Salate, Suppen & Bowls

Vegane französische Zwiebelsuppe

Vegane französische Zwiebelsuppe

Kein Witz, beim ers­ten Löf­fel hät­ten wir vor Freu­de bei­na­he geheult. Der­be lecker, unglaub­lich inten­siv und wür­zig – unse­re vega­ne fran­zö­si­sche Zwie­bel­sup­pe besteht nur aus weni­gen, ein­fa­chen Kom­po­nen­ten und ver­langt dir nur eines ab: etwas Zeit.

Ent­schul­di­gung, hät­test du einen Moment Zeit, um über unse­re gro­ße Erlö­se­rin, die Zwie­bel zu spre­chen? Mal mehr, mal weni­ger trä­nen­reich star­ten gefühlt 95 % aller Rezep­te mit einer eben­so mal mehr, mal weni­ger gro­ßen Men­ge an erneut mal mehr, mal weni­ger klein geschnit­te­nen Exem­pla­ren aus der Fami­lie Lauch.

Und das ist auch kein Wun­der, sowohl roh als auch gegart macht sich die gemei­ne Zwie­bel fan­tas­tisch als herz­haft-süße Geschmacks­ba­sis und ver­klei­det sich, wenn man sie freund­lich dazu über­re­det, sogar als ganz natür­li­ches, vega­nes „Fleisch­aro­ma“, wie ich schon im Rezept für unse­re vega­ne Gulasch­sup­pe erzählt und wis­sen­schaft­lich belegt habe. Kurz­um, ohne sie wäre es häu­fig ganz schön fad auf dem Teller.

Und trotz­dem ist sie sel­ten Star der Show, rückt nur in Aus­nah­me­fäl­len in den Mit­tel­punkt, bekommt kaum die Chan­ce, sich mal so rich­tig auf dicke Hose und nah an der Gren­ze zur Arro­ganz (und Pein­lich­keit, spre­chen wir es doch aus) breit­bei­nig ins Ram­pen­licht zu stel­len. Oder zu set­zen. Man­s­prea­ding und so.

Bei der fran­zö­si­schen Zwie­bel­sup­pe ist das anders … was bei dem Namen irgend­wie klar ist. Bei Frank­reichs wohl bekann­tes­ter Sup­pe über­haupt – deren Geschich­te übri­gens bis in die Anti­ke reicht, schon die alten Römer und Grie­chen haben die Vor­zü­ge der güns­ti­gen, ein­fach und schnell zu kul­ti­vie­ren­den Alli­um-Ver­tre­tern in ihren Sup­pen­töp­fen erkannt – dreht sich alles um die Zwiebel.

Gemüsezwiebeln

Okay, fast alles. Und weit­aus geschmack­vol­ler, als der Dul­li, der mit sei­nen dür­ren Knien (schon­mal was von Leg Day gehört, du Lauch?) gleich drei Sit­ze in der U‑Bahn belegt und dabei eben­falls müf­felt, aber eben eher nach bil­li­gem Par­fum, als nach lecke­rem Küchen­duft. Was bei der moder­nen Zwie­bel­sup­pe in der Regel als Ers­tes ins Auge fällt, ist der gra­ti­nier­te „Deckel“ aus Brot und Käse, dem man­che den ver­meint­lich schlech­ten kuli­na­ri­schen Geschmack der 80er unter­stel­len. Jetzt mal abge­se­hen davon, dass das nostag­lie­be­feu­er­te Revi­val der letz­ten Jah­re – ich sage nur Stran­ger Things und Syn­thwa­ve – nicht ohne Grund statt­fin­det (ich schwö­re es, der vega­ne Luxus-Met­t­igel kommt noch!), ist der über­ba­cke­ne Croû­ton­de­ckel tat­säch­lich auf die kal­ten Jah­res­zei­ten in den Pari­ser Markt­hal­len Anfang des 19. Jahr­hun­derts und den Wunsch der Gas­tro­no­men, dem bis dato gleich­zei­tig als Kater­heil­mit­tel und Arbei­ter­früh­stück ver­schrie­nen Gericht eine Art fan­cy „Klas­sen­sprung“ zu ermög­li­chen, zurück­zu­füh­ren. Die des­halb auch als „Gra­ti­née des Hal­les“ bezeich­ne­te Sup­pe brach­te früh­mor­gens latent beschi­cker­te Par­ty­heim­keh­rer und Markt­be­schi­cker und damit eben Men­schen unter­schied­lichs­ter Schich­ten zusam­men. Qua­si wie ein Döner, nur flüssiger.

