Udon-Misosuppe

Misosuppe wird in Japan als Vorspeise, Hauptspeise, zwischendurch oder zum Frühstück gegessen. Absolut zurecht, wie wir finden! Den Kick geben dicke Udon-Nudeln aus Weizen und Tofu als Suppeneinlage.

Zutaten:

  • 6 g Kombu-Alge
  • 4 getrocknete Shitake-Pilze
  • 4 EL helle Misopaste
  • 2 EL Mirin (süßer Reiswein)
  • 2 Packungen (400 g) Udon-Nudeln
  • 200 g Tofu (je nach Geschmack fester oder Seidentofu)
  • 1,5 l Wasser
  • 2 Frühlingszwiebeln

Am Vortag weicht ihr Kombu und Shitake-Pilze in 1,5 l Wasser ein.

Kocht die Brühe am nächsten Tag auf und lasst sie bei mittlerer Hitze 10 Minuten köcheln.

Nun fischt die Algen und die Pilze aus der Brühe. Die Shitake schneidet ihr nun in schmale Streifen und gebt sie zurück in den Topf. Den Kombu könnt ihr aufbewahren und z. B. als Einlage in asiatischen Eintöpfen weiterverarbeiten.

Rührt jetzt Misopaste und Mirin ein und stellt den Herd auf eine niedrige Stufe ein – die Suppe darf jetzt auf keinen Fall mehr kochen, sonst verfliegen die Aromen.

Die Udon-Nudeln könnt ihr direkt aus der Packung in die Brühe geben – sie müssen nur noch 5 Minuten mitgaren. Die Tofu-Würfel werft ihr jetzt ebenfalls in den Topf.

Jetzt noch die Frühlingszwiebeln dazu und servieren.

Wenns schnell gehen muss, könnt ihr auch fertige Dashi-Brühe aus dem Asia-Markt benutzen. Dann aber die Zutatenliste checken – Dashi-Brühe ist meistens mit Fisch-Flocken hergestellt! (Noch schneller, dafür weniger original: Gemüsebrühe)

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Steady

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


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  1. Hallo zusammen,
    lange kein Kommentar gelassen, da manche Rezepte sind jetzt regulär im Einsatz. Gestern war die Kimchi-Zubereitung (zum dritten Mal schon 😊) eine Gelegenheit nach Kombu-Verwendungsmöglichkeiten zu suchen und — Voilà — die Udon-Suppe gefunden. Leider schummele ich jetzt ein wenig, in dem ich Mie-Noodles aus Dinkel und Buchweizen verwenden 😳 aber die Brühe beim Kochen riecht schon so gut …

    Gibt es eine Möglichkeit, verwendete Kombu-Stücke scharf einzulegen? Ich meine, es gab etwas wie Kombu-Streifen in einem kleinen Schälchen in Busan als ich auf dem Frischmarkt mit Einheimischen Fisch gegessen habe (vegan bin ich vor 2 Jahre geworden).

    LG
    Irina

    1. Du kannst mit dem Kombu-Rest (sofern er noch Geschmack enthält) diverse Sachen machen. Scharf anbraten und mit Sojasauce ablöschen, mit Chiliflocken, Essig und Sojasauce marinieren usw. Wir waschen die Alge gut ab und schneiden sie dann sehr dünn, das nimmt ihr ein Bisschen das leicht schleimige Mundgefühl. 

      Lass uns wissen, wie dir das Kombu-Upcycling geschmeckt hat. 😉

  2. Hey, sprecht ihr bei den Udonnudeln von bereits gegarten Nudeln?
    Trockene muss man vorher ja kochen, was in der Suppe schlecht geht…
    Viele liebe Grüße, Susanne

    1. Hallo liebe Susanne,

      die Art, die wir verwenden, wird getrocknet so gar nicht verkauft, die sind immer vorgegart in Päckchen zu haben. Die wenigen getrockneten, die es hier im Asialaden gibt, solltest du im Vorfeld vorkochen. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  3. Huhu,
    vielen lieben Dank für das tolle Rezept – super lecker ! Kann man die übriges Misopaste einfrieren, ohne Geschmackverlust? Habe die frische Paste aus dem Asia-Laden aus der Kühltheke geholt. Habt ihr damit Erfahrung?

    Laura

    1. Hallo liebe Laura,

      also „frisch“ und „Misopaste“ schließen sich eigentlich aus. Miso ist ein fermentiertes Produkt, reift also über Wochen oder Monate bei Temperaturen, die definitiv über denen in der Kühltheke liegen. 

      Du kannst die angebrochene Packung gut verschlossen im Kühlschrank lagern, einfrieren ist absolut nicht notwendig. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  4. Hallo ihr beiden,

    Habt ihr Erfahrungen mit der Aufbewahrung der fertigen Brühe gemacht? Ich habe noch einiges übrig, in dem sich bisher weder Tofu, noch Frühlingszwiebeln oder Udons befinden. Lohnt sich das Einfrieren?

    Liebe Grüße,

    Saskia

  5. Hallo ihr zwei! Toller Blog, ich stöbere immer gerne bei euch und freue mich über neue Inspiration.
    Kann ich für die Udonnudelsuppe statt der Kombu Algen auch Nori Algen nehmen? Ich würde die Suppe auch gerne noch mit etwas Gemüse pimpen, habt ihr Ideen, was gut passen könnte? Vielen Dank schon mal und weiter so!

    1. Hallo Mary,

      vielen lieben Dank! Da freuen wir uns ? 

      Für die Udonsuppe empfehlen wir dir dringend Kombu, da sie einen besonders feinen und unaufdringlichen leckeren Geschmack in die Suppe zaubert. Sie ist leider nicht wirklich ersetzbar. Noriblätter eignen dafür leider nicht – sie werden nur trocken für Sushi & Co. verwendet und schmecken, wenn sie feucht oder nass werden unangenehm zäh und auch sehr fischig ? Die guten Nachricht: Kombu bekommt man ganz einfach im Asialaden oder online und lässt sich prima lagern und aufheben – es lohnt sich wirklich!

      Liebe Grüße
      Nadine