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Tempeh selber machen

Tempeh selber machen

Lästermäuler behaupten ja, man könne sich den eigenen Fuß in den Mund stecken und wüsste, wie Tempeh schmeckt. Dazu kann ich nur sagen: Danke Ignoranz, bleibt mehr Tempeh für uns!

Und während mehr Tempeh auf jeden Fall guter Tempeh ist, ist mehr richtig guter Tempeh einfach noch besser. Diese unheimlich tolle Weisheit haben wir in den letzten Wochen und Monaten gelernt, in denen wir die Laborbrillen herausgekramt und uns mit der Tempeh-Herstellung beschäftigt haben.

Das mit dem DIY-Tempeh hat auch (beinahe) auf Anhieb geklappt und die kiloweise mit Pilzkulturen geimpften und gereiften Sojabohnen landeten natürlich auf dem Teller (meist in Form von unserem Bami Goreng, von dem wir nicht genug bekommen können). Wir haben seit dem Sommer wohl mehr Tempeh gefuttert, als in den letzten 10 Jahren! Und glücklicherweise schmeckten die (meisten, es hat eben doch nicht ganz auf Anhieb geklappt) Tempehblöcke auch. Sehr gut sogar. Seeehr gut! Riecht’s hier irgendwie? Muss der Tempeh sein, ich verliere mich hier doch nicht in Eigenlob-Tiraden.

Lass mich dich mal kurz abholen, falls du bisher noch keine Berührung mit Tempeh hattest – sei es aus Angst oder aus Respekt vor dem meist etwas hohen Preisschild auf der Packung.

Tempeh kommt aus Indonesien und wird traditionell aus Sojabohnen hergestellt. Im Gegensatz zu Tofu, der aus Sojamilch gewonnen wird, werden diese im Ganzen zur Herstellung verwendet und so stecken in Tempeh weitaus mehr Nähr- und Ballaststoffe. Mit knappen 20 % Eiweiß könnte Tempeh damit in Zukunft deine finale Endgegner-Antwort auf die immer wieder gestellte Frage sein, woher Veganer denn ihr Protein bekommen.

Tempeh selber machen

Die vorher gekochten Bohnen werden mit Pilzkulturen geimpft, klassisch in Bananenblätter verpackt und dürfen dann im indonesischen Klima 24-48 Stunden reifen. In dieser Zeit macht sich der Pilz zwischen, auf und in den Bohnen breit, die das ziemlich gut finden und sich zum Dank besser verdauen lassen. Heraus kommt ein bissfester Block Tempeh, der jetzt – vorher mariniert oder einfach so – gebraten, gedämpft, geräuchert oder frittiert wird und dann bombastisch gut schmeckt.

Wie? Das ist tatsächlich schwer zu beschreiben. Irgendwie nussig. Aromatisch würzig, aber trotzdem mild. Ist auch kein Wunder, denn wie in jedem anderen Fermentationsprodukt steckt auch in Tempeh eine Portion Umami. Nach Füßen? Wer das behauptet, ist raus.

Tempeh selber machen

Aber ja, das supergesunde Sojabohnen-Pilz-Paket kann unterschiedlich schmecken und wie auch bei Edelschimmelkäse kommt auch ein gewisses Pilzaroma durch. Und wer würde schon behaupten, (veganer) Camembert schmeckt nicht?

Nun haben die meisten Leute – und darüber habe ich mich schon in unserem Fermentations-Special ausgelassen – über die Jahre ja ziemlich verlernt, mit Lebensmitteln umzugehen, die in irgendeiner Art und Weise reifen müssen.

OMG, und was, wenn sich nun Schimmel bildet?

Sieht das noch genießbar aus? Ich finde nicht, dass das noch genießbar aussieht. Wer kann mir sagen, ob das noch genießbar aussieht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das genießbar aussieht.

Wie muss das riechen? Ich brauche exakte Instruktionen!

Und so wird das auch der Grund sein, warum kaum jemand Tempeh selbst herstellt. Hat mit Pilzen zu tun, klingt gefährlich, lasse ich lieber.

Tempeh selber machen

Um es kurz zu machen: Den eigenen Tempeh herzustellen ist wirklich beinahe schon lächerlich einfach und praktisch idiotensicher. Du brauchst nur Sojabohnen, Essig und die qualitativ hochwertige Pilzkultur, die wir günstig hier bestellen. Und du solltest den Backofen für etwa 36 Stunden in Beschlag nehmen dürfen, ohne dass dir jemand den Kopf abreißt, weil die Lust auf Pizza oder Smashed Potatoes zu groß wird.

Wir machen uns den Koch- und Schälprozess einfach und verwenden direkt halbierte Sojabohnen, die in etwa 45 Minuten gar und dazu noch günstiger sind. Tempeh-Puristen vermissen vielleicht die ganzen Bohnen, uns gefällt die etwas feinere Textur des Ergebnisses sogar besser. Die Schalen lösen sich zu einem großen Teil und können während des Kochens einfach abgeschöpft werden. Du musst hier nicht zu genau arbeiten – ein gewisser Schalenanteil kann auf jeden Fall mitverarbeitet werden. Ich sag’ nur Ballaststoffe.

Die Bohnen werden nun abgegossen, abgetropft und sollten nun möglichst gut trocknen, um Schimmelbildung während des Reifeprozesses zu vermeiden. Wir geben sie dazu zurück in den Kochtopf, stellen diesen auf die noch einigermaßen heiße Herdplatte und rühren ab und zu um. Die Hitze lässt die übrige Feuchtigkeit verdampfen.

Die trockenen Bohnen machen wir nun wieder nass – und zwar mit ein wenig Apfelessig – und lassen sie auf etwa 32 °C abkühlen. Nun kommt der Tempeh-Starter dazu, das Ganze wird noch einmal gut durchgerührt und vermischt und damit wäre die Arbeit fast erledigt.

Tempeh selber machen

Die Portionen müssen nur noch zur Reife verpackt werden. Wie schon erwähnt, werden traditionell Bananenblätter verwendet, die wir hier eher selten bekommen. Wir verwenden Frischhaltebeutel mit Zip-Verschluss, die wir vorher flächig alle 2 cm perforieren, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen.

Die Beutel werden nun etwa zur Hälfte mit den geimpften Sojabohnen gefüllt, verschlossen, zu „Laibern“ geformt und können so reifen.

An alle Zero Wastler: Kein Grund zum Aufschrei, die Beutel können (gut gewaschen, versteht sich) wiederverwendet werden.

Theoretisch funktioniert der Reifeprozess auch in flachen Schalen, allerdings wird das Ergebnis nicht so schön, da an die Unterseite des Tempehs natürlich keine Luft kommt. Wir experimentieren auch mit wiederverwendbaren Käseformen und werden natürlich Updates liefern.

Tempeh selber machen

Tempeh mag das subtropische Klima seines Herkunftslandes und so sollten wir dem Pilz auch ähnliche Verhältnisse schaffen. Das funktioniert am besten im Backofen und mithilfe einer ganz profanen Wärmflasche.

Diese legen wir auf den Ofenboden, schalten nur das Licht ein, ein einfaches Gitter kommt auf die mittlere Schiene und darauf darf es sich der Tempeh nun für etwa 36 Stunden bequem machen. Die Ofentüre halten wir mit Hilfe eines Essstäbchens einen kleinen Spalt offen, damit Luft zirkulieren kann und die Wärmflasche wird etwa alle 12 Stunden ausgetauscht, um die Temperatur im Ofen zwischen etwa 30 und 34 °C zu halten. Wir prüfen das mit einem ganz einfachen Raumthermometer. Ein paar Grad hin oder her stellt im Regelfall kein Problem dar, die Reifezeit verlängert oder verkürzt sich so jedoch.

Das war’s schon, deine Arbeit ist getan. Gratulation, du dürftest in eineinhalb Tagen deinen ersten Tempeh in den Händen halten können, denn viel schief gehen kann eigentlich nicht mehr.

Trotzdem gebe ich dir zwei tl;dr-Listen auf den Weg mit.

