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Richtig guten Seitan selber machen

Seitan selber machen

Versteh’ mich nicht falsch. Wir finden es schon ganz schön, wenn wir in Interviews, wie in letzter Zeit dann doch häufig vorgekommen, darauf angesprochen werden, dass wir angeblich nie mit Fleischersatz kochen.

Abgesehen davon, dass das gar nicht mal so korrekt ist: Frisches Gemüse, gerne so regional und saisonal wie möglich, kommt bei uns auf alle Fälle am allerliebsten auf den Tisch.

Aber heißt das, dass wir nie beherzt in die Tofuwurst beißen, die vorher mit ungefähr einem Kilo Senf beladen wurde? Nein. Wir finden „Fleischersatzprodukte“ auch nicht „eklig“ oder verteufeln den Gebrauch der Worte Steak oder Schnitzel, weil wir Veganer sind. (Nehmt das, Landwirtschaftsminister aller Länder! Ich habe als Veganer die verbotenen Worte in den Mund genommen.)

Auch wenn wir den Namen nicht unbedingt mögen, ist Fleischersatz – in welcher Form auch immer – für uns mindestens eine Zutat, die Neu-Veganern den Umstieg erleichtern kann und ansonsten einfach etwas, das schlicht und ergreifend schmeckt.

Allerdings greifen wir nur in Ausnahmefällen zu Fertigprodukten. Die sind zwar nicht alle so schlecht, so versalzen und fettreich wie uns von den Medien in den letzten Jahren links und rechts um die Ohren gehauen wurde, aber sind wir mal ehrlich: Selbstgemacht ist immer besser.

Und heute ist es endlich soweit. Wir widmen uns nach Jahren, in denen er auf dem Blog eigentlich eher ein Schattendasein fristen musste unserem allerliebsten „Fleischersatz“ und beweisen dir: Richtig guten Seitan selber herzustellen ist extrem einfach und noch dazu sehr günstig. Da soll nochmal jemand behaupten, vegan zu leben wäre nur was für Besserverdienende.

Seitan selber machen

Basics

Lass uns erstmal klarstellen, worüber wir hier reden. Seitan ist grundsätzlich – Achtung, gleich kommt ein Triggerwort – das Gluten, also das Bausteingemisch im Getreide, das dafür verantwortlich ist, dass dein Brotteig aus glutenhaltigem Getreide, also aus Dinkel, Weizen, aber auch Roggen elastisch wird und nicht als undefinierbare Masse endet. Okay, Roggenteig ist ein klein wenig eine andere Geschichte. Der wird zwangsläufig zur klebrigen Masse, aber Gluten enthält er trotzdem.

Das Gluten ist schlicht und ergreifend das Hauptprotein des Getreides und das Klebereiweiß, das das Teiggerüst bildet und zusammenhält.

Zum Seitan wird es, wenn Stärke und Kleie aus dem gemahlenen Getreide – meist aus Weizen – ausgewaschen wird. Übrig bleibt ein sehr proteinreiches und damit für die vegane Ernährung gesundes Lebensmittel …

wenn man nicht an Zöliakie oder einer „nicht-zöliakischen Glutensensitivität“ leidet, deren Existenz übrigens nach wie vor umstritten ist. Leider gibt es auch keine Alternative zum Auswaschen des Klebereiweißes, Zöliakiepatienten solltest du also keinen Seitan auftischen.

Menschen, die nicht von dieser Glutenunverträglichkeit betroffen sind, können Seitanprodukte jedoch ohne Bedenken verputzen und sollten nicht auf reißerische Buchtitel oder Einzelstudien hören. Bitte, Bitte, Bitte.

Eine 1-Sterne Amazon-Rezension zu unserem Buch Vegan kann jeder wird zum Beispiel mit der Behauptung begründet, dass Gluten das „ungesündeste“ Lebensmittel überhaupt sei. Solche brutal-pauschalisierenden Aussagen sind einfach falsch, leider hört man es dennoch aktuell von allen Seiten.

Hey, ich habe Heuschnupfen. Mache ich deshalb die Birke verantwortlich und plädiere dafür, jeden dieser gefährlichen Bäume niederzubrennen? Nö, ich gehe ihm aber gerne aus dem Weg, weil ich weiß, dass wir nicht so gut miteinander können. Es wäre schön, wenn wir uns auch in Sachen Lebensmitteln wieder auf diesem Niveau unterhalten könnten.

Seitan selber machen

Wo kommt das Zeug her?

Bekannt ist die Verwendung von Gluten als Fleischersatz zumindest in China wohl seit dem sechsten Jahrhundert. Vor Jahren hatte ich mal von der Entdeckungsgeschichte gelesen, die Quelle finde ich aber partout nicht mehr. Unterhaltsam ist sie trotzdem und deshalb erzähle ich die Story auch gerne. Quelle hin oder her. #sorrynotsorry

Also: Angeblich lagerten buddhistische Mönche auf einer Wanderung ihre Vorräte nahe an einem Bachlauf und wie es Murphys Gesetz so will, fällt ausgerechnet der Beutel mit dem Getreide für die Nudeln ins Wasser. Da das keiner merkt, baumelt das Zeug so lange in der Strömung, bis die Stärke ausgewaschen ist und nur noch das, jetzt wohl etwas „algig“ gewürzte, schwammartige Gluten übrig bleibt. Ich meine, geben wir es zu: So ein Batzen frisch ausgewaschener Seitan sieht alles andere als ansprechend aus. Aber die Mönche hatten wohl zu viel Hunger, um das gute Getreide einfach wegzuwerfen und scheinbar hat es ihnen auch geschmeckt und deshalb gibt es heute Seitan. Danke, Leute!

Wie gesagt: Ob sich die Geschichte genauso ergeben hat? Keine Ahnung. Sicher ist, dass sich die Verwendung von Gluten in der Küche über die Dynastien hinweg auch in China verändert hat. Ab der Song-Dynastie wird jedoch von mian jin berichtet, was übersetzt soviel wie „Teigsehne“ bedeutet und damit schon mal in die richtige Richtung weist. Auf jeden Fall kam es als Fleischersatz für vegetarisch lebende, buddhistische Mönche, aber auch für die Obrigkeit auf den Tisch, die jährlich eine vegetarische Woche eingelegt hat. Übrigens auch in Japan, dort allerdings unter dem Namen „Fu“ und in etwas anderer Form.

