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Spaghetti Catalogna

Spaghetti Catalogna

Oh Mann, warum finden wir (für uns) neues Gemüse immer erst, wenn die Saison schon fast vorbei ist?!? So erging es uns mit dem Vulkanspargel a.k.a. der Puntarelle a.k.a der Blattzichorie a.k.a. dem/der Catalogna. In Italien (vor allem um Rom herum) altbekannt, hier nur auf dem Markt zu bekommen (haha, Insider-Witz für Jay!).

Der Vulkanspargel gehört zur Familie der Chicoree- und Endiviensalate, hat einen frischen, leicht bitteren Geschmack und eine wahnsinnig lecker-knackige Konsistenz. Wir haben ihn zur Pasta-Beilage verarbeitet, bekommen wir diese Saison nochmal die Chance werden wir aber auch mal den traditionellen „Punterelle alla Romana„-Salat ausprobieren.

Zutaten für 4 Portionen

  • 350 g Vollkornspaghetti
  • ein Bund Vulkanspargel
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 EL Pinienkerne
  • 1 EL schwarzer Sesam (weißer geht natürlich auch)
  • 5 getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
  • 1 Chilischote
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5 EL Olivenöl
  • Meersalz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Der Vulkanspargel wird gewaschen und zerteilt, die kleinen knackigen Blütenstände (?) im inneren brecht ihr vorsichtig vom Strunk. Wer mit „bitter“ überhaupt nichts anfangen kann, kann die einzelnen Teile kurz in Eiswasser legen.

Die großen Blätter schneidet ihr quer in mundgerechte Stücke, die Triebe können halbiert oder geviertelt werden.

Nun hackt ihr die Knoblauchzehen und die Chilischote klein und schneidet die getrockneten Tomaten in Streifen. Die Zwiebel wird halbiert und dann in etwa 2-3mm breite Streifen geschnitten.

Die Nudeln kommen nun in kochendes Salzwasser (ca. 8 Minuten – siehe Packungsanweisung), gleichzeitig legen wir mit der Sauce und den gerösteten Nüssen los.

In einer kleinen Pfanne röstet ihr trocken (!) vorsichtig die Sesamsamen und die Pinienkerne. Immer mal wieder schwenken, damit sie nicht anbrennen. Wenn die Pinienkerne braun werden, nehmt ihr die Pfanne vom Herd.

Gleichzeitig gebt ihr in eine heiße große Pfanne 3 EL Olivenöl und schwenkt darin den klein gehackten Knoblauch und die Zwiebel. Nach etwa 1 Minute wird die Zwiebel glasig und bekommt einen leicht karamellisierten Geschmack.

Jetzt kommen die Vulkanspargel-Stücke mit dazu und werden für einige Minuten scharf angebraten.

Stellt nun den Herd auf eine mittlere Stufe und würzt mit der frischen Chilischote, Salz & Pfeffer.

Die Nudeln sollten jetzt beinahe gar sein, also nehmt ihr mit einer Schöpfkelle etwa 80-100ml von dem stärkehaltigen Nudelwasser und gebt es zum Gemüse (lieber erst etwas weniger nehmen – nachgegossen werden kann immer noch). Für die letzten paar Minuten wird unser Vulkanspargel etwas durchgeköchelt.

Nun werden die Nudeln abgegossen – ihr könnt hier noch ein paar EL für das Gemüse aufbewahren, wenn es euch zu trocken erscheint – und kommen sofort zur Pasta. Grob vermengen, das restliche Olivenöl dazu geben und ab damit auf den Tisch!

Tipp: Wer mag kann eine handvoll Salbei fein hacken und direkt beim Anbraten von Knoblauch und Zwiebel mit in die Pfanne geben.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt scharfes Essen und steht auf die Kombi Pasta & Brokkoli. Sammelt E-Gitarren und schreibt ab und zu darüber. Ist "eigentlich" Grafikdesigner und Webentwickler.

2 Kommentare

  1. Dieses Gericht ist zu unserem Dauerbrenner geworden. Vor allem im Winter sind die italienischen Vulkanspargel eine wunderbare Frühlingsillusion. Das Rezept ist perfekt! Ich halte mich zum erstenmal freiwillig an ein Rezept!

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    1. Vielen Dank Ulrike. Da fällt mir ein, dass es das Gericht bei uns schon länger nicht mehr gab 😀

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