Tempeh selber machen

Auf was du achten solltest

  • Die gekochten Bohnen sollten gut trocknen. Tupfst du sie mit einem Küchentuch ab, sollte das nicht mehr durchfeuchten.
  • Die Bohnen müssen vor dem Impfen auf etwa 32 °C abkühlen.
  • Benutzt du Frischhaltebeutel musst du auf gute Belüftung achten, also pikse lieber ein paar Löcher mehr hinein, als zu wenige.
  • Die Temperatur im Backofen bzw. Inkubator sollte zumindest in den ersten 12 Stunden relativ konstant zwischen 30 und 34 °C liegen. Nach etwa 12 Stunden erzeugt der Pilz selbst Wärme.
  • Wenn der Tempeh gleichmäßig mit dem weißlichen Pilz überzogen ist, ist er fertig.
Tempeh selber machen

Gute Zeichen, schlechte Zeichen

  • Graue oder gar schwarze Stellen, insbesondere um die Luftlöcher sind kein Grund zur Beunruhigung. Der ausgewachsene Pilz wird einfach dunkel, der Tempeh wurde also zu lange gereift. Im Regelfall ist er noch genießbar.
  • Rötliche, leicht schleimige Stellen hingegen sind ein Zeichen dafür, dass zu wenig Luft an den Tempeh kam oder die Bohnen zu nass waren. Bitte entsorgen und neu beginnen.
  • Vertrau’ deiner Nase. Guter Tempeh riecht nussig, ein wenig nach Champignons. Schlechter Tempeh riecht scharf nach Ammoniak oder modrig.

Was mache ich jetzt mit den 10 kg Tempeh, die ich gerade „geerntet“ habe?

Tempeh ist extrem easy zu handeln. Frisch hält er sich im Kühlschrank etwa 3-4 Tage, im Tiefkühlfach etwa 6 Monate. Du kannst die Laiber auch pasteurisieren, dann hält er sich auch im Kühlschrank etwa 10-14 Tage. Dazu wird der Tempeh (selbstverständlich ohne die „Verpackung“) entweder im Backofen bei 100 °C 20 Minuten gebacken oder im Wasserbad gekocht und anschließend gut abgetropft, bevor er gut verschlossen in den Kühlschrank wandert. Theoretisch sollte auch das Räuchern funktionieren, wir geben Bescheid, wenn wir das getestet haben.

Der selbstgemachte Tempeh sollte vor dem Verzehr gegart werden, ganz frisch kannst du auch so probieren. Manche schwören darauf, den Tempeh auch vor dem Braten kurz zu blanchieren, wir verzichten auf den Schritt und werfen ihn mariniert oder unmariniert direkt in die Pfanne.

Aber natürlich solltest du deinen frischen Tempeh als allererstes mal genießen. Zum Beispiel als Saté-Spieße mit selbst gemachtem Erdnuss-Dip, im Bami Goreng oder einfach scharf angebraten zusammen mit Kichererbsensalat auf den besten Stullen der Welt.

Also, worauf wartest du noch? Du hast doch nicht etwa immer noch Angst vor den Pilzsporen? Ran an die Bohnen und falls du Fragen hast, ab in die Kommentare damit.

Tempeh selber machen

Zutaten für 1 kg

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Zubereitung 1 Stunde

+ Reifezeit 1 day 12 Stunden
  1. Sojabohnen in der vierfachen Menge Wasser aufkochen und anschließend bei mittlerer Hitze 45-60 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind und noch einen leichten Biss haben.

  2. Bohnen abgießen und gut abtropfen lassen. Zurück in den Topf geben und auf die noch heiße Herdplatte stellen. Ab und zu umrühren, bis die überschüssige Feuchtigkeit verdampft ist.

  3. Essig unterrühren und die Bohnen auf 32 °C abkühlen lassen. Anschließend die Tempeh-Kultur unterrühren.

  4. Reifebehälter vorbereiten. Dazu zum Beispiel Frischhaltebeutel mit etwa 1 l Fassungsvermögen verwenden und flächendeckend alle 2 cm Löcher hineinpiksen.
  5. Etwa bis zur Hälfte mit Bohnen füllen, zu kompakten Laibern formen und die Beutel durch strammes Umfalten verschließen.

  6. Bei 30-34 °C für 24-48 Stunden reifen lassen, bis der Tempeh gleichmäßig mit dem weißen Pilz überzogen ist. Wir verwenden dazu den Backofen mit angeschaltetem Licht und eine Wärmflasche, die etwa alle 12 Stunden frisch mit heißem Wasser befüllt wird. Die Ofentür wird mit Hilfe eines Essstäbchens einen Spalt offen gelassen.

Tipps

Frischer Tempeh hält er sich im Kühlschrank etwa 3-4 Tage, im Tiefkühlfach etwa 6 Monate. Die Laiber können auch pasteurisiert werden, dann halten sie sich auch im Kühlschrank etwa 10 Tage. Dazu wird der ausgepackte Tempeh entweder im Backofen bei 100 °C 20 Minuten gebacken oder im Wasserbad gekocht und anschließend gut abgetropft.

Tempeh selber machen

 

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt scharfes Essen und steht auf die Kombi Pasta & Brokkoli. Sammelt E-Gitarren und schreibt ab und zu darüber. Ist "eigentlich" Grafikdesigner und Webentwickler.

123 Kommentare

  1. Heyyyyy, könntet ihr mir netterweise verraten, wie viel ein TL Starterkultur in Gramm wiegt?
    Damit ich abschätzen kann wie viel ich kaufen muss.
    Vielen Dank im Vorraus
    Lilly

    Antworten
    1. Ein Teelöffel dürften etwa 5 g entsprechen.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  2. Hallo, vielen Dank für das tolle Rezept!

    Nur zum Verständnis: Tempeh wird fermentiert. Wo genau findet der Fermetationsprozess bei eurem Rezept statt? Und: Hast du Erfahrungen mit anderen Getreidesorten? Auf welche Nährstoffzusammensetzung muss ich achten? Isst der Pilz in erster Linie Eiweiß? DANKE! <3

    Antworten
    1. Hallo liebe Katharina,

      die Fermentation findet während der Reifezeit des Pilzes statt. Es gibt auch Tempehrezepte mit Getreide, da haben wir uns aber noch nicht durchprobiert. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  3. Hallo zusammen. Hier ein kurzer Bericht über meine erste Tempeh-Produktion.

    Bin grundsätzlich nach euer Anleitung vorgegangen, musste jedoch die ganzen Bohnen nach dem einweichen schälen. Tempeh-Starter von tempeh.info war in 2 Tagen zuhause!:D Zur Inkubation hab ich den Dörrex verwendet bei 30-32°, nach 14h auf ca. 28° reduziert. Nach ca. 18h hat sich Kondens gebildet, woraufhin ich zum Messer griff und mehr Löcher in die Beutel machte.^^ Dies war vielleicht nicht nötig, da der fertige Tempeh dadurch am oberen Rand/Ecke und bei grossen Löchern ein wenig ausgetrocknet ist. (keine weisse Schicht gebildet)
    Ansonsten hab ich nach 45h Reifung ordentlichen Tempeh erhalten, schön kompakt und leicht nussig duftend. (mit kleineren schwarz/grauen Stellen)

    Danke für die Inspirationen durch eure tolle Website!
    Cheers

    Antworten
    1. Hi Kenny,

      super, freut uns, dass es auf Anhieb so gut geklappt hat. Und du wirst sehen, mit jedem mal klappt’s dann auch besser. 👍

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  4. Salü ihr beiden,

    das klingt ja spannend….ob nen Dörrgerät anstelle vom Backofen auch ginge?

    Antworten
    1. Hi Sibylle,

      guck mal in die Kommentare, da gibt es einige User, denen der Tempeh auch im Dörrautomaten gelungen ist. Wir haben (noch) keinen, deshalb können wir dazu nichts aus erster Hand sagen. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  5. Hallo und einen guten Tag,
    meine Sojabohnen habe ich 48 Std bei 30 Grad im Umluft Ofen gelassen. Es hat sich gar nichts getan. Danach habe ich sie über Nacht mal in den Joghurtbereiter gelegt….. auch nichts. Sie riechen nach Essig und sind noch immer lose… Soll ich sie einfach waschen und das ganze nochmals probieren? Dies ist mein 2. Versuch, beim 1. hat sich auch kein Schimmelpilz gebildet.

    Antworten
    1. Hi Dany!

      Backöfen sind – insbesondere bei diesen niedrigen Temperaturen – nicht wirklich genau. Die eingestellten 30 °C könnten tatsächlich auch um einiges mehr gewesen sein. Insbesondere bei Umluft, die eben vielleicht auch zu stark ausgetrocknet hat. Hast du die Temperatur mit einem Thermometer kontrolliert?

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  6. Hallo zusammen,
    erstmal vielen Dank für die super ausführliche Anleitung und alle anderen Mega ober leckeren Rezepte😋. Habe soeben meine erste Ladung Tempeh aus der Röhre geholt, nach 27 Stunden. Leider habe ich sowohl an den Luftlöchern, als auch im Inneren des Tempeh graue bis schwarze Stellen, er riecht aber gut! Ich vermute 1-2 Stunden weniger Reife und er wäre perfekt gewesen. Etwas bröckelig ist er auch , aber schneidbar. Wegen den grauen Stellen schreibt Ihr ja, dass er im Regelfall noch geniessbar ist, auch wenn diese Stellen im Inneren des Tempeh zu finden sind? Wie gesagt, Geruch ist angenehm….

