Vegane Sushi-Sandwiches – japanische Onigirazu

Vegane Sushi-Sandwiches - japanische Onigirazu
Direkt zum Rezept →

Wenn ich jetzt wieder damit anfange, dass Nadine und ich Sushi einfach lieben und blabla, dann pennst du garantiert ein und das wollen wir ja alle nicht.

Allerdings verrate ich dir was: Ja, wir lieben Sushi. Aber die Rollen kommen bei uns weit weniger häufig auf den Tisch, als du vielleicht meinst. Und ja, auch als uns lieb wäre.

Denn während zumindest ich echt Spaß daran finde, Sushi zu rollen (Nadine isst sie nur gerne), ist es doch ein Gericht, dass nach Vorbereitung ruft und auch beim Rollen Zeit frisst … die wir häufig einfach nicht haben.

Aus dem Grund sind wir zumindest schonmal große Fans von dicken Sushirollen oder von Sushi-Burritos, wie du sie hier oder in unserem Buch Vegan Street Food findest. Klar, die Vorbereitung ist die gleiche. Man muss Reis kochen, abkühlen lassen, Gemüse schnibbeln etc. Aber das Rollen geht natürlich schneller, wenn du aus eigentlich vier Stück einfach eine machst.

Unsere neueste Entdeckung, die sich dazu auch noch wunderbar als Snack to go eignet sind aber Onigirazu. Sushi-Sandwiches, die nach Lust und Laune belegt, danach zusammengefaltet und mitgenommen werden. Noch dazu klappt das mit so gut wie jedem Reis, der vom Vortag übrig geblieben ist (wobei unserer Meinung nach Sushireis dennoch am besten passt) und das Füllen geht auch zack, zack!

Vegane Sushi-Sandwiches - japanische Onigirazu

Easy-peasy Sushi to go? Sign me up!

Wir haben uns drei Sandwich-Ideen ausgedacht: Onigirazu mit angebratenen Süßkartoffelscheiben und leckerem, schnell eingelegtem Rotkraut, mit krossen Austernpilzen und Radieschen und Sushi-Sandwiches mit Räuchertofu, frischen Sprossen und Gurke.

Vegane Sushi-Sandwiches - japanische Onigirazu

Aber hey – die Möglichkeiten sind selbstverständlich unbegrenzt. Bock auf Seitan? Logo, mach dir ein (vegan) Bacon-Lettuce-Tomato-Onigirazu. Oder pack dir im Frühjahr grünen Spargel in die Päckchen. Anything goes!

Zutaten für 6 Sandwiches

Vegane Sushi-Sandwiches – japanische Onigirazu

Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 20 Minuten
Gesamt 30 Minuten
  • 2 Portionen Reis am besten Sushireis
  • 6 Blätter Nori

Für die Süßkartoffel-Sandwiches

  • 50 g Rotkraut
  • 2 EL Reisessig
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Süßkartoffel
  • 50 g Spinat

Für die Austernpilz-Radieschen-Sandwiches

Für die Räuchertofu-Sprossen-Sandwiches

  1. Sushireis zubereiten. Siehe How-To.

Für die Süßkartoffel-Sandwiches

  1. Rotkraut in feine Streifen schneiden, mit Essig und Salz vermischen, mit den Händen einmassieren und beiseite stellen.

  2. Süßkartoffel in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Öl in eine heiße Pfanne geben, Süßkartoffelscheiben bei mittlerer Hitze 4 Minuten pro Seite braten.

  3. 2 Noriblätter mit der rauen Seite nach oben auf ein Stück Frischhaltefolie legen. Je eine kleine Handvoll Reis in die Mitte geben, mit Süßkartoffel, leicht abgetropftem Rotkraut und Spinatblättern belegen, mit einer weiteren kleinen Handvoll Reis abschließen und die Ecken einfalten.

Für die Austernpilz-Radieschen-Sandwiches

  1. Radieschen in feine Scheiben schneiden, mit Essig und 1/4 TL Salz vermischen, mit den Händen einmassieren und beiseite stellen.

  2. Austernpilze in grobe Stücke zupfen. Öl in eine heiße Pfanne geben, Pilze bei mittlerer bis hoher Hitze 5 Minuten rösten, ab und zu umrühren. Anschließend mit dem restlichen Salz und Pfeffer würzen.

  3. 2 Noriblätter mit der rauen Seite nach oben auf ein Stück Frischhaltefolie legen. Je eine kleine Handvoll Reis in die Mitte geben, mit Austernpilzen, leicht abgetropften Radieschen und veganer Mayonnaise belegen, mit einer weiteren kleinen Handvoll Reis abschließen und die Ecken einfalten.

Für die Räuchertofu-Sprossen-Sandwiches

  1. Tofu und Gurke in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Öl in eine heiße Pfanne geben, Tofu bei mittlerer Hitze 3 Minuten pro Seite braten. Gurke salzen und beiseite stellen.

