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Vegane Ravioli mit Kürbisfüllung & Salbeibutter

Vegane Ravioli mit Kürbisfüllung & Salbei-Butter

Heute gibt es einen Pastatraum! Du wirst dich zurückhalten müssen, die italienische Antwort auf Maultaschen, Dumplings und Co. nicht direkt aus der Pfanne zu futtern. Wir präsentieren unsere veganen Ravioli mit Kürbisfüllung.

Ravioli. Sind wir doch mal ehrlich, sogar als größter Pastafan genießt man die gefüllten Pasta-Taschen in der Regel doch eher nur beim Italiener – und das auch nur, wenn man sich glücklich schätzen darf und das Restaurant auch eine vegane Variante anbietet – oder … aus der Dose.

Auch zu Hause mal so richtig schön einen auf Festival machen und das Dosenfutter direkt latent „assi“ kalt zu löffeln, kann auch mal lustig sein, aber na ja, eine stolze Erzählung ist’s dann doch nicht wert, oder? Gut, kommt auch auf die Kreise an, in denen du verkehrst, ein längeres (und ernsthaftes) Gespräch mit Vollblut-Hobbyköchen wirst du so aber vermutlich nicht starten können.

Tatsächlich von Grund auf selbstgemachte vegane Ravioli mit Kürbisfüllung, in der Pfanne angeschwenkt mit einer selbstverständlich ebenfalls veganen Salbei-„Butter“ hingegen? Ja, damit kann man montagmorgens beim Kaffeemaschinengespräch im Büro schon eher angeben.

Vegane Ravioli mit Kürbisfüllung & Salbei-Butter

„Was ich so am Wochenende gemacht habe? Ach, nichts Weltbewegendes. Nur eine Wagenladung selbstgemachter Ravioli.“ – „Ooh!“ – „Aah!“

Du musst ja nicht gleich verraten, dass das italienische Äquivalent zur Maultasche gar nicht mal so kompliziert zuzubereiten ist, wie man sich das vielleicht vorstellt. Glaub’ mir, auch in dir steckt ein kleiner Nachwuchs-Pastaiolo.

Nötig ist nur ein bisschen Zeit – hey, in der etwas trüberen Jahreszeit steht man für Lieblingsfutter doch gerne mal die ein oder andere halbe Stunde länger in der Küche – und ein klein wenig Geschick. Zumindest, sofern du die Ravioli selbst formen, füllen und schneiden möchtest. Das ist zwar auch kein Hexenwerk (ich zeige dir später noch einen fixen Pasta-Cheat), wir lassen uns heute trotzdem vom praktischen Raviolivorsatz für unsere KitchenAid Artisan Küchenmaschine helfen, der uns im wörtlichen Sinne im Handumdrehen ein bisschen Arbeit abnimmt.

KitchenAid Ravioliaufsatz Eat this! Vegane Rezepte

Der Ravioli-Maker wird, wie auch sein perfekter Tag-Team-Partner, der Pastaroller, einfach in die Zubehöraufnahme deiner KitchenAid gesteckt, festgeschraubt und dann … von Hand betrieben. Was dich jetzt möglicherweise zu Beginn genauso stutzig macht, wie uns („Wozu brauche ich die Küchenmaschine denn überhaupt, wenn ich doch wieder selbst Hand anlegen muss?“), zeigt sich in Sachen Bedienung und Lagerung als großer Vorteil. Zum einen haben andere Raviolimaschinen einen relativ großen Fuß, der im Küchenschrank natürlich viel Platz wegnimmt, zum anderen kannst du so selbst steuern, wie schnell dein Nudelteig durch die Maschine läuft und hast so genug Zeit und Ruhe, die Füllung zu verteilen, die fertigen Ravioli aufzufangen und so weiter.