    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Iris

    Antworten
    1. Hallo liebe Iris,

      wie ich geschrieben habe: Der Pilz wird dunkel, wenn er ausgewachsen ist. Solange nichts plüschig ist oder der Tempeh streng riecht, sollte er noch gut sein. Nachdem ich ihn aber selbstverständlich nicht sehen kann, kann und will ich keine pauschale Freigabe geben. Vertrau‘ einfach deiner Nase und deinem gesunden Menschenverstand. 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  7. Hallo Joerg,
    ich habe es wieder versucht (mit Kichererbsen) und es hat einigermassen geklappt. Die Kichererbsen zu schaelen und halbieren hat eine Ewigkeit gedauert. Habe sie dann in Mull eingepackt (siehe ohne Plastik) und bei knapp 30 gr. gelagert. Nach 24 Stunden ist nichts passiert. Habe sie dann doch in Plastik beutel getan und bei etwa 32 gr, in den Backofen getan. Und siehe da, nach 24 Stunden waren sie mit dem Pilz ueberzogen. So ganz zufrieden bin ich nicht mit dem Resultat. 1. Man bekommt sie schlecht aus dem Plastikbeutel heraus und ich musste die Beutel aufschneiden. 2. Sie broeseln und ich glaube, man kann keine Scheiben schneiden. Ich finde alles etwas zu trocken. War die Reifezeit etwa zu kurz?
    Also, das war meine 2. Erfahrung. Werde es weiter versuchen. Eure Erfahrung ohne Plastik wuerde mich sehr interssieren.
    Liebe Gruesse
    Cristina

    Antworten
    1. Hallo liebe Cristina,

      Kichererbsen müssen auf jeden Fall etwas weicher gekocht werden, es sei denn, du verwendet direkt halbierte Kichererbsen (die gibt es auch), dann kannst du relativ ähnlich verfahren, wie bei den Sojabohnenhälften. ☺️

      Liebe Grüße, Jörg

      Antworten
      1. Hallo Joerg,
        es hat geklappt! Ich habe das Ganze noch einige Stunden laenger reifen lassen und siehe da, mein tempeh mit Kichererbsen ist perfekt. Nun ja, der Geschmack ist nicht derselbe wie bei dem gekauften. Die Kichererbsen brauchen garnicht so lange zum kochen, nach 40 Min. waren sie schon gar. Ich hatte sie natuerlich etwas lange eingeweicht.
        Liebe Gruesse
        Cristina

      2. Hallo liebe Cristina,

        super, freut mich, dass es jetzt geklappt hat. Wo hast du denn den Kichererbsen-Tempeh gekauft? Würde uns interessieren, wie sich der gekaufte vom selbstgemachten unterscheidet. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

  8. Liebe Nadine, lieber Jörg,

    ich habe es gewagt und habe gewonnen – dank Euch. Und ich habe bisher auch noch nie auf einem Blog einen Kommentar abgegeben. Also alles Premieren.
    Und dann habe ich versucht, das Ganze ohne Plastik hinzukriegen und es hat geklappt! Beim Durchstechen der Plastik-Tüten (weniger) bzw. Joghurtbecher (mehr) entsteht ein Plastikgrat im Inneren, der mir nicht gefällt und mit Sicherheit nicht gesund ist.

    Jedenfalls habe ich zunächst alte Stoffreste aus Nessel gewaschen und die Sojabohnen dort eingewickelt. Das war ein Akt, die kleinen Biester zu bändigen. Aber das fertige Tempeh war SUPER.

    Jetzt habe ich Nessel-Tüten genäht, kann die Sojabohnen dort reinstopfen und dann mit Klammern verschließen. Danach habe ich sie in meinem Brotback-Wärmebehälter 48 Stunden brüten lassen.
    Beim nächsten Versuch werde ich immer ein wenig Feuchtigkeit versprühen, weil alles relativ trocken war, aber trotzdem köstlich. Der Geruch war immer angenehm, am Anfang mehr Essig-lastig, aber nachher nicht mehr. Unerwünschter Schimmel kann auf diese Weise wahrscheinlich gar nicht mehr entstehen. Und auch nicht ganz trockene Sojabohnen stellen wahrscheinlich kein Problem mehr dar.
    Die Behältnisse werden anschließend bei der 60°-Wäsche (natürlich ohne Weichspüler) mit gewaschen und die Produktion kann wieder starten.
    Vielleicht können wir alle auf diese Weise ein wenig mehr Plastik einsparen.

    Ganz herzliche Grüße für Eure Vorarbeit!
    Birgit

    Antworten
    1. Hallo liebe Birgit,

      das klingt auch cool, allerdings haben wir eine Methode gefunden, die gar keine Beutel benötigt. Bei der nächsten Tempeh-Session machen wir Bilder und ergänzen den Beitrag. 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. …gar kein Beutel ist die Kür!
        Bin echt gespannt darauf.

        Gruß
        Birgit

      2. Guten Morgen Jörg,

        wann kann man denn mit mit den neuen Tipps rechnen?

        Viele Grüße,
        Luisa

      3. Wenn wir das nächste mal Tempeh machen, werden wir den Beitrag ergänzen. 😊

      4. Mensch, Jörg, ihr macht es aber spannend… habe grade wieder abkühlende Bohnen hier stehen – mit der beutelfreien Variante ist noch nicht zu rechnen, oder? 😉

      5. Hi Nadja,

        wir haben zwischendurch wieder Tempeh ohne Beutel gemacht, aber blöderweise vergessen, Fotos davon zu machen. Du solltest die geimpften Bohnen (nicht zu dick) in Auflaufformen geben, diese dann so abdecken, dass die Wärme konzentriert auf den Bohnen bleibt und diese auch nicht austrocknen, dann bekommst du schöne, große Tempehblöcke. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

      6. Oh, die Version mit den Auflaufformen klingt spannend. Ich frage mich nur, womit ihr das abgedeckt habt? Nem leichten Tuch oder so? Naja, meine jetzige Charge ist eh grade fertig – dann warte ich mal auf die Bilder der nächsten Produktion 😉

      7. Ein gespanntes Tuch, ein Brett, eine zweite Form. Hauptsache, es schließt nicht völlig dicht ab. 🙂

      8. Ah, verstehe, klingt super. Aber: Wenn der Tempeh in der Form liegt, wird dann nicht nur die Oberseite flauschig? 😉

      9. Na ja, so richtig „flauschig“ wird der Tempeh im Beutel ja auch nicht, da hat er ja überall Kontakt zur Folie. Der Pilz zieht aber dennoch durch den ganzen Tempeh, wie auch in der Auflaufform. 😉

      10. Ich hatte sehnsüchtig darauf gewartet das Ihr schreibt wie Ihr Tempeh ohne Plastikbeutel herstellt.
        Nun weiss ich es. 🙂
        Bei mir im Backofen stehen gerade vier Auflaufformen mit Tempeh. Ich habe sie mit Butterbropapier abgedeckt und das Papier mit Gummibändern an der Form befestigt. Ich bin gespannt.
        Lieben Gruß
        Christine

      11. Hallo liebe Christine,

        klasse, das freut uns. Bei der nächsten Tempeh-Session vergessen wir hoffentlich nicht wieder, Bilder zu machen, dann aktualisiere ich auch den Beitrag. 😉

        Liebe Grüße
        Jörg

      12. ..ohne Beutel, in Auflaufformen und mit Butterbrotpapier abgedeckt. Das hat super geklappt!
        Danke. 🙂
        Liebe Grüße Christine

  9. Huhu,

    ja Mensch, da hab ich mich so lange nicht „getraut“ Tempeh zu machen und jetzt hab ich es endlich gewagt und sowas von gewonnen. Ich bin so positiv überrascht über den Erfolg und die hammermäßige Qualität 🙂
    Vielen dank nochmal für euch und diese Seite !!!
    Ich höre immer wieder wie unkompliziert es doch ist vegan zu kochen, wenn ich euch weiter empfehle !!!

