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Spaghetti mit veganen Meatballs

Spaghetti mit veganen Meatballs

Wenn du beim Wort Pas­ta ohne­hin schon leicht ner­vös wirst und dir die Augen­win­kel zucken und wenn du bei unse­rer Lin­sen­bo­lo­gne­se mit unver­mit­tel­tem Spei­chel­fluss zu kämp­fen hast, soll­test du dich jetzt am nächst­bes­ten Büro­stuhl, Regal, Tür­rah­men fest­hal­ten, denn heu­te gibt’s die herz­haf­te Nudel­bei­la­ge ein klein wenig handfester.

Nadi­ne und ich sind uns sicher: Unse­re Spa­ghet­ti mit vega­nen Meat­balls wür­den auch Susi und Strolch nicht links lie­gen las­sen. Okay, ihre Nach­fah­ren, die bei­den wären mitt­ler­wei­le so um die statt­li­che 450 Hun­de­jah­re alt. Hey, der Film ist von 1955, was hast du denn gedacht? Dass die bei­den gera­de Golf spie­len und ihre Ren­te genießen?

Aber auch die Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel soll­ten es wis­sen, denn die­se eine Sze­ne mit der unrea­lis­tisch lan­gen Spa­ghet­ti (an die du schon beim Lesen des Titels gedacht hast, gib es doch ein­fach zu #kitsch-as-kitsch-can), ist sicher­lich über­haupt erst für den Sie­ges­zug des comfy Pas­ta-Klas­si­kers verantwortlich.

Spaghetti mit veganen Meatballs

Ich will gar nicht wis­sen, wie­vie­le wei­ße Tisch­de­cken beim Ver­such, die Sze­ne nach­zu­stel­len rui­niert wur­den. Ich tip­pe auf Drölf­zig­tau­send. Hat Dis­ney da auch nur eine Rei­ni­gungs­rech­nung über­nom­men? Ich glau­be nicht. Gegen­wet­ten? Niemand?

Sei’s drum. Bei „Spa­ghet­ti con pol­pet­te“ gucken die meis­ten ver­wirrt. Über­setzt man mit „Spa­ghet­ti & Meat­balls“, macht’s bei jedem Klick, der nicht gera­de hyper­all­er­gisch auf Angli­zis­men reagiert. Sor­ry, „Spa­ghet­ti mit Fleisch­klöss­chen“ klingt halt ein­fach so über­haupt nicht.

Trotz­dem han­delt es sich im Grun­de um das glei­che Gericht: Wür­zi­ge Hack­bäll­chen wer­den in einer fruch­ti­gen Toma­ten­so­ße geschmort und zur Pas­ta gereicht. Sim­pel, ehr­lich und so ziem­lich bei allen auf der Beliebt­heits­ska­la min­des­tens im obe­ren Vier­tel angesiedelt.

Spaghetti mit veganen Meatballs

Unse­re vega­nen Hack­bäll­chen als pflanz­li­che Alter­na­ti­ve berei­ten wir – abge­se­hen von ein paar lecke­ren Gewür­zen, die jeder im Schrank hat – aus Seit­an und Soja­hack zu. Zuta­ten, denen wir bis­her auf dem Blog eher sel­ten Beach­tung geschenkt haben. Das Zeug hat in den letz­ten Jah­ren irgend­wie so ein „G’schmäckle“ abbe­kom­men. Jeder, der sich für gesund­heits­be­wusst hält, meckert drü­ber, kei­ner setzt sich damit aus­ein­an­der. Aber gera­de als abso­lu­te Gemü­se-Nerds möch­ten wir jetzt ein­fach ein Zei­chen für einen durch­misch­ten Spei­se­plan set­zen. Hey, wie ich dir ja schon in unse­rem Seit­an-Spe­cial gezeigt habe, ist an selbst­ge­mach­ten „Flei­sch­al­ter­na­ti­ven“ nichts aus­zu­set­zen. Ganz im Gegenteil.

Seit­an ist für Leu­te, die nicht von Zölia­kie betrof­fen sind, abso­lut unbe­denk­lich. Ähn­li­ches gilt für Soja­pro­duk­te. Und öko­lo­gi­sche Beden­ken brauchst du dir auch kei­ne machen: Für den mensch­li­chen Ver­brauch geht kein Urwald drauf, im Regel­fall stam­men Soja­pro­duk­te aus Bio- und auch aus dem Super­markt aus Anbau­ge­bie­ten in Euro­pa. Dem Orang Utan nimmt eine ande­re Indus­trie die Bäu­me weg.

