Dinner Time

Ratatouille mit frischem Gemüse und Kräutern

Ratatouille

Irgend­wie klingt auf fran­zö­sisch fast alles nach Ster­ne­kü­che, oder?

Okay, viel­leicht geht es auch nur mir so, ich habe mich in der Schu­le gekonnt dar­um gedrückt, fran­zö­sisch ler­nen zu müs­sen und über „Bon­soir“ und „Baguette“ gehen mei­ne Fran­zö­sisch-Kennt­nis­se auch nicht hin­aus. Ich begnü­ge mich mit Deutsch, Eng­lisch und ein paar Wor­ten Spanisch.

Auf jeden Fall habe ich das Gefühl, das man ein­fach jedes fran­zö­si­sche Wort anein­an­der­rei­hen kann und es kommt etwas dabei raus, was auf Paul Bocuse’s Spei­se­kar­te ste­hen könn­te. „Sau­tier­tes Hei­zungs­rohr? Aber ger­ne doch“.

Ähn­lich ist das mit Ratatouille.

Hör dir mal selbst dabei zu, wie du Rata­touille aus­sprichst. Rol­len­des R, kur­ze, abge­hack­te T’s, kon­tras­tiert von einem wei­chen „ouil­le“ im Abschluss. Ster­ne­kü­che. Sag‘ ich doch.

Tja, denks­te. Heißt eigent­lich nur sowas wie „gerühr­te Res­te“. Und trotz­dem ent­lockt man Gäs­ten regel­mä­ßig ein qua­si ver­zück­tes „Oh là là“, wenn man Rata­touille ankün­digt. Die fran­zö­si­sche Spra­che ist ein­fach der End­geg­ner für pro­fa­ne Küche. Wahr­schein­lich klingt sogar „Wurst“ auf fran­zö­sisch gut.

„Sau­cis­se“ … ja, war klar. Sag‘ ich doch.

Aber hey, die­se gerühr­ten Res­te sind lecker. Und zwar sowas von. Vor allem, wenn man fri­sche und sai­so­na­le Gemü­se ver­wen­det, die es im Spät­som­mer in Hül­le und Fül­le gibt. Ob nun aus dem eige­nen Gar­ten oder vom Wochenmarkt. ? ?? ?

Alles nicht zu klein schnei­den, fri­sche Kräu­ter und ein biss­chen Zeit dazu geben und als Haupt­ge­richt oder als Bei­la­ge ser­vie­ren. Läuft immer! ?

Ratatouille

Ach ja, beson­ders magni­fi­que wird das Rata­touille in einem schwe­ren Guss­ei­sen­topf.

Frü­her habe ich mich immer nur gewun­dert, war­um Oma immer in die­sen extrem schwe­ren „Unge­tü­men“ gekocht hat! Tja, jetzt weiß ich war­um – es schmeckt eben ein­fach super ?

Zutaten für 4 Portionen

  • 2 Auber­gi­nen
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 Zuc­chi­ni
  • 2 gel­be Paprika
  • 4 Knob­lauch­ze­hen
  • 3 EL Olivenöl
  • 3 Zwei­ge Thymian
  • 1/2 Bund Basilikum
  • 600 g fri­sche, geschäl­te Tomaten
  • 2 EL Balsamico
  • 2 TL Salz
  • 3/4 TL schwar­zer Pfeffer

Ratatouille

Auber­gi­nen, Zwie­beln, Zuc­chi­ni und Papri­ka in 2,5 cm gro­ße Stü­cke schnei­den. Knob­lauch fein hacken.

2 EL Oli­ven­öl in einem hei­ßen Topf geben, Auberginen‑, Zuc­chi­ni- und Papri­ka­wür­fel dar­in für 5 Minu­ten unter Rüh­ren anrös­ten, anschlie­ßend her­aus­neh­men und beiseitestellen.

Das übri­ge Oli­ven­öl in den sel­ben Topf geben, auf nied­ri­ge bis mitt­le­re Hit­ze stel­len und die Zwie­beln und den Knob­lauch dar­in 10 Minu­ten kara­mel­li­sie­ren. Ab und zu umrühren.

Thy­mi­an­blät­ter zup­fen, Basi­li­kum grob hacken.

Die Kräu­ter zusam­men mit dem Gemü­se, den Toma­ten, Bal­sa­mi­co, Salz und Pfef­fer in den Topf geben und 40 Minu­ten bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze mit geschlos­se­nem Deckel schmo­ren lassen.

Mit fri­schem Basi­li­kum auf Reis oder mit knusp­ri­gem Brot ser­vie­ren. Schmeckt auch kalt sehr gut und lässt sich des­halb wun­der­bar im Kühl­schrank für bis zu 3 Tagen aufheben.

Ratatouille

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

22 Kommentare

  1. Hi, ich hat­te zunächst vor, dass Rezept zu Hau­se nach zu kochen. Dann kam eine Ein­la­dung zum Geburts­ta­ges eines Freun­des und ich koch­te es bei ihm und sei­nen Freun­den… was soll ich sagen… es war super lecker und wur­de von den Geburts­tags­gäs­ten und ein­schließ­lich mir gelobt. Als nächs­tes sind mei­ne Kol­le­gen im Geschäft dran 🙂 Dan­ke für die tol­len Rezep­te und Erklä­run­gen dazu!!! Macht wei­ter so!!!

