Dinner Time

St. Paddy’s Stew

St. Paddy's Stew

Eigent­lich soll­te der St. Paddy’s Stew mit mal­zi­gem Guin­ness zube­rei­tet wer­den. Lei­der ist nur das in Kana­da gebrau­te Guin­ness „Extra Stout“ vegan. Das hier erhält­li­che Guin­ness wird mit Hil­fe von Hau­sen­bla­sen geklärt und fällt des­halb für uns Vega­ner aus. Aber kei­ne Sor­ge – eat this to the res­cue! Wir wei­chen ein­fach auf ein nach dem deut­schen Rein­heits­ge­bot gebrau­tes (und damit vega­nes) Schwarz­bier aus.

Schaut euch da ruhig mal im Geträn­ke­markt um und ver­sucht ein paar loka­le Bier­sor­ten. Je kräf­ti­ger, des­to bes­ser für unse­ren Eintopf.

Zuta­ten für 6 Portionen

  • 0,33 l Schwarzbier
  • 3 gro­ße Karotten
  • 1,5 kg Kar­tof­feln (vor­wie­gend festkochend)
  • 500 g Champignons
  • 3 Stan­gen Sellerie
  • 1 1/2 Gemüsezwiebeln
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • 1–2  EL Bio-Gemüsebrühe-Pulver
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Lor­beer­blatt
  • 1 TL Papri­ka­pul­ver süß
  • 1 EL Mehl
  • Salz & Pfef­fer aus der Mühle

Als ers­tes küm­mert ihr euch um das Gemü­se. Die Karot­ten wer­den gewa­schen, die Kar­tof­feln geschält und die Cham­pi­gnons und die Sel­le­rie-Stan­gen gut geputzt – dabei soll­tet ihr aber unbe­dingt die lecke­ren gel­ben Blät­ter auf­he­ben, die grü­nen dür­fen aber auch mit in den Stew.

Hackt eine hal­be Gemü­se­zwie­bel, den Knob­lauch, eine Hand­voll Cham­pi­gnons und eine Sel­le­rie­stan­ge klein. Gebt das Oli­ven­öl in einen hei­ßen Topf, schwitzt die Mischung dar­in scharf an und lasst das Gan­ze anschlie­ßend für ca. 10 Minu­ten braun und soft werden.

Das rest­li­che Gemü­se wird wäh­rend­des­sen in rus­ti­ka­le, gro­be Stü­cke geschit­ten. Schnei­det ein­fach kreuz und quer, Haupt­sa­che, die Stü­cke pas­sen noch gut auf die Löffel.

Auf den ange­bräun­ten Zwie­bel-Mix im Topf gebt ihr nun 1 EL Mehl (bei Bedarf noch etwas zusätz­li­ches Oli­ven­öl) und rös­tet es unter Rüh­ren für eini­ge Auge­bli­cke mit an. Anschlie­ßend wird mit dem Bier abge­löscht. Löst dabei mit einem Koch­löf­fel even­tu­el­le Rück­stän­de am Topf­bo­den – da ist purer Geschmack drin.

Gebt nun sämt­li­che über­ge­blie­be­nen Zuta­ten mit in den Topf und füllt den Stew mit kochen­dem Was­ser bis knapp unter das Gemü­se auf. Schmeckt mit dem Brü­hen­pul­ver, Salz & Pfef­fer und dem Papri­ka­pul­ver ab und lasst den Ein­topf für ca. 40–45 Minu­te bei offe­nem Deckel und gerin­ger Hit­ze köcheln.

Vor dem Ser­vie­ren noch ein­mal Abschme­cken – das ist eure letz­te Chan­ce – und ver­gesst nicht, das Lor­beer­blatt zu entfernen!

Hackt die fei­nen Sel­le­rie­blät­ter klein und gebt die­se (evtl. mit etwas Peter­si­lie) auf den Stew. Am bes­ten reicht ihr dazu ein lecke­res, rus­ti­ka­les Bau­ern­brot und das Schwarz­bier, dass ihr auch für den Ein­topf ver­wen­det habt.

P. S.: Aktu­ell gibt es auf chan​ge​.org die Peti­ti­on „Make Guin­ness vege­ta­ri­an / vegan friend­ly“. Tragt euch ein, viel­leicht kön­nen wir den St. Paddy’s Stew dann bald klas­sisch irisch zubereiten!