Fakt ist, dass unse­re Klöp­schen mal ein gan­zes Stück gesün­der und im End­ef­fekt sogar rela­tiv gut für dei­nen aus­ge­wo­ge­nen Spei­se­plan und die Pro­te­in­zu­fuhr sind. Irgend­wie so Schaf im Wolfs­pelz, die­se Dinger.

Unse­re Seit­an-Meat­balls kom­men nicht nur mit simp­len Zuta­ten aus, es sind auch nur ein paar weni­ge Hand­grif­fe nötig. Im End­ef­fekt kommt alles in eine Schüs­sel, wird gut gemischt und zu idea­ler­wei­se gleich gro­ßen Kugeln geformt – wir wol­len ja die Schlacht um den größ­ten Klops ver­mei­den, oder? –, die du dann eine hal­be Stun­de in den Ofen schickst. Fer­tig, bas­ta!

Trotz der Ein­fach­heit machst du am bes­ten gleich die dop­pel­te (oder drei­fa­che, oder vier­fa­che, du weißt, wie es wei­ter­geht) Men­ge, denn sie eig­nen sich auch per­fekt zum Ein­frie­ren und immer auf Vor­rat haben. Und zwar nicht nur als Spa­ghet­ti-Bei­la­ge. Unse­re Hack­bäll­chen füh­len sich pudel­wohl als Salat-Top­ping, auf dem Sand­wich oder ein­fach so als Fin­ger­food, kalt oder warm. Grill-Hap­pe­ning geplant? Na aber sicher kannst du ein paar von den Din­gern auf den Rost wer­fen! Bei den Aus­sich­ten lohnt es sich doch, ein biss­chen Flä­che im Tief­kühl­fach frei­zu­räu­men, oder?

Spaghetti mit veganen Meatballs

Die fer­ti­gen Seit­an­bäll­chen dür­fen dann noch schnell ein paar Bah­nen dei­ner (oder unse­rer) Lieb­lings­to­ma­ten­so­ße zie­hen, wäh­rend du dein Timing für die per­fekt al den­te gekoch­ten Pas­ta trai­nierst und schon ste­hen unse­re Spa­ghet­ti mit vega­nen Meat­balls auf dem Tisch. Ein Gericht, das sowohl als Weeknight Din­ner, als auch als Sonn­tags­es­sen eine ver­dammt gute Figur macht.

Zutaten für 4 Portionen

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Vor­be­rei­tung 40 Minu­ten
Zube­rei­tung 15 Minu­ten
Gesamt 55 Minu­ten

Für die veganen Meatballs

Für die Tomatensoße

Außerdem

Für die veganen Meatballs

  1. Back­ofen auf 180 °C Ober-/Un­ter­hit­ze vorheizen.

  2. Soja­hack, Toma­ten­mark und 1/2 TL Salz mit 50 ml kochen­dem Was­ser ver­rüh­ren und 10 Minu­ten quel­len las­sen. Anschlie­ßend fein hacken.

  3. Die übri­gen tro­cke­nen Zuta­ten für die Meat­balls grob ver­men­gen, Soja­hack unter­he­ben. Anschlie­ßend mit Senf, Soja­so­ße, 1 EL Oli­ven­öl und 150 ml Was­ser gleich­mä­ßig gut verkneten.

  4. 12 gleich­gro­ße Meat­balls for­men, auf ein mit Back­pa­pier aus­ge­leg­tes Back­blech geben, mit dem rest­li­chen Oli­ven­öl bestrei­chen und 30 Minu­ten backen. Nach 15 Minu­ten wenden.

Für die Tomatensoße

  1. Basi­likum­blät­ter von den Stie­len zup­fen, Stie­le zusam­men mit dem Knob­lauch fein hacken.

  2. Öl in eine hei­ße Pfan­ne geben, Knob­lauch, Basi­li­kum­stie­le und Chi­lif­locken bei mitt­le­rer Hit­ze 4 Minu­ten unter Rüh­ren anschwitzen.

