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Vegane Baozi mit Barbecue-Tofu-Füllung

Vegane Baozi mit Barbecue-Tofu-Füllung

Fluffi­ge vega­ne Bao­zi mit einer saf­ti­gen Fül­lung aus Tofu, Ing­wer, Knob­lauch, vie­len Früh­lings­zwie­beln und einer herz­haft-rau­chi­gen Bar­be­cue­sauce? Bit­te mal eine gan­ze Wagen­la­dung zu mir, Dankeschön!

Klar, ich bin kei­ne „Des­sert Per­son“. Liest du hier schon län­ger mit, weißt du das. Aber auch Süß­kram­fa­na­ti­ke­rIn­nen wer­den mir doch wohl recht geben, wenn ich in den Raum wer­fe, dass ich es für eine unglaub­lich ver­pass­te Chan­ce hal­te, dass Dampf­nu­deln in unse­ren Brei­ten­gra­den maxi­mal mit Pflau­men­mus gefüllt und im Anschluss ger­ne mal in liter­wei­se Vanil­le­sauce ertränkt wer­den, oder?

Das geht auch anders. Die chi­ne­si­sche Küche macht’s vor.

Vegane Baozi mit Barbecue-Tofu-Füllung

Bao­zi sind tat­säch­lich so etwas wie die Vor­fah­ren unse­rer Dampf­nu­deln, Buch­teln und Germ­knö­deln. Archäo­lo­gen fan­den Hin­wei­se dar­auf, dass die gedämpf­ten Hefe­teil­chen in Chi­na bereits vor mehr als 2.700 Jah­ren auf die Tel­ler kamen. Und ja, natür­lich gibt es eine Ent­ste­hungs­ge­schich­te, die so legen­där ist, wie die der Jiao­zi, den fei­nen Dum­plings mit dün­ne­rer Teig­hül­le. Und natür­lich erzählt der Mär­chen­on­kel die­se wie­der mit größ­ter Freu­de, auch wenn sie zeit­lich so über­haupt nicht zur bereits erwähn­ten, Jahr­tau­sen­de alten His­to­rie passt. Dan­ke, Archäo­lo­gie, du Spielverderber.

Wäh­rend der Jin-Dynas­tie im drit­ten Jahr­hun­dert soll der Mili­tär­stra­te­ge Zhu­ge Liang mit sei­nen Trup­pen ver­sucht haben, einen Fluss zu über­que­ren, der von einer wohl eher schlecht gelaun­ten Gott­heit bewacht wur­de, die als Pas­sier­ge­bühr fünf­zig Köp­fe for­der­te. Anstatt sei­ne Gefolg­schaft zu ent­haup­ten, order­te er mal eben fix fünf­zig run­de Teig­klop­se beim Trup­pen­koch und warf die ins Was­ser. Besag­te Gott­heit war schein­bar auch ziem­lich kurz­sich­tig, akzep­tier­te die tei­gi­gen Attrap­pen als Opfer­ga­be und gab das Okay zum Schwim­men. Die zumin­dest der Legen­de nach aller­ers­ten chi­ne­si­schen Dampf­nu­deln ret­te­ten also ein paar Köp­fe und wur­den zu Ehren die­ser Man­tou – über­setzt Bar­ba­ren­kopf – getauft.

Die Sto­ry des mili­tä­ri­schen Erfolgs wur­de über die Zeit zu einer Sie­ges­ge­schich­te über die Bar­ba­rei schlech­ten Essens – da las­sen auch wir den Pazi­fis­mus – und die Man­tou zu viel­fäl­tig gefüll­ten Teig­ta­schen-Vari­an­ten, wobei Bao­zi als Über­be­griff für die gedämpf­te Vari­an­te stehen.

Aha, jetzt darf es also auch eine Wagen­la­dung für dich sein? Okay, beim Fül­len hilfst du aber.

