Knusprige Rettich Dim Sum

Rettich Dim Sum
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Je nach dei­nem Gemü­se-Know-how kom­me ich dir jetzt viel­leicht nicht gera­de mit der Ent­hül­lung des Jah­res. Aber wuss­test du schon, dass der super-exo­tisch klin­gen­de Dai­kon-Ret­tich, der echt häu­fig in der süd­ost- und ost­asia­ti­schen Küche ver­wen­det wird, unse­rem stink­nor­ma­len wei­ßen Ret­tich fast bis aufs letz­te Detail gleicht?

Es wird zwar behaup­tet, dass der Dai­kon mil­der sein soll, aber ganz ehr­lich: Egal, als was die Wur­zel nun ver­kauft wird: Bei­de Ret­ti­che decken von mild bis leicht scharf eigent­lich alles ab. So je nach Lau­ne der Pflan­ze eben.

Bekannt vom Münch­ner Bier­gar­ten bis rüber nach Chi­na, Korea und Japan. Und trotz­dem irgend­wie wie­der so ein Under­dog unter den Lieb­lings-Gemü­se­sor­ten. Scha­de eigent­lich. Nicht nur für den Ret­tich, son­dern auch für uns als Foodies.

Wir schie­ben die Din­ger des­halb heu­te mal ein biss­chen ins Ram­pen­licht. „Vor­hang auf für die Wur­zel“ und so.

Wenn wir ganz ehr­lich sind, braucht es dafür auch nicht viel. Dünn auf­ge­schnit­te­ner Ret­tich, Kräu­ter­salz dar­über, eine Schei­be lecke­res Brot, einen Hum­pen Bier und schö­nes Wet­ter dazu und alle sind happy.

Trotz­dem geht da auch mehr. Viel mehr. Und es geht auch anders zube­rei­tet mehr.

Wir sind ja rie­si­ge Fans der chi­ne­si­schen Dim-Sum-Tra­di­ti­on. Frei­tag­aben­de sind häu­fig für Pot­sti­cker, Dum­plings, Wan­tans und Net­flix reser­viert. Oder Piz­za und Net­flix. Oder Sushi und Net­flix. Aber das tut nichts zur Sache, es geht heu­te ja um Dim Sum.

Wenn du also auch dar­auf stehst, den Ess­tisch mit ver­schie­dens­ten, lecke­ren Klei­nig­kei­ten voll­zu­stel­len, haben wir heu­te eine neue Idee für dich: knusp­ri­ge, saf­ti­ge Ret­tich Dim Sum aus der Pfanne.

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Die Zube­rei­tung dau­ert zwar ein klein wenig, ist aber eigent­lich easy. Beim Dämp­fen selbst musst du ja nicht mal was machen. Und wenn es mal län­ger dau­ert, ist doch auch okay, oder? Dim Sum heißt schließ­lich über­setzt „das Herz berüh­ren“ (ooooooooohhh 😍). Und was berührt das Herz eines hoff­nungs­lo­sen Koch­ro­man­ti­kers mehr, als in der Küche zu ste­hen und das neue Lieb­lings-Dim Sum zuzubereiten?

Los jetzt. Taschen­tü­cher weg­pa­cken, Hal­tung bewah­ren und ab in die Küche!

Bonus­tipp: Du kannst die Küch­lein auch in gro­ßen Por­tio­nen vor­be­rei­ten, ein­frie­ren und zur nächs­ten Ret­tich Dim Sum-Ses­si­on wie­der auf­tau­en. Kurz knusp­rig anbra­ten und fertig!

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Zuta­ten für 2 Por­tio­nen

Knusprige Rettich Dim Sum

Vor­be­rei­tung 20 Minu­ten
Zube­rei­tung 1 Stun­de
Gesamt 1 Stun­de 20 Minu­ten
  1. Ret­tich grob ras­peln und in 200 ml Was­ser auf­ko­chen. 10 Minu­ten bei mitt­le­rer Hit­ze köcheln las­sen, anschlie­ßend im Sud leicht abküh­len lassen.

  2. Reis­mehl, Spei­se­stär­ke, Salz und Zucker ver­mi­schen und zusam­men mit dem Ret­tich und dem Sud zu einem nicht zu flüs­si­gen Teig ver­men­gen. In recht­ecki­ge, leicht ein­ge­öl­te For­men fül­len, die in dei­nen Dämp­fein­satz passen.

  3. Ober­flä­che glatt­strei­chen und 50 Minu­ten dämp­fen. Anschlie­ßend abküh­len las­sen und in etwa 1,5 cm dicke Schei­ben schneiden.
  4. Öl in eine hei­ße Pfan­ne geben, Schei­ben 4 Minu­ten pro Sei­te bei hoher Hit­ze anrösten.