In den Westen kam mian jin übrigens schon im 18. Jahrhundert und wurde als gesundes Lebensmittel zum Beispiel für Diabetiker angepriesen.

Trotzdem: Seitan, sowohl die Wortschöpfung, als auch das Produkt, wie wir es heute kennen, wurde erst ab Ende der 60er geprägt. Und zwar mit George Ohsawa, der als Erfinder der makrobiotischen Küche gilt und den Begriff Seitan geprägt hat. Die Silben „sei“ und „tan“ bedeuten höchstwahrscheinlich schlicht „aus Gluten gemacht“.

Ab diesem Zeitpunkt ging Seitan dann so richtig um die Welt und – wer hätte es gedacht – wurde so bereits in den 70ern in den USA als Fleischersatz an Vegetarier vermarktet.

Seitan selber machen

Die beste vegane Proteinquelle? Fast.

Gluten enthält viel Protein. Verdammt viel sogar. Auf 100 g etwa 75 g. Ist auch nicht ganz verwunderlich, denn wir haben ja schon gelernt, dass es sich um das Klebereiweiß des Getreides handelt.

Nun unterscheiden sich Seitanprodukte, egal, ob gekauft oder selbstgemacht, natürlich in ihrer Zusammensetzung, pauschal kann man deshalb nicht von einem bestimmten Eiweißanteil sprechen. Ein relativ einfacher Seitan aus Gluten, Wasser, Gewürzen und sonst nichts besteht immer noch zu einem guten Drittel aus Protein und hängt damit sogar Tofu, Tempeh und andere Sojaprodukte ab …

… aber eben auch Fleisch.

Seitan wäre also eine gute Antwort auf die Frage, woher Veganer denn überhaupt ihr Eiweiß herbekommen. Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken, denn dem Proteinprofil fehlt die essenzielle Aminosäure Lysin und die kann der Körper auch nicht selber bilden.

Blöd? Nur ein bisschen.

Es spielt nämlich eigentlich keine Rolle, ob das gesamte Aminosäurenprofil in einem einzigen Lebensmittel steckt. Wie auch unser Freund und Ernährungsexperte Niko Rittenau bestätigt, kommt es einfach auf die viel zitierte „ausgewogene“ Ernährung an. Besonders gut wird das Lysin zum Beispiel über Hülsenfrüchte ergänzt.

Heißt also: Seitanaufschnitt zum Frühstück und Linseneintopf am Abend? Passt! Seitanwürstchen im Linseneintopf? Noch besser.

Getreide ist ein großartiges Lebensmittel. Um sein Aminosäureprofil zu vervollständigen, lohnt es sich aber, im Laufe des Tages auch noch an anderer Stelle Hülsenfrüchte zu essen, um dadurch die eigene Proteinzufuhr zu optimieren. So ergänzen sich die einzelnen Proteine untereinander und stehen somit tierischem Protein in nichts nach. Dass diese Kombination zwingend innerhalb einer Mahlzeit vorkommen muss, ist allerdings ein Mythos.
Niko Rittenau, B.A. Ernährungsberatung

Man kann jedoch auch bereits den Seitan „aufmöbeln“, was das Aminosäurenprofil angeht. Wir mischen wir schon seit Jahren Bohnen, Kichererbsen oder Mehl aus Hülsenfrüchten in die Seitanmasse. Ursprünglich, weil es die Konsistenz verändert, aber ist doch auch schön, wenn man die Wertigkeit des selbstgemachten Würstchens so auch noch verbessert.

Kaufen oder selber machen?

Es gibt auf jeden Fall sehr leckere Fertigprodukte aus und mit Seitan und wir würden dir nie vorschreiben, dass du davon auf alle Fälle die Finger lassen solltest.

Allerdings stehen diese Produkte nun seit einigen Jahren unter Dauerbeschuss der Medien. Zu viel Salz, zu viel Fett und damit nicht so gesund, wie sich Veganer gerne selbst darstellen.

Unserer Meinung nach ist das eine Streitfrage. Hey, sich nur von Fertigprodukten zu ernähren ist nie eine gute Idee. Egal, welcher Ernährungsform man folgt. Darf man sich den Griff ins Supermarktregal hin und wieder gönnen? Absolut.

Trotzdem: DIY ist immer besser und Seitan selber machen ist nicht annähernd so schwierig, wie es vielleicht scheint. Und günstig noch dazu. Glutenpulver als Grundzutat kostet etwa 6 € pro Kilogramm als konventionelles Produkt und etwa das Doppelte in Bioqualität. Gewürze und Wasser? Bei der Kostenberechnung eigentlich fast schon zu vernachlässigen. Dazu noch ein paar Cent für den Energieaufwand bei der Zubereitung. Unterm Strich: Super für die Haushaltskasse.

Theoretisch nimmst du einfach Weizenmehl und wäschst die Stärke unter fließendem Wasser aus. Fertig.

Streichen wir das „theoretisch“ und das „einfach“ mal aus dem Satz heraus und du siehst mich vor mehr als 10 Jahren vor dem Waschbecken stehen, wie ich sehr praktisch und gar nicht mal so einfach mit einem Teigklumpen hantiere. Denn ja, das mit dem Auswaschen funktioniert wirklich, hat aber zwei entscheidende Nachteile.

Zum einen verschwendet man einen Haufen Wasser, zum anderen dauert die Herstellung einfach mal knackig lange. Kann man besser verbringen. Zum Beispiel mit einer Folge „The End of the F***ing World“.

Einfacher geht es auf jeden Fall mit Glutenpulver oder „Seitan Fix“ als Basiszutat. Das hat auch den Vorteil, dass man Gewürze und andere Zutaten direkt untermischen kann, während man den Geschmack von ausgewaschenem Seitan eigentlich nur noch über Marinaden steuern kann.

Seitan selber machen

Zubereitungsarten

Der rohe Pamp, den du zusammengerührt hast, ist, genauso wie roher Brotteig noch nicht genießbar. Die Rohmasse muss vor der Weiterverarbeitung – und dazu zählt dann auch das Braten oder Grillen – gegart werden. Und da gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten.

Im Sud kochen

Häufig wird in Zubereitungsanleitungen dazu geraten, den Seitan in einem (sehr) kräftigen Sud zu kochen. Der Seitan nimmt so zwar viel Geschmack aus dem Sud an, allerdings wird der Geschmack der Gewürze, die direkt in den Teig verarbeitet wurden auch etwas ausgewaschen. Unserer Meinung nach ist die Konsistenz gewöhnungsbedürftig „schwammartig“ und eher weich.