Der einfachste Teig für vegane Baozi

Grund­sätz­lich spre­chen wir von einem ein­fa­chen Hefe­teig, den wir aus opti­schen Grün­den aus hel­lem Wei­zen­mehl, etwas Tapio­ka­stär­ke für den che­wy Biss, Hefe (wir ver­wen­den bei­na­he aus­nahms­los Tro­cken­he­fe), eine Pri­se Zucker, etwas Öl und Was­ser her­stel­len, wobei das Ver­hält­nis Mehl und Stär­ke zu Flüs­sig­keit 2:1 betra­gen soll­te, der Teig soll­te also ver­gleichs­wei­se fest sein, so klebt er spä­ter nicht und lässt sich beim Fül­len bes­ser for­men. Gekne­tet wird von Hand oder in der Küchen­ma­schi­ne, das ist den Bao­zi schluss­end­lich völ­lig schnup­pe, Haupt­sa­che, du bear­bei­test den Teig gründ­lich und gut. Eine gut ent­wi­ckel­te Glu­ten­struk­tur sorgt schluss­end­lich dafür, dass die Ober­flä­che der Knö­del per­fekt glatt und glän­zend aus dem Dämpf­korb kommt. Los, Ärmel hoch, nenn’ mich Major Pay­ne ich will dich zehn Minu­ten schwit­zen sehen!

Hefe­teig­ty­pisch las­sen wir ihn je nach Zim­mer­tem­pe­ra­tur 45–90 Minu­ten gehen, wäh­rend die Fül­lung vor­be­rei­tet wird und bis sich das Volu­men in etwa ver­dop­pelt hat, kne­ten ihn anschlie­ßend noch mal kurz durch und tei­len ihn in klei­ne, etwa 45–50 g schwe­re Teig­lin­ge, die wir zu Kugeln for­men und anschlie­ßend auf der leicht bemehl­ten Arbeits­flä­che rund machen.

Dabei rol­len wir je einen Teig­ling mit dem Nudel­holz von außen nach innen zur Mit­te hin, legen dann den Rück­wärts­gang ein, dre­hen die sich aus­brei­ten­de Teig­schei­be etwas und wie­der­ho­len das gan­ze, bis der Wrap­per einen Durch­mes­ser von etwa zehn Zen­ti­me­tern hat und in der Mit­te etwas dicker ist, als an den Rän­dern. So läufst du nicht Gefahr, dass der Teig beim Fül­len reißt. Falls dir das bekannt vor­kommt, die Tech­nik gleich der, die ich auch schon im Dum­pling-Rezept beschrie­ben habe.

Dumplings

Die leckerste Barbecue-Tofu-Füllung für vegane Baozi

Für unse­re Fül­lung ori­en­tie­ren wir uns ein Biss­chen an den klas­si­schen Char Siu Bao, die im Ori­gi­nal mit gerös­te­tem, herz­haft-süß gewürz­tem Schwein gefüllt wer­den, las­sen letz­te­res aber wei­ter­grun­zen – Tofu schmeckt auch ver­dammt lecker!

Letz­te­ren krü­meln wir rela­tiv fein direkt in eine Pfan­ne und bra­ten ihn, bis er leicht gebräunt ist. Obli­ga­to­risch kom­men Ing­wer und Knob­lauch dazu, vie­le Früh­lings­zwie­beln, die nicht nur mit ihrem fei­nen Lauch­aro­ma glän­zen, son­dern auch durch eine zar­te Kna­ckig­keit, anschlie­ßend wür­zen wir mit vega­ner Aus­tern­sauce (die du im Asi­a­laden als Pilz- oder Mushroom-Sau­ce fin­dest), hel­ler und dunk­ler Soja­sauce, Fünf-Gewür­ze-Pul­ver, Liquid Smo­ke für den Bar­be­cue-Flair, etwas Zucker und, wenn du magst, mit Glut­amat. „Schock­schwe­re­not, ist Glut­amat nicht der Teu­fel?“ Kennst du das Zitat schon? Dann geht’s wei­ter im Text, wenn nicht, dann lies dir bit­te mal die­sen Bei­trag durch.

Abge­bun­den wird mit Tapio­ka­stär­ke, die beim Abküh­len fest wird, was dafür sorgt, dass das Fül­len unse­rer Bao­zi nicht damit endet, dass die Küche aus­sieht, als hät­te eine Bar­be­cue-Bom­be eingeschlagen.