  5. Mit Chi­li-Öl, chi­ne­si­schem schwar­zen Reis­essig oder dei­nem Lieb­lings­dip, fein geschnit­te­nen Früh­lings­zwie­beln und gezupf­ten Kori­an­der­blät­tern servieren.

Unsere Tipps

Die Ret­tich-Cakes machen sich auch super zusam­men mit etwas fri­schem Salat auf einem Sand­wich oder auch auf einem Bur­ger Bun.

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Steady

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


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  1. Der Wahn­sinn! Das Rezept wer­de ich immer wie­der machen, bis mei­ne Kin­der mir die Dim Sum eines Tages strei­tig machen…
    Ich habe sie übri­gens im Stea­mer 50min bei 100°C in einer Glas­form gedämpft und es hat wun­der­bar funktioniert.

  2. Hal­lo ihr Lieben!
    Vie­len Dank für die­ses genia­le Rezept! Auch ich hat­te einen schwar­zen Ret­tich in der Gemü­se­kis­te, und wuss­te nicht, was ich damit anfan­gen soll… Es ist super­le­cker gewor­den mit fas­zi­nie­ren­den Tex­tu­ren (außen kross, innen weich und elas­tisch) und Geschmä­ckern (süß, sal­zig, uma­mi, Röst­aro­men, etwas scharf, etwas bitter)!!!
    Ich muss­te bei der Zube­rei­tung etwas impro­vi­sie­ren: statt Reis­mehl habe ich Bas­ma­ti­reis im Hoch­leis­tungs­mi­xer fein geschred­dert, und statt der Zube­rei­tung mit dem Dampf­ein­satz habe ich den Teig flach in zwei geöl­te Kas­ten­for­men gege­ben und die­se im Ofen im Was­ser­bad bei 120 °C für 50 Minu­ten geba­cken. Hat super funk­tio­niert! Viel­leicht hilft das ja dem einen oder der ande­ren, die ähn­li­che Equip­ment-Pro­ble­me haben wie ich 🙂
    Lie­be Grü­ße, Regina

    1. Du kannst zwar ver­su­chen, mit einer umge­dreh­ten, feu­er­fes­ten Scha­le im Topf selbst ein „Podest“ zu bas­teln, aber ganz ehr­lich: Ein güns­ti­ger Dämpf­auf- oder Ein­satz lohnt sich. 😉

    2. Also wir haben das Rezept heu­te auch pro­biert. Lei­der woll­te unser Ofen nicht so recht. Haben ein Kom­bi­ge­rät Backofen/Dämpfer. Ich hab die Form nach 1h genau so raus­ge­holt wie rein­ge­stellt. Teig wie Kne­te als wär nix passiert.
      Ich hab die Mas­se dann ein­fach mit den Hän­den raus­ge­holt (Vor­sicht heiß) und hab den Teig zu Küch­lein geformt und wie Quark­keul­chen aus­ge­ba­cken in der Pfan­ne. Total lecker, wenn auch anders wie gedacht.

      1. Hi Car­men,

        mit dei­nem Dampf­ofen haben wir kei­ne Erfah­rung, viel­leicht hät­test du die Form dabei abde­cken müs­sen, um mehr Dampf direkt „am“ Teig zu erzeu­gen. Freut uns aber natür­lich trotz­dem, dass dein Hack so gut funk­tio­niert und geschmeckt hat. 🙂

        Lie­ben Dank fürs Feedback
        Jörg

  3. Hal­lo, ich ver­steh das mit Dämp­fein­satz nicht rich­tig. Haben eure For­men Löcher? Ich ken­ne nur run­de Ein­sät­ze die Löcher haben damit der Dampf durch kann.

    1. Hal­lo Barbara, 

      nein, die befüll­ten For­men kom­men in den Dämpf­auf­satz, der Dampf muss den Teig nicht durch­drin­gen (könn­te er auch gar nicht, das ist ein recht zähes Zeug). Ähn­lich, als wür­dest du sie im Dampf­ga­rer zubereiten.

      Lie­be Grüße
      Jörg

  4. Ich wür­de das Rezept heu­te ger­ne aus­pro­bie­ren und woll­te fra­gen ob es zwin­gend Reis­mehl sein soll­te und wel­che Alter­na­ti­ven es dazu gäbe.

