Vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust

Vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust
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„Real men don’t eat quiche.“ So hieß es mal nach dem Zweiten Weltkrieg in England und den USA aufgrund der großteils vegetarischen Zutaten des herzhaften Kuchens. Wir setzen noch eins drauf, nehmen auch noch Eier und Milch aus dem Rezept und servieren eine vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Boden, Spinat und Pilzen. Schmeckt auch ganz arg männlichen Männern, versprochen.

Quiche. Der Kuchen für Leute wie Jörg, die sonst nicht so auf Kuchen stehen … wenn sie süß sind. Diese vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust können wir aber beide gleichermaßen feiern. Im Gegensatz zu ihm diskriminiere ich Kuchen nicht, ich liebe auch herzhafte Varianten wie Tartes, Flammkuchen oder eben Quiches ganz genauso.

Wobei es sich bei diesem Rezept ganz streng genommen nicht um eine Quiche handelt. Per Definition darf sich der herzhafte Kuchen nur so nennen, wenn mindestens Eier und Milch, oft auch noch Speck im Spiel waren. Eine „vegane Quiche“ ist also eigentlich ein Oxymoron!

Zumindest heute. Erste Rezeptaufzeichnungen lassen sich sogar bis ins Mittelalter zurückdatieren. Dabei wurde das Wort vom lothringischen Wort Kichel oder Kuechel abgeleitet, welches hierzulande zu „Kuchen“ wurde und in Frankreich eben zur „Quiche“. Damals bestand die Basis auch noch nicht aus Mürbe-, sondern aus einer Art Brotteig. Aber hey, Rezepte dürfen sich ändern und mit der Zeit gehen. Und so haben wir auch gar kein Problem damit, sowohl unseren Teig, als auch die Füllung unseren Wünschen anzupassen und uns ganz aufmüpfig die künstlerische Freiheit herauszunehmen, weder Milch noch Eier in die Form zu packen und unsere vegane Kürbis-Quiche trotzdem so zu nennen. Auch wenn sie genau genommen in Frankreich nur als „Tarte“ durchgehen würde.

Vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust

Und ganz ehrlich, in der wunderschönen, tiefblauen Form mit 28 cm Durchmesser von Peugeot sieht beides superschick aus – egal ob nun Quiche oder Tarte. Die hochwertige Steinzeug-Keramik wird in der hauseigenen Keramikwerkstatt gestaltet und traditionell und nachhaltig in Frankreich hergestellt. Durch die tolle Wärmeverteilung bleiben die Gerichte in der Form schön lange heiß – wir konnten sogar noch nach dem Video- und Fotoshooting ein Stück warm essen. Nice! Und dank der praktischen Griffe, die bei Quiche- und Tarteformen eher unüblich sind, lässt sich die Form auch viel sicherer aus dem Ofen bugsieren. Keine verbrannten Finger, yay! Natürlich sind die schnieken Auflaufformen, die es in verschiedenen Größen, Farben und Formen gibt, auch alle spülmaschinen- und mikrowellengeeignet. Falls ihr also auch noch was Schönes und Langlebiges für eure Küche sucht – mit dem Code Eatthis25 (einfach beim Bezahlvorgang eingeben) spart unsere Community ganze 25 % auf den Einkauf im gesamten Peugeot-Onlineshop. Nicht nur auf Quiche-Formen, sondern natürlich auch auf die klassischen Salz- und Pfeffermühlen.

Aber nicht nur die Backform sieht gut aus, sondern auch die Quiche. Und sie schmeckt auch fantastisch, was natürlich wichtiger ist. Wir kombinieren eine richtig würzige, cremige Füllung aus Tofu und Misopaste mit süßem Kürbis, aromatischen roten Zwiebeln, Champignons und zartem Spinat und würzen bereits den Boden mit Rosmarin, was zumindest uns an Rosmarin-Cracker erinnert.