Dumplings mit Tofufüllung

Wie bekommen wir die Baozi schick?

Hast du Rechts­hän­der zwei lin­ke Hän­de (und anders­rum, ver­steht sich), kannst du je Bun etwa zwei Ess­löf­fel Fül­lung in die Mit­te des aus­ge­roll­ten Teigs geben, die Rän­der zur Mit­te hin klap­pen, die Näh­te durch Drü­cken ver­schlie­ßend und ein­fach zuse­hen, dass die Bao­zi dabei eini­ger­ma­ßen rund bleiben.

Aber das Auge isst mit und zumin­dest ich habe gewis­se opti­sche Ansprü­che an mei­ne Dampfbrötchen.

Ich könn­te ver­su­chen, dir eine typi­sche Falt­tech­nik text­lich zu erklä­ren, aber ganz ehr­lich: Bil­der sagen mehr, als tau­send Wor­te, also guck dir fol­gen­des GIF an oder schau in unser Insta­gram-Sto­ry-High­light „BBQ Tofu Bao­zi“.

Ab in den Dampf

Magst du’s authen­tisch, legst du dir am bes­ten ein paar güns­ti­ge Bam­bus­dämp­fer zu, die es in ver­schie­de­nen Durch­mes­sern und damit auch sicher für dei­nen Topf gibt. Aber auch der Dämpf­auf­satz, der beim Topf­set dabei war, funk­tio­niert und not­falls auch ein Tel­ler, den du, bei­spiels­wei­se mit­hil­fe einer umge­dreh­ten Schüs­sel erhöht in den Topf stellst.

Was du tun soll­test: Gönn den Bao­zi etwas Back­pa­pier als Unter­set­zer, beson­ders am Bam­bus hal­ten sie sich andern­falls näm­lich ärger­li­cher­wei­se viel zu ger­ne fest. Ich spre­che aus Erfahrung.

Kal­tes Was­ser in den Topf, Bam­bus­auf­sät­ze oben­auf und ja, du hast rich­tig gele­sen, wir fan­gen bei Zim­mer­tem­pe­ra­tur mit dem Koch­vor­gang an. So bil­det sich das Volu­men des Hefe­teigs lang­sa­mer aus, kann des­halb nicht rei­ßen und du erhältst wirk­lich per­fek­te Bao­zi. Sobald das Was­ser anfängt, zu kochen, stellst du den Timer auf fünf­zehn Minu­ten und stellst am bes­ten schon mal das Chi­li­öl, Soja­sauce, chi­ne­si­schen schwar­zen Essig oder eben dei­nen Lieb­lings­dip bereit, am bes­ten schme­cken unse­re vega­nen Bao­zi mit Bar­be­cue-Tofu-Fül­lung natür­lich direkt aus dem Dampf.

Vegane Baozi mit Barbecue-Tofu-Füllung

Meal-Prep? Jawohl!

Ja, die gefüll­ten Klop­se sind zwar heiß am bes­ten, das heißt aber nicht, dass sie unbe­dingt frisch sein müs­sen. Nach dem ers­ten Dämp­fen las­sen sie sich super ein­frie­ren und schme­cken – nach dem Auf­tau­en – in zwei bis drei wei­te­ren Minu­ten im Dampf­bad genau­so lecker, als hät­test du sie eben erst geformt.

Das heißt natür­lich auch, dass wir es hier mal wie­der mit einem Kan­di­da­ten für eine aus­ge­dehn­te Meal Prep Ses­si­on zu tun haben. Denn ganz ehr­lich, ein Tief­kühl­fach vol­ler vor­be­rei­te­ter vega­ner Bao­zi? Wie geil klingt das bitte?

In die­sem Sin­ne: Stopf dir das Gesicht mit Bao­zi voll, das Mot­to lau­tet don’t want none, unless you got buns hun.