  3. Toma­ten und die Hälf­te der Basi­likum­blät­ter dazu­ge­ben und mit Zucker, Salz und Pfef­fer wür­zen. Auf­ko­chen und bei nied­ri­ger Hit­ze mit Deckel 10 Minu­ten sim­mern lassen. 

Servieren

  1. Vega­ne Meat­balls in die Soße geben und erhitzen.

  2. Spa­ghet­ti nach Packungs­an­wei­sung al den­te kochen, etwa eine Schöpf­kel­le des Pasta­was­sers zur Toma­ten­so­ße geben und erneut aufkochen.

  3. Mit gehack­tem Basi­li­kum und unse­rem vega­nen Par­me­san servieren.

Tipps

Hast du vor, die Meat­balls auf Vor­rat zuzu­be­rei­ten, packst du sie nach dem Backen in einen luft­dich­ten Behäl­ter, lässt sie dar­in aus­küh­len und frierst sie dann ein.

Spaghetti mit veganen Meatballs

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

61 Kommentare

  1. 4. Gericht, das ich von eurem Blog koche und der 4. abso­lu­te Knal­ler! Ich hät­te mich in die Nudeln und der fabel­haf­ten Sau­ce rein­le­gen kön­nen. Da soll noch­mal jemand sagen, vega­ne Küche sei lang­wei­lig und ein­tö­nig. Vie­len Dank für eure tol­len Rezep­te und für die Inspiration:)

    Antworten
    1. Klas­se, das freut uns rie­sig! Lie­ben Dank für das Feedback. 🙂

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  2. Hal­lo und zuerst mal Dan­ke für die vie­len lecke­ren Rezep­te auf eurem Blog!
    Ich habe heu­te den Schritt mit dem „anschlie­ßend fein hacken“ beim Soja­gra­nu­lat über­le­sen. Die Stü­cke waren dann noch zu groß und haben sich schlecht mit dem Seit­an ver­bun­den. Fra­ge mich daher, wie genau ihr die hackt? Mit dem Mes­ser oder in der Küchen­ma­schi­ne oder wie?

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    1. Egal wie, Mes­ser, Küchen­ma­schi­ne, was du eben hast. 🙂

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  3. Hal­lo ihr Lie­ben, ich mag euren Food­blog wirk­lich sehr!
    Was mir nur schon län­ger auf­ge­fal­len ist: Es gibt immer um die 8 Fotos vom fer­ti­gen Gericht. Mich wür­de aber viel mehr inter­es­sie­ren wie zum Bei­spiel die Hack­bäll­chen-Mas­se aus­sieht oder sonst auch ein­zel­ne Steps beim Kochen. Viel­leicht ist das ja eine klei­ne Anregung 🙂

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    1. Hi Bel­la,

      dan­ke dir für das Feed­back. Wenn es die Zeit zulässt und bestimm­te Schrit­te genau­er dar­ge­stellt wer­den müss­ten, dann gibt es ja auch bei uns Schritt­bil­der. Aber ja, dan­ke für das Feed­back, wir schau­en mal, was sich machen lässt. 🙂

      Lie­be Grü­ße, Jörg

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  4. Hal­lo, habe jetzt hier in Spa­ni­en übers Inter­net auch Soja­hack­schnet­zel bekom­men und dann das Rezept nach­ge­lockt, genau nach Rezept. Die Bäll­chen dürf­ten nach mei­nem Geschmack noch mehr Wür­ze bekom­men. Kann man denn auch etwas liquid smo­ke zuge­ben? Zwie­beln, rohe oder gedämpft? Lei­der beim Auf­schnei­den etwas gum­mi­ar­tig, dann in der Soße bes­ser. Bin mal gespannt, wenn ich was mit Seit­an hin­krie­ge, das kei­ner­lei Gum­mi-Kon­sis­tenz hat.

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    1. Du kannst natür­lich noch nach­wür­zen, wie du Bock hast. Bei der Seit­an-Kon­sis­tenz kommt es auch stark auf das Seit­an Fix bzw. Glu­ten­pul­ver an. Wir haben gute Erfah­run­gen mit dem Ver­link­ten gemacht.

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  5. Hal­lo, kann ich denn auch fri­schen Tofu neh­men und klein hacken? Dann auch 40 g? Oder wenn ich Wal­nüs­se neh­me auch 40 g?