Vegane französische Zwiebelsuppe

Die­ser Auf­stieg im Anse­hen hat sich aller­dings nicht wirk­lich auf die eigent­li­che Zube­rei­tung aus­ge­wirkt. Auch unse­re vega­ne fran­zö­si­sche Zwie­bel­sup­pe ist nach wie vor ein sowohl die Zuta­ten als auch die Zube­rei­tung betref­fen­des ein­fa­ches Gericht, dau­ert aller­dings zuge­ge­be­ner­ma­ßen ein wenig … wenn man nicht trickst und natür­lich trick­sen wir.

Als Ers­tes brau­chen wir, oh Wun­der, Zwie­beln. Eig­nen tut sich dabei bei­na­he jede Sor­te. Her­kömm­li­che gel­be Zwie­beln schme­cken inten­siv „zwie­be­lig“ und leicht scharf, rote Zwie­beln süßer, Scha­lot­ten beson­ders fein. Mei­ne Lieb­lings­zwie­bel für die Sup­pe ist die gute alte, gro­ße Gemü­se­zwie­bel. Nicht nur, weil sie mit ihrem mil­den Geschmack das aus­ge­wo­gens­te Ergeb­nis ablie­fert, son­dern weil ich faul bin und mir das Schä­len unzäh­li­ger klei­ner (und auch kos­ten­in­ten­si­ve­rer) Scha­lot­ten spa­ren möch­te. Eine Mischung funk­tio­niert logi­scher­wei­se auch, mach doch ein­fach, was du willst.

Die Zwie­beln wür­feln wir eini­ger­ma­ßen fein und kara­mel­li­sie­ren sie in Raps­öl mit But­ter­ge­schmack und einem Schuss Oli­ven­öl, bis sie eine gleich­mä­ßi­ge, tie­fe gold­brau­ne Far­be haben. Das dau­ert, da gibt es nichts zu beschö­ni­gen. Um die Mail­lard-Reak­ti­on, also das Bräu­nen und damit die Aro­ma­ent­wick­lung jedoch etwas zu beschleu­ni­gen, geben wir etwas Salz und eine klei­ne Men­ge Back­pul­ver dazu. Letz­te­res erhöht den pH-Wert und sorgt so dafür, dass die Zwie­bel­wür­fel für unse­re vega­ne fran­zö­si­sche Zwie­bel­sup­pe schnel­ler weich wer­den und damit auch schnel­ler kara­mel­li­sie­ren. Mit die­sem Trick kön­nen wir die Zeit, die sich die Zwie­beln übli­cher­wei­se zum bräu­nen neh­men, um etwa ein Vier­tel redu­zie­ren. The more you know!

Karamellisierte Zwiebeln

Jetzt kommt etwas Mehl dazu, um unse­re vega­ne fran­zö­si­sche Zwie­bel­sup­pe sämig zu machen. Anschlie­ßend löschen wir ab. Mit was? Mit einer mög­lichst lecke­ren Gemü­se­brü­he (wie wäre es mal mit selbst gemacht? Inter­es­se an unse­rem Rezept? Du weißt schon, Kom­men­tar plea­se.) und Alko­hol. Klas­sisch wären Cognac oder Weiß­wein. Ger­ne auch von einer Kom­bi­na­ti­on aus allem und auch ger­ne mit Bier. Wir blei­ben in unse­rem Rezept beim mög­lichst tro­cke­nen, inten­si­ven und selbst­ver­ständ­lich vega­nen Weiß­wein und kön­nen davon mehr in den Topf kip­pen, als vom schein­bar teu­ren Cognac, der seit Jah­ren geöff­net im Schnap­pes­schrank steht, weil nie­mand so recht eine Ahnung davon hat, wie man Cognac eigent­lich trinkt. Aber ganz ehr­lich, has­te noch einen eigent­lich pein­lich klei­nen Schuss Bour­bon oder Kirsch­was­ser von unse­rer Schwarz­wäl­der Kirsch­tor­te in der Fla­sche? Rein damit!