Vegane Baozi mit Barbecue-Tofu-Füllung

Zutaten für 10 Baozi

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Vor­be­rei­tung 25 Minu­ten
Zube­rei­tung 30 Minu­ten
Gesamt 1 Stun­de 40 Minu­ten
+ Geh­zeit 45 Minu­ten

Für den Teig

Für die Füllung

Teig vorbereiten

  1. Für den Teig in einer Schüs­sel Mehl, Stär­ke, Hefe und Zucker ver­men­gen. Öl und 140 ml Was­ser ver­rüh­ren, zu den tro­cke­nen Zuta­ten geben und mit der Hand auf der Arbeits­flä­che oder der Küchen­ma­schi­ne mit Teig­ha­ken 10 Minu­ten zu einem sehr glat­ten, wei­chen, aber nicht kleb­ri­gen Teig verkneten.

  2. Teig zu einer Kugel for­men, zurück in die Schüs­sel geben, mit einem feuch­ten Tuch abde­cken und an einem war­men Ort 45–90 Minu­ten gehen las­sen, bis sich das Volu­men in etwa ver­dop­pelt hat.

Füllung vorbereiten

  1. Tofu mit den Hän­den fein zer­krü­meln, Öl in eine hei­ße Pfan­ne geben, Tofu 6 Minu­ten bra­ten, bis er leicht gebräunt ist, dabei ab und zu umrüh­ren. Ing­wer und Knob­lauch fein hacken, mit in die Pfan­ne geben und wei­te­re 2 Minu­ten unter rüh­ren braten.
  2. Früh­lings­zwie­bel in dün­ne Rin­ge schnei­den, zusam­men mit vega­ner Aus­tern- und Soja­sauce, Five Spi­ce, Zucker, MSG und Liquid Smo­ke in die Pfan­ne geben. Stär­ke mit 75 ml Was­ser ver­rüh­ren, eben­falls zum Tofu geben und kurz auf­ko­chen, bis die Stär­ke andickt. Vom Herd neh­men und aus­küh­len lassen.

Baozi füllen

  1. Den auf­ge­gan­ge­nen Teig erneut kurz durch­kne­ten, zu einer läng­li­chen Wurst for­men und in 10 gleich gro­ße, etwa 45–50 g schwe­re Teig­lin­ge teilen.
  2. Nach­ein­an­der aus­rol­len, dabei die Teig­ku­geln, die gera­de nicht bear­bei­tet wer­den unter einem feuch­ten Tuch lagern, damit sie nicht aus­trock­nen. Dazu Teig­lin­ge auf einer gut bemehl­ten Arbeits­flä­che leicht flach drü­cken. Mit einer Hand mit einem Nudel­holz vor­sich­tig von außen nach innen und wie­der zurück rol­len, mit der ande­ren Hand anschlie­ßend dre­hen. Wie­der­ho­len, bis die Wrap­per auf etwa 10 cm Durch­mes­ser aus­ge­rollt sind.
  3. Je Teig­ling etwa 2 EL Fül­lung in die Mit­te geben und rund­her­um ein­fal­ten (sie­he dazu das Video oben).

Baozi dämpfen

  1. Bao­zi auf klei­ne Back­pa­pier­stü­cke legen und in Dämpf­kör­ben ver­tei­len. Dabei etwa 1 cm Platz zwi­schen jedem Dum­pling las­sen. Kal­tes Was­ser in den Topf geben, Dämp­fer plat­zie­ren und auf­ko­chen. Sobald das Was­ser kocht, Timer auf 15 Minu­ten stel­len, Bao­zi anschlie­ßend heiß mit Lieb­lings­dip servieren.

Tipps

Die Bao­zi-Fül­lung kann auch bereits am Tag zuvor zube­rei­tet wer­den, sowie auch der Teig, der dann gut abge­deckt im Kühl­schrank gela­gert wer­den sollte.

Fer­tig gedämpf­te Bao­zi kön­nen sehr gut ein­ge­fro­ren wer­den. Um sie wie­der zu erhit­zen, kön­nen die auf- bzw. ange­tau­ten Dum­plings erneut 2–3 Minu­ten gedämpft werden.

