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Vegane Kartoffelcremesuppe mit Brezel-Croûtons

Vegane Kartoffelcremesuppe mit Brezel-Croûtons

Unse­re vega­ne Kar­tof­fel­creme­sup­pe mit Bre­zel-Croû­tons macht nicht nur satt, son­dern auch glücklich. 

Auch wenn wir das gan­ze Jahr über ger­ne Sup­pen fut­tern – ich den­ke da nur an unse­re som­mer­li­che Was­ser­me­lo­nen-Gazpa­cho oder die feu­ri­ge Thai-Style Erd­nuss-Kokos­sup­pe – beginnt ab jetzt wie­der offi­zi­ell die Sup­pen­sai­son. Und ich freue mich!

Denn Sup­pe ist wirk­lich immer, immer gut zu einem. Alles an ihr ist ent­span­nend. Allein schon die Zube­rei­tung. Ganz relaxt und medi­ta­tiv flitzt der Schä­ler im Rhyth­mus über das Gemü­se, wäh­rend ich ein­fach mal das Hirn abschal­te, ein­at­me, aus­at­me und nur die Hän­de arbei­ten lasse.

Das Gemü­se­schnip­peln, bei dem man sich über die Uni­for­mi­tät der Wür­fel kei­ne Gedan­ken machen muss, das zischen­de Geräusch der Gas­flam­me, das lei­se, ver­hei­ßungs­vol­le Blub­bern, wäh­rend der Topf voll köst­li­cher Brü­he gemäch­lich vor sich hin­sim­mert. Der hei­me­li­ge Duft, der sich dabei lang­sam von der Küche aus in der gan­zen Woh­nung aus­brei­tet, all das bringt mir maxi­ma­le Entspannung.

Zum Schluss stört mei­ne besinn­li­che Ruhe nur das lau­te Auf­heu­len des Mixers in des­sen Gesän­ge, wäh­rend er gur­gelnd Kartoffel‑, Karot­ten- und Zwie­bel­wür­fel ver­schlingt, ich kurz ver­sucht bin mit ein­zu­stim­men, kann mich aber gera­de noch so brem­sen. Was sol­len die Nach­barn denken?

Zum Glück macht unse­re vega­ne Kar­tof­fel­creme­sup­pe nicht nur satt, sie ist auch eine ech­te See­len­trös­te­rin, wenn man sowas gera­de braucht (ich den­ke nur an das letz­te Wahl­er­geb­nis, des­sen Aus­gang ich mir irgend­wie auch etwas anders gewünscht hät­te). Sie wärmt den Bauch, regt alle Sin­ne an und ver­söhnt mich mit jedem Löf­fel wie­der ein Stück­chen mit der Welt.

Zutaten vegane Kartoffelsuppe

So kochst du die beste vegane Kartoffelcremesuppe

Bei unse­rer Kar­tof­fel­creme­sup­pe musst du dir wie gesagt kei­ner­lei Gedan­ken um die Optik beim Schnei­den machen. Zum Schluss lan­det sowie­so alles im Mixer oder unter den Mes­sern dei­nes Pürier­sta­bes und gut ist!

Für mehr Geschmack sor­gen hier neben Kar­tof­feln auch Knol­len­sel­le­rie, Zwie­bel und Karot­te. Wäh­rend wir einen Topf mit Gemü­se­brü­he auf­ko­chen, schnip­peln wir das Gemü­se und las­sen es anschlie­ßend zusam­men mit einem Lor­beer­blatt und bei geschlos­se­nem Deckel etwa eine hal­be Stun­de bei nied­ri­ger Hit­ze nur ganz leicht köcheln. Beim slow coo­king kit­zeln wir noch ein biss­chen mehr Aro­ma aus unse­rem Gemü­se und na ja, so ein lei­se blub­bern­der Sup­pen­topf auf dem Herd ist ja auch, wie gesagt, entspannend.

Ver­wen­de, wenn mög­lich eine gute Gemü­se­brü­he. Da gibt es gro­ße Unter­schie­de. Am bes­ten schmeckt natür­lich eine selbst gemach­te oder ein fer­ti­ger Gemü­se­fonds aus dem Glas. Pro­bier’ dich zumin­dest durch ein paar ver­schie­de­ne, du wirst sehen, dass zwi­schen den ein­zel­nen Pro­duk­ten Wel­ten liegen.

Wäh­rend­des­sen küm­mern wir uns um unse­re Bre­zel-Croû­tons. Dafür zup­fen wir das Gebäck in etwa zwei Zen­ti­me­ter gro­ße Stü­cke, ver­men­gen die zim­mer­war­me vega­ne But­ter mit etwas Oli­ven­öl, Knob­lauch­pul­ver und Salz, schmie­ren die Bre­zel­stü­cke gleich­mä­ßig damit ein und rös­ten alles etwa zehn Minu­ten im Ofen. Auf­pas­sen, dass nichts anbrennt und ab und zu mal einen Kon­troll­blick in den Ofen wer­fen. War­um Knob­lauch­pul­ver? Die­ses ver­brennt im Ofen bei hoher Tem­pe­ra­tur nicht und schmeckt hier ein­fach fei­ner und dezenter.