Gewürzt wird mit fein gemah­le­nem Küm­mel, selbst­ver­ständ­lich Salz und Pfef­fer und jetzt las­sen wir alles etwa 20–30 Minu­ten kochen, um der Zwie­bel Gele­gen­heit zu geben, ihr Aro­ma voll in der Sup­pe zu ent­fal­ten und dabei den Back­ofen vor­zu­hei­zen, in dem wir gleich­zei­tig tro­cke­ne Baguette­schei­ben vom Vor­tag oder der Vor­wo­che – völ­lig wurscht eigent­lich – antoas­ten und anschlie­ßend mit Knob­lauch einreiben.

Jetzt fül­len wir das eigent­lich schon unver­schämt lecke­re Sup­pen­wun­der in klei­ne Scha­len oder Sup­pentas­sen, legen das gerös­te­te Kno­bi-Brot oben­auf, top­pen alles mit vega­nem Rei­be­kä­se und gra­ti­nie­ren die Ein­zel­por­tio­nen für eini­ge Minu­ten im Back­ofen. Wie zur Höl­le könn­te das denn auch bit­te nicht schmecken?

Ob als Lunch, Din­ner, Vor­spei­se, Kater­heil­mit­tel oder als das Früh­stück, nach dem jeder dei­ner Kol­le­gen froh sein wird – und das sicher­lich nicht mal mehr, mal weni­ger –, dass du gera­de allei­ne im Home­of­fice sitzt. Von wegen, die Zwie­bel­sup­pe bringt alle Gesell­schafts­schich­ten zusam­men, um ganz ehr­lich zu sein, fin­den wir es doch ganz cool so in unse­rer klei­nen, vor Glück heu­len­den Alli­um-Cli­que, oder? Oder?

Vegane französische Zwiebelsuppe

Zutaten für 4 Portionen

Drucken
Zube­rei­tung 45 Minu­ten
Gesamt 55 Minu­ten
+ Zeit zum Über­ba­cken 10 Minu­ten

Für das Topping

  1. Zwie­bel­en­den abschnei­den, Zwie­beln hal­bie­ren, schä­len und längs in dün­ne Strei­fen schneiden.
  2. Öl in einen hei­ßen Topf geben, Zwie­bel­strei­fen hin­ein­ge­ben, mit Salz, Zucker und Back­pul­ver wür­zen und ins­ge­samt etwa 40–45 Minu­ten kara­mel­li­sie­ren, dabei ab und zu umrüh­ren. Am Anfang für etwa 20 Minu­ten bei hoher Hit­ze, bis die Flüs­sig­keit aus den Zwie­beln aus­ge­tre­ten und wie­der ver­dampft ist. Fängt es an, leicht nach Röst­zwie­beln zu duf­ten, Hit­ze auf mitt­le­re Stu­fe stel­len und unter häu­fi­ge­rem Rüh­ren schmo­ren, bis die Zwie­beln sehr weich sind und eine tie­fe, gold­brau­ne Far­be ange­nom­men haben.
  3. Mehl dazu­ge­ben und unter Rüh­ren 2 Minu­ten bra­ten. Mit Cognac ablö­schen, wei­te­re 2 Minu­ten schmo­ren, anschlie­ßend Weiß­wein und Brü­he auf­gie­ßen, Küm­mel und Thy­mi­an­zweig dazu­ge­ben, auf­ko­chen und 20 Minu­ten bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze köcheln las­sen, bis die Sup­pe um etwa ein Vier­tel ein­re­du­ziert und sämig ist. Mit Weiß­wein­essig und bei Bedarf mit Salz abschmecken.
  4. Back­ofen auf 200 °C Ober­hit­ze vor­hei­zen, Brot­schei­ben dabei mit toasten.
  5. Sup­pe auf klei­ne Schüs­seln ver­tei­len, Brot­schei­ben mit der vor­her hal­bier­ten Knob­lauch­ze­he ein­rei­ben, auf der Sup­pe plat­zie­ren, mit Käse top­pen und 5–10 Minu­ten überbacken.