    LG
    Miriam

    Antworten
    1. Hallo liebe Miriam,

      oh super, freut uns riesig, dass dir der DIY-Tempeh so gut schmeckt! Tausend Dank DIR und liebe Grüße

      Antworten
  10. Hallo zusammen,
    Also ich habe es jetzt auch versucht, bin mir aber nicht sicher ob es geklappt hat. Ich hatte ganze Bohnen, eingeweicht und geschaelt, in 18×20 Zip-Beutel gefuellt (hatte keine Anderen zur Hand). Sie lagen im Heizraum bei konstanter Waerme von 34 gr. Anfangs alles gut, nach 48 Stunden hatte sich rundherum der weisse Pilz gebildet, aber nicht in der Mitte des Beutels.
    Ausserdem ist es in der Mitte kruemelig. Jetzt sind etwa 55 Stunden vergangen und der Geruch ist etwas streng. Es hat keine dunklen stellen ist in der Mitte aber immer noch bruechig. Was habe ich falsch gemacht? Muss ich alles entsorgen?
    Liebe Gruesse
    Cristina

    Antworten
    1. Hallo liebe Cristina,

      das klingt ein wenig danach, als wären die Bohnen nicht trocken genug gewesen. In dem Fall bildet sich der Pilz nicht so gut und somit bleibt der Tempeh auch brüchig. Was heißt „streng“ in Sachen Geruch? Solange er nicht rötlich schimmelt und nach Ammoniak riecht, hast du noch gute Chancen, dass zumindest die äußeren Teile immer noch genießbar sind. 😅

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  11. Hallo Jörg,
    Ich bin durch Zufall auf euere Seite gestoßen und muss sagen, dass ich mich sehr angesprochen fühle.
    Ich mache schon seit ca. 3 Jahren meinen Tofu selber an Tempeh habe ich mich auch schon dran gewagt, und hat auch mehr oder weniger funktioniert. Den Pilz habe ich im Internet gefunden, und kommt aus Indonesien. Der ist auch sehr günstig, nur bin ich mir unsicher ob es auch eine gute Qualität
    Etsy.com und dann in der suchleiste Tempeh starter eigeben, da geben es 227 gr. Für 21,83€ inclusive Porto.
    Nun noch einmal zur Herstellung. Ich habe die geimpften Bohnen Hälften die ich beim bio-Lex ( ich kaufe dort schon länger ) erst über Nacht eingeweicht, abgespült und dann mit frischem Wasser gekocht. Ist das einweichen etwa überflüssig?
    Nun wie gesagt dann habe ich die Päckchen mit den geimpften Bohnen in gefrierbeutel gepackt und dann mit einem Holz Spieß Löcher rein gestoßen.
    Nun zur Temperatur: ich lasse das Licht im Backofen an und Messe mit einem digitalen Temperatur Messer die kerntemperatur und gebe acht nicht über 35 Grad zu kommen. Nach 24 Std. Sehen die Päckchen aus als wären sie fertig, innen sind sie, nicht immer ein wenig matschig.
    Ich bin aber für Tipps offen und freue mich nach wie vor weiter zu experimentieren.
    Liebe Grüße
    Rainer

    Antworten
    1. Hallo lieber Rainer,

      die halbierten Bohnen weichen wir tatsächlich nicht mehr ein, die werden auch so gut durch. Das „Matschige“ im Inneren des Tempehs kann eigentlich nur von zu weichen Bohnen kommen oder aber daher, dass die Bohnen noch nicht trocken genug waren, als du sie geimpft hast. Wenn aber sonst alles gut aussieht, kannst du dich langsam an die richtige Kochzeit und damit an deine liebste Konsistenz des fertigen Tempeh herantasten. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  12. Hallo und danke für die tolle Anleitung, hab es auch gleich ausprobiert. Leider haben sich der Inhalt in meinen 3 Beuteln unterschiedlich „entwickelt“. Bei 2 Beuteln bin ich eigentlich ganz zufrieden mit dem ersten Ergebnis, bei einem Beutel aber hat irgendwas nicht hingehauen, es ist überhaupt kein Pilz zu erkennen und die Bohnen riechen auch jetzt schon, nach 24 Stunden ziemlich muffig und so, daß ich sie lieber weggeworfen habe. Mein Inkubator ist ein flacher Pizzaofen, in dem ich lediglich das Licht brennen und einen kleinen Spalt offen lasse. Kann es sein, daß der Beutel, bei dem es nichts geworden ist zu nah an der Wärmequelle lag (es war da wohl etwas wärmer als 35 Grad)? Klappt das dann einfach nicht, wenn es minimal zu warm ist? Oder mag der Pilz vielleicht keine direkte Lichteinstrahlung? Wie gesagt, es war der Beutel, der der Wärmequelle am nähesten war. Sonst freu ich mich sehr darüber, es probiert zu haben und mache jetzt noch eine leckere Marinade. Viele Grüße, Florian

    Antworten
    1. Hi Florian,

      also wenn sich zwei Beutel gut entwickelt haben und der eine, der nichts wurde so nah an der Wärmequelle lag, würde ich auch darauf tippen, dass es dem etwas zu heiß wurde. An der Lichteinstrahlung dürfte es nicht liegen.

      Achte beim nächsten Mal einfach darauf, dass er nicht zu nah an der Lampe liegt, dann sollte alles passen. Außerdem haben wir festgestellt, dass es dem Tempeh wohl weniger ausmacht, wenn es ein paar Grad zu kühl ist, als zu warm. Ich würde sogar sagen, die Idealtemperatur liegt eher zwischen 28 und 32 °C, werde das aber auf jeden Fall beobachten.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  13. Hey, ich habe was cooles entdeckt beim Tempeh machen:
    Ich kaufe mir immer mal wieder Soja-Joghurt und da habe ich mir gedacht, die Plastikbecher könnten doch für die Tempeh-Produktion Verwendung finden.
    Gesagt, getan. Ich habe mal ein Becher versuchsweise mit einer dicken Nadel perforiert und die ungereifte Tempehmasse hineingefüllt und siehe da nach weniger als 2 Tagen ein wunderschöner becherförmiger Tempeh :D.
    Ist echt super!!

    Antworten
    1. Hi Lucas!

      Auch eine coole Idee. Werden wir ausprobieren, wenn ein paar leere Becher zusammengekommen sind. 🙂

      Danke und liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  14. Hallo, ich habe gerade alle Zutaten bestellt und werde das Rezept bald ausprobieren. Ich bin total begeistert von euren Rezepten….

    Antworten
    1. Tausend Dank liebe Daniela! Viel Spaß mit dem ersten eigenen Tempeh ☺️

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  15. Wow! Was für ein ausführlicher Beitrag! Sehr interessant und ich liebe eure Art zu Schreiben einfach sehr! Auf das Rezept komme ich auf jeden Fall zurück! Das muss ich versuchen 😍

    Antworten
  16. Hallo Jörg,
    Ich habe soeben meinen zweiten ersten Versuch gestartet selbst Tempeh herzustellen. Beim ersten Versuch waren es Sojabohnen. Da hat sich nach 3 Tagen immer noch nur Stellenweise etwas entwickelt. Meine Lösung war, dass es wohl zu heiss gehalten wurde. Nun beim zweiten Versuch sind es Kidneybohnen und schwarze Bohnen. Die Temperatur kann ich diesmal gut halten. Heute ist der dritte Tag und es hat sich größtenteils ein pelziger Pilz gebildet. Mit dem Geruch bin ich mir nicht ganz sicher. Es kommt mir so rauchig vor, mein Freund sagt es riecht moderig. Wenn ich mir Bilder von anderen Selbstversuchen ansehe, kommt mein Tempeh dem nicht wirklich nahe, weil eben die Pilzschicht ganz anders aussieht.

    Antworten
    1. Hi Else,

      dazu können wir jetzt leider, wie du verstehen wirst, nicht wirklich eine sinnvolle Aussage treffen. Als rauchig oder gar moderig würden wir den Geruch aber nicht bezeichnen – eher frisch, leicht nussig und nach Pilzen. So ein bisschen wie bei frischen Champignons 😉 Genau, zu hohe Hitze tötet den Pilz ab und es könnte sich lückenhaft entwickeln. Probier‘ es doch zunächst noch mal mit Sojabohnen, wie im Rezept beschrieben. Wenn dann alles gut klappt, kannst du ja mit anderen Bohnen weiter experimentieren.

      LG,
      Nadine

      Antworten
  17. Hallöchen,
    Ist eigentlich schonmal jemand auf die Idee gekommen, Seitan mit Gewürzen zu pürieren und anschließend im Kühlschrank reifen zu lassen? Als Camembert?
    Ich hab das eben getan. Er steht jetzt kühl und hoffe, dass sich der Schimmel wieder außen bildet. Bin mir nur unsicher, ob die Reifezeit mit der Haltbarkeit einhergeht.
    So oder so: Ich hatte eine Scheibe Brot mit dem Aufstrich und es war phänomenal.

    Antworten
    1. Hi Phil!