Butternut Kürbis Eat this! Vegane Rezepte

Dein – selbstverständlich nach unserem Rezept selbstgemachter – Nudelteig wird in die Maschine eingefädelt, in die Öffnung an der Oberseite kommt die vorher in der Pfanne geschmorte Kürbisfüllung, die sich mit dem mitgelieferten, speziell geformten Löffel gut verteilen lässt. Mit einem Dreh am großen Rad an der Vorderseite führst du die Teigplatten dann durch die vorgeformten Walzen, die jetzt automatisch die Ravioli füllen, formen und „Sollbruchstellen“ einstanzen. Unten kommen dann perfekt geformte Teigtaschen heraus, die du 10 Minuten trocknen lässt und dann einfach voneinander lösen kannst.

Zugegeben, auch bei der maschinenunterstützten Herstellung werden die Teigtaschen jetzt nicht magisch zum spontanen „20 Minuten, los geht’s“-Rezept für Wochentage. Auch wenn es tatsächlich viel Spaß macht, die kleinen Pastapäckchen zu formen. Es sei denn, du schmeißt eine Ravioliparty mit dir selbst (oder du bestichst ein paar Helfer mit einem in Aussicht gestellten Pasta-Festmahl) und stellst direkt die bereits erwähnte Wagenladung her. Was wir dir raten würden, denn die Ravioli lassen sich super einfrieren und sind so die perfekte Lösung für die Abende, an denen du dir einfach etwas Leckeres auf dem Teller gönnen möchtest, aber keine Lust hast, ewig in der Küche zu stehen.

Vegane Ravioli - Eat this! Vegane Rezepte

Wenn du dich erstmal testweise und ohne Spezialgerätschaften an die Ravioliproduktion wagen möchtest, ist das auch kein Problem. Am einfachsten finden wir es, 5 cm große Quadrate aus deinem Nudelteig zu schneiden, auf die Hälfte der Teigstücke jeweils einen Teelöffel Füllung zu geben, die Ränder leicht mit Wasser anzufeuchten, mit einem weiteren Teigquadrat abzudecken und anschließend die Ränder gut anzudrücken und mit den Zinken einer Gabel zu versiegeln.

Noch einfacher und schneller geht es, wenn du ein kleines bisschen schummelst und anstelle von Ravioli die ligurischen Pansotti zubereitest. Dabei handelt es sich um dick gefüllte, dreieckige Teigtaschen. Dafür schneidest du aus deinem veganen Nudelteig 10 cm große Quadrate, packst jeweils 2-3 Teelöffel Füllung in die Mitte, befeuchtest ebenfalls die Ränder, klappst sie zu Dreiecken um und versiegelst sie, wie ich schon bei den Ravioli beschrieben habe.

Für welche Form du dich auch immer entscheidest, die Teigtaschen kommen zusammen mit etwas Olivenöl, frischem, duftenden Salbei und deiner liebsten veganen „Butteralternative“ in eine heiße Pfanne und werden scharf angebraten. Anschließend löschst du mit Wasser oder einem Schluck Weißwein ab, lässt die veganen Ravioli mit Kürbisfüllung mit verschlossenem Deckel kurz in dieser aromatischen Sauna ziehen und versuchst zum Schluss einfach, diesen Pastatraum noch auf einem Teller anzurichten und nicht gleich aus der Pfanne zu löffeln. Auch das könnte ich dir nicht verdenken, aber es wäre eben trotzdem ebenfalls latent „assi“. Buon appetito!

Vegane Ravioli mit Kürbisfüllung & Salbei-Butter

Zutaten für 4 Portionen

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Vorbereitung 25 Minuten
Zubereitung 10 Minuten
Gesamt 1 Stunde 5 Minuten
+ Zubereitung des Nudelteigs 30 Minuten

Für die Füllung

Für die Salbei-"Butter"

Außerdem

Für die Füllung

  1. Zwiebel fein würfeln. Butter und Öl in einen heißen Topf geben. Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze 4 Minuten glasig dünsten.