Backen

Gebackener Seitan wird im Gegensatz zum gekochten fester und ist super als Aufschnitt geeignet. Für beinahe alles andere wird der Seitan im Ofen allerdings zu zäh.

Dämpfen

Unsere Lieblingsmethode. Beim Dämpfen fährt man so den perfekten Mittelweg. Der Geschmack der Gewürze, die man bereits bei der Zubereitung des Teigs verwendet, bleibt erhalten und die Seitanstücke werden weder zu weich, noch trocknen sie aus und werden zäh.

Wir benutzen dazu einfach einen großen Topf mit passendem Dämpfaufsatz, allerdings kannst du natürlich auch einen Dampfgarer verwenden.

Wichtig: Für alle Zubereitungsarten gilt, dass der Seitan anschließend dringend abkühlen sollte und bestenfalls über Nacht in den Kühlschrank darf. Die Konsistenz wird einfach besser.

Seitan selber machen

Konsistenz ist alles

Wo wir gerade beim Thema sind. Die Qualität von selbstgemachtem Seitan steht und fällt einfach mit der Konsistenz.

Oha, schreckliche Erinnerungen an den gruselig-schwammigen Klumpen, der da aus dem Topf kam werden wach? Oder an die uralte Schuhsohle, die „dieser vegane Freund aus der WG, in der es immer nach Patschuli oder diesem Kraut riecht, das man nicht rauchen darf“ aufgetischt hat und die nur mit einem Liter Ketchup runterzubekommen war?

Been there, done that.

Aber weil ich meinen Schwiegereltern schon zu zäh gewordene, selbstgemachte Mock Duck aufgetischt habe, musst du das ja nicht und kannst aus meinen Fehlern lernen.

Die Konsistenz deines selbstgemachten Seitans hängt maßgeblich von vier Faktoren ab:

  1. Von der Garmethode, das haben wir ja schon gelernt
  2. Von der Gardauer und der Zeit, die du dem Seitan zum Abkühlen gibst. Klar, ein größerer Seitanbraten braucht einfach länger.
  3. Vom korrekten Flüssigkeitsgehalt für die Zubereitungsart. Und das findet man nur per trial and error heraus.
  4. Vom der guten alten Handarbeit

Würstchen vertragen beispielsweise mehr Wasserzugabe, als ein Aufschnitt, der ohne eine bestimmte Festigkeit beim Aufschneiden einfach aufgibt und sich denkt: „Das kurze Dasein als Blob zu verbringen ist auch okay“.

Als Faustregel kannst du dir merken, dass die Flüssigkeit, die du den trockenen Zutaten hinzufügst, etwa im Verhältnis 60/40 stehen sollte. Das gilt sowohl für die Zubereitung im Dampfaufsatz, als auch für gebackene Seitanprodukte, die ohnehin fester werden. Der Flüssigkeitsanteil beinhaltet übrigens auch Zutaten wie Rote Bete oder die bereits erwähnten Hülsenfrüchte, die du bei der Zubereitung im Regelfall mit pürierst.

Und dann ist da noch die Sache mit der Handarbeit (die du glücklicherweise aber auch einer Küchenmaschine übergeben kannst).

Damit der Seitan einen guten Biss bekommt, muss er gut geknetet werden. So bilden sich Stränge im Gluten, die dann die faserähnliche Konsistenz bilden. Doch Vorsicht: Seitan kann auch „überknetet“ werden. Wie bei Brot auch gilt hier die Faustregel, dass du dich etwa 10 Minuten so richtig ins Zeug legen solltest. Oder eben auf das Knöpfchen deiner Küchenmaschine drückst.

Im Anschluss wird das Endprodukt geformt. Würstchen und Aufschnitt werden in reichlich Frischhaltefolie oder sehr kräftiges „Butterbrotpapier“ gewickelt und seitlich mit festen Knoten verschnürt. Hier hilft viel auch viel, denn aufgrund der hohen Feuchtigkeit im Teig kann es schnell passieren, dass dir die guten Bratwürste beim Dämpfen um die Ohren fliegen oder zumindest aufplatzen.

Auch Braten kannst du einschlagen. Hier kannst du auch aus Gründen der Abfallvermeidung auf ein sauberes Küchentuch zurückgreifen. Einfach einwickeln, gut verschnüren und ab in den Dämpfaufsatz.

Bei Geschnetzeltem und Chunks für Spieße spare ich mir das Einschlagen komplett. Auch hier ist es von Vorteil, wenn du schon Brotbackerfahrungen hast. Der Teig wird in Form gebracht und dann mehrfach nach innen gefaltet. So sorgst du für eine große Oberflächenspannung, die für ein etwas schickeres Endergebnis sorgt.

Die richtige Würze

Seitan is a blank canvas

Das Glutenpulver als Basis schmeckt erstmal nach sehr wenig, um nicht zu sagen, nach nichts. Perfekte Grundlage also dafür, das Zeug genau nach deinem Geschmack zu würzen.

Zu Basisgewürzen, die ordentlich Umami in die Sache bringen wie Sojasoße, Miso, Hefeflocken oder Tomatenmark kannst du untermischen, wonach es dir gerade ist. Getrocknete Kräuter? Gewürze? Immer rein damit. Es ist immer sinnvoll, trockene Zutaten direkt unter das Glutenpulver zu mischen und flüssige Würzmittel zum Wasser zu geben, mit dem der Teig angerührt wird. So klumpt nichts und alles verteilt sich gleichmäßig.

Übrigens nimmt Seitan auch gut Marinaden an. Es spricht also nichts dagegen, ein Basisrezept auf Vorrat zuzubereiten und dann je nach Lust und Laune zu marinieren.

Haltbarkeit

Selbstgemachter Seitan hält sich, gut verschlossen, im Kühlschrank etwa sieben Tage. Achte am besten darauf, dass der Seitan immer mit etwas Flüssigkeit bedeckt ist, so trocknet er auch nicht aus.

Seitan lässt sich jedoch auch wunderbar einfrieren und büßt beim Auftauen weder in Sachen Geschmack, noch Konsistenz und Optik ein. Es lohnt sich also, gleich eine große Menge auf Vorrat zuzubereiten und dann einzufrieren.