      Das klingt sehr spannend. Würdest du uns auf dem Laufenden halten und auch gerne mal Bilder durchschicken? Das wäre genial. Schreibe uns gerne über unser Kontaktformular.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Mache ich. 👍

  18. Oh, na das ist bei mir erstmal in die Hose gegangen… Ich habe es nicht geschafft, mit der von euch beschriebenen Technik die Temperatur halbwegs konstant zu halten. Nach Erneuerung der Wärmflasche ist die gleich viel zu hoch gestiegen (mind. 40°, weiter geht mein Thermometer nicht) und nach nur 2 Stunden war sie schon auf 28° abgekühlt… Da muß ich mir was anderes einfallen lassen, oder habt ihr eine Idee? Jedenfalls haben die Pilze die zu hohe Temperatur wohl nicht überlebt, und am 2. Tag war alles grau-schwarz verschimmelt… :-/
    Die Idee, Tempeh selber zu machen finde ich aber so toll, daß ich sogar mit dem Gedanken spiele, mir einen Inkubator zu leisten. Mal sehen. Erst überlege ich mir mal, ob ich die Temperatur nicht anders konstant halten kann. 🙂
    Danke auf jeden Fall für die tolle Anregung!

    Antworten
    1. Hallo liebe Mary,

      du kannst ein bisschen mit der Position der Wärmflasche experimentieren. Wir packen sie auf den Boden des Ofens, die Tempeh-Päckchen auf einen Gitterrost und den schieben wir in die Mitte des Ofens.

      Und dann schau einfach, wie der Tempeh aussieht und nimm ihn aus dem „Makeshift Inkubator“, sobald er gut aussieht. Du musst ihn nicht die vollen 48 Stunden in der Wärme lassen. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
    2. Hey Mary, also ich hab den Ofen einfach so lang ganz niedrig eingeschaltet gelassen (mit Wärmflasche hatte bei mir eben auch nicht funktioniert). Verbraucht zwar Strom, aber hey, ist total niedrig eingestellt und wenn man (nach dem ersten Test) ne größere Menge Tempeh herstellt und einfriert, lohnt sich das auch. Nur so als Tipp 🙂

      Antworten
      1. Danke für die Tipps! Ich glaube, ich werde mal ein bißchen mit dem Ofen und _ohne_ Tempeh rumexperimentieren, und am Wochenende gehe ich dann in die zweite Runde 🙂

    3. grau schwarz ‘verschimmelt’sieht ünerreifer Tempeh aus, da die Pilzsporen beim reifen schwarz werden.
      Wenn er dann noch nach Champions und nicht nach Amoniak riecht, hast du ihn einfach nur zu lange in der Röhre gelassen er er hat sich pudelwohl gefühlt.
      Probier es nochmal, ich denk du warst schon auf dem richtigen Weg.

      Antworten
      1. hm, ich bin mir nicht sicher wonach er gerochen hat. Irgendwie nach warmen Sojabohnen… Aber sah schon irgendwie eklig aus. Und das war auch schon nach 24 Stunden. Kann er da denn schon überreif gewesen sein?

      2. Wie ich ja schon im Betrag geschrieben habe und wie Birgid ja auch noch mal versichert hat: Eine dunkle Färbung deuten erstmal nur auf den Reifegrad des Pilzes hin, der Tempeh ist nicht zwangsläufig hinüber. Bei zu hohen Temperaturen oder superfixen Pilzsporen kann der Prozess auch schneller gehen. Schick uns doch mal ein Foto des vermeintlich „verschimmelten“ Tempehs rüber 🙂

    4. oh… den hab ich leider schon auf dem Kompost entsorgt… *schäm* Ich versuch’s einfach am WE nochmal und schick euch dann im Zweifelfall ein Foto 🙂

      Antworten
      1. Aaaalso…. Es ist mir nicht gelungen, die Temperatur konstant zu halten. Schwankte zwischen 37/38° und 28° bei Erneuerung der Wärmflasche alle 5 Stunden. Nach 26 Stunden hat der Tempeh begonnen, an den Ecken grau zu werden, weshalb ich den Reifeprozeß dann auch unterbrochen habe. Leider ist der Pilz in den Zwischenräumen noch nicht richtig weiß, eher durchsichtig, und so richtig zusammenhalten tut das Ganze auch nicht. Man kann ihn zwar in Scheiben braten, aber es bröselt an den Seiten ab und man muß aufpassen, daß er beim Wenden nicht völlig auseinanderfällt.
        Also essen kann man ihn. Schmeckt sogar recht lecker, wenn auch nicht wirklich nach Tempeh. Überreif sollte er eigentlich nicht sein, denn dann wäre er doch insgesamt fester? Aber wieso wird er dann schon grau? *grübel*
        Ich schick Dir mal ein paar Fotos per Mail (die steht sicher irgendwo auf der Seite). Die kann ich nicht hier anhängen oder?

      2. Hallo liebe Mary,

        auch wenn es natürlich optimal wäre: super konstant muss die Temperatur gar nicht sein. Auf den Fotos, die du per Mail geschickt hast, sehe ich, dass du ganze Sojabohnen verwendet hast. Hast du diese geschält? Andernfalls kann der Pilz nicht in die einzelnen Bohnen eindringen und der Tempeh kann leicht bröseln, wie du beschreibst.

        Hast du denn nach etwa 12 Stunden aufgehört, die Wärmflasche als zusätzliche Wärmequelle mit in den Ofen zu packen, wie beschrieben?

        Liebe Grüße
        Jörg

    5. Zitat: „Nach etwa 12 Stunden erzeugt der Pilz selbst Wärme“
      *Hand gegen die Stirn schlag* jaja, wer lesen kann ist klar im Vorteil! Nein, habe ich natürlich nicht gemacht, sondern schön weiter eingeheizt… und geschält hatte ich die Bohnen auch nicht. Das erklärt einiges.
      Prima! Ganz lieben Dank für Deine Hilfe! Dann starte ich am nächsten Wochenende doch ganz optimistisch in Runde Drei 🙂

      Antworten
    6. Bin erst heute auf eure Seite gestoßen, und hab mich richtig „festgelesen“.
      Zu der Temperaturfrage bei Tempeh überlege ich mir gerade ob es nicht möglich wäre die konstante Temperatur mit einem Dörrautomaten zu realisieren. Ich denke das könnte funktionieren. Erstens lässt sich an den Dingern die Temperatur einstellen, und zweitens würde vermutlich der notwendige Luftdurchsatz auch gewährleistet werden. Ich werde das demnächst mal ausprobieren

      Antworten
      1. Hallo lieber Horst,

        erstmal vielen lieben Dank für das tolle Feedback. Freut uns wirklich sehr.

        Aus Mangel an einem Dörrofen haben wir das noch nicht ausprobiert. Aber nachdem mehrere Leser in den Kommentaren geschrieben haben, dass es super funktioniert hat (siehe auch die anderen Kommentare), gebe ich dir hiermit das „Go!“. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

      2. Hallo Horst,
        hallo liebes Eat-this-Team,
        hallo an alle,

        wenn ihr auf dem Computer mit Ctrl5 nach dem Wort Dörrautomat sucht (also die Ctrl-Taste & 5 zusammen drücken & das Wort Dörrautomat tippen), dann könnt Ihr mit der Enter-Taste Euch durch die Beiträge hier auf der Seite lesen, in denen Leute Ihre Erfahrungen hier mitgeteilt haben.

        Mit meinem (low budget) Dörrautomaten mache ich in der Nicht-Heizperiode seit Jahren regelmässig Nattō. Ich nutze die untere von 2 Wärmestufen (keine Temperatur-Angaben vorhanden) & lasse es solange, bis die Nattō-Reifung sichtbar wird.
        Tempeh werde ich genauso versuchen & dann hier berichten.

        Bis dahin viel Glück & Spass & nochmals ein Dankeschön an die Betreiber dieser Eat-this-Seite.
        Julie

  19. Yeah, es hat funktioniert! Ich kann’s immer noch kaum glauben, aber da isser – wundervoll weiß-überzogener Tempeh 😀 Danke für die Anregung und die Versicherung, dass es idiotensicher ist – sonst hätte ich das nie probiert 😉 Nur eine Frage: Ich finde, mein Tempeh (MEIN Tempeh – hallöchen?!) schmeckt minimal weniger nussig als der gekaufte. Habt ihr ne Ahnung, woran das liegen könnte? Zu lang drin, zu kurz, zu wenig Pilzpulver?

    Antworten
    1. Hallo liebe Nadja,

      super, freut mich riesig, dass das Experiment geklappt hat 🙂

      Der Geschmack hängt natürlich von einigen Faktoren ab. Sojabohnen, die Fermentationsdauer, das Produkt, mit dem du deinen Tempeh vergleichst – alles Komponenten, die in den Vergleich mit hinein spielen.