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    1. Bei­des haben wir nicht getes­tet, bei­des ergibt aber zwangs­läu­fig auch einen Unter­schied in der Kon­sis­tenz. Den Tofu wür­de ich rich­tig gut aus­drü­cken, die Wal­nüs­se wer­den etwas schwie­ri­ger im Teig hal­ten. Was spricht denn gegen das Sojagranulat?

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      1. Hal­lo Jörg, woh­ne in Spa­ni­en und haben dort bis jetzt noch kein Soja­gra­nu­lat gefun­den. Aber bei ama.… habe ich noch nicht geschaut. Lie­be Grüße

  6. Hal­lo,
    ich fand sie lecker aber sehr stark gewürzt. Das ist mir schon bei ein paar Rezep­ten bei euch pas­siert. Sind eure Tee- und Ess­löf­fel Küchen­stan­dard (5ml bzw. 25ml) oder ein­fa­ches Tafelbesteck?
    Viel­leicht ist es auch nur Geschmackssache 😉

    Aber ich bin rich­tig ange­tan von euren Seit­an-Rezep­ten. Also falls ihr Mal ein rei­nes Seit­an-Koch­buch raus­ge­ben wollt…

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    1. Hi Flo­ri­an,

      erst­mal freut es mich, dass dir die Rezep­te so gut schme­cken. Ähn­li­che Rück­mel­dun­gen haben wir bis­her eigent­lich nicht bekom­men (bzw. auch genau das Gegen­teil 😅). Grund­sätz­lich soll­te man natür­lich immer nach und nach wür­zen und pro­bie­ren, weil, wie du schon selbst anmerkst, Ess­löf­fel ein­fach unter­schied­lich groß sein könn­ten und eben nicht jeder Stan­dard­löf­fel in der Besteck­schub­la­de hat. 😉

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  7. Hal­lo ihr beiden,
    ich habe gera­de schon das Rezept und auch die Kom­men­ta­re durch­sucht, aber bin lei­der nicht fün­dig gewor­den. Friert ihr die Meat­balls ein, nach­dem ihr sie im Ofen geba­cken habt? Oder die „Teig­bäll­chen“ selbst? Danke 🙂

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    1. Ich habe die Anga­be im Tipp ergänzt. 🙂

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      1. dan­ke dir! 🙂

  8. Hal­lo! 🙂
    Eine Fra­ge: da ich kei­nen Back­ofen habe, woll­te ich fra­gen, ob ihr eine Idee habt, ob ich die auch in der Pfan­ne geba­cken bekomme? 😉
    Hab näm­lich schon alle Zuta­ten gekauft und seh erst jetzt, dass die im Back­ofen geba­cken werden :((
    Alles Liebe
    PS: eure Rezep­te sind ein­fach der Hit! Kann gar nicht genug bekommen!

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    1. Hi Bel­la,

      wenn du die Meat­balls in einer Pfan­ne mit geschlos­se­nem Deckel etwas län­ger schmorst (ich tip­pe auf 20 Minu­ten), kann das auch funk­tio­nie­ren. Hin­ter­grund: Der Seit­an braucht etwas län­ger zum Garen, wenn du die Klop­se direkt brätst, bleibt er weich und gummiartig.

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  9. Hal­lo Jörg,
    wie machst Du Königs­ber­ger Klopse?
    Ich steh auf Seit­an, weil ich Soja nicht vertrage…
    Wür­de mich sehr über ein wei­te­res genia­les Rezept von Dir freuen!
    Wird sofort aus­pro­biert dann!
    Lie­be Grüße,
    Daniela

    Antworten
    1. Hi Danie­la,

      das Klop­se-Rezept gibt es lei­der noch nicht, die ste­hen aber auf jeden Fall auf der Todo-Liste. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  10. hm, nach­dem ich von dem Lidl-Hack nicht so begeis­tert war, werd ich das hier mal tes­ten für Fleisch­pflan­zerl (hoch­deutsch Bulet­ten ;)). Hab ich schon­mal pro­biert, war aber nicht so toll… auf die Idee das Hack noch­mal zu hacken bin ich näm­lich nicht gekommen 😉

    Antworten
    1. Hey Lars,

      lass uns wis­sen, wie sie dir geschmeckt haben. In Sachen Bulet­ten a. k. a. Fleich­küch­le expe­ri­men­tie­ren wir aber gera­de noch­mal kräf­tig. Unser Bey­ond Pos­si­ble Bur­ger Ver­si­on 2 wird ganz schön gut. 😉