Tipps

Wenn du auf Alko­hol ver­zich­ten möch­test, kannst du den Weiß­wein durch einen alko­hol­frei­en Weiß­wein, ein nicht zu her­bes, alko­hol­frei­es Bier oder schlicht mit mehr Gemü­se­brü­he ersetzen.

Klar, das Crôu­ton-Top­ping ist das sprich­wört­li­che i‑Tüpfelchen auf unse­rer vega­nen fran­zö­si­schen Zwie­bel­sup­pe. Sie schmeckt aber auch mit schlicht getoas­te­tem oder fri­schem Baguette super.

Vegane französische Zwiebelsuppe

 

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

43 Kommentare

  1. Hey!
    Wel­ches Gewürz wür­det ihr anstel­le Küm­mel ver­wen­den? Ich hab lei­der eine rich­ti­ge Abnei­gung gegen den Geschmack.. (Klei­nes Kind­heits­trau­ma dank mei­ner Oma) 

    Lie­be Grüße!

    Antworten
    1. Hey Nastas­ja,

      du kannst ihn zur Not ein­fach weg­las­sen. So rich­tig erset­zen lässt er sich durch etwas ande­res aber nicht wirk­lich. Ver­wen­de zum Bei­spiel ein­fach ein biss­chen mehr Thymian. 🙂

      LG,
      Nadine

      Antworten
  2. Das sieht so gut aus, ich wer­de sie auf jeden Fall nachkochen.

    Nur eine fra­ge: war­um kommt Back­pul­ver rein?

    LG, Myra

    Antworten
    1. Hal­lo Myra,

      vie­len lie­ben Dank! Das hat Jörg im Bei­trag schon beantwortet. 😉

      LG,
      Nadine

      Antworten
  3. Sehr fein, auch im April. Na ja – wir haben ja Schnee.
    Sage ein­fach mal Dankeschön.

    Antworten
    1. Dan­ke­schön lie­be Ines, freut uns sehr! Ja, wir haben dem Wet­ter auch total Lust auf Def­ti­ges. 😉✌️

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  4. Ich dan­ke euch von Her­zen für die­ses tol­le Rezept, das mir den Abend ver­süßt hat! <3 Lie­be geht raus.

    Antworten
    1. Tau­send Dank, Felix. Freut uns mega!

      Antworten
  5. Hal­lo in die Runde,

    Ich bin qua­si gera­de erst vom Tisch auf­ge­stan­den und muss direkt erst­mal mein Kom­men­tar abge­ben. Die­se Sup­pe ist so so so lecker!! Ich woll­te die schon seit eini­ger Zeit mal machen (habe noch nie Zwie­bel­sup­pe geges­sen, aber euer Rezept hat mich gereizt). Eigent­lich soll­te es sie am Wochen­en­de geben, da ist dann aber ne Lasa­gne dazwi­schen gekom­men und jetzt habe ich ein­fach am Mon­tag­abend eine doch recht auf­wen­di­ge Sup­pe gekocht. Aber das hat sich ja sowas von gelohnt!! Es hat wirk­lich ein­fach nur super geschmeckt! Vie­len Dank für das tol­le Rezept 🙂

    Antworten
    1. Yeah, voll gut. Und wenn unse­re Lasa­gne dazwi­schen­kam, haben wir damit über­haupt kein Problem. 😜

      Antworten
  6. Wir haben die Zwie­bel­sup­pe an Syl­ves­ter gemacht.… unser Jah­res­ab­schluss war dadurch sehr trä­nen­reich. Aber der Geschmack hat alles wett­ge­macht. Super lecker!!! Hat­ten für uns zwei nur die hal­be Men­ge gemacht.… wus­ten es nicht besser!
    Ich bin sehr an einem Gemü­se­brü­hen / Gemü­se­pas­te Rezept inter­es­siert . Fin­de eure Rezep­te super nachbaubar! 😉
    Vie­len Dank dafür

