Diese Messer brauchst du in der veganen Küche

Eat this! Diese Messer brauchst du in der veganen Küche

Ja, der Titel klingt ein bisschen nach Clickbait, denn grundsätzlich braucht die vegane Küche keine anderen Messer, als jede andere. Okay, genau genommen sogar weniger. Wobei wirklich alle, egal ob pflanzlich unterwegs oder nicht, bei der Zubereitung von Rezepten mit lediglich drei Messern auskommen sollten.

Manche werden jetzt behaupten, dass auch das zu viel sei. Und ich bin sicher, dass es Menschen gibt, die völlig schmerzbefreit alles mit dem Fünf-Euro-Brotmesser aus dem Discounter-Set (übrigens das Letzte, das aus selbem übrig blieb, weil sich die anderen schon in Einzelteile aufgelöst haben) schneiden oder sich ein Schälmesser beim Versuch, einen Kürbis zu zerlegen ruiniert haben. Aber will man sich das als Vorbild nehmen? Das ist ja ungefähr so, wie Messer in die Spülmaschine zu werfen. Das tut man einfach nicht!

Selbst als jemand, der über die Jahre eine ganz schöne Sammlung an Messern angehäuft hat, horte ich beinahe ausschließlich essenzielle Standards. Welche Standards das sind? Oh, darüber quatsche ich gerne. Und ausführlich.

Eat this! Kochmesser und Santoku
Links: Hohenmoorer Yvo 1, Rechts v. o. n. u.: Takamura Chromax, Yu Kurosaki Senko Gyuto, Miyabi Black, ZWILLING x Kramer Meiji Santoku

Nummer 1: Das Kochmesser

Keines der Messer, die ich aufzähle, dürfte sonderlich überraschend sein, aber dass du irgendeine Art von Kochmesser in der Schublade oder an der Magnetleiste hängen haben solltest, dürfte klar sein.

Irgendeine Art? Ja, denn ob du nun zu einer klassisch europäischen Kochmesser-Form greifst, die bei japanischen Herstellern Gyuto heißen oder eher zur meist etwas kürzeren, gedrungeneren Santoku-Form mit einer weniger ausgeprägten Spitze ist mehr oder weniger egal, bei beiden handelt es sich um Allzweck-Küchenmesser. Das Santoku trägt diese Kategorisierung sogar im Namen, denn übersetzt bedeutet Santoku so viel wie „Messer der drei Tugenden“, die hier – war ja irgendwie klar, oder? – für Fleisch, Fisch und Gemüse stehen. Ich sag mal Auslegungssache und behaupte, die drei Tugenden lassen sich auch super auf Schneiden, Schälen, Hacken übertragen, wenn das Messer nur Gemüse sieht.

Auch für kleine Hände lohnt es sich, eine längere Klinge zumindest auszuprobieren. Der Standard liegt hier bei etwa 20 cm und nein, große Messer sind nicht für große Menschen gemacht, sondern für großes Schnittgut. So eine Riesenkarotte lässt sich längs eben besser mit einem Küchenschwert halbieren, als mit einem Schweizer Taschenmesser.

Eat this! Diese Messer brauchst du in der veganen Küche

Ich habe besonders viel übrig für die japanische Messerschmiedekunst. Im Gegensatz zu europäischen Kochmessern wird dort für traditionelle Messer relativ harter Stahl verwendet, der es ermöglicht, dass die Klingen dünn ausgeschliffen werden können und auch die Schärfe länger halten. Besonders dünne Messer werden auch „Lasermesser“ genannt – wenn du damit einmal durch eine feste Karotte wie durch Butter schneidest, weißt du warum.

Mein absolutes Lieblingsmesser ist ein handgeschmiedetes Yu Kurosaki Senko Guyto in 21 cm Länge. Es ist nicht das allerdünnste Messer, gleitet durch alles, was ihm vorgeworfen wird dennoch ohne Probleme und bleibt bei guter Pflege lange rasiermesserscharf. Mit der für diesen Schmied typische, sternförmige Hammerschlagoptik und dem achteckigen, lackierten Eichengriff sieht es außerdem relativ schlicht, aber dafür umso schicker aus.

