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Spargel, Tomaten & Seitan-Medaillons vom Blech mit Meerrettich-Miso-Dressing

Spargel, Tomaten & Seitan-Medaillons vom Blech mit Meerrettich-Miso-Dressing

Wenn sich ein Bund Spargel, eine Handvoll Tomaten, saftige Seitan-Medaillons und ein paar Minuten Handarbeit auf einem Backblech treffen, hecken sie dabei das perfekte, frühsommerliche Abendessen aus.

Überschriften on- und offline suggerieren es seit einiger Zeit: Der Trend One Pot wäre vorbei, One Sheet Pan wäre an der Reihe. Und auch wenn wir Anglizismen nicht abgeneigt sind, denken wir uns, „Red’ kein Blech, das machen wir alle seit Ewigkeiten.“, während sich das gemeine Ofengemüse fragt, an welcher Stelle der Karriereleiter es wohl eine Sprosse übersehen hat.

Aber okay, aus der One Pan Show kann man mehr machen, als alles zusammen in eine Schüssel zu werfen, Öl, Salz, Pfeffer, wahlweise Paprikapulver und natürlich äußerst pflichtbewusst Knoblauch dazuzugeben, alles einheitlich gewürzt aufs Blech zu kippen und dann im Ofen zu vergessen, bis der Feuermelder alle, inklusive sämtlicher Nachbarn, zu Tisch ruft.

So einem wohlig stressfreien Ein-Blech-Gericht muss aber nicht immer die nach einem vielleicht langen Tag verständliche, absolute Bocklosigkeit aufs Kochen anzusehen sein. Im Gegenteil, wenig Vorbereitung und wenig Abwasch kann auch aussehen und schmecken, als hättest du dir etwas dabei gedacht. So mit jeweils identifizierbarer Hauptkomponente, Beilagen, Sauce und so. Und das mit nur minimalem Mehraufwand im Vergleich zum Ofengemüse, welches sich mittlerweile schon mal überlegt, ob es sich arbeitslos melden soll.

Spargel, Tomaten & Seitan-Medaillons vom Blech mit Meerrettich-Miso-Dressing

Und da der Ofen in der aktuellen Übergangsphase ins sommerliche Wetter und damit mitten in der Spargelzeit noch angeworfen werden kann, ohne das bereits das Drehen des Temperaturreglers zum Hochleistungssport wird, lassen wir es uns nicht nehmen, grünen, knackigen Spargel zu rösten. Dazu gibt es süße Rispen-Tomaten, die beim Karamellisieren zu eigentlich waffenscheinpflichtigen Umami-Bömbchen werden (ernsthaft, wer direkt aus dem Ofen auf eine der heißen Kugeln beißt, läuft Gefahr, sich die nächsten Tage nur noch nuschelnd unterhalten zu können), geröstetes Brot und Seitan-Medaillons von Wheaty als Protein, die mit ihrer unheimlich saftigen, zarten und ja, ich kann es nicht besser beschreiben, „fleischigen“ Konsistenz vermutlich sogar den ein oder anderen Omnivoren am Tisch in eine ausgewachsene Identitätskrise stürzen könnten.

Wheaty-Produkte begleiten uns bereits seit Vegetarierzeiten, also seit … wirklich lange, weshalb wir uns umso mehr freuen, mit diesem „Urgestein“ im Seitan-Business zusammenzuarbeiten. Schau dir auch unser Rezept für vegane Würstchen im Schlafrock an. Könnte etwas für dich sein, falls du die Wheaty Weenies so liebst, wie wir.

Spargel, Tomaten & Seitan-Medaillons vom Blech mit Meerrettich-Miso-Dressing

Ab an den Ofen

Während der Ofen zusammen mit deinem liebsten (oder, geben wir es zu, dem einzigen – und das war beim Ofen dabei) Backblech auf 200 °C vorheizt, trimmen wir die holzigen Enden des Spargels und reiben die Stangen, sowie auch die Tomaten, die wir außerdem einstechen, damit sie nicht platzen, mit Olivenöl und etwas flockigem Meersalz ein. Die Rispen lassen wir dabei an den Früchten, sie enthalten ebenfalls Aromastoffe und wer würde zu mehr Geschmack und leckerem Duft in der Küche schon nein sagen?