      😉

      Antworten
  11. Wir machen an Weih­nach­ten jedes Jahr Fon­due, die­ses Mal gab es auch eine vega­ne Alter­na­ti­ve. Da ich auf eurem Blog eigent­lich immer fün­dig und nie ent­täuscht wer­de, habe ich mich direkt hier auf die Suche gemacht. Käse­fon­due stand lei­der nicht zur Debat­te, es soll­te eine Flei­sch­al­ter­na­ti­ve geben. Die Meat­balls eig­nen sich hier­für sehr gut! Ich habe mich streng ans Rezept gehal­ten und sie auch kom­plett fer­tig geba­cken. In der Gemü­se­brü­he im Fon­due­topf wur­den sie dann wie­der wei­cher, aber nicht gum­mi­ar­tig. Dazu hat­ten wir noch lecke­re Dips, Pil­ze und Brok­ko­li- ein­fach perfekt!
    Dan­ke euch sehr!

    Ich freue mich schon dar­auf, sie auch mal zu Nudeln mit Toma­ten­so­ße zu essen!

    Antworten
  12. Ich lie­be es! Das Rezept gehört auf jedes Date von Susi und Strolch!
    Ges­tern habe ich übri­gens eine leicht abge­wan­del­te Vari­an­te eurer „Meat­balls“ für vega­ne Königs­ber­ger Klop­se ver­wen­det, was für den ers­ten Ver­such tat­säch­lich auch ganz gut funk­tio­niert hat. Aller­dings wür­de ich mich wahn­sin­nig freu­en, wenn es 2020 mal eine Ver­si­on der Königs­ber­ger von euch geben würde.
    Ihr seid super und der wohl bes­te vega­ne Blog, den das deut­sche Inter­net zu bie­ten hat. Ich esse Toma­ten dank eurem Toma­ten­brot übri­gens nur noch mit Sul­ta­ni­nen. Danke!

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Susann,

      sehr cool, tau­send Dank für das Feed­back! Königs­ber­ger Klop­se ste­hen auf jeden Fall auf der Todo-Liste. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  13. Die Fotos sehen toll aus, das Ergeb­nis hat mir lei­der weni­ger geschmeckt. Schuld dar­an seid natür­lich nicht Ihr, denn der Geschmack war wie immer fein, und über­haupt habe ich Euch ja schon ein paar Mal geschrie­ben, wie toll mir Eure Rezep­te schme­cken 🙂 Aber Seit­an und ich … ich fürch­te, wir wer­den nie Freun­de wer­den. Es liegt an den tol­len Fotos, dass ich es über­haupt aus­pro­biert habe. Und da ich Seit­an schon kann­te, war ich auch nicht wirk­lich ent­täuscht, dass es mir nicht so schmeck­te. Seit­an habe damals vor Jah­ren ein paar Mal sel­ber gemacht, stun­den­lang Mehl aus­wa­schen. Hat mir irgend­wie immer Spass gemacht, kam mir vor wie ein Küchen-Alche­mist. Nur ihn essen war weni­ger mein Ding. Irgend­wie hat immer ein Rest davon im Kühl­schrank vor sich hin geschm­im­melt. Etwas an der Kon­sis­tenz stört mich und vor allem das Gefühl nach dem Essen: Voll­ge­stopft ohne dem Köper was Gutes gege­ben zu haben. Naja, sind ja auch nur Glu­ten. Habe kei­ne Unver­träg­lich­keit, aber sie haben nun mal kei­ne Nähr­stof­fe und wenn man sie so allei­ne für sich isst, naja … Für die­ses Rezept habe ich mir jetzt eine Packung Seit­an-Fix zuge­tan und in Sachen Kon­sis­tenz gefiel mir das Resul­tat schon mal bes­ser (oder lag es an der Kom­bi­na­ti­on mit Soja­hack?), aber das blö­de Gefühl nach dem Essen ist geblie­ben. Das ein­zi­ge, was mir wirk­lich toll geschmeckt hat, war die Sau­ce und vor allem, weil auch die Basi­li­kum­stie­le dafür ver­wen­det wer­den. Wird in Zukunft immer so gemacht wer­den, aber nächs­tes Mal ein­fach mit Falafel 🙂

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Barbara,

      klar, es gibt halt auch immer mal Din­ge, die einem nicht so gut schme­cken. Das ist ja völ­lig legitim.