Chinesische vegane Dumplings

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

42 Kommentare

  1. Hal­lo,
    Ich habe vor ein paar Tagen die bao­zi gemacht. Das war so lecker 😍😍😍
    Kann man aus dem Teig wohl auch ein­fach bao buns machen? Muss­te doch theo­re­tisch gehen, oder was meint ihr?

    Lie­be Grüße
    Vanessa

    Antworten
    1. Hi Vanes­sa,

      super, freut uns mega, dass die Bao­zi so gut geschmeckt haben. Der Teig ist auch für Bao Buns geeig­net, klar. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  2. Oh ja!
    Letz­te Woche haben wir die Bao­zi zube­rei­tet und verschnabuliert.
    Köst­lich waren sie, aber lei­der schnell verputzt.
    Ich habe das herr­aus­ge­schrie­be­ne Rezept mal so in der Küche lie­gen las­sen, als Erin­ne­rung, dass es unbe­dingt noch­mal gekocht wer­den muss.
    Zuge­ge­ben: so schön zuge­fäl­telt, wie Nadi­ne das hin­be­kommt, wur­den sie bei uns nicht, aber ääähnlich 😉
    Was mir auf­fiel: Der Teig ist völ­lig ohne Salz. Gehört das so?
    Da ich (lei­der) ein Salz­fan bin, bekam unser Teig einen hal­ben TL Salz mit auf den Weg.
    Erstaun­lich war die Zuga­be des Tapio­ka-Mehls, und wie sehr es die Kosis­tenz tat­säch­lich ins leicht knaut­schi­ge ver­än­dern kann. Tol­le Sache 

    Und, in Anleh­nung an den Bericht über die sal­zi­gen Dampf­nu­del haben wir es gewagt, 3 der Tei­le ( sie pass­ten eh nim­mer in das 2‑stöckige Bam­bus-Dampf­bad) tat­säch­lich „sal­zig“ in der Eisen­pfan­ne aufzuziehen.
    ( alle Ahnen der tra­di­tio­nel­len chi­ne­si­schen Köche wer­den mich in Zukunft im Schlaf heim­su­chen, ob sol­chem Frevel🙄)
    Aber sie waren zum Rein­set­zen: alle Genüs­se, die du dei­nen Lesern mit dem Rezept ver­spro­chen hast, nur noch eine tol­le Krus­te dazu. 

    LG
    Liv

    Antworten
    1. Super, das klingt spit­ze. Und kei­ne Sor­ge, es gibt auch gebra­te­ne Bao (vor allem sind die aus Shang­hai bekannt), kein chi­ne­si­scher Koch wird dich lynchen. 😉

      Antworten
  3. Hal­lo Jörg
    Ich habe die Bao­zi noch nicht getes­tet, nur in Erwä­gung gezo­gen, sie zuzubereiten.
    D’rum hab‘ ich dei­nen Text oben gründ­lich durchgelesen.
    Dar­in schreibst du über Omas Dampf­nu­del, und wie sehr du bedau­erst, dass die immer süss zube­rei­tet werden.
    Auch ich bin kein Süß­schna­bel, und du lockst mich leich­ter mit einem def­ti­gen Sand­wich als mit Kuchen.
    Des­halb kommt hier extra für dich die gute Botschaft:
    Da wo ich gebür­tig bin( Kreis Hei­del­berg) isst man die klas­si­schen Dampf­nu­del sehr wohl auch SALZIG!!
    Bei uns Zuhau­se gab es dazu eine def­ti­ge Kar­tof­fel­sup­pe als Mittagessen.
    Und das schmeckt irre lecker.
    Ich kann­te sie als Kind gar­nicht anders.
    Und soll­te es tat­säch­lich pas­sie­ren, dass wel­che übrig blie­ben, wur­den sie am nächs­ten Tag kalt zum Nach­mit­tags­kaf­fee gereicht, eben für alle, die kei­nen Kuchen mögen.
    Erst als ich in ande­ren Regio­nen Deutsch­lands leb­te, erfuhr ich (etwas ver­wun­dert) dass Dampf­nu­del wohl fast über­all süss zube­rei­tet werden.
    Man hielt mich für einen Son­der­ling, mit mei­nen sal­zi­gen Dampfies.🙃
    Inzwi­schen lebe ich, wie ihr, um Ulm rum, und auch da.…..🥴SÜSS!
    Ich kann dir nur emp­feh­len, pro­bier es mal in sal­zig! Ein Genuss!
    Der Teig, ein nor­ma­ler Hefe­teig, auf 500g Mehl ein knap­per Kfl. Salz und wenig Zucker( max. 40g).
    In der Pfan­ne, wo du sie auf­ziehst, gibst du zu Was­ser und Alsan nur eine win­zi­ge Pri­se Zucker, und dann Salz, etwa wie Nudelwasser.
    Dar­in wer­den die Damp­fies auf­ge­zo­gen und spä­ter knusp­rig gebra­ten. Wirk­lich knusprig!!!
    Sie kön­nen län­ger bra­ten, weil kein Zucker kara­mel­li­siert und schnell anbrennt.
    Dann rein­beis­sen, in die lecke­re, sal­zi­ge Kruste.
    Probier’s aus, du wirst begeis­tert sein.