      Der Tempeh wird etwas nussiger und aromatischer, je länger du den Pilz „wachsen“ lässt. Du kannst hier natürlich super experimentieren und warten, bis die Sporen schon etwas dunkel werden. Das deutet ja, wie beschrieben auf die Reife des Pilzes hin.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  20. Hey hey ihr zwei,
    ich habe heute morgen zwei wunderbare Päckchen Tempeh aus dem Ofen geholt und mich gefreut wie 100 Kinder an Weihnachten.
    Nun bin ich etwas verunsichert wie genau man den Tempeh lagert. Einen hab ich ins Gefrierfach, der andere hat es sich im Kühlschrank bequem gemacht. Allerdings war ich etwas ratlos bzgl. der Art und Weise.
    Soll man die Tempehs aus den durchlöcherten Beuteln rausholen? Und was dann?
    Oder soll man sie in diesen Beuteln im Kühlschrank belassen bzw. darin einfrieren?
    Würde mich über eine Antwort freuen, habe Angst, dass ich jetzt nach dem Erfolg noch etwas falsch mache 🙂

    Antworten
    1. Hallo liebe Selina,

      wir nehmen die Blöcke aus den gelochten Beuteln (waschen diese, um sie wiederzuverwenden) und packen sie, mit Pergament getrennt, in Tiefkühlboxen. Also alles easy 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  21. Danke für das einfache Rezept! Habe von vorgestern Abend auf heute den ersten Block reifen lassen und er ist prima geworden (einen Teil davon habe ich in Chili con Tempeh verarbeitet, was auch klasse schmeckte).
    Hab auf Eurer Seite noch einige andere Rezepte gefunden, die umgehend nachgebastelt werden müssen (Camembert und Chorizo für den Anfang), wobei ich eben erst einmal eine Großbestellung für die Zutaten getätigt hab:-) .
    Freu mich auf jeden Fall über neue Rezepte von Euch, bin bisher von der Seite begeistert.

    Antworten
    1. Hallo liebe Silke,

      super, das freut uns mega. Du hast dir auf jeden Fall schöne DIY-Projekte fürs Wochenende ausgesucht 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  22. Hi!
    Vielen Dank für das Rezept und die gute Anleitung. Mein Tempeh ist soeben fertig geworden und sieht super aus. Ich habe die Pakete für knapp 48 h im Dörrgerät reifen lassen. Probiert wird die Leckerei heute Nachmittag. Ich habe mir direkt 10 kg Sojabohnen bestellt und war erschrocken als das Paket ankam. 10 kg habe ich mir doch etwas kleiner vorgestellt 😀 Naja, jetzt gibt es öfter selbstgemachten Tempeh.
    Die Spieße werde ich auch mal machen!
    Viele Grüße aus Wolfsburg

    Antworten
  23. Hallo,

    als langjaehrige Veganerin und wahrer RealFoodFan bin von Eurer Seite total begeistert. Danke schoen !

    Hab mir mal ein wenig Gedanken gemacht ueber die Gesundheitswirkungen beim Tempeh:
    Bleiben die beim Einfrieren auch erhalten (je kuerzer der Winterschlaf desto besser, versteht sich) ?
    Und ueberhaupt: Im Internet tummeln sich die Gesundheitsaspekte von Tempeh, aber worauf beziehen die sich – auf Naehrstoffuntersuchungen des rohres gekochten, gedaempften, gebratenen oder frittierten Tempehs oder nur auf Untersuchungen des Mycels oder nur des Trockenstarters (also Pilz im Ruhrzustand und Reis) ?
    Praktische Untersuchungen, also Lagerung, Zubereitung, Verzehr an Menschen wird es ja wohl nicht geben.
    Ich finde nichts dazu im Internet. Wisst Ihr da mehr ? Weiss irgendjemand, der das hier liest, mehr darueber ? Wuerde mich riesig freuen.
    Tempeh ist super lecker und fuer mich die beste Alternative zur grausamen Welt des Fleischverzehrs !

    Habt Ihr auch schon daran gedacht, Miso selbst zu machen ? Ist ja der gleiche Pilz, soweit ich weiss. Ist nichts schnelles, weil es ja am besten im Steintopf mit Wasserrinne ein paar Monate reifen muss.
    Ein DIY Miso Abenteuer bei Euch wuerde mich und all die anderen DIY Veganer riesig freuen.

    Bitte denkt doch mal darueber nach, eine englisch sprachige Seite zu machen. Ich koennte dann alles viel besser via social media verbreiten.
    Ich weiss, das Leben ist kein Ponyhof und bei Euch bin ich auch nicht auf einem Wunschkonzert 🙂 Aber es waere super von Euch, wenn Ihr mir und all den anderen neugierig Gebliebenen das ein oder andere positiv beantworten wuerdet.

    Nochmals Danke und liebe Gruesse !
    Julie

    Antworten
    1. Hallo liebe Julie,

      ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, wie ich deine Fragen zu den gesundheitlichen Wirkungen verstehen soll. Die Nährstoffzusammensetzung verändert sich ja schonmal durch das Einfrieren nicht bzw. nur in Maßen (durch Feuchtigkeitsverlust etc.). Ernährungsphysiologisch bleibt der Tempeh also gleich und da sollten die Quellen natürlich vom Tempeh im Rohzustand ausgehen, denn frittierter Tempeh hat selbstverständlich einen höheren Fettgehalt, als ein roher oder gedämpfter.

      Miso wird mit einer anderen Pilzkultur hergestellt, aber ja, das Projekt ist auf der Todo-Liste – genauso, wie die englische Seite, aber wie du schon richtig schreibst: Das Leben ist kein Wunschkonzert und leider kamen wir bisher rein aus Zeitgründen einfach nicht dazu, uns darum zu kümmern. Aber mal sehen, was 2019 so bringt.

      Dennoch tausend Dank und liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Danke, lieber Joerg,
        fuer Deine Beantwortung meiner Fragen, sehr freundlich.
        Mir ging es um den Naehrstoffverlust bei der Lagerung oder Zubereitung.
        Ach, schade, fuer Miso ist also wieder eine andere Kultur erforderlich, auf dem Video ist nur von Koji die Rede.
        https://www.youtube.com/watch?v=WOVaBpmpf0A

        Dass Ihr eine tolle Seite habt, erwaehnte ich bereits, gelle *zwinker*

        Vielen Dank und liebe Gruesse,
        Julie

      2. Hallo liebe Julie,

        das werden dir wohl eher wenige Leute beantworten können, allerdings dürften besonders beim Einfrieren nicht besonders viele Nährstoffe verloren gehen 😉

        Koji ist keine Kultur, sondern der mit der Pilzkultur geimpfte Reis (oder auch andere Getreidesorten), der so sozusagen als Trägermaterial dient.

        Liebe Grüße
        Jörg

  24. Ach, ich komme mir langsam vor wie ein Ammoniakproduzent.
    Soja- Ammoniak
    Weisse gebrochne Bohnen-super Ammoniak.
    Was mach ich falsch?
    Zu feucht?
    Zu wenig Kultur?
    Zu kalt?dazu gibt es Themperaturamgaben von28-38 Grad im Netz.
    Oder woran mag das liegen?
    Danke für eure Antwort

    Antworten
    1. Hi!

      Ein leichter Ammoniakgeruch ist noch kein wirkliches Problem. Wird er stärker, hast du den Tempeh vermutlich zu lange fermentiert. Hat sich denn eine durchgehende Pilzschicht gebildet?

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  25. Nadine, Jörg – ich DANKE euch für diese wunderbare Inspiration, die meinen kulinarischen Entdeckerdrang mal wieder geweckt hat! Jetzt halte ich knapp 1 kg fertigen Tempeh (aus 500 g ganzen, von Hand geschälten Sojabohnen) in den Händen und bin stolz wie Bolle! 🙂

    Mein erster Versuch ist leider misslungen, da ich kein Thermometer verwendet hatte und es dem Pilz wohl zu warm geworden ist (lieber nicht auf die Temperaturanzeige am Backofen verlassen!). Also 4 € investiert und ein Raumthermometer gekauft und beim 2. Anlauf hats dann direkt geklappt. Mit dem übrigen Tempeh-Starter kann ich bestimmt noch einige Male Tempeh machen.

    Tausend Dank für die Inspiration, die ausführliche Erklärung und eure wunderbare Homepage!

    Alles Liebe, Dominique

    Antworten
    1. Hej Dominique,

      dankeschön für dein tolles Feedback! Jap, so ein Thermometer ist auf jeden Fall eine gute Anschaffung 😁Schön, dass es dann so gut geklappt hat. Wie gesagt, wenn man sich an ein paar einfache Regeln hält, ist es echt ein Kinderspiel ☺️ Wir schweben auch immer noch auf Tempeh-Wolke Nummer sieben, haha!

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  26. Hallo Jörg!

    Glaubst du klappt der Tempeh auch, wenn ich ihn mit ganzen Sojabohnen mache oder müssen die halbiert sein?
    Und weißt du ob man den Starter auch in einem „normalen Laden“ bekommt, ich bestelle nicht gern übers Internet.