  2. Kürbis in etwa 5 mm große Würfel schneiden, zu den Zwiebeln geben und bei mittlerer Hitze 5 Minuten braten. Ab und zu umrühren.

  3. Mit Gemüsebrühe und Weißwein ablöschen und bei geringer Hitze 15 Minuten weich garen. Dabei häufig umrühren, anschließend mit Salz abschmecken. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen. Anschließend Quark unterheben.

Für die Ravioli

  1. Nudelteig nach unserer Anleitung in 3-4, etwa 50 cm lange Nudelbahnen ausrollen. Nacheinander längs auf die Hälfte umschlagen, nach Anleitung in den KitchenAid Ravioliaufsatz einfädeln und nach und nach befüllen und durch die Maschine drehen.

  2. 10 Minuten antrocknen lassen und anschließend in einzelne Ravioli trennen. Anschließend mit Mehl bestäuben und nebeneinander auf die bemehlte Arbeitsfläche legen, damit sie nicht zu­sam­men­kleben.

Für die Pansotti

  1. Nudelteig nach unserer Anleitung in Nudelbahnen ausrollen. Die Länge spielt hier kaum eine Rolle.

  2. Aus dem Teig Quadrate von ca. 10 cm Seitenlänge ausschneiden, mit je 2 TL Füllung belegen und zu Dreiecken zusammenklappen.

  3. Die Ränder gut zusammendrücken, die Teigtaschen mit Mehl bestäuben und nebeneinander auf die bemehlte Arbeitsfläche legen, damit sie nicht zu­sam­men­kleben.

Servieren

  1. Vegane Butter, Olivenöl, Salbeiblätter und Salz für die Salbei-"Butter" in eine heiße Pfanne geben.

  2. Ravioli bzw. Pansotti bei mittlerer Hitze 3 Minuten braten, anschließend mit 120 ml Wasser aufgießen und die Teigtaschen 7 Minuten mit geschlossenem Deckel garen.

  3. Pasta auf Tellern anrichten, mit der Salbei-"Butter" beträufeln und mit den gerösteten Salbeiblättern garnieren.

Vegane Ravioli mit Kürbisfüllung & Salbei-Butter

Werbung! Dieser Beitrag wurde von KitchenAid unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

6 Kommentare

  1. hello!ich habe das Rezept nun mehrmals gelesen und werde nicht schlau daraus: verstehe ich es richtig, dass ihr die ravioli ungekocht in butter schwenkt und dann erst mit Flüssigkeit aufgießt und kocht? ich habe bereits mehrmals ravioli selbst gemacht und koche sie vorher in Salzwasser, schrecke sie in Eiswasser ab und ziehe sie dann durch die Pfanne.

    Antworten
    1. Hi Sabrina,

      du hast das richtig verstanden, ja. 🙂

      Die Ravioli werden kurz angebraten, dann kommt Wasser dazu. Das Wasser verdampft, gart dabei die Ravioli und zum Schluss bleiben perfekt bissfeste Ravioli und der Salbei-Sud als Sauce übrig.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. DAS muss ich unbedingt mal ausprobieren. Liebsten dank 🙂

  2. Wirklich tolles Rezept – die wird es Heiligabend geben! 🙂 Wenn ich die Ravioli heute schon zubereite und sie bis dahin im Kühlschrank aufbewahre, reicht es dann trotzdem sie in der Salbeibutter anzubraten oder sollten sie dann noch im Wasser kochen, da sie trockener sind? Vielen Dank schon mal & schöne Feiertage 🙂

    Antworten
    1. Hi Laura,

      ich würde die Ravioli trotzdem einfrieren, auch wenn es „nur“ um zwei Tage geht. Die Ravioli bleiben einfach frischer. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Hey Jörg, danke für die schnelle Antwort 🙂 Das mache ich! Werde sie danach nur in der Butter kochen/schwenken, denke das reicht!

        Liebe Grüße,
        Laura

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