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Vegane Pide mit Spinat

Vegane Pide mit Spinat

Leckere, fluffige Teigschiffchen, gefüllt mit einer würzigen Mischung aus frischem Baby-Spinat, Knobi, Zwiebeln und veganem Käse: Das sind unsere veganen Pide mit Spinat deluxe!

Nach unseren Pide mit veganem Hackfleisch, welche wir seit letztem Jahr schon ungefähr drölftausend Mal verdrückt haben, darf natürlich auch die heiß geliebte, noch leichtere und schnellere Variante mit Spinat nicht fehlen. Zu – gefühlt in der Steinzeit zurückliegenden Vegetarierzeiten Ende der 90er-Jahre – war das mein allerliebster Fast-Food-Snack überhaupt und freitags nach der Schule war „Pide-Time“. Unser Stamm-Imbiss hat die besten Pide ever gebacken und diese gemütlichen Freitagnachmittage mit Spinatschiffchen, türkischem Tee und einer Runde Stadtbummel waren damals immer das Wochenend-Highlight.

Lange Zeit habe ich Pide schmerzlich vermisst. Aus dem Holz- oder Steinbackofen schmeckts eben außerdem am besten, das Aroma ist quasi unschlagbar! Aber auch zu Hause lässt sich mit etwas Übung zum Glück eine wirklich anständige Pide aus dem Ofen holen und der Freitags-Pide-Sause at home steht nichts mehr im Wege!

Vegane Pide mit Spinat

Woher kommt Pide eigentlich?

Der Begriff Pide stammt vom griechischen Wort pita ab, was übersetzt schlicht und einfach Brot bedeutet. Die offene, recht pizza-ähnlichen Fladen (die aber keinesfalls mit Pizza zu verwechseln sind!), wie wir es hier aus den türkischen Imbissläden kennen, gibt es in genau dieser Form tatsächlich erst seit rund siebzig Jahren.

Die traditionellere Variante ist zwar auch – meistens mit Zwiebeln, Lamm und ordentlich Pfeffer – gefüllt, aber komplett geschlossen und sieht einem länglichen Fladenbrot recht ähnlich. Übrigens werden traditionelle „Samsun pide“ und alles, was dazu gehört mit großzügigen Portionen Butter hergestellt und nicht wie man meinen könnte, so ganz mediterran, mit Olivenöl.

Der Aufwand für vegane Pide ist überschaubar: ein luftiger Hefeteig, der sich so gut wie alleine zubereitet und eine fixe Füllung aus frischem Spinat, viel Knobi und veganem Käse – wirklich supereinfach.

So schnell und einfach geht vegane Pide mit Spinat zu Hause

Für die Teigzubereitung geben wir einfach alle Zutaten in eine Rührschüssel und lassen alles in der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten – ohne Maschine ist es auch ein prima Workout! Während der Teig etwa eine Stunde ruhen darf, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat, würfeln wir Zwiebel und Knoblauch und braten diese zusammen mit etwas Kumin an. Dann kommt uns frischer Spinat, der ab April jetzt wieder Saison hat, dazu und wir lassen ihn bei hoher Temperatur zusammenfallen, sodass möglichst viel Wasser verdampft und der Spinat nicht matschig wird. So wird auch unser Pide später nicht soggy!

Den fertigen, luftigen Teig rollen wir in einzelnen Portionen auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu ovalen Fladen aus. Danach bestreichen wir die Pide mit der Spinatfüllung, toppen diese mit veganem Reibekäse oder veganem Feta – beides ist in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich – und schlagen die Ränder auf beiden Seiten ein, sodass sich ein offenes, spitzes Teigschiffchen ergibt. Die Ränder bepinseln wir zum Schluss noch fix mit etwas Olivenöl und dann gehts für 20 Minuten ab damit in den vorgeheizten Backofen.

Besonders lecker wirds, wenn du deine Pidestückchen noch mit in Essig und Sumach eingelegten roten Zwiebeln toppst!

Vegane Pide mit Spinat

Zutaten für 4 Pide

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Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitung 20 Minuten

+ Gehzeit 45 Minuten

Für den Teig

Für die Füllung

Außerdem

  1. Für den Teig Wasser und Hafermilch in eine große Schüssel geben, Mehl, Hefe, Olivenöl und Salz unterrühren und anschließend mit der Küchenmaschine oder von Hand 10 Minuten zu einem gleichmäßigen, nicht zu klebrigen Teig verkneten. Schüssel abdecken und 45-60 Minuten ruhen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat.
  2. Währenddessen Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Olivenöl in eine heiße Pfanne geben, Zwiebelwürfel und Knoblauch 2-3 Minuten bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Salz, Kumin und Spinat hinzugeben und bei mittlerer bis hoher Hitze unter Rühren anbraten, bis er zusammengefallen ist und das Wasser verdampft ist. Mit schwarzem Pfeffer würzen und abschmecken.