  5. Moin, bin gera­de beim Zube­rei­ten, da ich über­ra­schend einen Ret­tich in der Gemü­se­box hat­te. Als Nord­licht hat­te ich bis­her Null Moti­va­ti­on zum Ret­tich, obwohl mei­ne Mut­ter meh­re­re Atten­ta­te auf mei­ne kind­li­chen Geschmacks­knos­pen unter­nom­men hat.
    Ich hab die Dampf­ga­rung in den Förm­chen von T…W. gemacht und brau­che nur ne Vier­tel­stun­de. Unbe­dingt ein­ölen, sonst kom­men die schlecht da wie­der raus.
    Gleich geht’s in die Pfan­ne… Und hmm­mm. Dan­ke fürs Rezept!!! 💙

  6. Hal­lo, ich habe das neu­lich nach­ge­kocht, dabei etwas Knol­len­sel­le­rie dazu genom­men, war begeis­tert. Da ich Mehl nicht gut ver­tra­ge ist das ja qua­si ein gemü­se­brot! Könn­te ich dei­ner Mei­nung nach auf Mehl/Stärke ver­zich­ten bzw. Redu­zie­ren? Oder Mehl durch Ei teils ersetzen?
    Und 2. Hast du das Rezept erfun­den oder gibt es eine asia­ti­sche Tra­di­ti­on dazu?
    Es ist fast etwas ähn­li­ches wie gemüsepastete.

    1. Hi Ange­la,

      also Reis­mehl und Stär­ke kannst du nicht weg­las­sen, das sind ja die bei­den Zuta­ten, die bin­den. Mit Ei zu erset­zen wol­len wir hier nicht emp­feh­len, das hier ist ein vega­nes Blog. 😉

      Die­se „Ret­tich-Cakes“ sind ein klas­si­sches, chi­ne­si­sches Dim-Sum-Gericht. Das hier ist eben unse­re Rezeptinterpretation. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

  7. Hey,

    wie „tro­cken“ ist denn euer Teig vor dem Dämp­fen und wie ist der Zustand nach dem Dämpfen?
    Ich hab das gan­ze noch mit Five Spi­ce und Erd­nuss­mus auf­ge­peppt – schmeckt super. Aller­dings wirkt mir die Kon­sis­tenz noch ein wenig zu weich. :S

    Lg,
    Marvin

    1. Hi Mar­vin,

      nach dem Dämp­fen soll­te das Ergeb­nis eigent­lich rela­tiv fest sein. Ähn­lich eines mit­tel­fes­ten Tofus.

      Lie­be Grüße
      Jörg

      1. Kann ich die Mas­se auch schon 2–3 Tage vor­her zube­rei­ten und dann erst braten?

      2. Hi Moni­ka,

        also einen Tag im Vor­aus hal­te ich für okay. 2–3 wären mir per­sön­lich ein biss­chen too much. 😬

        Lie­be Grüße
        Jörg

  8. ..ich spie­le schon län­ger mit dem Gedan­ken die­ses Rezept mal aus­zu­pro­bie­ren, weil wir öfter Ret­tich vom Food­s­aven haben und außer geras­pelt im Salat weiß ich kei­ne Ver­wen­dungs­mög­lich­keit. Habt ihr denn zufäl­lig einen Dip auf eurem Blog, der dazu pas­sen könn­te oder einen Tipp für mich?
    Wür­de mich sehr über eure Ant­wort freuen,
    lie­be Grüße,
    Marja

    1. Hi Anna,

      sie las­sen sich roh auch pri­ma ein­frie­ren! Nach dem Auf­tau­en las­sen sie sich dann wie­der super knusp­rig anbraten 🎉

      Lie­ber Gruß & einen schö­nen 1. Advent 🎄
      Nadine

  9. Ges­tern gemacht und für MEGALECKER emp­fun­den. Gehe heu­te gleich noch­mal Ret­tich kau­fen. Da geht noch mehr.
    Lie­ben Dank für das echt wun­der­ba­re Rezept! LG Sonja.

    1. Hi Son­ja,

      vie­len lie­ben Dank! Freut uns rie­sig ? Wir sind auch echt gro­ße Fans der Ret­tich Cakes und wer­den wohl auch noch mal am Wochen­en­de zuschla­gen, hehe ?

      Lie­ber Gruß
      Nadind

  10. Hab sie heu­te früh nach­ge­macht, sind echt lecker ? Ich habe sie nur gar nicht gedämpft, da die Brot­zeit schnell fer­tig wer­den muss­te, son­dern gleich Kleck­se in die Pfan­ne gege­ben. Ging gut ?. Ich freu mich jetzt aufs Mit­tag­essen und dan­ke euch für die tol­len Rezep­te. Ret­tich war für mich bis dato auch ein schwar­zes Tuch (und das in Süd­bay­ern), aber die­ses Rezept über­zeugt mich voll! Danke!