Vegane grüne Enchiladas mit Tofu und Jalapeño-Apfel-Salsa

Vegane grüne Enchiladas mit Tofu und Jalapeño-Apfel-Salsa
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Wraps, aber ein Level drü­ber. Gefüllt mit per­fekt gewürz­tem Tofu und über­ba­cken mit dem neu­en vega­nen Rei­be­kä­se von vehap­py beför­dern dich vega­ne grü­ne Enchil­adas mit Jala­pe­ño-Apfel-Sal­sa in höchs­te Tex-Mex-Himmel.

Wir, die wir kei­ne Gele­gen­heit aus­las­sen, auf unse­re Lie­be zu Chi­lis in allen Dar­rei­chungs­for­men hin­zu­wei­sen, haben die mexi­ka­ni­sche Küche bis­her auf dem Blog so sträf­lich miss­ach­tet? Kann das wirk­lich sein?

Ja, kann es. Abge­se­hen von ein paar Taco-Rezep­ten, unse­ren vega­nen Quesadil­las mit Jack­f­ruit und selbst­ver­ständ­lich eini­gen Chi­li-Varia­tio­nen lan­de­te bis­her wenig aus Mexih­co oder der Tex-Mex-Küche auf dem Blog. Trotz des­sen, dass sie uns mit Chi­li­scho­ten – bezie­hungs­wei­se Chi­les, der spa­ni­schen Schreib­wei­se – in allen Vari­an­ten und einer rei­chen und vor allem span­nen­den His­to­rie lockt, krat­zen auch wir erst an der Ober­flä­che die­ser bun­ten Cui­sine …, auch wenn wir kei­ne Gele­gen­heit aus­las­sen, in einen rich­tig prall gefüll­ten Bur­ri­to zu bei­ßen und uns dabei nach allen Regeln der Kunst den Latz vollzukleckern.

Gut, das liegt selbst­ver­ständ­lich auch dar­an, dass die mexi­ka­ni­sche Com­mu­ni­ty in Deutsch­land bezie­hungs­wei­se in ganz Euro­pa ver­hält­nis­mä­ßig klein ist, lei­der nur an äußerst weni­gen Ecken eine Taque­ria lockt und Spe­zia­li­tä­ten häu­fig nur im Online­han­del erhält­lich sind. Mög­li­cher­wei­se aber auch dar­an, dass sich man­che nicht ganz so schnell an den Koch­stil her­an­trau­en, der häu­fig von star­ken, inten­si­ven Aro­men und hier und da auch von Tech­ni­ken geprägt ist, die wir so im All­tag nicht gewohnt sind. Ist halt was ande­res, Nudeln zu kochen, als Tamales.

Also, Lust dar­auf, mit an die­ser Ober­flä­che zu krat­zen? Und vor allem: Hast du Hun­ger? Dann haben wir heu­te vega­ne grü­ne Enchil­adas mit Tofu und Jala­pe­ño-Apfel-Sal­sa für dich. Ein Gericht, wel­ches bereits aus Zei­ten der Azte­ken stammt und über die Jah­re bei­na­he schon irr­wit­zi­ge Wand­lun­gen erlebt hat. Wäh­rend Enchil­adas geschicht­lich nur Tor­til­las mit Chi­li­s­auce bezeich­ne­ten, geht es heu­te um gefüll­te, auf­ge­roll­te Fla­den­bro­te mit viel Sau­ce, die – je nach Regi­on und Grenz­sei­te zwi­schen Mexi­ko und den USA – auch häu­fig über­ba­cken wer­den. Sozu­sa­gen die mexi­ka­ni­sche Can­nel­lo­ni und sei doch ganz ehr­lich, das klingt doch zugäng­lich, oder?

Vegane grüne Enchiladas mit Tofu und Jalapeño-Apfel-Salsa

Unsere Tipps & Tricks für vegane grüne Enchiladas

Für unser Rezept für vega­ne grü­ne Enchil­adas bedie­nen wir uns sowohl an der klas­si­schen mexi­ka­ni­schen, als auch an der, wie es der Name schon sagt, vor allem in Texas, dem an Mexi­ko angren­zen­den US-Bun­des­staat, des­sen Gebiet noch bis in die 1830er Jah­re zu Mexi­ko gehör­te, ent­stan­de­nen Fusi­on der Tex-Mex-Küche und grei­fen hier und da auch zu ein paar regio­na­le­ren Knif­fen, um das Ein­kau­fen zu vereinfachen.