Und wie verwende ich die 5 kg Seitanvorrat jetzt?

Wie. Du. Willst.

Gebraten, als Chunks auf Spießen (zum Beispiel unsere Souvlaki-Spieße aus Vegan Street Food) und gegrillt, dünn geschnitten aufs selbstgebackene, frische Sauerteigbrot: Seitan verhält sich auch in der Weiterverarbeitung wie der perfekte „Fleischersatz“.

Geschnetzeltes macht sich als Seitan süß-sauer super im Wok, zu Patties geformt wird Seitan zum perfekten Burger und hey, unsere Seitan-Chorizo ist sogar preisgekrönt. Im Ernst!

Seitan selber machen

Rezepte

Kommen wir zum Eingemachten (ja, du kannst Seitan theoretisch so auch haltbar machen, aber wir bevorzugen das TK-Fach), den Rezepten. Und ich habe heute sogar zwei davon für dich.

Einmal einen relativ simplen Basic-Seitan, der mit wenigen Zutaten auskommt und eigentlich zu allem passt und einen Kichererbsen-Seitan, der perfekt als Geschnetzeltes oder als Alternative zu Jackfruit in unserem Pulled Jackfruit Sandwich geeignet ist, da er sich sehr schön in feine, faserige Schnetzel zupfen lässt.

Seitan – einfaches Basisrezept

Zutaten für 1 kg

Drucken
Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 45 Minuten
Gesamt 55 Minuten
  1. Trockene Zutaten miteinander vermengen. Essig in 500 ml Wasser einrühren und unter die Glutenmischung heben.
  2. 10 Minuten gut miteinander verkneten, anschließend 10-30 Minuten ruhen lassen. Teig halbieren und die Teiglinge leicht flach drücken. Von allen Seiten straff nach innen falten, umdrehen und rund formen. Dabei darauf achten, dass die Oberfläche schön gespannt und gleichmäßig geformt ist. 

  3. Mit Schluss nach unten in den Dämpfaufsatz geben und bei mittlerer Hitze mit Deckel 45 Minuten garen.

  4. Anschließend vollständig auskühlen lassen. Für die beste Konsistenz über Nacht in den Kühlschrank legen.

Seitangeschnetzeltes – Chicken Style

 

Zutaten für 1 kg

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Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitung 45 Minuten
Gesamt 1 Stunde
  1. Alle Zutaten bis auf das Seitan Fix mit 500 ml Wasser pürieren.
  2. Flüssigkeit zum Seitan Fix geben und 10 Minuten gut miteinander verkneten, anschließend 10-30 Minuten ruhen lassen. Teig halbieren und leicht flach drücken. Teiglinge von allen Seiten straff nach innen falten, umdrehen und rund formen. Dabei darauf achten, dass die Oberfläche schön gespannt und gleichmäßig geformt ist.

  3. Mit dem Schluss nach unten in den Dämpfaufsatz geben und 45 Minuten bei mittlerer Hitze und mit Deckel garen.

  4. Vollständig auskühlen lassen und in Schnetzel zupfen. Für die beste Konsistenz über Nacht in den Kühlschrank legen.

Dir fällt jetzt vielleicht auf, dass die Rezepte nicht den Bildern entsprechen, richtig? Richtig! Wir sind solche Teaser. Unerträglich, oder? Aber keine Sorge, die Rezepte für die Meatballs, die Ribs und den Braten kommen auf alle Fälle. Ein Burger ist bereits in der Pipeline.

Ein anderes Rezept für wirklich wunderbare Ribs mit einer Geheimzutat findest du in unserem Buch Vegan grillen kann jeder, Meatballs für perfekte Sandwiches in Vegan Street Food. Und unsere Dauerbrenner, die Bratwürstchen gibt es bereits hier auf dem Blog.

Welche Fragen zu Seitan habe ich dir noch nicht beantworten können und welches Seitanrezept möchtest du unbedingt auf Eat this! sehen? Wir veranstalten in den Kommentaren ein Wunschkonzert und ich bin megagespannt darauf, was du unbedingt schonmal mit Seitan zubereiten wolltest.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt scharfes Essen und steht auf die Kombi Pasta & Brokkoli. Sammelt E-Gitarren und schreibt ab und zu darüber. Ist "eigentlich" Grafikdesigner und Webentwickler.

79 Kommentare

  1. Ich möchte mich auch endlich einmal an Seitan wagen :).
    Eine Frage dazu: ich habe einen elektrischen Schnellkochtopf mit Dämpfeinsatz. Meint Ihr, dass ich auch darin dämpfen kann? Falls ja, verringert sich dadurch die Zeit des Dämpfens oder habt Ihr eine Empfehlung?

    Danke Euch! Und macht weiter so 🙂

    Antworten
    1. Hallo liebe Franka,

      wir haben leider keinen Schnellkochtopf – weder elektrisch, noch einen für den Herd –, deshalb kann ich dir leider keine genaue Info geben. So richtig „übergaren“ kannst du Seitan aber fast nicht. Probiere es doch mal mit 25 Minuten, schneide den Seitan auf und gucke, ob er innen noch etwas zu weich ist. Das macht vor allem beim ersten Versuch nichts aus. 🙂

      🙂

      Antworten
  2. Danke für die schöne „Seite“, die ich da heute entdeckt habe
    und ein paar Tipps und Tricks, die ich noch nicht kannte. 😉
    Ich koche meinen Seitanvorrat schon seit Jahren mithilfe eines Schnellkochtopfes in Gläsern ein.
    Und zwar in jedweder Form: Also Würstchen, Schnitzel, Goulaschstücke.
    Bei voller Leistung 20 min. und dann langsam abkühlen lassen reicht da nach meiner Erfahrung aus.

    Das ist mir sicherer als Einfrieren bei der heutigen Lage der Stromversorgung,
    wo eine „Unterbrechung des Saftflusses“ ja nicht mehr utopisch, sondern durchaus
    im Rahmen des heute leider Möglichen liegt.
    Und wenn ich alleine dann mit einer Gefriertruhe voller auftauendem Seitan da stände – hmh…..

