Feuriges rotes Thai Curry mit Tofu

Feuriges rotes Thai Curry mit Tofu
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„Let’s get curried away!“ Lass uns zusammen den unangefochtenen Klassiker der Thai-Küche zubereiten: Rotes Thai Curry mit Tofu. Natürlich vegan … logisch!

Wir sind Stammgäste bei unserem Lieblingsthailänder. So richtige Stammgäste. Wir kommen rein und bekommen – teils sogar ohne ein Wort zu sagen – immer genau dasselbe.

Warum? Natürlich, weil wir immer genau dasselbe bestellen. Logisch.

Nicht etwa, weil es bei unserem Lieblingsthailänder nur ein leckeres Gericht gibt (okay, die vegane Auswahl ist leider ziemlich beschränkt), sondern weil wir uns beide uns einfach nicht von unseren Favorites lösen können.

Jörg bestellt immer Reisnudeln mit Gemüse und viel Chili aus dem Wok, während ich einfach nicht anders kann, als rotes Thai Curry mit Tofu zu wählen.

Auf dem Nachhauseweg nehmen wir uns immer vor, beim nächsten Mal genau andersherum zu bestellen, denn auch Jörgs Reisnudeln sind extrem lecker, aber irgendwie schaffen wir es nicht. Wir kommen sozusagen nicht von „unserem“ Gericht los – zumindest nicht, wenn wir essen gehen.

Es klingt fast lächerlich, aber damit Jörg auch mal in den Genuss von rotem Thai Curry kommt, müssen wir es tatsächlich zu Hause selbst zubereiten.

Und deshalb verraten wir dir heute unser absolutes Lieblingsrezept. Mit knackigen, leicht bitteren thailändischen Erbsenauberginen, die du notfalls auch durch gewürfelte „herkömmliche“ Auberginen ersetzen kannst, frischen Zuckerschoten und köstlich geschmortem Tofu.

Wir machen uns die leckere Currypaste immer schnell und einfach selber, du kannst natürlich aber auch für die extra schnelle Variante auf vegane, fertige Thai-Currypaste aus dem Asia- oder Bioladen zurückgreifen.

Feuriges rotes Thai Curry mit Tofu
Zutaten für 4 Portionen

Veganes rotes Thai Curry mit Tofu

Für die Currypaste

Außerdem

  • 1 Karotte
  • 1 rote Paprika
  • 200 g Tofu
  • 2 EL Erdnussöl
  • 600 ml Kokosmilch
  • 100 g thailändische Erbsenauberginen alternativ in Würfel geschnittene Aubergine
  • 100 g Zuckerschoten
  • 100 g Sojasprossen
  • 1/2 Bund Koriander
  • 1/2 Bund Thai-Basilikum

Für die Currypaste

  1. Koriandersamen, Kreuzkümmelsamen und Pfeffer im Mörser grob mahlen.

  2. Schalotten, getrocknete Chilischoten, Knoblauch und Korianderwurzeln grob hacken, Kaffirlimettenblätter in feine Streifen schneiden.
  3. Alle Zutaten, außer der Misopaste, in einem großen Mörser oder in der Küchenmaschine zu einer feinen Paste pürieren. Anschließend Misopaste unterrühren.

  4. Die Currypaste ist gut verschlossen im Kühlschrank mindestens 14 Tage haltbar.
    Feurige rote Thai-Curry-Paste

Für das Curry

  1. Karotte schräg in dünne Scheiben, Paprika in 5 mm dicke Streifen schneiden. Tofu in 3 cm große Würfel schneiden.
  2. Öl in einen heißen Topf geben, 4 EL Currypaste darin bei mittlerer bis hoher Hitze 2 Minuten unter Rühren anrösten.
  3. Mit 200 ml Kokosmilch ablöschen, unter Rühren 2 Minuten köcheln lassen, anschließend die übrige Kokosmilch unterrühren.
  4. Karotten, Paprika und Auberginen unterheben und bei niedriger bis mittlerer Hitze 6 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
  5. Zuckerschoten und Tofu hinein geben, vorsichtig umrühren und weitere 4 Minuten garen lassen.
  6. Sprossen unterheben und 1 Minute ziehen lassen.
  7. Mit gezupftem Koriandergrün und Thai-Basilikum garnieren und mit Jasminreis servieren.
Feuriges rotes Thai Curry mit Tofu

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Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.