  2. 2 Noriblätter mit der rauen Seite nach oben auf ein Stück Frischhaltefolie legen. Je eine kleine Handvoll Reis in die Mitte geben, mit Tofu, Gurke, Sprossen und veganer Mayonnaise belegen, mit einer weiteren kleinen Handvoll Reis abschließen und die Ecken einfalten.

Unsere Tipps

In unserer Anleitung zeigen wir dir, wie du die Onigirazu mit Hilfe von einem Stück Frischhaltefolie zubereitest. Das ist natürlich nicht ganz so ökologisch, wie wir das gerne haben, hilft aber bei den ersten paar Sushi-Sandwiches beim Falten ungeheuer. Wenn du den Dreh raus hast, brauchst du die Folie nicht mehr und kannst deine Onigirazu auch in Papier einwickeln und mitnehmen.

Vegane Sushi-Sandwiches - japanische Onigirazu

Unterstütze uns

Für diesen Post haben wir keinen Sponsoren. Aber auch du kannst uns unterstützen und uns dabei helfen, dieses kleine Business aus Herzblut und viel Liebe zum Essen am Laufen zu halten. Was sagst du? Hast du Lust auf viele weitere Küchenabenteuer mit uns? Dann komm in die „Sriracha-Gang“ auf Steady.

Steady

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


Gib deinen Senf dazu!

  1. Super lecker! Aber Memo an mich: für Kinder schwieriger zu essen als normale Maki- Nori-Blätter lassen sich schwer zerbeißen 😀 Aber Süßkartoffel-Spinat ist echt eine Traum-Kombi.

    1. Hi Maria, vielen lieben Dank, freut uns! Au weia 😅 Klar, normale Maki sind natürlich schon fast mundgerecht! Ja, Süßkartoffel-Spinat lieben wir hier auch!

      Liebe Grüße
      Nadine

    1. Hallo liebe Ann,

      erstmal vielen lieben Dank! 🙂

      Grundsätzlich gilt natürlich, dass sie frisch am besten schmecken – wie so vieles. Du kannst sie aber auf alle Fälle vorbereiten und gut einpacken.

      Liebe Grüße
      Jörg

      1. Ich hab’s getestet und es hat wunderbar geklappt. Habe sie in der Frischhaltefolie eingepackt im Kühlschrank gelassen und am nächsten Tag mit zur Arbeit genommen. Mega gut! Das mache ich jetzt öfter. Vielen Dank für das tolle Rezept!

  2. Hallo,

    meint ihr man könnte statt der Noriblätter auch Reispapier o.ä. nutzen? Ich liebe die Inhalte von Sushi, aber leider kann ich den Algengeschmack einfach nicht ertragen. Würde mich sehr über eure Tipps freuen, was man als Alternative nehmen könnte!

    Vielen Dank schonmal!

    1. Hey Laura,

      das „Problem“ kennen wir, da Nadine’s Dad Nori auch nicht abkann 😆
      Es liegt zwar immer auch an der Qualität der Noriblätter, aber klar, du kannst auch Reispapier verwenden. Wenn die Onigirazu dann zum mitnehmen gedacht sind, solltest du sie allerdings etwas einpacken, ansonsten wird das Reispapier etwas hart und zu crunchy 👍

      Liebe Grüße
      Jörg

  3. Ich habe Onigirazu bzw. Sushi-Sandwiches erst vor kurzem entdeckt. Da ich schon jahrelang Sushi mache eine tolle und neue Option für mich. Besonders zum Mitnehmen und unterwegs essen eignen sie sich viel besser als das klassische Sushi. Und es ist schneller gemacht 🙂
    Zwei weitere Füllungen, die dir als veganer sicherlich gut schmecken würden sind Grüner Spargel in Sesamöl angebraten mit etwas Teriyaki Sauce und gebackener Hokkaido Kürbis mit etwas karamelisiertem Zucker. Schonmal probiert?
    Hier habe ich mal ein Video wie ich die leckeren Onigirazu das letzte Mal zubereitet habe:
    https://​www​.youtube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​S​u​U​V​2​7​3​v​q​W​Q​&​l​c​=​z​2​2​x​d​t​o​4​v​y​j​p​v​5​p​f​n​a​c​d​p​4​3​3​3​b​t​3​0​n​4​h​1​v​c​1​z​f​o​s​x​w​d​w​0​3​c​0​10c
    Wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr morgen abend! 🙂

  4. Schon dreimal gemacht. Erstes mal noch mit veganer Mayo, da ich leider auf Sonnenblumenöl jedoch mit schmerzhaften Pickeln reagiere und es mir und meinem Freund vom Fettgehalt nicht zusagte, der Magen meldete sich nämlich, habe ich es abgewandelt. Wir nutzen auch kein Öl zum braten, sondern Gemüsebrühe, besonders die Pilze werden total lecker damit. Als Mayoersatz, nutzen wir ein veganes Dressing (unseres stand bei Real neben den veganen Mayo-Gläsern).

    Wirklich sehr sehr lecker und der Zeitaufwand reduziert sich sehr, je öfter man es macht.