  3. Backofen auf 225 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  4. Teig vierteln, Teiglinge zu Kugeln formen. Auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche länglich-oval und etwa 1 mm dünn auf etwa 40 x 15 cm große Fladen ausrollen. Käse und Spinatfüllung auf dem Teig verteilen, dabei einen etwa 3 cm breiten Rand freilassen. Ränder auf die Füllung umschlagen, die Enden leicht verdrehen, sodass die typische „Schiffchenform” entsteht.

  5. Pide vorsichtig auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen, Teigränder mit Olivenöl bestreichen, mit Sesam bestreuen und 20 Minuten backen, nach 10 Minuten die Position der Backbleche wechseln, damit das Gebäck gleichmäßig bräunt.

Vegane Pide mit Spinat

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.

16 Kommentare

  1. Sieht super aus und wird am Wochenende mal ausprobiert 🙂 Kann ich den Teig auch schon einen Tag vorher vorereiten?

    Antworten
    1. Hi Max,

      du kannst den Teig super am Tag zuvor vorbereiten und dann über Nacht langsam im Kühlschrank gehen lassen – wie bei unserem Pizzateig.

      Viel Spaß 🙃

      Antworten
  2. Sooo lecker 🙂
    Gab es bei uns gestern zu Abend. Hatte leider zu wenig Spinat, habe es deshalb mit Bärlauchpesto „gestreckt“. Den Käse habe ich leider vergessen, stand im Text irgendwie nicht drin. Hätte ich aber auch noch mal an der Zutatenliste sehen können 🤷🏻‍♀️
    Aber auch ohne Käse richtig gut. 👍🏻
    Danke für eure tollen Rezepte 😊
    Liebe Grüße aus Mittelfranken!

    Antworten
    1. Hi Marielle,

      wie schön, das freut mich! Upps, der Käse hat da wohl den Abgang gemacht, ist angepasst! Danke dir 😁

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  3. OMG!!! Warum hab‘ ich das nicht schon früher ausprobiert. Mega lecker!! Tolles Rezept 🙂 Danke dafür. Habe Dinkelmehl verwendet und Reismilch und noch veganen Feta unter den Spinat gemischt. Mmmmm!!

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    1. Sehr cool, vielen lieben Dank für das Feedback und klar, veganer Feta passt garantiert mega! 🙂

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  4. Ich liebe Pide auch. Ich habe gestern frischen Bärlauch bekommen. Kann ich den wie den Spinat verarbeiten, oder kann ich ihn roh auf die Pide geben?

    Antworten
    1. Geht beides. Du kannst auch zusammen mit Rucola unser Rucola-Bärlauch-Pesto machen und die Pide damit bestreichen, schmeckt auch sensationell. 🙂

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  5. Kann man den Teig auch mit Dinkelmehl machen? Oder verhält sich der anders beim Hefeteig?

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    1. Dinkelmehl verhält sich auf jeden Fall anders als Weizenmehl, du kannst das Rezept trotzdem auch mit Dinkel machen, der Teig könnte allerdings etwas schwieriger zu händeln sein.

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  6. Hallo!
    Sieht toll aus! Hab zufällig gestern bärlauch-spinatpesto gemacht, vielleicht probier ichs damit 🤔 hättet ihr noch ein genaues Rezept für die Sumachzwiebeln?
    Danke im Voraus und schöne Grüße 🤗

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    1. Hey Fanni,

      nein, ein genaues Rezept gibt’s nicht. „Einfach“ Zwiebeln, Sumach, etwas Salz und Essig vermengen und stehen lassen … Bingo. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

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  7. Der Key-ingredient SCHWARZKÜMMELSAMEN fehlt als Topping. Das macht einen riesen Unterschied. Danke für das Rezept. Ich liebe Pide so sehr…

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    1. Schwarzkümmel geht natürlich immer! 🙂

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  8. Mich erinnert das an Gözleme (auch Pfannenbörek genannt) ….allerdings wird da traditionell kein Hefeteig verwendet, wenn ich mich richtig erinnere. Gibts dazu bitte auch bald ein Rezept? Ansonsten probiere ich auch sehr gern dieses Rezept mal aus…klingt auf jeden Fall mega gut und die Fotos sind mal wieder auch sehr vielversprechend. Danke!

    Antworten
    1. Genau, Gözleme werden mit einem recht einfachen Teig ohne Hefe gemacht. Wunsch ist notiert. 👍

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