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  1. Hallo,
    ich möchte mich auch mal an dieses Rezept ranwagen, dies wäre allerdings auch das erste Tofu-Rezept für mich.
    Jetzt habe ich aber meine bedenken, dass das Tofu vielleicht zu fad schmecken könnte
    (Die meisten anderen Rezepte marinieren und braten den Tofu vorher).
    Gibt es irgendwelche Tipps?

    1. Hallo Anne,

      schau dir am besten mal unseren großen Tofu-Beitrag an, in dem sind wir auf die unterschiedlichen Zubereitungsarten eingegangen. In diesem Curry muss der Tofu tatsächlich weder mariniert noch gebraten werden, so kann er sich mit den Aromen des Curries vollsaugen und bekommt einen zarten Biss. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  2. Ihr Lieben,
    hmmmmm ich bin ebenso großer Fan von roten Curry und viiiiiiiel Chili!
    Das Rezept werde ich heute Abend gleich testen 🙂
    Im Beitrag erwähnt ihre euren Lieblingsthailänder, das würde mich sehr interessieren, welchen ihr damit meint, wenn ihr das hier verraten dürft?

    1. Yeah, wir hoffen, es hat geschmeckt!

      Leider gibt’s den Laden nicht mehr. Das Restaurant hieß Singha, wurde dann auch irgendwann mal im Laufe der Zeit von neuen Inhabern übernommen (die waren auch super, aber es war sozusagen nicht mehr super authentisch). Hat leider 2019, wenn ich mich recht erinnere, dicht gemacht. 

      Liebe Grüße
      Jörg

  3. Hallo zusammen,

    und Daaaanke für das geile Rezept. Die Paste ist MEGA und das Rezept superlecker. Ich mache für ein bisschen mehr „rot-feeling“ noch eine gehäutete und klein geschnittene Tomate mit rein.

    Grüße

  4. Vielen lieben Dank für das Rezept bzw. die Idee! Ihr habt echt total tolle Sachen hier auf eurem Blog und obwohl ich „nur“ vegetarisch lebe, muss ich immer öfter eure veganen Köstlichkeiten zubereiten. So auch gestern endlich mal das Thai-Curry, wobei ich fertige rote Currypaste genommen habe (muss weg…) und im Supermarkt leider keine Erbsenauberginen bekommen habe. Habe stattdessen wie angeraten eine normale kleine Aubergine genommen. Damit keine Gemüsereste übrig bleiben, hab ich sowohl diese als auch die komplette Packung Zuckerschoten (200 g) ins Curry geworfen. Das funktioniert leider nicht mehr mit 600 ml Kokosmilch, habe mit einer 400 ml Dose aufgefüllt. Damit es nicht ganz so reinhaut waren die 400 ml fettreduziert, schmeckt man im Endergebnis nicht. Danke für die Idee! Habe noch Blätterteig der verbraucht werden will, als nächstes gibt es eure Curry-Blätterteigschnecken… diesmal auch komplett nach Rezept 🙂 Liebe Grüße

  5. Damit auch die älteren Rezepte nicht vernachlässigt werden… 😉
    Am Wochenende nachgekocht und mein Mann kam aus dem Schwärmen nicht mehr raus – er hat während dem Essen die ganze Zeit ununterbrochen darüber geredet, wie lecker es schmeckt!
    Und ich muss auch sagen: ich gehe nicht gerne zum Thai, aber bei eurem Rezept fühlt man sich nach der frischen Gemüseladung einfach nur gut!

    An die übrigen Kommentare-Leser: ich habe für die kräftige rote Farbe auch mit ein bisschen Tomatenmark getrickst, Paprikamark funktioniert auch wunderbar und verfälscht den Geschmack nicht allzu stark.

  6. Wieder ein sehr leckeres Rezept aus eurer Küche. Das Curry schmeckt fabelhaft. Statt Reis verwndete ich Soba Buchweizen Nudel, die auch sehr gut dazu passen. Eine Frage aber: Wie macht ihr das Curry so schön rot. Bei 600ml Kokosmilch muß schon etwas Kräftiges hieinkommen, um es so schön rot zu färben.

    1. Hallo lieber Ulrich,

      Soba schmecken zu Curry auch super. Reisnudeln wären sozusagen noch „authentischer“. 🙂

      Zu deiner Frage: Die Currypaste ist sehr rot, wie du ja auch auf den Bildern sehen kannst. Wenn die bei dir nicht so aussieht, hast du vielleicht ein wenig „blasse“ Chilis erwischt.