    Antworten
    1. Dankeschön Edeltraud, freut uns 😉Das Einwecken klingt natürlich auch cool, danke für das Feedback! Wie lange halten sich die Gläser deiner Erfahrung nach? ☺️

      Lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten
      1. Also die Gläser – wenn man sie nicht fallen lässt – halten wahrscheinlich ewig! 😉
        Und der Inhalt – nun, ich (69) bin da ja sowieso ziemlich schmerzfrei, was diese Haltbarkeitsangaben anbelangt –
        aber den Genuss nach weit über einem Jahr Lagerung habe ich bei voller Gesundheit überlebt!
        Aber,. ich habe das Zeug auch eingekocht wie Fleisch/Eiweiß: Schnellkochtopf (weil höhere Temperatur) Vollleistung – also 2 Ringe oder Vergleichbares und dann 20 min.!
        Im normalen Einkochkessel müsste man es womöglich dann wie Fleisch 2 Stunden richtig kochen, das habe ich noch nicht gemacht – ist mir zu energieaufwendig.

      2. PS: Ich nehme übrigens Twist off-Gläser. Da gehen 3-4 so normale Gemüsegläsergrößen von in den Pott.
        Richtige Einweckgläser so mit Gummi und Klammern gehen theoretisch auch, aber es passt nur ein einziges pro Einkochvorgang rein und außerdem ist die Handhabung mit diesen Gläsern für DEN Zweck ein wenig komplizierter.

  3. Hey! 1000 Dank für diesen tollen Blog… ich liebe eure Ideen!
    Jetzt habe ich heute euer Basisrezept für Seitan gedämpft ausprobiert und das scheint super geklappt zu haben. Nun habe ich noch Fragen zur Lagerung.
    Sollte ich den Seitan am Stück einfrieren? ‚Trocken‘ oder eingelegt in Flüssigkeit?
    Ihr schreibt man kann den Seitan in Flüssigkeit im Kühlschrank 7 Tage aufbewahren…welche Flüssigkeit eignet sich? Ich hab noch keinen Plan, was ich damit anfangen will, reicht dann neutrales Salzwasser?
    Ich freue mich auf eure Antwort!

    Antworten
    1. Hallo liebe Tine,

      ich würde den Seitan einfach in Stücke teilen, die du innerhalb einiger Tage verbrauchen kannst und diese dann einfrieren. Im Kühlschrank musst du den Seitan nicht zwangsläufig in Flüssigkeit lagern, wenn du ihn innerhalb von 2-3 Tagen verbrauchst. Damit er nicht austrocknet kannst du ihn direkt marinieren oder eben, wie schon von dir vorgeschlagen, in Salzwasser aufbewahren.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Danke!

  4. ich möchte mich an die Seitan Rezepte wagen. Dazu würde ich gerne wissen, wozu das Kichererbsenmehl gut ist? Ich habe keines da und kann ich dann auch ein anderes nehmen?

    Antworten
    1. Hallo liebe Andrea,

      das Kichererbsenmehl sorgt dafür, dass dein Seitan nicht zäh wird, wie die sprichwörtliche Schuhsohle. Wir haben auch schon Speisestärke verwendet, Johannisbrotkernmehl funktioniert auch, jede Zutat hab aber unterschiedliche Eigenschaften, deshalb empfehle ich dir schon, für das DIY-Seitan-Projekt zusätzlich Kichererbsenmehl einzukaufen. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  5. Ich bin bei Seitan ziemlich skeptisch. Es besteht doch aus Weizengluten!? Immer mehr Menschen reagieren auf Gluten und verzichten darauf. Bei mir verursacht Gluten Bauchschmerzen mit Blähungen, außerdem bekomme ich empfindliche Haut, die sehr stark zu jucken beginnt.
    Als pflanzliche Eiweißlieferanten nutze ich vor allem alle Arten von Hülsenfrüchten sowie Erdnüsse und andere Nüsse.

    Antworten
    1. Hallo liebe Meli,

      hast du den Beitrag denn gelesen? Ich gehe ja eigentlich auf das Thema ein. 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  6. Kann ich auch einen Bambusdämpfer für den Seitan nehmen?

    Antworten
    1. Hallo liebe Tanja,

      na klar, die Körbe sind nur häufig eher klein, du kannst aber natürlich auch „hochstapeln“. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  7. Wie kann es sein, dass dieser grandiose Beitrag von euch bislang an mir vorüber gegangen ist? Vielen Dank für die ausführliche Darstellung und die vielen praktischen Tipps. Ich bin seit kurzem auch Fan von selbst zubereiteten Seitan-Teilchen. Da kommt mir euer Input gerade gelegen.
    LG, Anne

    Antworten
    1. Hallo liebe Anne,

      tausend Dank für die lieben Worte. Das freut uns natürlich riesig. Wir sollten auch mal wieder etwas Neues in Sachen Seitan posten.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  8. Danke für die vielen Ideen dieses Artikels. Ich wollte mich nach dem Braten erkundigen, welcher auf den Bildern zu sehen ist.
    Ihr sagt, dass die Zubereitung im Ofen fast nur geeignet ist für Aufschnitt. Der Braten sieht aber überhaupt nicht gedämpft aus. Wie würdet ihr denn so einen Braten zubereiten?
    Liebe Grüsse
    Angela

    Antworten
    1. Hallo liebe Angela,

      erstmal vielen lieben Dank für das tolle Feedback und keine Sorge, der Braten kommt noch. Ich wollte eigentlich schon längst wieder mal ein Seitanrezept posten, kam bisher einfach noch nicht dazu.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Moin
        Wann schickst Du das Rezept? Bin schon Megagespannt, sieht soo lecker aus. Bitte nicht mehr so lange damit warten. Danke und ganz liebe Grüße aus dem sonnigen Hamburg.
        Euer Fan Angelika

      2. Hallo liebe Angelika,

        du musst dich leider noch etwas gedulden, den Braten werden wir wohl auf die kältere Jahreszeit planen. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

  9. An anderen Stellen habe ich gelesen, dass der Seitan nur 2-3 Minuten geknetet werden soll, damit er nicht brotartig wird. Wie sind da Eure Erfahrungen im Vergleich? Und welche Art zu Garen würdest du vorschlagen, wenn der Seitan mariniert und gegrillt werden soll?
    Danke für Eure ausführlichen Anleitungen!

    Antworten
    1. Hey Juke!

      Das mit dem Kneten ist auch hier mal wieder so eine Art „Glaubensfrage“. Wir bevorzugen es, wenn die Glutenverbindungen durch das Kneten Gelegenheit hatten, sich zu entwickeln. Der Seitan wird so fester, aber auch faseriger.