      Aber das Seit­an kei­ne Nähr­stof­fe hät­te, ist jetzt ja auch nicht wahr. Tat­säch­lich besteht er – je nach Zube­rei­tungs­art – zum größ­ten Teil aus Pro­te­inen, hat kaum Koh­len­hy­dra­te und ist dabei auch noch recht fett­arm. Er ent­hält zwar nicht das kom­plet­te Ami­no­säu­ren­pro­fil, das ist aber recht ein­fach aus­zu­glei­chen, wie ich unse­rem Seit­an­spe­cial ja auch geschrie­ben habe. Im Fall der Meat­balls ist das Defi­zit ja schon durch die Zuga­be der Soja­sch­net­zel ausgeglichen.

      Seit­an kann also tat­säch­lich ein ziem­lich hoch­wer­ti­ges Lebens­mit­tel sein … wenn man ihn denn verträgt. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Dass es ganz vie­le Pro­te­ine ent­hält und nur mit Hül­sen­früch­ten gemixt wer­den muss, wuss­te ich nicht. Inter­es­sant fand ich in Dei­nem Spe­cial vor allem die Hin­wei­se zur Kon­sis­tenz und dass er anders wird, wenn man ihn dämpft. Und dann habt ihr noch ein paar inter­es­san­te Seit­an-Rezep­te mit viel Gemü­se, dass ihn für mich ver­dau­li­cher machen könn­te. Folg­lich ist das Pro­jekt Seit­an für mich immer noch nicht gestor­ben (das Pul­ver habe ich ja jetzt im Vor­rats­schrank) und ich wer­de ihm noch eine wei­te­re Chan­ge geben. Danke 🙂

  14. Ich schlie­ße mich den Lobes­hym­nen an – ein­fach nur lecker!! Hab die Bäll­chen außer mit den Spa­ghet­ti auch schon in mexi­ka­ni­schen Wraps und in Schei­ben auf mei­ner Piz­za pro­biert. Alles der Wahn­sinn. Danke!!!

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Marion,

      oh super, das freut uns rie­sig. Tau­send Dank dafür. Und wie gut klingt bit­te Piz­za mit Meatballs? 🤤

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  15. Als mein Freund die Mas­se in der Schüs­sel anstarr­te und erschro­cken „Ist das etwa Hack­fleisch??“ rief wuss­te ich schon: das ist mal wie­der eins der Erfolgs­re­zep­te von euch! Gera­de die Kon­sis­tenz der Bäll­chen über­zeugt jeden Omni­vo­ren!! Und dann noch soooo ein­fach! Dan­ke euch für das genia­le Rezept, das wirds bei uns in Zukunft öfter geben! Auch die Varia­ti­on mit Pil­zen und Zwie­beln wol­len wir mal testen 😉

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Sandra,

      oh geni­al, das freut uns rie­sig. Tau­send Dank, freut uns mega, dass euch die Bäll­chen schme­cken. Soll­ten wir auch mal wie­der vorbereiten. 😆

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  16. Hal­lo, ich ver­tra­ge Soja nicht so gut, was kann ich alter­na­tiv nehmen?
    Hab in den Kom­men­ta­ren was von Son­nen­blu­men­hack gelesen…
    Gruß Nicole

    Antworten
    1. Hal­lo lie­be Nicole,

      du kannst Wal­nüs­se für etwa 20 Minu­ten in kochen­dem Was­ser ein­wei­chen, grob hacken und anstel­le vom Soja­hack ver­wen­den. Son­nen­blu­men­hack gibt es als Fer­tig­pro­dukt. Dürf­te auch gehen, haben wir aber noch nicht ausprobiert. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Hal­lo, wie­viel Gramm Wal­nüs­se muss ich dann nehmen?