    Danke schon mal und liebe Grüße,

    Michaela

    Antworten
    1. Hallo Michaela,

      natürlich klappt es auch mit ganzen Sojabohnen. Wie ich beschrieben habe, müssten die allerdings geschält werden, da sonst der Pilz nicht in die Bohnen gelangen kann. Deshalb wählen wir die einfache Abkürzung mit den halbierten Bohnen.

      Bei der Kultur wird es im Laden schwierig werden.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  27. Hi,
    welche Konsistenz hat der fertige Tempeh und wie bekommt ihr die Kastenform hin?

    Antworten
    1. Hi Monika,

      das findest du alles im Beitrag 😉

      Lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten
  28. Danke für die, mal wieder, tolle Anregung. 🙂
    Ich habe das fertige Tempeh gerade in den Kühlschrank gelegt. Gestern Abend haben wir schon eine Portion im Airfryer gebacken und getestet – so lecker!
    Eine Frage habe ich noch: packt Ihr das fertige Tempeh um oder lagert Ihr es erstmal in der Tüte in der es sich befindet?
    Liebe Grüße und macht weiter so.
    Christine

    Antworten
    1. Hi Christine!

      Super, freut mich riesig 🙂

      Und oh ja, ich sag‘ nur Tempura-Tempeh aus dem Airfryer 😋

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  29. Ich oute mich hiermit als Erste mit einem misslungenen Versuch. XD
    Bevor ich in die nächste Runde starten kann, wird noch einige Zeit ins Land ziehen- bis dahin erinnere ich mich und alle Kommentareleser hiermit an die oberste Regel des Tempehismus:
    Nur eine trockene Bohne ist eine gute Bohne – wer Kondenswasser im Frischhaltebeutel hinterlässt, der muss eine Runde zum Nachtrocknen in die Ecke.

    PS: ich wünsche mir einen Beitrag zum Thema Geduld-in-der-Küche. Om.

    Antworten
    1. Hi Jenny,

      oh nein, wie Schade! Aber klar, kann passieren – und das mit der Ungeduld kenne ich nur zu gut 🙈Halte durch, das nächste Mal klappt’s bestimmt 😅🙌🏼Trotzdem viel Spaß (und Geduld) beim nächsten Mal!

      Lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten
  30. Hi! Ich mache auch schon lange meinen eigenen Tempeh, genau wie ihr es in eurer Anleitung schildert (nur darf er bei mir in den Dörrautomaten, da ist es konstant kuschelig warm …) und anschließend räuchere ich ihn:-) Das geht ganz einfach: Ich nehme Hickory-Räucherspäne, verteile diese auf dem Boden eines großen gusseisernen Topfes, stelle ein entsprechendes Gitter darüber (z.B. eines aus der alten ausrangierten Mikrowelle oder ein rundes Kuchengitter zurecht biegen…), lege den Tempeh-Block darauf und werfe entweder den Grill an und stelle den Topf darauf bis die Späne zu schwelen beginnen. Räucherzeit ca. 1 Std. Oooooooder, aber nur ungern, nutze ich den Herd. Dann habe ich aber tagelang den Räuchergeruch im Haus. Ich mag`s ja supergerne, aber die Mitbewohner … 😉 Na ja, am einfachsten ginge es mit dem Räucherkasten meines Nachbarn, aber da quoddelt auch so manches Mal ein Fisch oder eine Leberwurst drin rum, das finde ich dann weniger cool :-0. Ein HOCH auf den gusseisernen Topf:-) Danke für eure vielen tollen Anregungen. Ein in eurem Falle angebrachtes WEITER SO! 🙂

    Antworten
    1. Hi Sharon,

      oh ja, selbstgeräuchert klingt auch ganz wunderbar! Müssen wir unbedingt auch noch ausprobieren und steht schon auf unserer To-Do-Liste 🤗Tausend Dank für dein Feedback, freuen wir uns sehr 🙏🏼

      Lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten
  31. Hallo Ihr Beiden,
    Starter ist schon eingetroffen, Sojabohnen kommen morgen >> hab ich natürlich direkt bestellt 😉.
    Dann lege ich morgen sofort los und bin auf das Ergebnis gespannt 😏. Ich hoffe sehr, dass mir „Euer“ Tempeh besser schmeckt als sie vielen Testkäufe ……..
    Vielen Dank für dieses Rezept und liebe Grüße,
    Jutta

    Antworten
    1. Dann sind wir schon gespannt auf dein Feedback Jutta! Viel Spaß 🤗

      Lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten
      1. Hallo Ihr Beiden……..ENDLICH habe ich es geschafft die TempehHerstellung anzugehen. Ich muss sagen, es ist wirklich sehr spannend. Blöderweise hab ich mich bei den 36 Stunden verrechnet und er wird in etwa 3 Std fertig sein, einiges nach Mitternacht 🙈.
        Als ich vorhin mal einen Blick gewagt habe, bemerkte ich etwas weißen Flaum. Ist das Okay oder ein Zeichen von Schimmelbildung? Sonst sieht er super aus. Keine schwarzen Stellen oder unangenehmer Geruch……
        Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins Jahr 2019 ,
        Jutta

      2. Hallo liebe Jutta! Gut, dass wir den Kommentar gerade noch sehen, nicht, dass der gute tempeh aus Angst im Müll landet. Der weiße Flaum ist GENAU, was du haben möchtest. Also alles gut 👌☺️

        LG
        Jörg

  32. Hört sich klasse an, ich werde das auf jeden Fall einmal ausprobieren 🙂 Danke für das Rezept!
    Ich muss allerdings sagen, dass mich die Variante mit den Gefrierbeuteln irgendwie abschreckt. Habt ihr schon einmal ausprobiert einen Beutel zur Herstellung von Nussmilch oder ein Passiertuch zu verwenden? Dürfte die Bohnen zusammenhalten (mit Baumwolle anstatt Kunststoff) und gleichzeitig genügend Luft ran lassen …oder?!

    Antworten
    1. Hi Lisa,

      das freut uns, danke! Die Beutel sind super einfach wiederverwendbar, falls es dir auch um das Müllthema geht? Die anderen Varianten haben wir noch nicht probiert, aber wir freuen uns natürlich über Feedback dazu 🤗

      Lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten
    2. Habe die Variante mit dem Passiertuch kürzlich auch ausprobiert. Zunächst war es schwieriger die Masse in Form zu bringen und dann auch zu halten. Runde Formen haben sich da als praktisch erwiesen. Der Pilz hat sich auch gut entwickelt, aber insgesamt war der fertige Tempeh sehr trocken, verglichen mit den Plastikvarianten. Aber ich probiere weiter…

      Antworten
      1. Hi 🙂
        ich nutze, wenn ich Vurst dämpfe, seit langem einfacheStofftaschentücher aus Baumwolle. Die habe ich bei der letzten Tempehherstellung getestet. Es hat zwar funktioniert, aber im Vergleich zu den Tempehstücken aus der Plastiktüte waren sie auch eher trocken und hielten auch nicht so gut zusammen.
        Den nächsten Versuch werde ich mit Glasauflaufformen starten.
        Liebe Grüße und macht weiter so mit Euren tollen Ideen!
        Christine

  33. Hallo 🙂

    Nachdem ich jetzt das erste Mal Tofu selbst hergestellt hab, liegt Tempeh doch fast nah. Braucht man für jeden neuen Laib wieder eine Kultur oder kann man etwas von alten nehmen zum überimpfen?

    Liebe Grüße,
    Conny

    Antworten
    1. Hi Conny!

      Yeah, jetzt schonmal viel Spaß dabei 🙂

      Nein, du kannst nicht einfach „überimpfen“ bzw. den bereits fertigen Tempeh als Starter verwenden. Zum züchten der eigenen Kulturen müsstest du einen gewissen Teil des „alten“ Tempehs weiter reifen lassen, bis die Pilzsporen vollständig gereift sind (der Pilz wird dabei schwarz, wie beschrieben). Das Ergebnis wird dann getrocknet und pulverisiert.