    Grüs­se von Liv

    Antworten
    1. Hey Liv,

      das mit der leich­ten Salz­krus­te ken­nen wir hier auch (zumin­dest haben sowohl mei­ne Oma, als auch mei­ne Mut­ter die so zube­rei­tet) – und trotz­dem wird sie dann in Vanil­le­sauce ertränkt, wenn man nicht protestiert. 😅

      Aller­dings fin­de ich die Kom­bi­na­ti­on sal­zi­ge Dampf­nu­del und Kar­tof­fel­sup­pe gera­de ziem­lich appe­tit­lich – Dou­ble-Carbs! – das wer­den wir mal testen.

      Lie­ben Dank für die Anre­gung und jetzt hof­fe ich doch auch, dass du die Bao­zi ausprobierst. 😉

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  4. Hal­lo ihr lieben,
    Das Rezept sieht auf jeden Fall super lecker aus, da ich aller­dings kein Wei­zen­mehl ver­tra­ge mei­ne Fra­ge: Kann man das auch mit Din­kel­mehl machen?
    Über eine Ant­wort wür­de ich mich sehr freuen!

    Antworten
    1. Hi Lui­sa,

      kannst du erset­zen, der Teig wird sich zwangs­läu­fig etwas anders ver­hal­ten, viel­leicht musst du des­halb mit der Was­ser­zu­ga­be etwas vor­sich­ti­ger sein.

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  5. Beim ers­ten Mal haben wir eure Bao­zi zu unse­rem Sonn­tag-Koch-Date gemacht und da waren sie schon super lecker. Die Fül­lung ist uns aller­dings etwas zu tro­cken gera­ten, da wir es zu lan­ge ein­re­du­ziert haben. Ges­tern habe ich sie dann tat­säch­lich „spon­tan“ gemacht, weil sie so super ein­fach gehen und habe rein­ge­knallt, was noch im Kühl­schrank war. Da kann man so schön krea­tiv wer­den. So sind die­ses Mal Tofu, Pil­ze und Pak Choi drin gelan­det und es wur­de super saf­tig! Wirk­lich tol­les Rezept, was es in diver­sen For­men immer wie­der bei uns geben wird 🙂

    Antworten
    1. Super, das freut uns! Wenn die Fül­lung etwas zu tro­cken wird, kann ganz ein­fach noch­mal ein Schluck Was­ser dazu­ge­ge­ben wer­den, das funk­tio­niert auf alle Fälle. 🙂

      Antworten
  6. Sehr lecker! Über pas­sen­de Sau­cen­re­zep­te wür­den wir uns freuen 🙂

    Antworten
    1. Super, das freut mich. Unser Chi­li­öl kommt noch, kei­ne Sorge. 😉