    Antworten
    1. Super, das freut uns mega! Lie­ben Dank für das Feed­back und ja, irgend­wie ist immer zu wenig Zwie­bel­sup­pe da. 😅

      Antworten
  7. Hal­lo, was für Töp­fe habt ihr denn so ver­wen­det? Evtl. macht das einen Unter­schied – ich hab den guss­ei­ser­nen WOk genom­men, der schie­ren Mas­se wegen, weil er mein größ­ter „Topf“ ist. Hab das Gefühl, dass das ein ech­tes „Bin­go!“ war. Per­fekt gewor­den, dan­ke für das tol­le Rezept!

    Antworten
    1. Wir haben ganz ein­fach einen 24 cm Guss­ei­sen­topf ver­wen­det. Im Wok könn­te auch gehen, klar, aller­dings wür­de ich doch emp­feh­len, einen Topf mit fla­chem Boden zu ver­wen­den, damit mehr Zwie­beln direk­ten Kon­takt zur Hit­ze haben. Ein (Carbonstahl-)Wok trans­por­tiert die Hit­ze auch sehr direkt, für lang­sa­me­res Schmo­ren sind die Tei­le eher nicht geeignet.

      Antworten
  8. Eben gekocht und vor 5 Minu­ten mit Brot die Res­te aus dem Topf gekratzt – krass lecker!!!
    Heu­te aus gewis­sen Umstän­den noch ohne Alko­hol (außer einem klei­nen Schluck Rest Weiß­wein, aber da ver­zischt sich der Alk ja recht flott), aber das war das ers­te und mit Sicher­heit nicht das letz­te Mal, dass die­se zau­ber­haf­te Sup­pe in unse­ren Tel­lern gelan­det ist! Dan­ke für das Rezept!

    Antworten
    1. Tau­send Dank für das Feed­back, freut uns echt mega!

      Antworten
  9. Ohh das klingt so lecker, wer­de es unbe­dingt nach­ko­chen. Bin schon so ein gro­ßer Fan der vega­nen Bra­ten­sauce. Und ich brau­che unbe­dingt euer Rezept für Gemü­se­brü­he. Wisst ihr, ob man die auch ein­ko­chen kann? Das wäre natür­lich super toll! Wur­de mich so über eine Ant­wort freuen. 🙂

    Antworten
    1. Mit dem Ein­ko­chen haben wir tat­säch­lich wenig Erfah­rung. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Zwie­bel­sup­pe sogar sehr gut dazu eig­nen wür­de. Das The­ma schrei­be ich mir mal auf die To-Do-Liste. 🙂

      Antworten
  10. Jaaa, also­oo. Was neh­me ich den statt des Schnap­pes? Hier sind Kin­der, die müs­sen bekocht wer­den, und so eine Zwie­bel­sup­pe..! Hui!
    Doch wenn ich das so auf­wän­dig zube­rei­te, und vor allem so zeit­in­ten­siv, dann sind ja alle Vit­ami­ne tot. Seit ich die­sen Gedan­ken hat­te, habe ich kei­nen Auf­lauf mehr gemacht *heul*.
    Da habe ich mich der­zeit etwas fest gefahren.
    Ist ein gedämpf­tes und über­ba­cke­nes Gemü­se ein wert­frei­es Gemü­se? Und nach 20 min kochen? Und davor braten?

    Antworten
    1. Zuerst mal zum The­ma „wert­frei­es“ Gemü­se: Gemü­se hat auch einen hohen Wert, wenn es schmeckt, oder nicht? Abge­se­hen davon ist es ein sich ziem­lich hart hal­ten­der Mythos, dass sämt­li­che guten Inhalts­stof­fe verkochen.

      Zum Schnap­pes: Lies dir die Kom­men­ta­re mal durch, ich glau­be, jemand hat die Sup­pe schon ohne „Stoff“ gekocht.