      Das Problem dabei: Der Aufwand und das Risiko ist uns zu groß, denn alles sollte in einer sterilen Umgebung passieren, um keine „falschen Pilze“ mit zu züchten. Da ist es um einiges einfacher, die Kultur einfach günstig nachzukaufen 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  34. Ihr Tollen!
    Ein ganz riesiges Lob! Ich schaue so oft auf euren Blog und koche entweder 1:1 nach oder lasse mich inspirieren und wandele gemäß meiner Pantry oder meinen Vorlueben ab, aber fündig geworden bin ich immer und enttäuscht worden noch nie!
    Dieses selbstgemachte Tempeh ist super! Ich versuche parallel zum pflanzenbasierten essen auch meine Abfallproduktion zu reduzieren und ärgere mich jedes Mal über die Verpackung von Tofu und Tempeh!
    Wenn euer Rezept für mich machbar ist, werde ich das sicherlich regelmäßig praktizieren! Ich liebe Tempeh!
    Ganz liebe Grüße
    Sandr

    Antworten
    1. Hallo liebe Sandra,

      yeah, das freut uns riesig. Viel Erfolg und Spaß bei der Tempeh-Herstellung 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  35. Oah, euer Tempeh klingt echt abartig geil und steht bei mir schon jetzt direkt ganz oben auf der Liste. Nur eine Frage ploppte bei mir auf: Kann man auch Tempeh aus anderen Bohnen als Soja auf diese Art selber herstellen, wisst ihr das? So beispielsweise Kichererbsentempeh, Lupinentempeh (den gibt es ja auch zu kaufen) …
    Liebe Grüße, ihr seid die Besten und eure spitzenmäßigen Rezepte verfolgen mich sogar in meinen Träumen, gaaaah!
    Anna

    Antworten
    1. Hi Anna!

      Erstmal tausend Dank für die lieben Worte. Freut uns wirklich riesig 🙇‍♂️

      Tempeh kann auf jeden Fall auch aus anderen „Rohstoffen“ gemacht werden. Kichererbsen, Schwarze Bohnen, Lupinen, sogar Getreide ist möglich und wir werden da auf alle Fälle weiter experimentieren und die Ergebnisse teilen (ohne spoilern zu wollen: Wir haben da auch schon ein paar ziemlich abgefahrene Ideen).

      Wir wollten den Basic Tempeh-Beitrag aber nicht überfrachten und spinnen die Tempeh-Story lieber weiter. Ist ja auch spannender so 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. An den alternativen Tempehsorten wäre ich auch sehr interessiert. 🙂

      2. Ist notiert 😉

  36. Hey, ich will mich demnächst selber mal daran versuchen.
    Sollten die halbierten Sojabohnen vor dem Kochen eingelegt werden?

    Herzliche Grüße

    Antworten
    1. Hallo Eike!

      Nein, die halbierten Sojabohnen können direkt gekocht werden – deshalb auch die Zeitersparnis 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  37. huhu…schöner bericht. starter gerade bestellt. werde es mal in er tofupresse versuchen, habe noch eine aus den 90er jahren aus edelstahl mit vielen löchern. grüße suse

    Antworten
    1. Oh, ich glaube, ich bin direkt neidisch auf die Tofupresse 🙈

      Viel Erfolg und lass uns wissen, wie es geklappt hat.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  38. ENDLICH! Ich wollte ihn schon sooooo lange selbst machen, aber konnte mich nie aufraffen. Dank eurer Inspiration geht es jetzt los mit der eigenen Produktion 😀

    Antworten
    1. Yes! Dann viel Erfolg und vor allem Spaß. Und lass uns das Ergebnis sehen, ja? 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Juuhuu, es hat funktioniert!!! Der erste Versuch war ein totaler Reinfall. Mein Ofen hat die Temperatur nicht halten können und es wurde mal zu heiß, mal zu kalt. Aber im Dörrofen war es super easy. 30°C eingestellt und 24h später war alles schön weiß überzogen. Bin total happy! Vielen Dank für die Inspiration, das tolle Rezept und diesen fabelhaften Blog!
        Alles Liebe,
        Simone

      2. Hallo liebe Simone,

        ah super, das freut mich.

        Klar, wer einen Dörrofen hat, kann den natürlich absolut verwenden. Achte aber bei zukünftigen „Produktionen“ auch auf die Luftfeuchtigkeit, denn die Teile sind ja dazu ausgelegt, alles ziemlich trocken zu halten und ein bisschen Wasser hätte der Tempeh ja gerne.

        Tausend Dank für das Feedback und die lieben Worte!
        Jörg

  39. Wow! Was für eine gute Idee. Das werde ich auf jeden Fall machen. 🙂
    Lieben Gruß
    Christine

    Antworten
    1. Hallo liebe Christine,

      oh yes! Tu das und berichte uns, ja? 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  40. Spannend, das möchte ich unbedingt ausprobieren. Wieviel Gramm ist den ein TL-Tempeh Starter? Damit ich einschätzen kann, wieviel aus 10g, 25g oder 75g des Tempeh Starters so rauskommen? Und mit was perforiert ihr die Tüten? Einfach ein Nadel oder sollen das schon richtige kleine Löcher sein? Herzlichen Dank auf alle Fälle für die Anleitung!!

    Antworten
    1. Hallo liebe Tina,

      so genau musst du es nicht nehmen. Ein Teelöffel, nicht gestrichen, nicht abstrus gehäuft und alles ist paletti. Aber ein Teelöffel entspricht in etwa 4-5 g, für deine Kalkulation 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  41. Das ist echt eine tolle Anleitung. Ich werde den Tempeh auf jeden Fall testen und berichten.

    Was mir direkt einfällt: Vielleicht könnt ihr gleich als Tipp hinzufügen, dass statt einem Ofen natürlich ein Dörrautomat (wer einen hat) auch super funktionieren würde.

    Liebe Grüße,
    Tina

    Antworten
    1. Hallo liebe Tina,

      wir haben keinen Dörrautomaten und konnten das nicht testen. Ich hatte Bedenken, dass die Feuchtigkeit zu stark entzogen wird, werde das aber bei Gelegenheit gerne mal testen, denn der Automat würde das mit der Temperaturregelung natürlich super vereinfachen 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Hallo zusammen,
        vielen Dank für die Anregung – und direkt hab ich Sojabohnen und Tempeh-Starter bestellt und bin nun hochmotiviert 🙂 Es gibt da nur ein Problem: Ich kann bei meinem Ofen nicht nur das Licht anschalten, sondern müsste ein Programm und eine Temperatur auswählen. Testweise hab ich es gestern nur mit Wärmflasche und Stäbchen in der Tür versucht, aber da kam es grade mal auf 20 Grad 🙁 Den Ofen 36 Stunden lang ein kleines bisschen angeschaltet zu lassen, scheint mir ne krasse Stromverschwendung…oder? Oder habt ihr vielleicht noch andere Ideen? Ein Dörrgerät wäre ebenfalls vorhanden, ist aber a) alt, d.h. ohne Temperaturauswahl, nur mit 3 Stufen und b) sind die Etagen so niedrig, dass ich da keinen Tempehblock reinkriegen würde. Puh… was tun? Hilfe!

      2. Hi Nadja,

        wenn du den Ofen wirklich nur auf „kurz nach 0“ stellst, wirst du kaum den großen Stromverbrauch haben, den du gerade befürchtest, da kann ich dich beruhigen. Wenn du allerdings eine gute Wärmflasche und die Gelegenheit hast, 2-3 mal am Tag nach deinem Tempeh zu sehen, reicht auch diese.

        Einfach unten in den Ofen legen, den Tempeh auf ein Gitter darüber (mit ausreichend Abstand, damit er sich nicht die Flossen verbrennt) und abwarten. Unter Umständen musst du die Ofentür dabei geschlossen halten, mit einem Thermometer und etwas Übung hat man das aber schnell raus 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

      3. Lieber Jörg,
        vielen Dank für den Hinweis. Mmh…vielleicht probier ich’s dann einfach nochmal mit 2-3 Wärmflaschen und geschlossener Tür. Danke!

  42. Wieder mal eine Klasse Idee und außergewöhnlich sowieso. Das finde ich immer klasse. Bin mal gespannt ob die Kleinen das essen werden. Es ist super das man sie einfrieren kann. Bei Bedarf kann ich mir dann jederzeit was schnappen:)

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    1. Liebe Nadine, lieber Jörg,

      ich möchte mich an den Tempeh wagen und werde mir den Starter bestellen.
      Nun ist er ja in etwas größerer Menge auch billiger und ich frage mich, ob es Sinn macht die größere Menge zu bestellen. Meine Frage: habt ihr Erfahrungen wie lange sich der Starter hält? Man benötigt ja nur 1 TL pro Tempeh, d.h. die Haltbarkeit des Starters sollte schon gegeben sein und auf der HP des Vertreibers finde ich keine Hinweise.
      Danke und liebe Grüße
      Kristin

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      1. Hallo liebe Kristin,

        das ist eine echt gute Frage 😆
        Tatsächlich kann ich dazu auch nichts finden, ich gehe aber von einer langen Haltbarkeit aus – wir haben uns auf jeden Fall gut eingedeckt und machen uns da jetzt mal keine Sorgen, dass wir die Kultur nicht „wegbekommen“. Bei der nächsten Gelegenheit werde ich mich da aber mal schlauer machen.

        Liebe Grüße
        Jörg

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