      Antworten
      1. Wan??! 😀

      2. Steht schon ganz weit oben auf der Lis­te! Nicht mehr lange 😀🙌

    2. Soooo was von lecker, ich habe noch Erd­nüs­se und Limet­ten­ab­rieb dar­über gege­ben und eine viet­na­me­si­sche Sos­se aus Soja­sos­se, vega­ner Aus­tern­sos­se, Früh­lings­zwie­beln, Zucker, Limet­ten­saft und Chi­li, ich bin dahin geschmol­zen. Ger­ne wür­de ich mal so lecker aus­ser Haus essen😍😍😍😍

      Antworten
      1. Sehr cool, freut uns rie­sig, dass die Dum­plings so gut geschmeckt haben. 🙂

  7. Die sind super­le­cker, die Men­ge der Fül­lung reicht genau für den Teig, was will man mehr.
    Hab sie im Varo­ma­auf­satz im Ther­mo­mix gedämpft.
    Für Meal-Preap reicht’s nicht, wir haben zu zweit fast alle aufgefuttert 😉😂😂

    Antworten
    1. Das freut uns lie­be Mar­ti­na, vie­len Dank! Haha ja, wir auch! 😅🙌

      Antworten
  8. Mal ne klei­ne Fra­ge aus rei­nem Inter­es­se: Wozu ist die Tapio­ka­stär­ke in der Fül­lung da? Gin­ge es auch ganz ohne Stärke?

    Antworten
    1. Wie beschrie­ben: Die Stär­ke sorgt für die Kon­sis­tenz und Saf­tig­keit, weg­las­sen soll­test du sie nicht. 🙂

      Antworten
      1. Hal­lo Jörg, kann auch nor­ma­le Stär­ke (zB. Mai­ze­na) ver­wen­det werden?

      2. Du kannst not­falls auch Mais­stär­ke ver­wen­den. Zum The­ma Spei­se­stär­ke ist schon ein Abschnitt in der FAQ geplant, kei­ne Fra­ge haben wir wohl häu­fi­ger beantwortet. 😅

  9. Tol­le Idee, habs nach­ge­kocht und wir sind begeis­tert. Dan­ke für die Anregung

    Antworten
    1. Freut uns rie­sig lie­be Sven­ja, ganz lie­ben Dank fürs Feedback!

      Antworten
  10. Habe sie gleich heu­te aus­pro­bie­ren müs­sen, suuu­per lecker! Hab mich abso­lut nach Chi­na ver­setzt gefühlt ☺️
    Da es eine rela­tiv spon­ta­ne Akti­on war mit Mais­stär­ke statt Tapio­ka­stär­ke und ohne MSG, Aus­tern Sau­ce, liquid smo­ke und dunk­ler Soja­so­ße… alles lei­der bei mir in der Stadt nicht so leicht zu bekom­men. Aber auch so abso­lut empfehlenswert!
    Dan­ke für das tol­le Rezept und gene­rell für eure Arbeit! Bin ein rie­sen Fan von euren Rezepten!

    Antworten
    1. Tau­send Dank lie­be Kla­ra, freut uns wirk­lich mega! 🥳

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  11. Die muss ich unbe­dingt aus­pro­bie­ren. Habt ihr Natur­to­fu genom­men oder Räuchertofu?

    Antworten
    1. Hi Ina,

      das freut uns! Wenn nix dabei steht, immer Natur­to­fu. Viel Spaß beim Köcheln!

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  12. Mega­lo­ma­tisch! Wir haben zu zweit alle zehn rat­ze­putz ver­drückt und sie waren sooooo lecker. Das Fal­ten ging mir im GIF etwas zu schnell, sodass unse­re nicht ganz so hübsch wur­den, aber es tat dem Geschmack kei­nen Abbruch. Zur Fei­er des Metall­büf­fels haben wir uns noch „Fer­di­nand“ ange­se­hen. 🙂 Ein schö­nes klei­nes Neu­jahrs­fest und die Bao­zi gibt es jetzt öfter. Dan­ke für die Inspiration!

