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Grüne Paella mit Bohnen, Erbsen & Zuckerschoten

Grüne Paella mit Bohnen, Erbsen & Zuckerschoten

Ein­far­big, aber alles ande­re als lang­wei­lig. Unse­re grü­ne Pael­la mit Boh­nen, Erb­sen & Zucker­scho­ten ist, wenn auch nicht die klas­sischs­te, dann aber sicher die bes­te, ein­fachs­te und schnells­te Ant­wort auf den Hun­ger auf die ver­mut­lich som­mer­lichs­te aller Reispfannen.

Lass mich eines von vorn­her­ein klar­stel­len: Heu­te geht es nicht um ein klas­si­sches Pael­la-Rezept. Das hier ist auch kein Text, in dem ich detail­liert über die Her­kunft, die Tra­di­ti­on, die Geschich­te, die hin­ter einem Gericht steckt, wie etwa in unse­rem Piz­za-Spe­cial oder bei unse­rem Mapo-Tofu.

Ich erzäh­le dir jetzt also nicht, dass Hard­core-Pael­la-Puris­ten erst gar nicht anfan­gen wür­den, eine Pael­la auf dem hei­mi­schen Herd zuzu­be­rei­ten – das offe­ne Feu­er, der dreibei­ni­ge Pfan­nen­fuß, der rau­chi­ge Geschmack und das klei­ne biss­chen Stra­ßen­fee­ling gehört ein­fach dazu.

Ich erwäh­ne jetzt auch bes­ser nicht, dass Jamie Oli­ver vor eini­gen Jah­ren die Wut zahl­rei­cher Twit­ter-User auf sich gezo­gen hat, weil er es wag­te, Cho­ri­zo in einem Pael­la­re­zept zu ver­wen­den. Es gibt eben nicht nur die #Ita­li­ans­Ma­dAt­Food.

Das valen­cia­ni­sche abso­lu­te Ori­gi­nal­re­zept ist aber ohne­hin alles ande­re als vegan (übri­gens haben genau genom­men auch die Mee­res­früch­te als Tou­ri-Klas­si­ker nichts in der Pfan­ne ver­lo­ren) und damit haben wir ohne­hin schon den Frei­fahrt­schein, unse­re Pael­la zusam­men­zu­stel­len, wie wir wol­len. Die­se Vega­ner mal wieder.

Heu­te gibt es also als unse­re grü­ne Pael­la mit Boh­nen, Erb­sen & Zucker­scho­ten. Frech, wie wir sind, kommt dies­mal nicht ein­mal Safran mit in die Pfan­ne. Aber siehs­te, zumin­dest die Boh­nen haben wir vom Ori­gi­nal übernommen.

Grüne Paella mit Bohnen, Erbsen & Zuckerschoten

Ernst­haft, an das Ori­gi­nal – oder eben der uns mög­lichs­ten vega­nen Nähe­rung – mit der typi­schen Wür­ze der gelb-oran­ge­nen Kro­kos-Blü­ten­nar­ben wer­den wir uns sicher auch noch wagen, dies­mal soll es aber um eine Pael­la gehen, die du inmit­ten der Boh­nen­sai­son auch mal eben unter der Woche nach einem anstren­gen­den Tag aus dem Ärmel schüt­teln kannst. Zuge­ge­ben, nichts für die erwähn­ten Hard­core-Pael­la-Puris­ten, schme­cken tut sie den­noch sagen­haft lecker.

Wäh­rend das Rezept selbst­ver­ständ­lich auch mit einem guten Rund­korn­reis oder der bekann­tes­ten aller Pael­lar­eis­sor­ten, dem „Bom­ba“ funk­tio­niert, ver­wen­den wir heu­te etwas ande­res (ja, das auch noch!), das nagel­neue À LA REIS von Bon­du­el­le. Die (logi­scher­wei­se) vega­ne, glu­ten­freie Reis­al­ter­na­ti­ve, die zu 100 % aus Hül­sen­früch­ten und Gemü­se besteht und mit 22 pro 100 g im Ver­gleich zu „ech­tem“ Reis auch noch pro­te­in­rei­cher ist, gibt es ganz frisch in drei ver­schie­de­nen Sor­ten, von denen wir heu­te natür­lich die grü­ne Erbsen-&-Zucchini-Variante aus­ge­wählt haben. Farb­lich die logischs­te Wahl, oder?

Natür­lich fin­det auch bei unse­rer grü­nen Pael­la alles in einer Pfan­ne statt. Scha­lot­ten und Knob­lauch wer­den in Oli­ven­öl ange­schwitzt, anstel­le vom erwähn­ten Safran ver­wen­den wir zitro­nig-fri­sche und leicht her­be Kori­an­der­sa­men für die Basis­wür­ze und dann kom­men fri­sche grü­ne Boh­nen und aro­ma­ti­scher Stan­gen­sel­le­rie dazu.

Grüne Paella mit Bohnen, Erbsen & Zuckerschoten

Den Reis oder eben À LA REIS wird kurz mit ange­schwitzt, bevor wir mit Weiß­wein und etwas gutem Gemü­se­fond ablö­schen, mit Salz wür­zen und das Gan­ze anschlie­ßend so unge­stört wie mög­lich vor sich hin garen lassen.