Die Wheaty Seitan-Medaillons bekommen ebenfalls etwas Salz ab, allerdings halten wir uns hier etwas zurück, kurz vor Schluss toppen wir die Happen nämlich noch mit einer schnell gemachten Kräuterkruste.

Das alles kommt nun ordentlich sortiert aufs heiße, mit Backpapier ausgelegte Blech, wobei die Tomaten in die goldene Mitte dürfen, sodass austretender Saft sowohl in Richtung Spargel, als auch zu den Medaillons fließen kann.

Während der Ofen tut, was er eben tut, rühren wir uns schnell eine Sauce aus Meerrettich, heller Misopaste, Sojasauce, Weißweinessig und einem Schuss Ahornsirup zusammen. Außerdem hacken wir Petersilie, Knoblauch und etwas Olivenöl und vermengen alles mit Semmelbröseln für die Kräuterkruste.

Du kennst es, nach der Hälfte der Garzeit wenden wir alles einmal (bis auf die Tomaten, obviously). Fünf Minuten, bevor der Timer schlussendlich bimmelt, verteilen wir dann die Kräuter-Semmelbröselmischung auf den Medaillons und drücken diese etwas an, geben dicke Scheiben Brot mit aufs Blech und decken den Tisch, denn lange hält man diesen Duft ohnehin nicht mehr aus. Sobald die Kräuterkruste leicht gebräunt ist, kann es losgehen.

One-Sheet-Pan-Gerichte servieren wir am liebsten direkt auf dem Blech, das Dressing verteilen wir einfach gleichmäßig über allen Zutaten. Zum einen bleibt alles länger heiß, zum anderen hat es einfach etwas, sich beinahe schon latent martialisch mit der Gabel einfach das herauszupicken, was gerade gefällt. Und ganz ehrlich, das Highlight kommt ohnehin zum Schluss. Oder hat es schon jemals jemand abgelehnt, Röst- und Bratensaft mit den letzten Stückchen Brot von einem Blech, äh, sorry, von einer Sheet Pan zu tunken?

Spargel, Tomaten & Seitan-Medaillons vom Blech mit Meerrettich-Miso-Dressing

Kann ich auch…

  • …anderes Gemüse als Spargel verwenden? Natürlich. In nicht zu dünne Streifen geschnittene grüne Paprika macht sich super. Mit etwas Oregano, Kreuzkümmel und Chiliflocken gewürzt, trimmst du das Rezept dann in eine mexikanische Richtung.
  • …etwas anderes als die Seitan-Medaillons verwenden? Falls Gluten einfach nicht geht, würden wir Tofu empfehlen. Wie du diesen im Ofen zubereitest, haben wir im Rezept für unseren marinierten Tofu vom Blech beschrieben.
  • …ein anderes Dressing servieren? Na aber hallo. Auch ein veganes Senf-Sour-Cream-Dressing, eine klassische Vinaigrette oder einfach etwas Zitronensaft und ungesüßter veganer Joghurt passt super. Trotzdem solltest du dir unser Meerrettich-Miso-Dressing nicht entgehen lassen.

Unsere Tipps für Ein-Blech-Gerichte

  • Pack’ nicht zu viel aufs Blech. Hochstapeln ist keine gute Idee. Alle Zutaten sollten Kontakt zum heißen Blech haben, um rösten zu können.
  • Timing ist alles. Verwendest du Zutaten mit unterschiedlichen Garzeiten, sollten diese auch nacheinander in den Ofen, in unterschiedlich große Stücke schneiden funktioniert nämlich nur bedingt. Paprika folgen beispielsweise Karotten, folgen Kartoffeln und so weiter. Der Timer deines Smartphones erinnert dich gerne daran, hat er mir erzählt.
  • Das Blech mit vorheizen. Im Regelfall brätst du nicht in einer kalten Pfanne und dasselbe gilt auch für das Blech. Also rein damit und Feuer frei. Belohnt wirst du mit leckeren Röstaromen und einer knusprigen Kruste beispielsweise an den Seitan-Medaillons. Vergiss beim Herausnehmen den Ofenhandschuh oder das Küchentuch nicht, sonst gibt’s heiße Finger!
  • Durchdrehen! Dem Backblech ist es egal, was drauf kommt. Tob’ dich aus. Im Herbst zum Beispiel mit unseren Wirsingnudeln vom Blech, die du in unserem Buch Vegan kann jeder findest.