      Antworten
  11. Ihr könnt Gedan­ken lesen. Ich hat­te schon seit Wochen Lust auf Zwie­bel­sup­pe, aber kein Rezept, da noch nie sel­ber gemacht. Das Zwie­bel­schnei­den ist eine Qual, aber es hat sich total gelohnt! Love it. Sooooo lecker. Ich hat­te nur ein schlech­tes Gewis­se, weil das elf­jäh­ri­ge Kind mit­ge­ges­sen hat und ich mich gefragt habe, wie viel von dem Alko­hol denn wirk­lich ver­kocht. Das Rezept wird auf jeden Fall wie­der­holt. Dan­ke. Und von Brei kei­ne Spur. Das Brot saugt sich halt beim Essen voll, aber das ist sehr lecker.

    Antworten
    1. Yeah, super. Tau­send Dank für das mega Feed­back! Und mit einem echt schar­fen Mes­ser wird das Zwie­bel­schnei­den erträg­li­cher, glaub‘ mir. 😅

      Antworten
      1. Dan­ke, Johan­na, dann bekommt das Kind beim nächs­ten Mal lie­ber etwas ande­res 🙈. Und wir haben mehr Zwie­bel­sup­pe für uns 😉

  12. Hey­ho!

    Mein Mann wünscht sich schon ewig mal fran­zö­si­sche Zwie­bel­sup­pe, als also das Rezept hier gepos­tet wur­de, wuss­te ich, das muss ich machen. Zum Glück hab ich das getan! Wow, das war echt eine der aller­le­ckers­ten Sup­pen, die ich je geges­sen habe, rich­tig geil, abso­lut per­fekt. Rezept hat auch wie immer top funk­tio­niert. Ich hab noch ein Löf­fel­chen Shii­ta­ke­pul­ver rein­ge­tan fürs Uma­mi, hat gut gepasst. Ansons­ten war’s ein­fach voll die Geschmacks­ex­plo­si­on, die Sup­pe muss es jetzt defi­ni­tiv öfter geben!

    Lie­be Grüße
    Elli

    Antworten
    1. Yes! Das freut mich wirk­lich rie­sig. Und klar, ein Hauch mehr Uma­mi scha­det nie. 😉

      Antworten
  13. Ihr Lie­ben,
    gera­de habe ich die Sup­pe gekocht und ich bin so so begeis­tert – die­se Aro­men! Love it! 🙂
    Dan­ke dafür und für sowie­so alle euren tol­len Rezep­ten, die ihr hier mit uns teilt.

    Lie­be Grüße
    Rebekka

    Antworten
    1. Yeah, Dan­ke dafür! Freut uns riesig. 🙂

      Antworten
  14. Die Sup­pe war kei­ne Sup­pe sie war Brei! Wür­de euer Rezept nicht noch mal machen.
    Echt ein depri­mie­ren­des Abend­essen, haben danach Käse­bro­te gemacht. Wer­den mor­gen ver­su­chen das irgend­wie zu retten.

    Antworten
    1. Also es gut uns ja leid, dass ihr ein depri­mie­ren­des (wow, so gleich?) Abend­essen hat­tet, aber auf unse­ren Bil­dern sieht die Sup­pe nicht nach Brei aus. Die Rück­mel­dun­gen hier auf dem Blog und auf den ande­ren Platt­for­men deu­ten auch nicht dar­auf hin, dass die Sup­pe bei ande­ren Leser*innen brei­ig wurde.