So bereitet ihr die vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust zu

Veganer Quark-Öl-Teig mit Rosmarin

Ganz klassisch werden Quiches mit Mürbeteig zubereitet. Dieser besteht hauptsächlich aus Mehl und Butter. Aber da wir ja sowieso freestylen und nicht klassisch unterwegs sind, haben wir uns für die leichtere Version, einen veganen Quark-Öl-Teig entschieden. Geschmacklich kommt er dem Mürbeteig trotzdem recht nahe, allerdings ist er nicht nur simpler zu händeln, er schlägt netterweise auch mit deutlich weniger Kalorien zu Buche. Auch schön. Besonders lecker wird unser Boden durch die Zugabe von klein gehacktem, frischen Rosmarin.

Die Füllung

Wenn weder Milch noch Ei, noch Speck in unserer veganen Quiche landen – ja, was denn dann? Unsere würzige Füllung bereiten wir ganz simpel aus einer Mischung aus Tofu, Sojajoghurt, Senf, Misopaste, frischem Knoblauch und Zitronensaft zu. Fein püriert ergibt das eine herrlich cremige und unheimlich würzige Masse. Das perfekte Bett für Kürbis, Zwiebeln, Pilze und Spinat.

Das Gemüse braten wir vor dem Backen kurz scharf in der Pfanne an, damit es bereits etwas Röstaromen bekommt und sich auch die Garzeit später etwas verringert. Den Spinat lassen wir einfach kurz in der Pfanne zusammenfallen. Vor dem Backen toppen wir die vegane Quiche noch mit veganem Reibekäse, der alles noch etwas würziger und saftiger macht.

Warum funktioniert diese vegane Quiche?

  • Klar, für diese vegane Quiche braucht es ein paar mehr Handgriffe als für eine One-Pot-Pasta. Trotzdem ist die Zubereitung wirklich einfach und auch für Backneulinge geeignet. Traut euch!
  • Durch die Verfeinerung des Teiges mit Rosmarin schmeckt dieser unglaublich lecker-würzig und erinnert an Rosmarin-Cracker. Yum!
  • Ihr könnt die Quiche auch schon am Vortag backen und am darauffolgenden einfach aufwärmen. Durchgezogen schmeckt sie ohnehin fast noch einen Tick besser.
  • Die vegane Kürbis-Quiche lässt sich auch wunderbar stückweise einfrieren. Bei akutem, schnellem Quiche-Hunger könnt ihr sie dann einfach in der Mikrowelle, im Ofen oder dem Airfryer aufbacken.
Vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust

Portionen 1 Quiche (Ø28 cm)

Vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust

Vorbereitungszeit 25 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Backzeit 40 Minuten
Gesamtzeit 1 Stunde 40 Minuten

Für den Teig

Für die Füllung

Für den Teig

  • Rosmarinnadeln von den Zweigen zupfen und grob hacken. Zusammen mit den übrigen trockenen Zutaten locker miteinander vermengen. Sojajoghurt, Sojamilch, Öl und Apfelessig dazugeben, grob vermengen und anschließend mit den Händen kurz verkneten, bis ein gleichmäßiger Teig entstanden ist. Abgedeckt 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
    200 g Dinkelmehl Type 630, 100 g Dinkelvollkornmehl, 4 g Backpulver, ¼ TL Salz, 125 g Sojajoghurt, 100 ml Sojamilch, 4 EL Olivenöl, 1 TL Apfelessig, 2-3 Zweige Rosmarin