      Liebe Grüße
      Jörg

  7. Hallo zusammen,
    Vielen Dank für euren tollen blog. Da schaue ich immer wieder gerne rein- tolle Vegane Rezepte . 🙂
    Eine Frage zur miso paste- erstes kenne ich keine Curry Paste mit miso und Zweiten enthält diese geschmacksverstärker. Das muss (auch bei Curry Pasten ) eigentlich nicht sein!! Kenntnisse ihr alternativen?
    Liebe Grüsse wibke

    1. Hallo liebe Wibke,

      erstmal vielen Dank für die lieben Worte 🙂

      Miso ist natürlich keine klassische Zutat in einer Thai-Currypaste. Aber salzige, fermentierte Shrimppaste. Und Miso ist geschmacklich die naheliegende vegane Alternative dazu. 

      Ich frage mich gerade, welche Misopaste du gefunden hast, die zugesetzte Geschmacksverstärker enthält. Abgesehen davon, dass sich um das Thema Geschmacksverstärker viel mehr Mythen drehen, als notwendig wäre (ich muss jetzt endlich meinen Post zum Thema Glutamat fertigstellen), enthält Miso durch Fermentation das enthaltene, starke Umami, weswegen wir Miso lieben. Zugesetztes Glutamat zeugt eher von einer minderen Qualität des Produkts.

      Also bitte keine Panik machen, Miso einkaufen und genießen! 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

  8. Das Rezept klingt absolut hervorragend! Danke fürs Teilen!
    Ich klick mich dann mal weiter durch euren Blog durch, der ist der Hammer. So tolle Fotos und so liebevoll gemacht. Gefällt mir super 🙂
    LG Julie

  9. Hall Nadine & Jörg, 1/2 Bund Koriander und 1/2 Bund Thai-Basilikum – das ist ne ganze Menge – zumindest bei meinem Gemüsehändler. Und die sind wirklich nur für die Deko gedacht? Oder hab ich etwas übersehen? Lieben Gruß, Mechthild

    1. Hallo liebe Mechthild,

      wir gehen natürlich von einem normalen „Marktbund“ von etwa 50 g aus. Der türkische Gemüsehändler um die Ecke verkauft die Petersilie natürlich auch kiloweise in Bünden (oder eher Sträußen haha), aber wir gehen davon aus, dass du merkst, dass das etwas too much wäre. Auch bei Koriander und Basilikum 😉

      Die Angabe ist auch nicht allzu genau zu nehmen, deshalb beschränken wir uns auch auf die Bundangabe 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

  10. Bin heute auf die Suche nach einem guten Curry auf dieses Rezept gestoßen und hab es etwas abgewandelt nachgekocht. Ich kann dazu nur sagen, dass ich absolut begeistert bin, hat wirklich ausgezeichnet geschmeckt und wird auch nicht das letzte mal sein, dass dieses Rezept nachgekocht wird.

  11. Huhu ihr Lieben, wirklich eine wundervolle Seite habt ihr da kreiert. Endlich habe ich euch gefunden und unsere vegane Küche bekommt neuen Schwung, vielen Dank dafür =)! Habt ihr zufällig für euren tollen Rezepte eine ebenso hübsche Druckversion? Lg Laura

  12. Bin heute während der Suche nach einem Thaicurry auf euren blog gestoßen und ups was habe ich festgestellt, habe sogar ein Buch von euch (vegan kann jeder). 🙂
    Gleich nachher zu Hand nehmen, was ich den morgen kochen könnte…

  13. Hallo, das Rezept hört sich toll an und ich würde es gerne nachkochen. Ich würde aber gerne wissen, welchen Tofu ihr verarbeitet. Dieser Standard-Natur-Tofu schmeckt mir nicht, auch mit Gewürzen mag ich die Konsistenz einfach nicht. Wisst ihr wie dieser leckere fluffige Tofu heißt, den man in thailändischen/asiatischen Restaurants bekommt? Danke schonmal 🙂

    1. Hallo Marieke,
      die Fluffigkeit des Tofus in Thai-Restaurants liegt wohl an der Zubereitung. Der Tofu wird kurz in sehr heißem Öl frittiert und bekommt so die Konsistenz, die du beschreibst 🙂

  14. Hallo! Habe mich heute mal an das Curry gewagt und muss sagen es war soweit wirklich Klasse, aber hat mir persönlich zu „Laff“ geschmeckt obwohl ich noch mit Curry zugewürzt habe .…Vielleicht hat ja noch jmd Tipps wie ich mehr Pep in das ganze bekomme?! Ansonsten wie gesagt ein tolles Rezept! Lg Sally

    1. Kommt drauf an, was du mit „Laff“ meinst. Brauchst du mehr Schärfe in dem Curry? Was für eine Curry-Paste hast du zuhause? Wir haben schon festgestellt, dass die Pasten auch nicht immer gleich scharf schmecken. Ansonsten einfach nochmal einen EL mehr davon hinein – dann aber nochmal mit Salz und evtl. etwas Zitronen- oder besser Limettensaft nachwürzen.

