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Tempeh-Saté mit Erdnuss-Dip

Tempeh-Saté mit Erdnuss-Dip

Ich würde mal behaupten, dass Tempeh immer noch so ein bisschen ein Schattendasein bei uns in Deutschland fristet, oder?

Klar, inzwischen haben mehr Leute als ein paar vegane Hipster von Tempeh gehört. Aber trotzdem schauen wir des Öfteren noch in ratlose Gesichter, wenn das Wort Tempeh fällt. „Wie bitte? Tempo?“ Oh Mann.

Dabei solltest du diese genial-leckeren, fermentierten Böhnchen unbedingt probieren. Oder bist du vielleicht schon so großer Fan, wie wir?

Das einzige Manko ist, dass Tempeh bei uns aufgrund der (noch) relativ niedrigen Nachfrage recht teuer ist. Im Gegensatz zum Herkunftsland Indonesien. Dort ist Tempeh sogar so günstig, dass er als Fleischersatz für die ärmere Bevölkerung dient.

Tempeh-Saté mit Erdnuss-Dip

Die gute Nachricht für alle Tempeh-Liebhaber: du kannst Tempeh supereinfach und günstig selbst herstellen. Wie das funktioniert, lernst du hier.

Und wenn du dann Tempeh in rauen Mengen herumliegen hast (was für eine Traumvorstellung!), dann empfehlen wir dir als Erstes die sagenhaft leckeren und unglaublich einfachen Tempeh-Saté zu machen. Saté bedeutet frei übersetzt übrigens nichts anderes als „Fleischspieße“.

Obwohl Tempeh für mich auch pur schon genial gut schmeckt, marinieren wir ihn für die Spieße noch fix mit Sojasauce und etwas Erdnussöl.

Das Wichtigste ist bei diesem easypeasy Rezept ist die richtige Zubereitung der Erdnusssauce mit wenigen guten Zutaten wie Kokosmilch, Zwiebel, Knoblauch und richtig guter Erdnussbutter (ohne Zucker, ohne Palmfett. Nur die pure Nuss bitte!).

Tempeh-Saté mit Erdnuss-Dip

Damit die Soße sagenhaft gut wird, muss sie ein Weilchen einköcheln. Aber keine Angst, da musst du nicht dabeistehen. Du kannst derweil getrost Podcast hören. Oder du kochst die Sauce einfach am Wochenende vor. Dann kommt sie in den Kühlschrank und kann fix aufgewärmt werden. So hast du in wenigen Minuten ein oberleckeres Weeknight-Dinner!

Dass wir auf Fermentiertes stehen, wozu Tempeh ja auch gehört, hast du ja inzwischen vielleicht schon bemerkt. Ob Sauerteig oder Kimchi, die komplexen und vielschichtigen Geschmäcker von fermentierten Lebensmitteln sind einfach sagenhaft und solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen.

Die Spieße eignen sich übrigens auch perfekt für deine nächste BBQ-Session! Apropos, hast du eigentlich unser Grillbuch schon? ☺

Worauf wartest du also? Wir sind dann mal wieder in der Küche, die nächste Ladung Tempeh machen.

Tempeh-Saté mit Erdnuss-Dip

Zutaten für 4 Portionen

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Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 30 Minuten
Gesamt 40 Minuten

Für den Tempeh

Für den Erdnuss-Dip

  1. Tempeh in 2 cm große Würfel schneiden. Sojasauce und Erdnussöl vermengen, Tempehwürfel mindestens 10 Minuten darin marinieren, anschließend auf vorher gut gewässerte Holzspieße spießen.

  2. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Öl in einen heißen Topf geben, Zwiebel- und Knoblauchwürfel bei mittlerer Hitze 3 Minuten bräunen. Mit Salz würzen.
  3. Mit Kokosmilch ablöschen, Erdnussbutter und Sambal Oelek unterrühren und 25 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Ab und zu umrühren.
  4. Saté-Spieße von allen Seiten in einer heißen Pfanne 2 Minuten kross braten oder über indirekter Hitze 5 Minuten pro Seite grillen und mit der heißen Saté-Sauce servieren.