    Antworten
    1. Yeah, das freut mich. Das mit dem Fal­ten ist ein­fach eine Übungs­sa­che. Es geht nur dar­um, rich­tig anzu­fan­gen und dann sozu­sa­gen im Kreis her­um zu fal­ten. Hast du das High­light in den Insta­gram-Sto­ries ange­schaut? Viel­leicht macht’s das Gan­ze etwas klarer. 🙂

      Antworten
  13. Ohhh, ein­mal eine Ladung an mich. Waren vor etli­chen Jah­ren in Chi­na und haben die in Peking tage­lang hin­ter­ein­an­der zum Früh­stück ver­schlun­gen. Mit Tofu Fül­lung, grü­nem Gemü­se oder roten Boh­nen. Alles lecker. Ah, ich hof­fe ich fin­de die Muse, die Klöp­se end­lich mal zu machen. Dan­ke für die lecke­ren Bil­der und das Rezept.
    Bes­te Grüße
    Iris

    Antworten
    1. In dem Fall hof­fen wir auch, dass du die Muße fin­dest, denn es wür­de uns natür­lich inter­es­sie­ren, was du zu unse­ren Bao­zi sagst. 😉

      Lie­ben Dank auf jeden Fall für das Feedback

      Antworten
  14. Hey Jörg, das klingt rich­tig gut. Ich wür­de es mit 650er Din­kel­mehl pro­bie­ren und hast du einen Tipp für eine Alter­na­ti­ve zur Tapioka-Stärke?

    Antworten
    1. Din­kel­mehl funk­tio­niert sicher­lich, aller­dings wird die Hül­le sicher­lich nicht so fein und ver­mut­lich auch etwas grau. Du kannst Mais­stär­ke als Alter­na­ti­ve ver­wen­den, ich wür­de, falls mög­lich, trotz­dem dazu raten, Tapio­ka­stär­ke einzukaufen.

      Antworten
      1. Wenn du mit Din­kel­mehl arbei­test, soll­test du einen klei­nen schluck weni­ger Was­ser neh­men. Din­kel bin­det nicht so gut Wasser. 🙂

      2. Guter Tipp!

  15. Die­ser Bei­trag ist so pas­send! Zum Wet­ter, zum Neu­jahrs­fest, zu mei­ner Lau­ne! Vie­len Dank. Wenn es gut geht, gibt es dem­nächst noch ein #Intrags­rams

    Eine Kur­ze Fra­ge habe ich den­noch: Was ist das für Dres­sing im Bild? Sesam­öl-Sesam-Chi­li nach Geschmack gemixt? LG, Irina

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    1. Yeah, dann viel Spaß beim „Wickeln“.
      Das ist unser Chi­li­öl, Rezept folgt. 😉

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  16. Fro­hes chi­ne­si­sches neu­es Jahr! Zufäl­lig habe ich Dei­ne Rezept getrof­fen. Es wird sehr gut gemacht und es wird sehr viel recher­chiert. Die Geschich­te von Bao­zi kennt nicht jeder Chi­ne­se. Die Fül­lung ist mir ganz neu und wür­de ich auch ger­ne pro­bie­ren. Als Fül­lung macht man in Chi­na auch mit Pak­choi und Shi­ta­ke­pilz. Das ist auch vegan. Du kannst auch probieren.

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    1. Tau­send Dank für das lie­be Feed­back! Pak Choi und Shi­ta­ke klingt auch sehr lecker. Wir haben noch so eini­ge Ideen für Fül­lun­gen, als Nächs­tes wer­den wir Xiao­long­bao ausprobieren. 🙂

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  17. Wow, das sieht (und schmeckt wohl) abso­lut fan­tas­tisch aus! Wer­de ich sehr ger­ne nach­ko­chen. 2 klei­ne Din­ge: der Bei­trag zum Glut­amat ist nicht ver­linkt und was ist das für eine Sup­pe im Bild, die sieht auch so direkt zum rein­lie­gen aus?

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    1. Hey Aurel,

      who­ops, den Link hat wohl jemand „gefres­sen“. Dan­ke für den Hinweis.

      Die abge­bil­de­te Sup­pe ist unse­re ein­fa­che Glas­nu­del­sup­pe. 😉

      Lie­be Grüße
      Jörg

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