Für unse­re grü­ne, fri­sche Sal­sa ver­wen­den wir bei­spiels­wei­se einen säu­er­li­chen grü­nen Apfel, der in unse­rem Rezept die lei­der sel­ten frisch zu ergat­tern­den Toma­til­los ersetzt. Dabei han­delt es sich nicht etwa, wie der Name, der grund­sätz­lich auf Spa­nisch nichts ande­res heißt als „klei­ne Toma­te“ ver­mu­ten lässt, um, ja, eben „klei­ne“ Toma­ten. Toma­til­los sind die grü­nen, süß-säu­er­li­chen Früch­te einer Phy­sa­lis, wel­che sehr nahe ver­wandt ist mit der hier bekann­ten Anden­bee­re. Schme­cken tun die Din­ger fan­tas­tisch, aber wie gesagt, sie sind schwer zu bekom­men. Grü­ne, säu­er­li­che Apfel­sor­ten, wie etwa der Gran­ny Smith haben ein ähn­li­ches Geschmacks­pro­fil und eben­falls viel Pek­tin, wel­ches schluss­end­lich dafür sorgt, dass die Sal­sa nicht zu flüs­sig wird. Tra­di­tio­nell mexi­ka­nisch? Nope, aber mei­nes Erach­tens ein ganz okay­er Ersatz.

Zubereitung grüne Salsa

Grob geschnit­te­ne Apfel­stü­cke wan­dern zusam­men mit grü­nen Papri­ka­scho­ten, Zwie­beln, Knob­lauch, selbst­ver­ständ­lich grü­nen Jala­pe­ños und einem Sprit­zer Oli­ven­öl auf ein Back­blech und dann in den hei­ßen Ofen. Wir ver­wen­den einen Mix aus her­kömm­li­cher grü­ner Papri­ka und hell­grü­nen Spitz­pa­pri­ka. Klas­sisch wären ver­gleichs­wei­se mil­de Pobla­no-Chi­lis, aber du hast es ver­mut­lich schon erra­ten, bei denen haben wir das­sel­be Pro­blem, wie bei den Toma­til­los. Das Gemü­se darf bei hoher Hit­ze nah unter Ober­hit­ze rös­ten. Die Scha­len der Scho­ten dür­fen nicht nur, sie sol­len bei­na­he schon schwarz wer­den. Die­ser Duft! Glaub’ mir, nach die­sem Rezept wirst du die Bude frei­wil­lig nicht lüf­ten wol­len. Eigent­lich soll­te man Eau de Sal­sa ver­de in Glä­ser abfül­len und als Raum­duft ver­kau­fen. Jemand hier Parfumeur:in? Ich sehe schon Dol­lar­zei­chen in mei­nen, äh, unse­ren Augen. Der Röst­vor­gang sorgt jedoch auch für einen unglaub­lich lecke­ren, rau­chig-war­men Geschmack. Das wei­che Gemü­se kommt anschlie­ßend zusam­men mit Limet­ten­saft und Kori­an­der in den Mixer und wird mit Salz abge­schmeckt. Bit­te­schön, gern gesche­hen, du hast dei­ne neue Lieb­lings­sauce für qua­si alles kre­iert. Die kannst du übri­gens gut ver­schlos­sen im Kühl­schrank bis zu zwei Wochen im Kühl­schrank aufbewahren.

Zutaten für vegane Enchiladas

Wäh­rend das Gemü­se rös­tet, berei­ten wir die Fül­lung vor und grei­fen dabei zum EDEKA Bio Tofu Clas­sic und eini­gen weni­gen, aber dafür umso inten­si­ve­ren Gewür­zen. Die Tofu­blö­cke wer­den grob mit den Hän­den zer­brö­selt, mit Ore­ga­no, Kreuz­küm­mel, Zwie­bel­pul­ver, geräu­cher­tem Papri­ka­pul­ver und Salz mari­niert und anschlie­ßend mit dem neu­en vehap­py Rei­be­schmelz mit Gou­da­ge­schmack auf Kokos­öl­ba­sis und ein paar Löf­feln unge­süß­tem Soja­jo­ghurt, eben­falls von vehap­py, ver­mengt.

