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Vegane Poke Bowl

Vegane Poke Bowl

Wir lie­ben Bowls. Weißt du ja schon lan­ge. Und natür­lich kön­nen wir da die aktu­ell super hip­pe Poke Bowl nicht auslassen!

Poke? Was ist denn bit­te schön Poke?

Das Rezept dafür stammt ursprüng­lich aus Hawaii und das Wort Poke bedeu­tet so viel wie „klein­schnei­den“ oder „in Stü­cke schnei­den“. Mit dem Klein­schnei­den ist vor allem roher Fisch, genau­er gesagt Thun­fisch, gemeint. Ser­viert wird das Gan­ze tra­di­tio­nell zusam­men mit Früh­lings­zwie­beln, Soja­sauce, Sesam und oft auch mit ver­schie­de­nen Algen.

Roher Fisch ist natür­lich nichts für uns, aber wie bei Sushi hält uns nichts davon ab die schnie­ke Inspi­ra­ti­on für eine vega­ne Vari­an­te zu nutzen.

Und wenn vega­ner Lachs aus Karot­ten mög­lich ist und ober­le­cker schmeckt, war­um dann nicht ein­fach Fake-Thun­fisch aus Was­ser­me­lo­ne zubereiten?

Der Trick ist, wie bei vie­len lecke­ren Sachen, die rich­ti­ge Wür­ze bezie­hungs­wei­se Mari­na­de. Eine Was­ser­me­lo­ne, frisch auf­ge­schnit­ten, schmeckt sehr gut, hat aber mit Thun­fisch, bis auf die Far­be, rein gar nichts gemeinsam.

Wie immer geht es uns nicht dar­um, einen Geschmack genau nach­zu­ah­men und wir behaup­ten auch nicht, dass der vega­ne Poke genau­so wie ech­ter Thun­fisch schmeckt. Kann ja auch gar nicht funk­tio­nie­ren. Aber was wir defi­ni­tiv sagen kön­nen ist, DASS das Ergeb­nis schmeckt. Und wie!

Und mal ehr­lich, der Look ist schon recht über­zeu­gend, oder?

Wir haben bei der Zube­rei­tung ver­schie­de­ne Metho­den aus­pro­biert und die Melo­ne beim ers­ten Mal ein­ge­fro­ren und wie­der auf­ge­taut, um über­schüs­si­ges Was­ser aus der Melo­ne zu bekom­men. Beim zwei­ten Mal haben wir die Melo­ne im Ofen geba­cken (ja, geba­cken!) und anschlie­ßend eben­falls mari­niert. Bei­de Metho­den schme­cken super­le­cker, aber die Ofen­va­ri­an­te ist für uns ganz klar der Sieger.

Das Melo­nen­fleisch wird beim Backen schön zart, ver­än­dert die Kon­sis­tenz und wird rohem Poke-Thun­fisch tat­säch­lich um eini­ges ähn­li­cher als man sich vor­stellt. Trotz der Zeit im Ofen behält das Frucht­fleisch einen schö­nen Biss und lässt sich per­fekt marinieren.

Für den rich­tig herz­haf­ten Geschmack sor­gen Soja­sauce, Sesam, Essig, ein Hauch Flüs­sig­rauch und fei­nes schwar­zes Hawaii-Salz von unse­ren Freun­den von sal­ted. Ein biss­chen Hawaii darf es näm­lich schon sein.

Die Salz­kris­tal­le für das Black Lava-Salz aus dem Pazi­fik wer­den mit Mine­ra­li­en­ex­trakt ver­mengt und mit Aktiv­koh­le ver­setzt. Dadurch wird das Salz schwarz und kommt auf unse­rem Fake-Thun­fisch natür­lich beson­ders gut zur Geltung.

Dazu noch ein biss­chen fri­sches Gemü­se, lecke­rer Reis und Salat und fer­tig ist die fisch­freund­li­che Sommer-Hipster-Poke-Bowl.

Alo­ha!