      2. Die­sel­be Men­ge, du musst beim Ver­kne­ten etwas bes­ser dar­auf ach­ten, dass die Wal­nüs­se im Teig blei­ben, ansons­ten genau­so ver­fah­ren, wie beschrieben. 🙂

        Lie­be Grüße
        Jörg

  17. Hal­lo,
    ist es mög­lich, die lecker aus­se­hen­den Bäll­chen auch glu­ten­frei her­zu­stel­len? Ich habe lei­der eine Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit und bräuch­te daher eine Alter­na­ti­ve zu dem Seit­an. Geht viel­leicht ein ande­res Bin­de­mit­tel (Soja­mehl, Lein­sa­men)? Dan­ke und vie­le lie­be Grüße!

    Antworten
    1. Hi lie­be Silvana,

      nach­dem es Seit­an­bäll­chen sind, ist es schwie­rig das Seitan­pul­ver hier ein­fach 1:1 zu erset­zen 😉Da muss lei­der ein kom­plett neu­es Rezept für ande­re Bäll­chen her – wird’s bei uns mit Sicher­heit auch mal geben ☺️In der Zwi­schen­zeit kön­nen wir dir nur unse­re Fala­fel oder indi­schen Kicher­erb­sen­bäll­chen anbieten 😉

      LG,
      Nadine

      Antworten
  18. Die Meat­balls sind schon sehr lecker, vor allem wenn man sie nach dem Backen noch kurz abküh­len lässt, damit der Seit­an weni­ger gum­mi­ar­tig ist. Mir fehlt noch mehr Salz und etwas Zwie­be­li­ges, dann sind sie perfekt.

    Antworten
    1. Dan­ke­schön Maria, das freut uns!

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  19. Das Rezept ist super! Ich hab zwar ver­se­hent­lich viel weni­ger Was­ser genom­men, aber es hat trotz­dem wun­der­bar funktioniert 😀

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    1. Super, das freut uns riesig 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  20. Ich schie­be noch ein DANKE nach und auch ein SUPER für das Rezept. Gibt es inzwi­schen regel­mä­ßig, auch in schaf­ter Toma­ten­so­ße für TAPAS und kalt aufs Bröt­chen mit Senf. Dan­ke, hat unser Leben sehr berei­chert und so man­chen Fleisch­fres­ser in der Fami­lie umge­hau­en. Klas­se, tol­le Kon­sis­tenz in der Soße. Wie immer: her­aus­ra­gen­des Rezept und alles stim­mig und easy beim Nachkochen!

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    1. Per­fekt! Das freut uns rie­sig. Die Tapas klin­gen nach einer super Idee – das müs­sen wir unbe­dingt auch ausprobieren 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      Antworten
  21. Am Sonn­tag ist es end­lich soweit, ich tes­te euer Rezept. Im direk­ten Ver­gleich gibt es die flei­schi­ge Vari­an­te für wenn Rest mei­ner Fami­lie. Ich bin wirk­lich gespannt.
    Ich lese hier, dass das Rezept funk­tio­niert, aber ich bin trotz­dem skep­tisch. Das eine Mal näm­lich, als ich Seit­an ver­wen­det habe, wur­de der zu einem fes­ten und gro­ßen Klops sobald er Berüh­rung mit Feuch­tig­keit hat­te. Da war nichts mehr mit kne­ten und Form bringen.

    Antworten
    1. Hi Stef­fi!

      Das Glu­ten­pul­ver nimmt Flüs­sig­keit sehr schnell auf, wes­halb man etwas bes­ser kne­ten muss, da hast du recht. Aber kei­ne Sor­ge, das klappt schon. Mehr Infos fin­dest du auch in unse­rem Seit­an­spe­cial 🙂

      Viel Spaß und Lie­be Grüße
      Jörg

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  22. Die Meat­balls gabs heu­te schon das zwei­te Mal in einer Woche – dies­mal hab ich aller­dings die drei­fa­che Por­ti­on zum Ein­frie­ren vor­ge­kocht. Den Fen­chel hab ich jedoch von 3 auf 2 TL redu­ziert (war das ers­te Mal doch etwas zu domi­nant; vlt. weil frisch gemör­sert?). Natür­lich hab die dies­mal die Sem­mel­brö­sel kom­plett ver­ges­sen (egal, ging trotz­dem super!) und SCHON WIEDER das Öl kom­plett an den Teig gekippt, weil ich ein biss­chen doof bin (aber zum Glück nicht allei­ne den Kom­men­ta­ren nach 😂). Die Bäll­chen sind super gewor­den, ser­viert hab ich sie auf selbst­ge­mach­ten schwar­zen Spa­ghet­ti. Wird defi­ni­tiv in die All­time-Favou­rites aufgenommen!