Für die Füllung

  • Kürbis in etwa 3 mm dünne Spalten, Zwiebeln in Streifen, Champignons in dünne Scheiben schneiden.
    300 g Hokkaidokürbis, 1 rote Zwiebel, 100 g Champignons
  • Vegane Butter in eine heiße Pfanne geben. Kürbisspalten, Zwiebel, Champignons und einen kleinen Rosmarinzweig 5 Minuten anbraten. Das Gemüse anschließend aus der Pfanne nehmen, die Pfanne zurück auf den Herd stellen, den gewaschenen und tropfnassen Spinat hineingeben und kurz zusammenfallen lassen. Anschließend vom Herd nehmen.
    100 g Spinat, 1 EL vegane Butter, 1 kleiner Zweig Rosmarin
  • Tofu mit Sojajoghurt, Knoblauch, Miso, Senf, Salz, Zitronensaft und Olivenöl fein pürieren.
    200 g Tofu, 2 Zehen Knoblauch, 125 g Sojajoghurt, 20 g helle Misopaste, 20 g Senf, 1 ½ TL Salz, 2 EL Zitronensaft, ½ EL Olivenöl

Quiche backen

  • Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Teig auf einen Durchmesser von etwa 32 cm rund ausrollen. Anschließend in eine leicht eingeölte Quicheform mit 28 cm Durchmesser (beispielsweise die Peugeot Quicheform aus Keramik in tiefblau) legen. Dabei den Rand vorsichtig nach oben klappen und in die Form drücken. Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
  • Tofu-Füllung auf den Teig geben. Das Gemüse darauf verteilen und vorsichtig in die Masse drücken. Mit dem veganen Reibekäse bestreuen und 40–45 Minuten backen. Vor dem Anschneiden 10 Minuten ruhen lassen.
    50 g veganer Reibekäse

Vegane Kürbis-Quiche mit Rosmarin-Crust

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Werbung! Dieser Beitrag wurde von Peugeot Saveurs unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, Peugeot und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.


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  1. Hallo,

    ich muss leider kritisieren, dass die Zeiten die über dem Rezept angegeben sind und die im Rezept nicht übereinstimmen. Auch 25Minuten Vorbereitungszeit ist völlig daneben. Obwohl ich gestern schon den Teig und die Füllung vorbereitet habe, habe ich fast eine Stunde für alles gebraucht und im Rezept steht, die Quiche muss jetzt noch 40-45min im Ofen bleiben… ich sterbe vor Hunger ….

    Viele Grüße

    1. Hallo Anna,

      Zubereitungszeiten hängen natürlich auch immer ein wenig damit zusammen, ob Handgriffe eher schon geübt sind etc. Die Zeiten sind jedoch für die Vorbereitung und die Zubereitung exklusiv der Backzeit angegeben. Da kommt die Stunde schon halbwegs hin. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  2. Ich bin gerade im Urlaub und scrolle mal wieder durch alle eure Rezepte – die Nachkochliste für Zuhause wird immer länger 🙆🏼‍♀️😍

  3. Danke für das tolle Rezept, wurde bei uns schon fix in den Speiseplan inkludiert. Allerdings weil immer zufällig noch Süsskartoffel zum Aufbrauchen da war mit Süsskartoffel und die Tofumasse habe ich noch mit grünem Pfeffer und etwas Kalak Namak verfeinert.

    1. Hi Toby,

      klar, das geht auch. Wenn du nur Dinkelmehl statt Vollkornmehl verwendest, nimm’ einfach etwas weniger Flüssigkeit. Vollkornmehl saugt immer etwas mehr auf. Viel Spaß beim Nachbacken!

      Liebe Grüße
      Nadine

  4. Sehr lecker, vielen Dank für das schöne Rezept. Als Gemüse hab ich Kürbis, Zwiebel, Mangold genommen, weil das gerade da war. Und die Creme war mir ein bisschen zu viel, davon hab ich noch was eingefroren fürs nächste mal. 🙂

  5. Was für ein großartiges Rezept (mal wieder)!! Der Teig mit dem Rosmarin drin ist klasse. Und das Gemüse dazu ist perfekt abgestimmt. Sehr sehr sehr lecker!!! 🤤 Passt genau richtig in die Jahreszeit, ein Herbstrezept was den Regen fast schon wegzaubert 🙂 Vielen Dank dafür ☺️