Die Tof­u­m­i­schung, die sich scharf ange­bra­ten übri­gens auch per­fekt als vega­ne Taco­fül­lung eig­net, wird jetzt in zuvor kurz in der Sal­sa gewen­de­ten Tor­til­las ein­ge­schla­gen. Wäh­rend rei­ne Mais-Tor­til­las klas­sisch mexi­ka­nisch wären, ver­wen­den wir die neu­en, fluffi­gen EDEKA Pro­te­in Wraps auf Wei­zen­ba­sis. Die­se haben nicht nur einen Pro­tein­an­teil von 18 %, die mit­tel­gro­ßen Bro­te eig­nen sich auch per­fekt für her­kömm­li­che Auf­lauf­form­grö­ßen. Zum Schluss las­sen wir es vega­nen Käse reg­nen, schub­sen die gefüll­te Auf­lauf­form für eine letz­te Run­de in den Ofen und ver­las­sen somit dann gänz­lich die tra­di­tio­nel­le mexi­ka­ni­sche Küche, das Über­ba­cken von Enchil­adas ist dann näm­lich tat­säch­lich ein ziem­li­ches Tex-Mex-Ding.

Hier übri­gens ein neu gelern­ter Trick: Vega­ner Käse schmilzt beim Über­ba­cken bes­ser, wenn die Form für die ers­te Back­zeit abge­deckt wird. Nimm dafür ein­fach eine zwei­te Auf­lauf­form mit ähn­li­cher Grö­ße, ein klei­nes Back­blech oder selbst­ver­ständ­lich – welch Luxus – einen pas­sen­den Deckel.

Viel Spaß beim Rol­len und ganz ehr­lich, bei dem Duft und den aktu­ell herr­schen­den Tem­pe­ra­tu­ren bist du jetzt nicht wirk­lich trau­rig dar­über, dass du nicht lüf­ten musst, oder? Ich sag’s ja, Eau de Sal­sa! Wel­ches mexi­ka­ni­sche Rezept müs­sen wir dei­ner Mei­nung nach drin­gend als Nächs­tes ausprobieren?

 

Zuta­ten für 4 Por­tio­nen

Vegane grüne Enchiladas mit Tofu und Jalapeño-Apfel-Salsa

Vor­be­rei­tung 30 Minu­ten
Zube­rei­tung 30 Minu­ten
Gesamt 1 Stun­de

Für die grüne Jalapeño-Apfel-Salsa

  • 2 Zwie­beln
  • 150 g grü­ner Apfel
  • 300 g grü­ne Paprika
  • 2 Jala­pe­ños
  • 3 Zehen Knob­lauch
  • 1 1/2 EL Oli­ven­öl
  • 1 Limet­te Saft aus­ge­presst
  • 20 g Kori­an­der
  • 1 TL Salz

Für die Enchiladas

  • 3 TL geräu­cher­tes Paprikapulver
  • 2 TL Ore­ga­no
  • 2 TL Kreuz­küm­mel
  • 2 TL Zwie­bel­pul­ver
  • 1 1/2 TL Salz
  • 400 g Tofu z. B. EDEKA Bio Tofu Classic
  • 3 EL vega­ner Joghurt z. B. vehap­py Soja­gurt Natur ungesüßt
  • 200 g vega­ner Käse z. B. vehap­py Pflanz­li­cher Rei­be­schmelz Gouda-Geschmack
  • 8 Tor­til­las z. B. EDEKA Pro­te­in Wraps

Für die Salsa

  1. Back­ofen auf 225 °C Ober­hit­ze vorheizen.
  2. Zwie­beln und Apfel vier­teln, Papri­ka hal­bie­ren und ent­ker­nen. Jala­pe­ños mehr­fach mit einem spit­zen Mes­ser ein­ste­chen, Knob­lauch schä­len. Gemü­se mit Öl ver­men­gen, auf einem Back­pa­pier ver­tei­len und auf der zwei­t­obers­ten Schie­ne 20 Minu­ten rös­ten, nach 10 Minu­ten wenden.
  3. Gemü­se zusam­men mit Limet­ten­saft, Kori­an­der (eini­ge Blät­ter für die Deko bei­sei­te­le­gen) fein pürie­ren, mit Salz abschme­cken und bis zur wei­te­ren Ver­wen­dung gut ver­schlos­sen im Kühl­schrank lagern.