Zutaten für 4 Portionen

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Vor­be­rei­tung 10 Minu­ten
Zube­rei­tung 20 Minu­ten
Gesamt 30 Minu­ten

Für den veganen Wassermelonen-Tuna

  • 500 g Was­ser­me­lo­ne geschält
  • 4 EL Erd­nuss­öl
  • 1 1/2 TL Salz
  • 4 EL Apfel­es­sig
  • 1/2 Blatt Nori

Außerdem

  • 150 g Sushireis
  • 2 Karot­ten
  • 2 Avo­ca­do
  • 1 Hand­voll Erb­sen frisch
  • 8 Blät­ter Chi­na­kohl
  • 8 Blät­ter grü­ner Salat
  • 1 Hand­voll Mini­gur­ken oder ein paar Gurkenscheiben
  • 4 TL hel­ler Sesam
  • 4 EL Trau­ben­kern­öl
  • 4 EL Apfel­es­sig
  • 1/4 TL Hawaii-Salz
  1. Back­ofen auf 200 °C Ober-/Un­ter­hit­ze vorheizen.
  2. Melo­ne in 3 cm gro­ße Wür­fel schnei­den. Mit Öl und Salz in einer feu­er­fes­ten Form ver­mi­schen und 30 Minu­ten im Ofen backen.
  3. Essig unter­rüh­ren, gut ver­men­gen und wei­te­re 30 Minu­ten im Ofen garen. Ab und zu umrühren.
  4. Melo­ne aus dem Ofen neh­men, voll­stän­dig abküh­len las­sen und fein geschnit­te­nes Nori unter­he­ben. Über Nacht im Kühl­schrank zie­hen lassen.
  5. Sushireis wie hier beschrie­ben zubereiten.

  6. Karot­ten mit dem Spi­ral­schnei­der in Spi­ra­len schnei­den oder alter­na­tiv fein raspeln.

  7. Avo­ca­do in fei­ne Schei­ben schnei­den. Erb­sen 5 Minu­ten dämp­fen, anschlie­ßend halbieren.
  8. Alles in einer Bowl anrich­ten und mit etwas Öl, Essig und Hawai­i­salz abschmecken.


Rekla­me! Die­ser Bei­trag ist in Zusam­men­ar­beit mit sal­ted. ent­stan­den, er spie­gelt jedoch aus­schließ­lich unse­re eige­ne Mei­nung wider. Dan­ke, dass du Pro­duk­te und Mar­ken unter­stützt, die Eat this! supporten.

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.

22 Kommentare

  1. Wodurch kann man das Hawaii-Salz am bes­ten ersetzen?

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    1. Mit einem (guten) ande­ren Salz. 🙂

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      1. Wun­der­bar, das habe ich auf jeden Fall da. Danke!

  2. Ich lie­be, lie­be, lie­be euren Was­ser­me­lo­nen-Tuna! Ich wäre nie­mals auf die Idee gekom­men, Melo­ne in den Ofen zu packen, aber das Ergeb­nis ist fan­tas­tisch. Freu mich jedes Jahr auf die Was­ser­me­lo­nen-Sai­son, um dann aus­schließ­lich Salat mit Veta und Tuna draus zu machen. 😂
    Jeden­falls: Vie­len Dank für eure vie­len tol­len Rezepte!

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    1. Tau­send Dank lie­be Jes­si­ca, freu­en wir uns wirk­lich mega 😀❤️

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  3. Also, ins­ge­samt 1 Stun­de bei 200 Grad im Back­ofen, war für mei­ne Melo­ne zu lan­ge, trotz Kon­trol­le und umrüh­ren sind die Kan­ten schwarz geworden.

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    1. Hal­lo lie­be Christine,

      Back­öfen ver­hal­ten sich ja ger­ne mal unter­schied­lich. Da kann man nur mit Kon­trol­le oder einem Ther­mo­me­ter ent­ge­gen­wir­ken. Eine fri­sche und gut mari­nier­te Melo­ne soll­te die 200 °C aber über die vol­le Zeit aus­hal­ten, ohne kom­plett anzu­ko­keln. Ein paar dunk­le Stel­len sind aber okay 😉

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  4. Ts,ts,ts. Da ler­ne ich heu­te (in einer baye­ri­schen Klein­stadt) zum ers­ten Mal Poké ken­nen (hier ticken die Uhren halt lang­sa­mer) und schon fin­de ich bei euch ein vegan­ges Rezept dazu. Ihr seid echt der Knal­ler! DAS mache ich auf jeden Fall nach. Lie­be Grü­ße Sonja.