      Grundsätzlich spielt die vorherige Gar-Art beim Grillen kaum eine Rolle. Du kannst den Seitan dämpfen oder klassisch in Brühe garen. Allerdings kannst du ihn nach dem Dämpfen direkt in die Marinade packen, nach dem Kochen würde ich empfehlen, ihn erst ein wenig „abtropfen“ zu lassen.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Hallo Jörg,
        Danke für die schnelle Antwort. Dann werde ich mal testen, wie ich die Struktur mit 10 Minuten kneten hinbekomme! Faseriger klingt ja für einen Fleischersatz ganz passend!
        LG
        Juke

  10. Hey zurück.

    Keine Ahnung, ob ich das einfach überlesen habe…Dann Asche auf mein Haupt… Hadt Du eine Alternative für Leberkäse parat?

    Lg Yvonne

    Antworten
    1. Hallo liebe Yvonne,

      nein, bisher nicht, aber danke für die Anregung. So ein veganer Leberkäs-Wecken wäre mal wieder was. 👍

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  11. Hallo, meine bisherige Erfahrung mit Seitanfix war, dass, wenn man nicht schnell genug das Trockene mit dem Flüssigen vermischt hatte, noch viel Flüssiges übrig blieb, was sich einfach nicht mehr in den Teigklumpen einarbeiten ließ. Hast du dafür eine Lösung?

    Antworten
    1. Hallo liebe Tanja,

      hast du es mit unseren Rezepten schon versucht? Eigentlich passt die Flüssigkeitsmenge genau. Wenn ein bisschen was in der Schüssel bleibt, ist das aber auch kein Beinbruch 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
    2. Ich finde es gerade bei den Brat’v’ürsten sogar gut, wenn etwas übrig bleibt. Bevor ich sie vor dem Dämpfen fertig einrolle, mache ich immer noch ein wenig übrig gebliebene Flüssigkeit dazu. Das macht sie am Ende nicht so trocken.

      Antworten
  12. Hallo ihr,
    danke für den schönen Artikel, das Basisrezept würde ich gerne mal ausprobieren.

    Ich bin offensichtlich der einzige, dem das nicht klar ist, aber: woher kommen bei Schritt 2 die „Teiglinge“ nach dem verkneten, die man halbieren soll? Hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht einen großen Klumpen Teig?

    Sorry, ich bin bei so etwas manchmal etwas schwer von Begriff, vielleicht könnt ihr mir ja noch mal einen kurzen Satz dazu schreiben 🙂

    Antworten
    1. Okay, ich musste das Rezept selbst dreimal lesen, bis ich kapiert habe, was du meinst. Du hast natürlich recht. Du hast einen Teig, den du halbierst und erst dann hast du Teiglinge vor dir liegen. Habe ich angepasst 😉

      Antworten
      1. Dankeschön! Jetzt versteh ich’s auch 🙂

  13. Hallo Jörg
    Ich habe gerade Seitan aus „Seitan Basis“ hergestellt, nachdem ich heute zum ersten Mal auf eure wunderbare Seite gestossen bin. Gestolpert bin ich über die Beschreibung „Im Anschluss wird das Endprodukt geformt.“ Diese zähe Masse kann man doch gar nicht formen?! Ist euer Seitan-Fix vielleicht etwas anders als Seiten-Basis? Aaaaber: Ich habe Seitan Basis schon einmal zu Weihnachten gemacht und den fertig gedämpften Klumpen zu Geschnetzeltem geschnitten – das schmeckte wunderbar!
    Schöne Grüße von Anne, einer erste seit 6 Monaten Vegetarierin und schon nach und nach auf Vegan-Umstellerin

    Antworten
    1. Hallo liebe Anne,

      also zugegebenermaßen muss man den Teig mit etwas „Schmackes“ formen, aber das sollte machbar sein. Tatsächlich gibt es teils Unterschiede in den verschiedenen Seitan Fix/Glutenpulver-Produkten. Wenn der Teig wirklich zu fest ist, lass ihn etwa 30 Minuten entspannen und versuche es dann nochmal und gib beim nächsten mal eventuell etwas mehr Flüssigkeit dazu 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  14. Hallöle… Man möge mir mein Unwissen verzeihen, aber warum macht ihr Essig in die Glutenmischung? Greetz yvonne

    Antworten
    1. Hi Yvonne!

      Weil’s gut schmeckt 🙂
      Im Ernst: Der Essig hellt den Seitan auch ein wenig auf, sieht einfach ein bisschen leckerer aus.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Hallo Jörg.

        Mit der Erklärung kann ich leben😆

        Danke Dir.

  15. Ahoi,
    vielen Dank für das tolle Seitan Grundrezept. Ich habe den Seitan gedämpft und er ist spitzenmäßig geworden, saftig, fest und unwabbelig. Bei meinen bisherigen Versuchen habe ich ihn immer gekocht und bin nie wirklich zufrieden gewesen.

    Am Wochenende gibt’s Gulasch mit selbstgemachten Maccheroni.

    Liebe Grüße
    Bastian

    Antworten
    1. Hallo lieber Bastian,

      yeah, das freut mich! Tausend Dank für das Feedback und das Gulasch klingt fantastisch 👍

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  16. Hallo,
    ich habe jetzt mehrfach Rezepte mit Seitan versucht. Ich finde allerdings nicht, dass Seitan nach nichts schmeckt. Sobald ich es gegart habe, schmecke und rieche ich diese Arte getreidigen Geschmack/Geruch..Und den finde ich absolut eklig. Leider!
    Mit den Fertigprodukten aus Seitan habe ich kein Problem.
    Würze ich evtl. nicht richtig?
    Eure Rezepte habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.
    Was mache ich falsch?

    Antworten
    1. Hi!