Für die grünen veganen Enchiladas

  1. Back­ofen auf 200 °C Ober-/Un­ter­hit­ze herunterschalten.
  2. Papri­ka­pul­ver, Ore­ga­no, Kreuz­küm­mel, Zwie­bel­pul­ver und Salz ver­men­gen. Tofu mit den Hän­den grob zer­brö­seln und mit der Gewürz­mi­schung, Joghurt und 100 g vega­nem Käse vermengen.
  3. Ein paar Ess­löf­fel der Sal­sa auf dem Boden einer Auf­lauf­form ver­tei­len, Tor­til­las in der grü­nen Jala­pe­ño-Apfel-Sal­sa wen­den, kurz abtrop­fen las­sen, etwa 3–4 EL der Fül­lung dar­auf­ge­ben, fest auf­rol­len und in die Form schichten.
  4. Mit dem übri­gen vega­nen Käse top­pen, bei­spiels­wei­se mit einer zwei­ten Auf­lauf­form abge­deckt 20 Minu­ten backen, anschlie­ßend Deckel abneh­men und wei­te­re 5 Minu­ten kross backen.
  5. Mit Kori­an­der­blät­tern getoppt servieren.

Unsere Tipps

Die Enchil­adas eig­nen sich per­fekt zum Auf­wär­men und las­sen sich auch sehr gut einfrieren.

Wenn du bei­spiels­wei­se Reis, Qui­noa oder ande­res gegar­tes Getrei­de vom Vor­tag übrig hast, kannst du die­sen für etwas mehr Biss unter die Fül­lung mischen.

Vegane grüne Enchiladas mit Tofu und Jalapeño-Apfel-Salsa

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Werbung! Dieser Beitrag wurde von EDEKA Media GmbH unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, EDEKA und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


Gib deinen Senf dazu!

  1. Ein wun­der­ba­res Rezept mit ordent­lich Eiweiß. Wir haben. Es gleich nach­ge­kocht und lie­ben es. Die Sal­sa wird es öfter geben.
    Macht bit­te wei­ter so! Dank euren tol­len Rezep­ten leben wir seit ca. 2,5 Jah­ren vegan und alles schmeckt so toll.

  2. Sieh himm­lisch aus! Und wie geni­al die Toma­til­los mit grü­nem Apfel aus­zu­tau­schen, da wäre ich nie drauf gekom­men. Es ist tat­säch­lich ein Pro­blem, dass man in unse­ren Brei­ten­gra­den die Zuta­ten für die mexi­ka­ni­sche Küche kaum fin­det. Im Gegen­satz zu der indi­schen oder Thai-Küche. Hier bei uns fin­de ich nicht ein­mal Jala­pe­ños, respek­ti­ve nur eingelegte.

    1. Hi Sarah,

      dan­ke dir! Ja, kann manch­mal lei­der ein biss­chen schwie­ri­ger sein – aber zumin­dest fri­sche Jala­pe­ños bekom­men wir seit län­ge­rer Zeit eigent­lich immer recht zuver­läs­sig im Supermarkt. 👌

      Lie­be Grüße
      Nadine

  3. Das klingt groß­ar­tig und wird aus­pro­biert. In unse­rem Kühl­schrank lie­gen noch Chip­ot­le Chi­lis in Ado­bo Sau­ce rum (eines mei­ner liebs­ten halt­ba­ren „con­di­ments“). Die kom­men bestimmt gut in der Tofu-Mischung und geben dem gan­zen noch mehr spi­ce und rau­chi­ge Würze.

    In einem Restau­rant in Val­la­do­lid haben wir als Vor­spei­se mal Sik­il P’ak mit Tor­til­la-Chips geges­sen. Der Geschmack hat mich damals echt umgehauen.
    https://​www​.mexi​can​plea​se​.com/​s​i​k​i​l​-​p​a​k​-​m​a​y​a​n​-​p​u​m​p​k​i​n​s​e​e​d​-​d​ip/

    1. Chip­ot­le in Ado­bo haben wir – und ja, ich weiß, kaum zu glau­ben – tat­säch­lich noch nie pro­biert … obwohl das Zeug ja regel­recht nach uns ruft. Muss nach­ge­holt werden!

      Dan­ke auch für den Rezept­tipp, der Dip klingt mega­gut! Wird asap getestet.