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    1. Hal­lo lie­be Sonja,

      ooo­ha, in wel­cher baye­ri­schen Klein­stadt lernt man denn Poke kennen? ?

      Vie­len Dank für die lie­ben Worte 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  5. Das klingt ja span­nend mit der Melone !
    Ein tol­ler Blog und tol­le Fotos. Da bekom­me ich direkt Appetit 🙂 

    Lie­be Grüße,
    Verena

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    1. Vie­len Dank lie­be Verena! ?

      Antworten
      1. Vie­len Dank lie­be Verena! ?

  6. Hal­li­hal­lo, das Rezept hört sich ja sehr lecker an !
    meinst du, der Melo­nen-Thun­fisch geht auch ohne Ofen in der Pfan­ne? In mei­nem Stu­den­ten­wohn­heim gibt es lei­der kei­nen Ofen und ich habe nur einen Instant Pot mir Anbratfunktion.
    Lie­be Grüße,
    Luisa 🙂

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    1. Hal­lo lie­be Luisa, 

      das müss­test du aus­pro­bie­ren. Ich wür­de die Melo­nen­stü­cke bei mitt­le­rer Hit­ze und mit Deckel bra­ten, bis sie leicht kara­mel­li­sie­ren. Dann mit dem Sud auf­gie­ßen und bei gerin­ger Hit­ze schmo­ren las­sen, bis die Kon­sis­tenz passt. Und häu­fig umrüh­ren nicht vergessen 😉

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  7. gross­ar­ti­ge Idee!! Ich bin heu­te an einem Poke Laden vor­bei­ge­gan­gen und hab schon über­legt wie man das „ent­fi­schen“ könnte…zack…und hier haben wir die Antwort!
    TOLL!

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    1. Vie­len lie­ben Dank Sarah! Dann schon mal viel Spaß beim Ausprobieren ?

      Lie­ber Gruß
      Nadine

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  8. Hal­lo wir sind wirk­lich sehr beein­druckt von euren Bei­trä­gen. Ein tol­ler und inter­es­san­ter Blog mit vie­len Ideen und Mög­lich­kei­ten für die Vega­ne Ernährung!

    Bit­te macht wei­ter­hin so weiter 🙂

    Lie­be Grü­ße Johan­nes von
    Sane&Pure-Hypo All­er­ge­ne Proteine

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    1. Vie­len lie­ben Dank Johannes! ?

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  9. Ok, bei dem Rezept bin ich jetzt ein­deu­tig neu­gie­rig und hof­fe, dass ich es trotz Kind im Emo­wachs­tums­schub aus­pro­bie­ren kann 😀

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    1. Hi Juno,

      dann wün­schen wir viel Erfolg & viel Spaß beim Nachkochen ?

      Lie­ber Gruß
      Nadine

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  10. Wow, das mit der Melo­ne klingt so gut! Hat­te ein­mal was ähn­li­ches gele­sen, wo die melo­ne vaku­um­iert wur­de, um wohl so eine Kon­sis­tenz zu errei­chen. Das hat­te ich so lan­ge im Kopf, aber man­gels Vaku­um­ier­ge­räät nie gemacht. Aber Eure Poke­bowl und der „Thun­fisch“ klingt abso­lut mach­bar und ich freu mich schon aufs Ausprobieren!

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    1. Hi Ste­fa­nie,

      ja, so etwas ähn­li­ches haben wir auch schon mal ohne Vaku­um­ier­ge­rät pro­biert und es war ein biss­chen umständ­lich. Das Ergeb­nis war trotz­dem nicht schlecht – folgt in Kür­ze ? Bei der Melo­ne ist das Backen aber eine tol­le Alter­na­ti­ve! Viel Spaß beim Ausprobieren ?

      Lie­ber Gruß
      Nadine

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