      Könn­te es denn viel­leicht sein, dass du zu viel Mehl hin­zu­ge­fügt hast? Oder die Sup­pe zu stark ein­re­du­zie­ren las­sen hast? Du hät­test vor Schritt 4 ja auch etwas Flüs­sig­keit hin­zu­fü­gen kön­nen – so viel Eigen­ver­ant­wor­tung müs­sen wir schon vor­aus­set­zen, wie du hof­fent­lich ver­stehst, wir kön­nen dir beim Kochen ja schlecht auf die Fin­ger schauen. 🙂

      Antworten
      1. Moin, ich koche die Sup­pe auch gera­de und habe viel­leicht das glei­che Pro­blem. #feh­ler­su­che

        Ich hab also die­se Rie­sen­men­ge Zwie­beln geschnit­ten. Topf heiß, Öl heiß – rein damit. Nun ver­lie­ren die Zwie­beln aber so viel Was­ser, dass sie schon in ihrem eige­nen Sud köcheln. Braun und extrem süß und geschmack­voll ist es gewor­den, aber die­se Kon­sis­tenz ist nicht wie auf eurem Bild. Habt ihr die gan­ze Men­ge Zwie­beln in den Topf gege­ben oder nur einen Teil? Zu viel Mehl? Zu viel Back­pul­ver? Zu wenig Zucker zum kara­mel­li­sie­ren? Zu wenig Hitze? 🙄

        Das redu­zie­ren woll­te anschei­nend irgend­wie nicht sein, auch wenn ich dem Sud viel, viel Zeit gege­ben habe. Habs dann ein wenig abge­gos­sen (Sud auf­ge­fan­gen, ver­steht sich 🐱‍👤 ) Nun­ja … seis drum: Der Geschmack ist fan­tas­tisch und fast schon zu inten­siv. Ich stre­cke die Sup­pe jetzt noch ein wenig und füge noch ein paar Zwie­beln dazu, damit ein wenig Tex­tur in der Sup­pe ist. Ich pro­bie­re mal wei­ter. Wird schon schief gehen – Kochen ist ja auch nichts ande­res als Improtheater. 

        Falls ihr ahnt, was ich falsch gemacht habe: Ger­ne Antworten.
        Und mein Tipp noch: Auch ein wenig Käse in die Schüs­sel unten geben. So hab ich’s in Frank­reich kennengelernt.
        Ansons­ten: Wei­ter so, super Content! 👏
        Grü­ße und bleibt gesund 🦎

      2. Hey Seppl,

        erst­mal vie­len lie­ben Dank für das tol­le Feedback!

        Dein ver­mu­te­ter „Feh­ler“, der ver­mut­lich kei­ner ist: Die Zwie­beln dür­fen auf jeden Fall erst­mal im eige­nen Sud köcheln, dabei kannst du dann aber auch mehr „Dampf“ geben. Braun und süß klingt aber schon nach qua­si per­fekt. Fan­tas­tisch und „fast schon zu inten­siv“ eigent­lich auch, ha ha.

        Also eigent­lich wür­de ich sagen, du hast den Jack­pot (im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes) und kannst ihn jetzt ein­fach ein wenig ver­dün­nen, wenn dir der Geschmack zu derb wird. 👍

        Lie­be Grüße
        Jörg

  15. Hal­lo, Ihr Lieben.
    Ich habe am Sonn­tag die Zwie­bel­sup­pe gemacht, sie ist wirk­lich gött­lich, die bes­te Zwie­bel­sup­pe die wir je geges­sen haben.
    Das Anbra­ten der Zwie­beln hat sich gelohnt! Als ich den Rest der Sup­pe mei­nen Eltern mit­ge­ben woll­te, hat mein Mann fast geweint.…Vielen Dank für das groß­ar­ti­ge Rezept. Lie­be Grü­ße, Tina

    Antworten
    1. Ah, voll super, tau­send Dank für das mega Feed­back! Und ich kann dei­nen Mann echt verstehen. 😅

      Antworten
  16. Muss­te sofort nach­ge­kocht wer­den und war abso­lut geni­al! Wird in der kal­ten Zeit sicher noch ganz oft bei uns auf den Tisch kom­men. Vie­len Dank und lie­be Grüße!

    Antworten
    1. Ganz lie­ben Dank für das tol­le Feed­back, yay! ❤️

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  17. Jaaaaa- ich habe Inter­es­se an eurem Rezept für Gemü­se­brü­he! Sehr sogar!

    Antworten
  18. Ein­fach nur Klas­se – oder FORMIDABLE wie unse­re west­li­chen Nach­barn sagen würden.
    Und ja: bit­te, bit­te auch den „vega­nen Luxus-Met­t­igel“ zelebrieren.