      Was du falsch machst? Naja, im Moment hast du unser Rezept ja nicht ausprobiert, also kann ich dir nur raten, das erstmal nachzuholen 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  17. Hallo,
    vielen Dank für eure tolle Seite, ihr seid mir eine große Hilfe 🙂 Nach 3 Jahren low – carb-cleanfood mit jeder MENGE tierischen Produkten hatte ich die Nase voll. Ich habe leider feststellen müssen, dass ich ein „Eiweißtyp“ bin. Mich machen Proteine satt. Getreide funktioniert leider nicht. Kohlenhydrate aus Kartoffeln sind okay. Aber wenn die Proteinbilanz abends nicht stimmt, bekomme ich Heißhungerattacken. Euer Seitanrezept rettet mich 🙂 Als norddeutsche vermisse ich ein Leibgericht: Labskaus! Habt ihr eine Idee, wie ich Corned Beef imitieren kann? Einfach das Kichererbsenrezept klein schreddern…? LG und weiter so 🙂

    Antworten
    1. Hallo liebe Maike,

      freut uns erstmal sehr, dass wir dir den Speiseplan erweitern konnten 🙂

      Mit Laubskaus hatten wir als Süddeutsche in pre-vegan Zeiten wenig Berührung, aber vielleicht fällt uns was dazu ein. Um Seitan Corned Beef könnte ich mich mal kümmern, ich denke aber nicht, dass nur klein schreddern nahe kommt 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  18. Ich habe gestern das Basic-Rezept in der Dampfvariante ausprobiert. Und was soll ich sagen. Der Seitan sist großartig geworden. Kein Vergleich zu meiner bisherigen Zubereitungsart (Kochen im Sud).

    Vielen lieben Dank für das tolle Rezept. Ich liebe eure Rezepte und euer Blog ist wunderbar.

    Liebe Grüße
    Katrin

    Antworten
    1. Tausend Dank liebe Katrin, das freut uns wirklich sehr ☺️

      Lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten
  19. Hallo Jörg!
    Bin begeistert von dem Artikel. Vielen Dank.
    Ich würde gerne Rouladen mit Senf, Gurken und geräuchertem Tofu probieren. Hast Du Tipps dafür? Vielen Dank, Finn

    Antworten
    1. Hi Finn!

      Vielen lieben Dank für das Lob und Rouladen wird es auf jeden Fall noch auf dem Blog geben. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  20. Hallo ihr beiden!
    Erst einmal: herzlichen Dank für diese tollen Rezepte! Die Pasta mit den Austernpilzen und die Smashed Potatoes sind inzwischen bei meinen Top Tens gelandet… Sooo lecker…. Aber zurück zum Seitan…
    Die Chorizo hab ich kürzlich ausprobiert und ein geschmacklich wirklich gutes Ergebnis erreicht. Aaaaber: sie war trotz langem Kneten sehr, sehr kompakt und überhaupt nicht faserig. Die Bratwürste hingegen waren von der Konsistenz total perfekt, trotz kurzer Knetzeit. Nun habe ich den Braten ausprobiert und… naja… er ist weder schwammig, noch zäh, aber ich hätte ihn gerne etwas „faseriger“, ähnlich der Mock Duck im Handel.
    Habt ihr eine Idee wie ich das verbessern könnte? Mach ich was falsch beim Kneten? Oder kann die Temperatur der Flüssigkeit ausschlaggebend sein? Fragen über Fragen…
    Liebe Grüße aus dem Schwabenland!

    Antworten
    1. Hi Anette!

      Super, das freut uns erstmal riesig. Vielen lieben Dank für das Feedback 🙂

      Beim Kneten solltest du den Teig in die Länge ziehen, so bildet das Klebergerüst längliche Stränge, was dann „faserig“ wirkt. Bei der Produktion von Mock Duck wird der Seitanteig wohl über spezielle Maschinen in die Länge gezogen. Von Hand kannst du das durch das „verdrehen“ des Teigs erreichen. Hoffe, das hilft dir etwas weiter 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  21. hallo jörg,
    der gedämpfte seitan ist super geworden. auch ich habe schon die schwammigen und ledrigen ergebnisse gehabt. aber jetzt bin ich wieder voll auf den geschmack gekommen. haste du einen tipp für eine marinade a la entenbrust (fürs weihnachtsessen)? danke im voraus und 10000 dank für eure mühe

    Antworten
    1. Hallo liebe Claudia,

      das freut mich riesig. Vielen lieben Dank 🙂

      Ich habe tatsächlich ein „Mock Duck“-Rezept auf Halde, ich weiß nur noch nicht, ob ich das noch bis vor Weihnachten auf’s Blog packen kann – ist halt doch noch viel zu tun 🙈

      Wir werden sehen. Bis dahin liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  22. Hallo Jörg,jetzt hätte ich auch mal wieder Lust auf Seitan……
    aber was ist denn der Unterschied zwischen den zwei angegeben Rezepten? Nur der Geschmack?
    Welches nehme ich für was? Und wie mache ich aus dem fertigen Grossen Kilo Stück zb Burger oder Würstchen?
    Ich glaube ich warte auch auf das Video😉
    Vielen Dank für die Beschreibung solche Ehrfahrungen habe ich auch gesammelt von schwammig oder trocken Brotartig!

    Antworten
    1. Hallo liebe Andrea,

      erstmal vielen lieben Dank 🙂

      Der Basic-Seitan ist perfekt für Spieße oder für alles, bei dem du etwas größere Stücke brauchst. Der Kichererbsen-Seitan lässt sich super zu Geschnetzeltem verarbeiten, wie beschrieben 🙂

      Burger etc. gibt es ja bereits einige auf dem Blog (z. B. hier oder hier), andere Rezepte folgen auf jeden Fall noch. Die Basic-Rezepte hier aus dem Beitrag sind für Patties allerdings weniger geeignet.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  23. Toller Artikel, ich bin gespannt auf das Bratenrezept!
    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich vor Jahren meinen ersten Seitan aus einem Kilo Mehl ausgewaschen habe… Ich fand den Prozess irgendwie meditativ und als Naturwissenschaftlerin hat mich das Verfahren auch fasziniert. Das Endergebnis war ein veganes Gyros, das war auf Anhieb superlecker. Später hab ich auch viel mit Glutenpulver experimentiert: Würstchen, Aufschnitt, Schnitzel, Hackbällchen, seit ein paar Monaten bin ich wieder dabei, den Seitan für mich zu entdecken, das nächste Mal probiere ich vielleicht eines eurer Rezepte aus!