Hast du ein Lieblings-Blech-Gericht, welches dem Ofengemüse Konkurrenz machen könnte? Lass uns einen Kommentar da, wir freuen uns immer über Ideen und Anregungen. Und keine Angst, dem Ofengemüse haben wir schon gesagt, dass es für immer Fans haben wird. Es hat sich auch schon beruhigt. Ein bisschen zumindest.

Spargel, Tomaten & Seitan-Medaillons vom Blech mit Meerrettich-Miso-Dressing

Zutaten für 2 Portionen

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Vorbereitung 5 Minuten
Zubereitung 25 Minuten
Gesamt 30 Minuten

Für die Kräuterkruste

Für das Dressing

Außerdem

  • Brot
  1. Backofen zusammen mit dem Backblech auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Holzige Enden vom Spargel knapp abschneiden oder -brechen, Tomaten an der Rispe lassen, die Früchte jedoch leicht einstechen, damit sie nicht platzen. Gemüse mit Öl einreiben und mit Salz würzen. Wheaty Seitan-Medaillons mit einer Prise Salz würzen, anschließend Gemüse und Medaillons auf dem vorher mit Backpapier ausgelegten, heißen Backblech verteilen. Die Tomaten dürfen dabei in die Mitte, damit austretender Saft auch die übrigen Zutaten erreichen kann.
  3. 20 Minuten rösten, nach 15 Minuten Spargel und Medaillons wenden.
  4. Für die Kräuterkruste Petersilie und Knoblauch fein hacken und zusammen mit den übrigen Zutaten vermengen. Für das Dressing alle Zutaten glatt rühren, Meerrettich bei Bedarf fein hacken oder alles zusammen pürieren.

  5. Nach Ablauf der 20 Minuten Kräuterkruste auf den Medaillons verteilen und leicht andrücken, Brot mit aufs Blech legen und weitere 5-7 Minuten bei 220 °C Oberhitze gratinieren.
  6. Mit dem Dressing toppen und sofort servieren.

Tipps

Du kannst auch mehrere Bleche gleichzeitig rösten. Dabei solltest du die Position der Bleche im Ofen wechseln. Beim Wenden des Gemüses kommt das untere Blech also nach oben, das obere nach unten. Beim Gratinieren bekommt das untere Blech selbstverständlich keine direkte Hitze ab, das funktioniert dann nur nacheinander. Während das erste Blech also serviert werden kann, bleibt das zweite noch einige Minuten im Ofen.

Spargel, Tomaten & Seitan-Medaillons vom Blech mit Meerrettich-Miso-Dressing

Werbung! Dieser Beitrag wurde von TOPAS GmbH unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, Wheaty und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

6 Kommentare

  1. Super lecker! Hab’s auf Alufolie, indirekt mit Deckel auf dem Grill gegart, da die omnivoren durch mit Essen waren, der Grill aber noch heiß. Dank euren Austausch Tipps gabs statt Seitan Mandel Sesam Tofu, plus rote Paprika und Frühlingszwiebel. Mega 👍

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    1. Dankeschön fürs Feedback liebe Daniela! 😊

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  2. Sehr lecker. Hab allerdings Räuchertofu nehmen müssen, hat aber auch toll geschmeckt. Vor allem die Kruste.

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    1. Freut uns riesig, vielen Dank Julia! 😊

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  3. Ein wirklich toller Augen- und Gaumenschmaus.
    Das wird es wieder geben – auch mit anderen Gemüsevariationen, da die Spargelzeit ja langsam zu Ende geht.

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    1. Perfekt, so soll es sein. Lieben Dank für das Feedback. 🙂

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