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

20 Kommentare

  1. Mega­aaaa… mein neu­er Lieblingsnachkochdingens
    Echt toll wie ihr das macht. ❤️

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    1. Tau­send Dank, lie­ber Bernd. Auch dafür, dass du uns dar­an erin­nerst, dass wir den Stew drin­gend mal neu foto­gra­fie­ren sollten 🙈

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  2. Ich lie­be euch für die­ses Rezept! Damit habe ich mei­nen Freund über­zeu­gen kön­nen, dass auch ein vega­ner Ein­topf rich­tig schön def­tig schme­cken kann. Aller­dings hat­te ich noch zwei Packun­gen Räu­cher­to­fu gewür­felt und dazu­ge­ben, das kam dem Geschmack sehr zugute.

    Habe bis­her drei eurer Rezep­te aus­pro­biert und jedes war abso­lut köst­lich. Dan­ke dafür!

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    1. Vie­len Dank lie­be Liz! Oh ja, Räu­cher­to­fu geht ein­fach immer und ich hau ihn auch sehr ger­ne über­all mit hin­ein, wenn’s rich­tig schön def­tig wer­den soll ☺️ Schön, dass es euch schmeckt – wir freu­en uns!!

      Lie­ber Gruß
      Nadine

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  3. mir war es etwas zu herb, was man­gels mess­be­cher an zuviel bier lie­gen könn­te. die kon­sis­tenz jedoch, war der hammer. 

    hab mit zucker, ros­ma­ri­en, kori­an­der und etwas mehr toma­ten­mark dage­gen gesteuert.
    und zum schluss einen guten löf­fel joghurt in die schüs­sel gehauen. 

    genia­ler blog! das war nicht das letz­te gericht von hier!

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    1. Hej!

      Ja, das kann natür­lich am Bier und auch an der Bier­sor­te lie­gen 🙂 Freut uns aber, dass es dir geschmeckt hat!

      Lie­be Grüße!

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  4. Tol­les Rezept, ges­tern gekocht mit Guin­ness. Naja, nicht ganz vegan.
    Das Rezept erin­nert ein wenig an sau­res Kar­tof­fel­ge­mü­se von der Mach­art und der Kon­sis­tenz. Danke!

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    1. Freut uns, danke! 😉

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  5. Hey 🙂 ich habe euren Blog gera­de erst neu ent­deckt und schon ein paar Rezep­te aus­pro­biert. 🙂 Alle waren sehr lecker und die­ses hat uns beson­ders geschmeckt! Habe anstel­le des Schwarz­biers aller­dings alko­hol­frei­es Bier (Malz­bier) ver­wen­det, da ich kei­nen Alko­hol trin­ken (bzw. essen 😀 )möch­te. Und es hat damit wirk­lich sehr gut geschmeckt!

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    1. Hal­lo Jasmin,

      vie­len Dank, das freut uns! Klar, man kann ja immer vari­ie­ren und Zuta­ten aus­tau­schen, gera­de wenn es um Alko­hol o.ä. geht! Lecker, mit Malz­bier wer­den wir es auch mal pro­bie­ren, danke! 🙂

      Lie­be Grüße!

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  6. Der Stew war abso­lut köst­lich. War erst skep­tisch, wegen dem Bier, aber bin total begeis­tert 🙂 Dan­ke für das tol­le Rezept

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  7. Ihr Lie­ben! Ich habs gera­de gekocht und: Sple­ndid, wie der Ire sagt! Sehr lecker mit dem Bier, die Soße hat­te eine tol­le Kon­sis­tenz, dito das Gemü­se, das gar nicht zer­kocht war, wie zuerst befürch­tet! Das kam gera­de recht nach einer die­ser ewi­gen (und inzwi­schen auch recht nerv­tö­ten­den) Dis­kus­si­on mit einem der „Aber der Mensch MUSS doch Fleisch essen, sonst fehlt ihm was, Pro­te­ine und so“-Verfechter aus mei­nem Bekann­ten­kreis. Der arme Ahnungs­lo­se hat kei­ne Ahnung, was ihm entgeht! 

    Vie­le Grü­ße aus Ros­tock und macht schön wei­ter so!