    Antworten
    1. Hallo liebe Sara,

      oh ja, der Braten. Der steht auch noch auf der Todo-Liste. Danke für’s Erinnern 🙈

      Freut uns riesig, dass wir dir den Seitan nochmal schmackhaft machen konnten. Viel Erfolg und lass uns wissen, wie es geschmeckt hat.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  24. Habt ihr das Braten Rezept mittlerweile veröffentlicht? Ich Sabber bei diesem Bild
    Liebste Grüße,
    Melli

    Antworten
    1. Hallo liebe Melli,

      nein, noch nicht. Aber jetzt ist Herbst und damit beginnt die Bratenzeit, es sollte sich also demnächst hoffentlich ein Plätzchen für das gute Stück finden lassen 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  25. Zwei Zubereitungsarten würd ich gern ergänzen: roh (also ohne vorheriges Dämpfen) in den Ofen oder die Pfanne. Ersteres gelernt bei Pastasbased (https://www.pastabased.com/seitan-cutlets/ ), letzteres aus einem Kochbuch (fragt mich bloß nicht, welches das wieder war).
    Beides ergibt sehr festen Seitan mit Biss, den ich pur als Geschnetzeltes, Schnitzelchen oder mit Sauce lieber mag als Gedämpft. Zweiter Pluspunkt: Wartezeit aufs Dämpfen und Abkühlen entfällt 😛

    Antworten
    1. Hallo liebe Veronika,

      die Zubereitung im Backofen und die Vor- und Nachteile beschreibe ich ja kurz im Beitrag. Selbstverständlich kommt der Seitan dann roh in die Röhre 🙂

      Vom „roh in die Pfanne werfen“ sind wir jedoch keine Fans. Hier bleiben die Stücke im Inneren meist weich und und werden außen hart, bevor der Seitan gut durchgegart ist. Im Endeffekt also genau die Konsistenz, die viele an Seitan abstößt. Aber hey, ich werde das auf jeden Fall nochmal ausprobieren – vielleicht funktioniert die fixe Pfannenmethode für Geschnetzeltes ganz gut, da lasse ich mich gerne „belehren“ 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  26. Danke, dein Text erklärt einiges. ☺
    Mich würde die Variante im Ofen interessieren. Wie verpackst du das Teil damit es nicht austrocknet? Einölen?

    Antworten
    1. Hi!

      Eine Art „Aufschnitt“ wird, gut verpackt in Alufolie am besten. Ich habe schon versucht, die Alufolie wegzulassen und nur mit Backpapier zu arbeiten, aber das klappt nicht wirklich. Seitan-„Ribs“ brauchen gar keine Verpackung, allerdings werden diese vorher mariniert und eingeölt.

      In folgenden Seitanrezepten gehe ich da aber nochmal besser darauf ein 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  27. Ganz herzlichen Dank für diesen ausführlichen Artikel über Seitan. Ehrlich gesagt habe ich Seitan vor Jahren einmal probiert und seither nie wieder an mich rangelassen. Aber nach Eurem Artikel bin ich doch neugierig und starte einen neuen Versuch. Schließlich veränderte sich in den letzten Jahren so vieles in der veganen Welt, dass auch Seitan dank Euch eine zweite Chance verdient.
    Lieben Dank auch für Euren großartigen Rezepte. Es macht großen Spaß diese auszuprobieren.
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Hey Maria,

      freut mich, dass ich dir Seitan vielleicht doch nochmal schmackhaft machen konnte 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
      1. Das hört sich ja wirklich lecker an !Kommen die Seitanstücke ohne Folie in den Dampfgarer ?

      2. Hallo liebe Silvia,

        genau, einfach ohne Folie.

        Liebe Grüße
        Jörg

  28. Danke für die tollen Tipps. Mit „im-Sud-Kochen“ habe ich auch nicht so die tollen Erfahrungen. Sieht aus wie ein nasser Schwamm und ist von der Konsistenz her schrecklich. Aufschnitt mache ich gerne in Wurstgläsern, die ich im Wasserbad koche, dann wird das Ergebnis schön fest. Ich nehme statt Zwiebelpulver gerne frische Zwiebel, die ich mit dem Wasser im Standmixer „schreddere“. Eure leckeren Rezepte, vor allem die Chorizo werde ich auf jeden Fall ausprobieren.

    Liebe Grüße

    Antworten
  29. Ich fänd ein Video auch super! Nach dem letzten Seitanschnitzel à la zäher Autoreifen bin ich etwas vorsichtig hinsichtlich Seitan geworden und weiß nicht ob ich die Erklärung wirklich verstehe…
    Gulasch fänd ich auch super, und auch Gehacktes – da hatte ich mal ein sehr leckeres und wollte mich schon immer mal daran versuchen 🙂

    Freue mich auf weitere Seitanrezepte von euch!

    Antworten
    1. Danke für das Feedback. Wir schauen mal, wie wir das im Video angehen 🙂

      Antworten
  30. Morgen gibts Seitan-Gulasch :-)) Bleibt nur noch eine Frage : Wie lange bleibt der Seitan wohl im Dampfgarer?

    Antworten
    1. Wenn du die Seitanstücke eine Weile im Gulasch ziehen lassen willst, würde ich dir sogar den Tipp geben, den Seitan vorher zu backen. Das gibt dann eine festere Konsistenz, dafür saugen sich die Stücke dann schön mit der Soße voll.

      Du kannst den Seitan aber natürlich auch dämpfen. Da würde ich mich dann trotzdem an die Anleitung halten. Gibt einfach die bessere Konsistenz.

      Antworten
  31. Das ist so großartig! Endlich ist dieses schwammige Mysterium auch für mich gelöst 😁. Vielen, vielen Dank! 😊😍

    Antworten
    1. Das freut uns riesig 😊
      Auf das #TeamSeitan! 🙌

      Antworten
  32. Darf ich fragen, welches hübsche Messer man da auf den Bildern zu sehen bekommt? 🙂

    Antworten
    1. Das ist ein handgeschmiedetes, dass uns einer unserer Leser hergestellt hat 🙂

      Antworten
  33. Ich sag nur ein Wort GULASCH mit Nockerln.

    Antworten
  34. Danke Jörg, das hilft tatsächlich schonmal, aber ich freue mich dann schon auf das Video für den endgültigen „Ahaaaaa“-Moment! 😉

    Antworten
  35. …wenn mir jetzt bitte noch jemand „nach innen umschlagen“ verbildlichen könnte, dann würd ich auch direkt mit viel Begeisterung loslegen! 😅

    Antworten
    1. Hey Camilla! Das ist dann wohl ein wenig der „Betriebsblindheit“ geschuldet 😅

      Ich habe die Formulierung nochmal angepasst, wir haben aber auch noch ein Video in Planung, denn die Handgriffe sind tatsächlich nicht ganz so einfach in Worte zu fassen 🙈

      Antworten

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