  15. Es entwickelt sicher jeder früher oder später sein persönliches Favourite-Thai-Curry-Rezept – und vielleicht findet sich ja jemand einen brauchbaren Tipp aus meiner Liste.
    Bei uns in er Umgebung bekommt man in den Supermärkten z.B. nur eher neutrale Pasten, wie du sagst. Daher „pimpe“ ich das Gericht immer ein bisschen 😀 Außerdem hab ich einfach Spaß am Einfach-mal-reinschmeißen-und-schauen-wie’s‑schmeckt 😉

  16. Erst mal ein riesen Kompliment für euren Blog – wunderschön gestaltet und sehr interessante Rezepte, von denen ich sicher bald mal das ein oder andere ausprobieren werde.

    Zum Thai-Curry hätte ich noch ein paar Tipps:
    – einen Schuss Limetten-/Zitronensaft rein
    – Ingwer frisch (Größe je nachdem, ob man ihn mitessen oder rausfischen will ;)) oder als Pulver
    – Zitronengras frisch (in ca. 5 cm lange Stücke schneiden, zum Rausfischen) oder als Pulver
    – Kaffirlimettenblätter (grob zerreißen, auch zum Rausfischen)
    – etwas Palmzucker oder braunen Zucker
    – Paprika und Sojasprossen passen auch noch super zum restlichen Gemüse sowie Thai-Auberginen, wenn man sie bekommt
    – statt der originalen Fishsauce kann man auch einfach Sojasoße nehmen

    Diese Tipps stammen teilweise aus einem Kochkurs, den ich in Thailand absolviert habe, teilweise von einer Freundin und teilweise aus eigenen Experimenten 😉

    Die Version mit Sojamilch kenne ich übrigens nicht, das muss ich mal ausprobieren – hat die einen bestimmten Sinn? Ich verwende immer nur Kokosmilch.

    LG Diana

    1. Danke für deinen Kommentar und die Tipps!
      Klar, frische Gewürze passen natürlich wunderbar in ein Thai-Curry. In einer „guten Currypaste“ ist unserer Meinung nach jedoch schon genug Geschmack drin – hat man jedoch eine etwas „neutralere“ erwischt, kann man das Gericht mit frischen Gewürzen natürlich toll aufpeppen! 🙂
      Die Sojamilch ist zum Strecken – mir z. B. ist pure Kokosmilch etwas zu schwer. Mit unserem Rezept haben wir uns auf jeden Fall sehr dem Thai-Curry bei unserem Lieblings-Thailänder angenähert 🙂

  17. Begeistert von euren vorherigen Rezepten habe ich mich jetzt an dieses gemacht. Und dafür sogar einen Asia-Laden in meiner Nähe aufgesucht. Leider habe ich nur Rote Thai-Curry-Paste gefunden, die Shrimpspaste enthielt. Habe mich daher für die vegane Yellow-Curry-Paste entschieden, womit es auch wunderbar gemundet hat – nur nicht soo scharf war. Zudem habe ich die doppelte Menge Tofu verwendet. Also ebenfalls ein sportliches Gericht mit viel Eiweiß aus dem Tofu und gesättigten Fettsäuren aus der Kokosmilch, die sich positiv auf den Testosteronhaushalt auswirken..

    1. Hallo Steffen! Schön, dass wir dich wieder zufriedenstellen konnten ;)…Ja, da muss man leider immer wieder aufpassen, dass einem bei Pasten, Saucen etc. nicht aus Versehen etwas untergemogelt wird.…obwohl die Currypasten eigl. sehr häufig vegetarisch bzw. vegan sind. Kommt wohl aber leider auch auf die Sortimentswahl des Besitzers an. Zum Glück hat es ja trotzdem geschmeckt und für die Schärfe kannst du ja des nächste mal einfach noch ne Chillischote mit dazugeben 🙂