    PS: Ich will ja nicht drän­geln, aber wo blei­ben die Rezep­te für das „Hoi-Sin-Seit­an mit Gemü­se und chi­ne­si­schen „Dum­plings““ und die „Good-bye-Win­ter Lin­sen“? Die Bil­der sahen toll aus!

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    1. Hey!

      Vie­len Dank, uns hat’s auch „sple­ndid“ geschmeckt! 🙂 Ja, die­se Dis­kus­sio­nen ken­nen wir auch nur zu gut, da kann danach so eine Stär­kung gut ver­tra­gen haha.
      Die Rezep­te fol­gen natür­lich alle bald, haben aber gra­de eini­ge, die noch vor­her „raus­müs­sen“. Aber kei­ne Angst, sie kommen!

      Lie­be Grüße!

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  8. Hal­lo Nadine, 

    ich woll­te dir auch gar nicht wider­spre­chen. Ich bin selbst Vege­ta­ri­er und weiß wie vie­le Mög­lich­kei­ten offen ste­hen. Ander­seits fin­de ich es auch sehr scha­de wie das The­ma behan­delt wird: in den meis­ten „veg­gie“ Restau­rants wird die­ser typi­sche Gemü­se­pam­pen­kram und Tofu ser­viert.. als ob man sich nur davon ernäh­ren wür­de. Auch fin­de ich es total schwach­sinn, dass sowas wie Tofu­wurst etc. immer unter die­sem „veg­gie“ mot­to ver­trie­ben wird…

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    1. Hey Con­stan­tin,

      haha, alles klar. In die­sem Fall ging es ja auch eher um dei­ne wohl noch nicht so ganz über­zeug­te Freun­din 😉 Was die Aus­wahl an Spei­sen in „nor­ma­len“ Restau­rants angeht, hast du lei­der völ­lig recht. Streng nach dem Mot­to: die vege­ta­ri­schen Gerich­te müs­sen auf jeden Fall fad klin­gen, aus­se­hen und auch so schme­cken. Wenn alle Spei­sen die Qua­li­tät und das Niveau der vege­ta­ri­schen Gerich­te (natür­lich nicht in allen Restau­rants, aber doch in eini­gen) hät­ten, wer wür­de da schon noch groß zum Essen gehen?… 

      Lie­be Grüße

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  9. ach is das fein, dass ihr immer so wohl­schme­cken­des zeug reinstellt..nur das mit dem schwarz­bier in köln war schwie­rig.. aber suuu­per lecker. Danke!

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    1. Hal­lo,

      vie­len, vie­len Dank! Uhh, das haben wir lei­der nicht bedacht, dass das Schwarz­bier hier im süd­li­chen Raum natür­lich leich­ter zu beschaf­fen ist! Aber es ließ sich zum Glück auf­trei­ben, da sind wir ja beruhigt 🙂

      Lie­be Grü­ße aus dem Süden!

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  10. Wie wit­zig: Im Leben ist doch alles eine Fra­ge der Per­spek­ti­ve.. gera­de neu­lich habe ich mich mit einer Freun­din unter­hal­ten, die nun wegen des Pfer­de­fleisch­skan­dals als Vege­ta­rie­rin ihr Dasein fris­ten möch­te. Ihre Mei­nung dazu: “ Hm, aber irgend­wie will ich nicht ein­ge­schränkt sein im Alltag.“ 

    “ Was Nor­mal-Esser oft als kuli­na­ri­sche „Ein­schrän­kung“ bezeich­nen, hat mei­nen Spei­se­plan eher bereichert.“

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    1. Hey,

      wir kön­nen nur ver­si­chern, dass es garan­tiert kei­ne Ein­schrän­kung dar­stellt. Seit­dem essen wir viel abwechs­lungs­rei­cher und haben so viel Neu­es ken­nen­ge­lernt! Als lei­den­schaft­li­che Esser & Genie­ßer kön­nen wir mit bes­tem Wis­sen & Gewis­sen behaup­ten, dass die vega­ne Küche das reins­te Schla­raf­fen­land ist 🙂 Also, kei­ner­lei Ver­zicht, son­dern ledig­lich eine Umstel­lung und Fokus­sie­rung auf ande­re Nahrungsmittel. 

      Lie­be Grüße!

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