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    1. Yay, das freut uns rie­sig! Vie­len lie­ben Dank 😄

      Lie­ben Gruß,
      Nadine

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  23. Superkalifragilistigexpialigetsch.…..bitte, wie lecker war das denn????
    Sen­sa­tio­nell die­se Hack­bäll­chen, dan­ke dan­ke dan­ke für die­se Bewußtseinserweiterung!
    Chapeau!
    Astrid

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    1. Dan­ke­schön lie­be Astrid, freut uns riesig 🤗

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  24. Hey Jörg,

    Der step mit dem Sai­tan unter­he­ben fehlt in dem Rezept oder irre ich mich? Ich fin­de die Stel­le lei­der nicht! Freue mich auf dei­ne Rück­mel­dung, damit bald nach­ge­lockt wer­den kann (: 

    Lie­be Grüße

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    1. Hey Stef­fi,

      in Schritt 3 wird das Seit­an Fix ver­wen­det. „Die übri­gen tro­cke­nen Zuta­ten für die Meat­balls grob ver­men­gen“ und da gehört das Glu­ten­mehl natür­lich dazu 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  25. Ihr Lie­ben, das sieht ver­dammt lecker aus!!! Sogar ich als Fleisch-Fan wür­de sofort das Ori­gi­nal links lie­gen las­sen und mich mit Freu­de und Ein­satz auf eure Spa­ghet­ti mit vega­nen Meat­balls schmei­ßen (inkl. Toma­ten­so­ße im Gesicht: wenn schon, denn schon). Am bes­ten gefällt mir, dass die Meat­balls im Ofen geba­cken wer­den, ganz ohne die Schwei­ne­rei mit dem Aus­bra­ten in der Pfanne. 

    Ich hof­fe, wir haben bald Toma­ten in unse­rer Gemü­se­box, dann wird euer Gericht direkt nach­ge­kocht! Dan­ke fürs Teilen …

    Gin­ger by Choice I food & life­style blog
    http://​www​.gin​ger​by​choice​.de

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    1. Toma­ten­so­ße gehört ins Gesicht, auf die Tisch­de­cke, auf das Shirt. Sonst hat man nicht rich­tig gegessen 😆

      Lie­be Grü­ße und tau­send Dank für das Feedback
      Jörg

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  26. Dan­ke für das tol­le meat­ball-Rezept – ich muss­te es direkt aus­pro­bie­ren und die Bäll­chen schme­cken schon allein super! Auch wenn ich das Rezept natür­lich nicht bis zum Schluss gele­sen habe, das gan­ze Oli­ven­öl in den Teig getan habe und dann noch mehr zum Bepin­seln brauch­te… Sind jetzt eben etwas gehaltvoller. 🙈

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    1. Naja, sind sie eben näher am „Ori­gi­nal“, was die Kalo­rien angeht 🤣
      Vie­len lie­ben Dank für die Rück­mel­dung. Freut uns riesig 🙂

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  27. Hal­lo ihr Lie­ben, ich habe mich etwas schwer damit getan, dass Soja-Hack mit dem Seit­an zu ver­bin­den. Waren mei­ne Stü­cke even­tu­ell zu groß?

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    1. Hey Lisa! Hast du dich denn auch an die Anga­be gehal­ten, zuerst das mari­nier­te und feuch­te Soja­hack gut unter das Seit­an­mehl zu heben? So wer­den die ein­zel­nen Chunks mit Seit­an umman­telt und las­sen sich bes­ser einkneten 👍

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  28. ihr habt euch mal wie­der selbst übertroffen 🙂
    auch wenn ich euren blog gera­de wegen dem gemü­se-fokus so sehr lie­be, über­kommt einen doch immer mal der jie­per auf alt­be­kann­tes bzw. „essen von früher“.
    eben gekocht – ich habe son­nen­blu­men­hack genom­men, weil ich das noch da hat­te, hat damit auch geklappt – und für ober­le­cker befun­den! das wird es jetzt öfter geben! 🙂
    vie­len vie­len dank für das tol­le rezept!

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    1. Tau­send Dank, lie­be Marei­ke. Das mit dem Son­nen­blu­men­hack klingt auch nach einer super Idee 👍

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