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    1. Mega! Freut uns rie­sig, tau­send Dank. Und die­se Kol­le­gen sind ja zu benei­den, wenn sie bekocht werden. 😅

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  2. Wenn ich mich Fra­ge – was koche ich heu­te nur? – schaue ich immer zuerst auf eure Sei­te:) super lecke­re Rezep­te und sogar mein Mann wird dadurch zum Gemü­se­fan <3

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    1. Yeah, das freut uns. Vie­len lie­ben Dank 🙂

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  3. Ich glau­be, so vie­le Rezep­te wie die von Eurer Sei­te habe ich noch nie nach­ge­kocht. 🙂 bin ein ech­ter Grou­pie von Euch! 😀

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    1. Tau­send Dank lie­be Bea­tri­ce, das freut uns wirk­lich rie­sig ❤️

      Lie­ben Gruß,
      Nadine

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  4. Sooo lecker! Mon dieu 😊 Das Rata­touille durf­te den neu­en Guss­ei­sen­topf ein­wei­hen. Köst­lich. Auch mit der hal­ben Kno­fi­men­ge fantastique.…

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    1. Hal­lo lie­be Julia,

      dir ist schon klar, dass Knob­lauch hal­bie­ren hier so eine Art Sakri­leg darstellt? 😜

      Nein, im Ernst: Vie­len lie­ben Dank dir, das freut uns riesig!

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  5. Aus­ge­spro­chen köstlich…für einen Gast zum Abend­essen gekocht, und alle inklu­si­ve mei­ner Fami­lie begeis­tert! Statt Toma­ten aus dem Glas habe ich fri­sche genom­men, und zusätz­lich das Rata­touille mit zer­rie­be­nen Laven­del­blü­ten verfeinert…mir war nur nicht ganz klar, ob der Basi­li­kum mit den ande­ren Kräu­tern in den Topf kommt, um dort 40 Minu­ten zu köcheln, oder erst am Ende unter­ge­zo­gen wird. Ich habe mich am Ende für eine Hälf­te-Hälf­te-Lösung ent­schie­den 😉 Tau­send Dank für das wun­der­ba­re Rezept…

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    1. Hej Eni­kö,

      lie­ben Dank! Es gehö­ren natür­lich auch fri­sche hin­ein ? Wir haben das Rezept erst letz­tens über­ar­bei­tet und nun end­lich ange­passt! Mmm­mh, das mit dem Laven­del klingt auch wirk­lich toll – wer­den wir aus­pro­bie­ren! Dan­ke dir!

      Lie­be Grüße
      Nadine

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  6. Noch ne Dose Kid­ney­boh­nen rein oder Kicher­erb­sen – dann spart man sich das Brot.

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  7. Nicht nur ein Schmaus für den Gau­men auch fürs Aug:-)

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  8. Vie­len Dank für die­ses genia­le Rezept! Bin noch ein ziem­li­cher Koch­neu­ling, hat aber alles pro­blem­los geklappt und echt super geschmeckt :). Dazu gabs gerös­te­tes Brot und auch mei­ne Fami­lie war ziem­lich ange­tan vom Ergeb­nis. Wer­de ich sicher öfters machen, bin sowie­so ein Fan von gebra­te­nem Gemü­se :D.

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    1. Freut uns sehr Han­ni, vie­len Dank! 🙂 Gerös­te­tes Brot dazu klingt toll!

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  9. Hab ich ges­tern gekocht. Das ers­te Mal, dass ich was mit Melan­za­ni gemacht habe. War sehr begeis­tert vom Ergeb­nis. Habe sogar von mei­ner Mut­ter noch eini­ges an Lob bekom­men – und das heißt was, wenn’s ums Essen geht! 😀

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    1. Wun­der­bar, freut uns! Vie­len Dank, Nicki 🙂

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  10. Wow, wirk­lich sehr lecker! Ein­zi­ge Ände­rung die ich gemacht habe: Toma­ten­mark und Aga­ven­dick­saft nach dem Anbra­ten der Auber­gi­nen­wür­fel dazu gege­ben. Der Dick­saft kara­me­li­siert leicht und das Mark wird etwas ange­rös­tet. Mjam!

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    1. Vie­len Dank 🙂 Oh ja, dei­ne Vari­an­te klingt auch super, wird getestet!

      Lie­be Grüße

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  11. Habs grad gekocht. Super lecker. Super ein­fach. Aber da ich so ein Nudel-Fan bin *schäm*, mach ich mir dann Din­kel-Nude­lis dazu. Das wird lecker.

    Ich find die Sei­te super. Locker leich­te vega­ne Gerich­te. An eini­gen von den Sala­ten werd ich mich in nächs­ter Zeit pro­bie­ren. Mor­gen gibts den grü­nen Boh­nen­sa­lat mit Speck. Freu mich schon drauf.

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    1. Da muss man sich doch nicht schämen 😀
      Dan­ke für das Lob und guten Appetit 😉

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    2. Bes­te Rata­touille ever! 

      Eure Rezep­te haben mir den Ein­stieg ins vega­ne Leben leicht gemacht. Koche vie­le davon immer wie­der und freue mich über jedes neue Rezept. Danke!!!

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      1. Vie­len, vie­len Dank lie­be Lexi! Freu­en wir uns total ❤️

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