Tempeh-Saté mit Erdnuss-Dip

Seit 2005 glücklich vegan. Pinterest- und Grüne Smoothies-Addict. Kocht aus Leidenschaft. Grafikdesignerin @ kreativagentur wowitmoves

16 Kommentare

  1. Wow, so lecker! Wir haben unser erstes Tenpeh selbst gemacht nach eurem Rezept und sind hin und weg (wir sind gerade in die fränkische Panpa gezogen, hier gibts sowas nicht zu kaufen), gekauft wird der nie wieder! Als Spießchen mit Dip kommt er so richtig gut zur Geltung! Mein größtes Lob: eure Rezepte müssen nie getuned werden, die sind perfekt…

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    1. Ganz lieben Dank für das mega Feedback! Freut uns wirklich riesig. 🙂

      Antworten
  2. Liebe Nadine, lieber Jörg
    Jetzt hab ich schon zum zweiten Mal Tempeh hergestellt. Er ist super geraten. Mein Tempeh gedeiht im ehemaligen Eierbrüter. Nach 24- Std ist alles schön weiss ueberzogen und ist ein Gedicht. Unsere vegan ernährten Hunde sind ganz wild auf Tempeh. Zum Glück sind sie klein.

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    1. Ah, ist natürlich mega, so ein Gerät umzufunktionieren. 😅

      Freut uns mega, dass euch der Tempeh so gut gelingt … und auch den Hunden schmeckt!

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  3. Hallo Ihr Beiden,

    Ihr habt wirklich ganz tolle Rezepte, habe richtig gute Dinge entdeckt und Ideen gewonnen – danke! Einzig mit dem Tempeh werden wir nicht warm. Das bezieht sich weniger auf dieses Rezept als auf das Produkt: haben den Tempeh im Asia Laden gekauft, als wir ihn da zufällig liegen sahen. Irgendwie schmeckte er aber dann komisch säuerlich, vielleicht ein bisschen nussig (Zubereitung nach der Angabe oben, hatte ihn aber über Nacht in heller Sojasauce mariniert, war das vielleicht zu lang? ). Ist das normal? Danke und liebe Grüsse

    Antworten
    1. Hey Josephine,

      jetzt mal abgesehen davon, dass es natürlich auch mal passieren kann, dass dir vielleicht eine Zutat nicht schmeckt, die wir abgöttisch abfeiern: Ein kleines bisschen säuerlich schmeckt Tempeh auf jeden Fall aufgrund der Fermentation, nussig auch, die Sojasauce würde ich nicht beschuldigen. Aber um ehrlich zu sein hat uns bisher kein fertiger Tempeh so gut geschmeckt, wie der selbstgemachte. Falls du also Ambitionen hast, hier entlang. 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  4. Hallo ihr beiden,
    ich liebe eure Gerichte. Heute hab ich den Tempeh mit der Erdnuss-Dip nachgekocht. Es war wieder einmal ein Gedicht. Das wird es öfters geben.

    Macht weiter so und danke für die tollen Rezepte.

    Antworten
    1. Das freut uns riesig. Und wir müssen dringend neuen Tempeh herstellen. Das Saté wäre gerade eine ganz schön willkommene Leckerei in dieser irren Situation. 🙈

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  5. Super Entdeckung, dieses Tempeh! Inzwischen habe ich heraus gefunden, dass es Tempeh auch im Asiamarkt gibt (konkret bei Vinh Loi in Berlin), wo es nur etwa 1/5 des Preises im Biomarkt kostet (400g für €1,79 statt 200g für €4,49!)

    Antworten
    1. Hi Thomas,

      klar, im Asialaden gibt es häufig günstigen Tempeh, allerdings dann selten in Bio-Qualität, was du natürlich auch einrechnen solltest. Selbstgemacht kommt aber auf alle Fälle am günstigsten. 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  6. Hallo 🙂
    Wann kann man denn etwa mit eurem Tempeh-Guide rechnen? Ich warte schon sehnsüchtig darauf 😉
    Vielleicht habt ihr für die Zwischenzeit ja schonmal einen Tipp, wo ich die Starterkulturen, also die Pilzsporen kaufen kann, bin da bisher leider weder im Laden noch im Internet fündig geworden.
    LG Karla

    Antworten
    1. Wir mussten die Experimente (nach einem ersten ziemlich misslungenen 🙈 Versuch) noch ein wenig aufschieben, sind aber selbst schon sehr heiß drauf. Hab also bitte noch ein wenig Geduld 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

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  7. Die Soße ist absolut göttlich – ich muß mir gleich einen Vorrat an Kokosmilch zulegen.
    Grüße von Heike

    Antworten
    1. Oh super, das freut uns riesig. Ja, tu das, von Kokosmilch kann man ohnehin nie genug haben 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  8. Spannend klingt das! Ich habe noch Tempeh zu Hause. Mein Mann ist da etwas skeptisch. Aber ich glaube mit der Erdnuss Sauce könnte ich ihn tatsächlich überzeugen ;). Er steht nämlich total auf Erdnuss Sauce. Eine tolle Idee Danke dafür. LG Janine

    Antworten
    1. Hehe, das freut uns Janine! Hoffentlich überzeugt es ihn, wir drücken die Daumen 😅

      Lieber Gruß,
      Nadine

      Antworten

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