    Antworten
    1. For­mi­da­bel ist ein Wort, das mehr Beach­tung ver­dient hat! 😉

      Lie­ben Dank für das Feed­back und der Met­t­igel kommt … ich versprech’s.

      Antworten
  19. Hal­lo ihr Lieben,
    ich habe eine Fra­ge zum The­ma “Raps­öl mit But­ter­aro­ma”. Und zwar hat­te ich mir als rie­sen­gro­ßer Fan eurer fabel­haf­ten Rezep­te ein Raps­öl mit But­ter­ge­schmack (Teu­to­bur­ger Ölmüh­le) besorgt. Da ich 1. sehr neu­gie­rig bin und 2. auch ein biss­chen ein Hypo­chon­der (ups), bin ich kurz nach dem Kauf bzw. im Rah­men mei­ner Recher­che, woher eigent­lich “vega­nes But­ter­aro­ma” kommt, auf das künst­li­che But­ter­aro­ma names “Dia­ce­tyl” gesto­ßen. Die­ser che­mi­sche Stoff soll beim Ein­at­men (was beim Kochen ja unwei­ger­lich pas­siert) ziem­lich schäd­lich für die Lun­ge sein. Daher woll­te ich ger­ne wis­sen, ob man das Raps­öl im Rezept evtl. durch geschmol­ze­ne Alsan erset­zen könn­te und wie ihr gene­rell zu dem The­ma “Dia­ce­tyl” steht.
    Vie­len Dank vor­ab für eure hoch­ge­schätz­te Meinung! :*
    Lie­be Grüße
    Cari

    Antworten
    1. Hi Cari!

      Dia­ce­tyl ist ja ins­be­son­de­re durch die „Popcorn-Lungen“-Thematik bekannt, die auf die Arbei­ter in Pop­corn-Fabri­ken in den USA zurück­zu­füh­ren ist, die über Jah­re hin­weg täg­lich eine hohe Kon­zen­tra­ti­on der Dämp­fe einatmen.

      Auch bei Liquids für E‑Zigaretten stößt man immer wie­der über den Stoff und eine empör­te Bericht­erstat­tung (vor allem auf eher pseu­do­wis­sen­schaft­li­chen Ernährungsseiten).

      Wenn du dir nun aller­dings sogar die Dia­ce­tyl-Wer­te von die­sen Liquids anschaust, die ja direkt in die Lun­ge gehen, spre­chen wir von ver­nach­läs­sig­ba­ren Men­gen (da ist ver­mut­lich alles ande­re in dem Zeug schlimmer).

      Die Men­gen der ent­ste­hen­den Dämp­fe, die du beim ver­gleichs­wei­se kur­zen Kochen erzeugst und dann eben auch ein­at­mest, sind um ein viel­fa­ches gerin­ger und übri­gens nicht auf die aro­ma­ti­sier­ten Koch­öle beschränkt. Auch „ech­te“ But­ter ent­hält Dia­ce­tyl, nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen beim (pro­fes­sio­nel­len) Kochen dürf­ten also schon lan­ge hin­rei­chend bekannt sein.

      Wir leh­nen Öle mit But­ter­aro­me des­halb nicht ab, es geht aber natür­lich auch immer um die kon­su­mier­te Men­ge eines – nen­nen wir es in dem Fall ein­fach Genussmittels. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Hi Jörg,

        vie­len Dank für dein aus­führ­li­ches und auf­schluss­rei­ches Feed­back! Klingt ein­leuch­tend und beru­higt mich doch schon sehr – dann steht die­ser köst­li­chen Zwie­bel­sup­pe nach Ori­gi­nal­re­zept ja nichts mehr im Weg! Ihr seid wirk­lich der EINZIGE Koch-Blog, bei dem ich mich genau an Rezep­te hal­te – ein­fach weil es unter Garan­tie fabel­haft schme­cken wird! 😉

        Lie­be Grüße
        Cari

      2. Vie­len lie­ben Dank, das freut uns extrem!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.