Nach der hal­ben Stun­de ent­fer­nen wir das Lor­beer­blatt, geben die Hafer­sah­ne dazu, wür­zen mit Salz und Pfef­fer ab und pürie­ren alles zusam­men mit etwas fri­schem Knob­lauch glatt. Die Hafer­sah­ne ver­leiht der Sup­pe zusätz­lich body und macht sie seidig.

Ver­fei­nert wird die Sup­pe neben den Bre­zel-Croû­tons noch mit fri­schem Schnitt­lauch und einer Kom­bi aus getrock­ne­tem Majo­ran und gemah­le­nem Küm­mel. Die bei­den Gewür­ze dür­fen mei­ner Mei­nung nach nicht feh­len, sie machen die Kar­tof­fel­creme­sup­pe erst rich­tig rund!

Wel­che Sup­pen dür­fen bei dir wäh­rend der Soup Sea­son auf kei­nen Fall fehlen?

Kann ich die Kartoffelcremesuppe auch…

  • …mit fest­ko­chen­den statt meh­lig­ko­chen­den Kar­tof­feln zube­rei­ten? Eher nein. Die meh­lig­ko­chen­den Kar­tof­fel­sor­ten ent­hal­ten mehr Stär­ke und machen die Sup­pe somit sämi­ger. Die feh­len­de Stär­ke bei fest­ko­chen­den Kar­tof­feln, die dafür super für Kar­tof­fel­sa­lat oder Kar­tof­fel­gra­tin sind, sorgt bei Sup­pen eher für die Kon­sis­tenz von Tapetenkleister.
  • …mit Stan­gen- statt Knol­len­sel­le­rie kochen? Knol­len­sel­le­rie sorgt defi­ni­tiv für die bes­se­re Kon­sis­tenz, zur Not kannst du aber auch Stan­gen­sel­le­rie ver­wen­den. Gib hier viel­leicht noch eine klei­ne extra Kar­tof­fel dazu, um die glei­che Sämig­keit zu erreichen.
  • …mit Kokos­milch statt Hafer­sah­ne ver­fei­nern? Aber sicher. Auch Soja- oder ande­re Pflan­zen­sah­ne ist natür­lich möglich.
Vegane Kartoffelcremesuppe mit Brezel-Croûtons

Zutaten für 4 Portionen

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Vor­be­rei­tung 10 Minu­ten
Zube­rei­tung 30 Minu­ten
Gesamt 40 Minu­ten

Für die Kartoffelcremesuppe

  • 850 ml Gemü­se­brü­he
  • 300 g meh­lig­ko­chen­de Kartoffeln
  • 70 g Knol­len­sel­le­rie
  • 70 g Karot­te
  • 1 klei­ne Zwiebel
  • 1 Lor­beer­blatt
  • 200 ml Hafer­sah­ne
  • 1 Zehe Knob­lauch
  • 1 Pri­se Salz
  • ¼ TL Pfef­fer
  • ½ TL getro­cken­ter Majoran
  • ½ TL gemah­le­ner Kümmel

Für die Brezel-Croûtons

Außerdem

  • 10 g Schnitt­lauch
  1. Gemü­se­brü­he auf­ko­chen. Wäh­rend­des­sen Kar­tof­feln, Sel­le­rie, Karot­te und Zwie­bel in 1 cm gro­ße Wür­fel schneiden.

  2. Gemü­se­wür­fel und Lor­beer­blatt in den Topf geben und 30 Minu­ten bei geschlos­se­nem Deckel und nied­ri­ger Hit­ze leicht köcheln lassen.

  3. Back­ofen auf 180 °C Ober-/Un­ter­hit­ze vorheizen.
  4. Wäh­rend­des­sen die Bre­zel in 2 cm gro­ße Stü­cke zup­fen. Vega­ne But­ter, Oli­ven­öl, Knob­lauch­pul­ver und Salz ver­men­gen. Bre­zel­stü­cke gleich­mä­ßig mit der Mischung ein­rei­ben, auf ein mit Back­pa­pier aus­ge­leg­tes Back­blech geben und 10–15 Minu­ten auf mitt­le­rer Schie­ne rösten.

  5. Das Lor­beer­blatt aus der Sup­pe ent­fer­nen und alles zusam­men mit Knob­lauch und Hafer­sah­ne im High-Speed-Blen­der oder mit dem Pürier­stab glatt pürie­ren. Noch mal kurz auf­ko­chen und mit Salz, Pfef­fer, Majo­ran und Küm­mel abschmecken.

  6. Mit hei­ßen Bre­zel-Crou­tons und fein gehack­tem Schnitt­lauch toppen.

Vegane Kartoffelcremesuppe mit Brezel-Croûtons

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.

2 Kommentare

  1. Als Top­ping könn­te ich mir auch rich­tig gut Kar­tof­fel­stroh, frit­tiert vor­stel­len oder auch vega­ne Backerbsen.
    Vie­le Grüße,
    Jesse-Gabriel

    Antworten
    1. Au ja, das kann ich mir defi­ni­tiv super vor­stel­len. Und OMG hat­ten wir schon lan­ge kei­ne Back­erb­sen mehr! 😱

      Antworten

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