fertig zum Servieren. Besonders lecker und vor allem saftig wird er aber, wenn er über Nacht durchziehen konnte. Ich sagte ja, Portokalopita auszusprechen macht nur fast mehr Spaß, als den griechischen Orangen-Filo-Kuchen zu essen.

Veganer Orangen-Filo-Kuchen – Portokalopita
Zutaten für 9 Portionen

Veganer Orangen-Filo-Kuchen – Portokalopita

Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 10 Minuten
Gesamt 1 Stunde 10 Minuten
+ Backzeit 50 Minuten

Für den Sirup

Für den Portokalopita

Für den Orangen-Zimt-Sirup

  1. Zucker, Orangensaft, Wasser und gemahlenen Zimt unter Rühren aufkochen und bei niedriger bis mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich mit dem Schneebesen umrühren.

  2. Vom Herd nehmen und vollständig abkühlen lassen.

Für den Portokalopita

  1. Filoteig in einzelne Blätter teilen. Diese ziehharmokaartig auffalten, auf ein Backblech geben und bei Zimmertemperatur etwa einen Tag oder im Backofen bei 120 °C für etwa eine Stunde trocknen lassen.

  2. Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die übrigen Zutaten für den Teig zusammen mit den Zesten der Orange in einer Schüssel rasch mit dem Schneebesen verrühren. Filoteig mit den Händen nicht zu groß zerbröseln und unter Rühren nach und nach unter den Teig heben.

  4. Eine Backform, beispielsweise die Peugeot Appolia 21 cm in Terracotta, leicht mit Öl auspinseln. Teig hineingeben und glatt streichen. Orange schälen und in Scheiben schneiden, diese auf dem Teig verteilen.

  5. 50–60 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Nach dem Backen die Oberfläche direkt mehrfach mit einem Zahnstocher einstechen und den abgekühlten Sirup darauf verteilen. Vor dem Servieren mindestens 1 Stunde oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Veganer Orangen-Filo-Kuchen – Portokalopita

Werbung

Werbung! Dieser Beitrag wurde von Peugeot Saveurs unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


Gib deinen Senf dazu!

    1. Hallo Aka,

      das haben wir nicht getestet. Allerdings ist Strudelteig ja im Regelfall dicker und „feuchter“. Filo ist hingegen ein relativ trockener Teig, der sich dann mit den übrigen Zutaten vollsaugen kann.

      Falls du es probierst, gib uns gerne Feedback. 

      Liebe Grüße
      Jörg

  1. Hallo – das klingt mega lecker! Leider befindet sich (noch) keine Zimtmühle in meiner Küche, wie viel Zimt sind denn eine halbe Zimtstange in Pulverform?

    Beste Grüße
    Hannah

  2. Ich bin auf der Suche nach dem „perfekten“ Dessert für Weihnachten. Das ließt sich alles spannend. Aber? Wie süß ist das – scheint ziemlich sehr süß zu enden…Oder, was sagt Ihr?

    1. Hallo Doreen,

      also, klar, der Portokalopita ist natürlich schon „süß“. Ich sage es aber mal so: Ich bin kein Dessert-Typ, finde das Zeug aber reichlich lecker.

      Liebe Grüße
      Jörg