Etwa fünf Minu­ten, bevor der Timer bim­melt, heben wir vor­sich­tig kna­cki­ge Zucker­scho­ten, frisch gepul­te oder tief­ge­kühl­te Erb­sen und zar­te, sal­zig-sau­er ein­ge­leg­te Arti­scho­cken­her­zen unter – weil Arti­scho­cken­her­zen ein­fach immer pas­sen – und dre­hen die Tem­pe­ra­tur noch mal etwas hoch, denn sind wir mal ehr­lich: So mit das Bes­te an einer Pael­la, egal wel­cher, ist doch das/der/die (kann mir bei der rich­ti­gen Arti­kel­aus­wahl bit­te mal jemand hel­fen?) Soc­ca­rat, die knusp­ri­ge Reis­krus­te, die sich am Pfan­nen­bo­den bil­det und um die sich unter Garan­tie alle am Tisch sit­zen­den strei­ten werden.

Für die Extra­por­ti­on „Grün“ top­pen wir unse­re grü­ne Pael­la jetzt nur noch mit grü­ner Chi­li und fri­schem Kori­an­der­grün und ser­vie­ren – um jetzt wirk­lich so strikt wir nur irgend­wie mög­lich beim Farb­the­ma zu blei­ben – Limet­ten­spal­ten dazu, die du aber selbst­ver­ständ­lich auch durch Zitro­nen erset­zen kannst.

Und jetzt sind wir mal ganz ehr­lich, die Strikt­heit hat sich doch gelohnt, oder? Unse­re grü­ne Pael­la kommt trotz des recht ein­far­bi­gen Namens doch mehr als schick daher, oder? Zumin­dest, wenn du nicht gera­de an einer Rot-grün-Far­ben­blind­heit lei­dest, dann sieht das gan­ze wohl eher wenig appe­tit­lich aus.

Grüne Paella mit Bohnen, Erbsen & Zuckerschoten

Zutaten für 4 Portionen

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Zube­rei­tung 30 Minu­ten
Gesamt 30 Minu­ten

Außerdem

  • 1 grü­ne Chili
  • 1 Limet­te
  • 10 g Kori­an­der
  1. Scha­lot­ten und Knob­lauch fein hacken. Oli­ven­öl in eine hei­ße Pfan­ne geben, Zwie­bel und Knob­lauch bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze 3 Minu­ten unter häu­fi­gem Rüh­ren anschwit­zen. Salz und Kori­an­der­sa­men dazu­ge­ben und wei­te­re 2 Minu­ten braten.
  2. Boh­nen hal­bie­ren, Sel­le­rie in 2 cm gro­ße Stü­cke schnei­den, mit in die Pfan­ne geben und 4 Minu­ten bei hoher Hit­ze scharf anbraten.
  3. Bon­du­el­le À LA REIS Erb­sen & Zuc­chi­ni unter­rüh­ren, mit Wein und Gemü­se­brü­he ablö­schen und bei nied­ri­ger Hit­ze 20 Minu­ten garen. Dabei nur sel­ten umrüh­ren. Bei Bedarf 50 ml Was­ser hinzufügen.
  4. Arti­scho­cken abgie­ßen, je nach Grö­ße hal­bie­ren oder vier­teln, Zucker­scho­ten schräg hal­bie­ren. Zusam­men mit den Erb­sen 5 Minu­ten vor Gar­zei­t­en­de unter den Reis heben und Hit­ze auf mitt­le­re Stu­fe schalten.
  5. Grü­ne Pael­la mit in dün­ne Schei­ben geschnit­te­ner Chi­li, Limet­ten­spal­ten und gezupf­ten Kori­an­der­blät­tern getoppt servieren.

Tipps

Ver­wen­dest du Rund­korn- oder Pael­lar­eis musst du die Gar­zeit, je nach Reis­sor­te, um etwa 5–10 Minu­ten erhöhen.

Eine Reis­pfan­ne eig­net sich natür­lich auch per­fekt als Res­te­ver­wer­tungs-Rezept (auch wenn ich mir mit der Aus­sa­ge jetzt noch mehr Wut der Puris­ten ein­han­deln wer­de). Hast du kei­ne Zucker­scho­ten im Kühl­schrank? Dann nimm das übri­ge Stück Zuc­chi­ni, die hal­be grü­ne Papri­ka, die noch im Gemü­se­fach liegt oder auch gezupf­te Grün- oder Schwarzkohlblätter.

Grüne Paella mit Bohnen, Erbsen & Zuckerschoten

Werbung! Dieser Beitrag wurde von Bonduelle Deutschland GmbH unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, Bonduelle und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

8 Kommentare

  1. Bei uns waren die Boh­nen noch nicht gar nach der Zeit. Soll­te man die nicht lie­ber vorkochen?

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    1. Grü­ne Boh­nen soll­ten nach 20 Minu­ten gar sein, aber noch einen gewis­sen Biss haben. 🙂

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  2. Sehr lecker geschmeckt! Ich habe wei­ßen Rund­korn­reis genom­men – das Grün sieht dar­auf ein­fach fan­tas­tisch aus! Vie­len Dank!

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    1. Super, das freut uns rie­sig. Dan­ke dir für das Feedback. 🙂

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  3. Groß­ar­ti­ges Gericht! Bin schon oft am a‘la Reis vor­bei­ge­lau­fen. Hät­te ich doch frü­her zuge­grif­fen! Dan­ke fürs Rezept! <3

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    1. Super, das freut uns. Lie­ben Dank für das Feedback!

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  4. Super lecker und so ein­fach! Die Arti­scho­cken machen sich dar­in groß­ar­tig. Dan­ke für das Rezept 🙂

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    1. Ganz lie­ben Dank, freut uns mega! 🙂

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