Messer von Yu Kurosaki und anderen vorwiegend japanischen Schmieden bekommst du übrigens bei Knife Art. Mit dem Rabattcode eatthis5 sparst du bei jedem Einkauf 5 % und unterstützt uns durch eine kleine Rabattprovision. Das erwähnte Senko Gyuto ist zur Zeit zwar ausverkauft, die Variante mit Rosenholzgriff gibt es aktuell aber noch.

Ein 18 cm langes und vergleichsweise hohes ZWILLING x Kramer Meiji Santoku und ein Miyabi Black Gyuto mit 20 cm Länge sind zwar „Messer von der Stange“, werden also maschinell gefertigt, was sie aber keinesfalls schlechter macht. Sowohl das Santoku, als auch das Gyuto sind etwas dicker, damit aber auch etwas robuster.

Ein ebenfalls knapp 20 cm langes handgeschmiedetes Hohenmoorer Yvo 1 aus Karbonstahl fügt sich als so eine Art von Grenzgänger zwischen einer eher europäischen und japanischen Formgebung und Schliff in die Sammlung ein.

Die Teile sind allesamt alles andere als Schnäppchen, aber was soll ich sagen? Ich liebe Messer eben auch als Hobby. Du musst aber natürlich nicht gleich so tief in die Tasche greifen, ab etwa 50–60 € bekommst du qualitativ ordentliche Kochmesser von bekannten deutschen Herstellern, von Takamura gibt es ab etwa 150 € bereits enorm gute, sehr harte, wenn auch teils etwas langweilig wirkende Lasermesser aus einer sehr bekannten japanischen Schmiede. Ich habe die handgeschmiedete Chromax-Version in 21 cm, die mit der „Tsuchime“ genannten Hammerschlagoptik und dem westlichen Holzgriff optisch dann doch etwas mehr hermacht. Sehr günstig kommst du weg, wenn dein Lieblings-Asialaden die Messer der thailändischen Marke Kiwi führt oder du online einkaufst. Für meist um die 10–15 € bekommst du selbstverständlich keinen fancy Stahl, auch die Holzgriffe sind meist nicht gerade gut verarbeitet und Augenweiden sind die Teile auch nicht. Aber sie sind scharf, lassen sich recht einfach auch so scharf halten und sind mindestens als Zweit- oder Gastmesser super geeignet.

Eat this! Kleine Kochmesser und Petties
Miyabi Black Shotoh, ZWILLING Professional S Compact, Kei Kobayashi Petty

Falls du dich trotz aller Überzeugungsarbeit nicht ganz so gut mit einer Klinge jenseits der 18 cm fühlst: Geht Nadine genauso. Ihre Lieblingsmesser sind ein extrem leichtes, 15 cm langes Kei Kobayashi Petty, von dem ich auch die Gyuto-Variante besitze und die um einiges filigranere, 13 cm lange „Shotoh“-Variante meines Miyabi-Kochmessers. Im Knife Art Shop würde ich das Yoshimi Kato Tsuchime Petty empfehlen, ebenfalls in 15 cm Länge, von Zwilling gibt es die Shotoh-Form auch in einer günstigen Variante für etwa 65 €.

Eat this! Schälmesser
ZWILLING x Kramer Meiji Schälmesser, Pallares Schälmesser in verschiedenen Formen

Nummer 2: Das Schälmesser

Beschneidmesser, Schälmesser, Spick- und Garniermesser. Gefühlt gibt es noch drölfzig andere Namen für mehr oder weniger ein und dasselbe: ein mit etwa 8 cm relativ kurzes, etwas dünner ausgeschliffenes Messer mit feiner Spitze.

Was macht man damit? Stell‘ nicht so blöde Fragen, Jörg, schälen. Aber auch für alle anderen feinen Arbeitsschritte ist das Schälmesser geeignet. Den Strunk aus Erdbeeren schneiden? Kein Problem. Tomaten entkernen oder deren Haut für die beste, frische Pasta al pomodoro abziehen? Locker. Aus dem Handgelenk. Bäm!

Diese Messer brauchst du in der veganen Küche

Leicht und ergonomisch sollte dein Schälmesser sein, am besten hat es einen runden Griff, damit du es gut in der Hand bewegen kannst. Unsere Lieblinge für solche Aufgaben sind die günstigen, aber verdammt fotogenen Pallarès Messer aus Carbonstahl und das ZWILLING x Kramer Meiji Schälmesser.

Eat this! Brotmesser
ZWILLING x Kramer Meiji Brotmesser, Victorinox Vespermesser

Nummer 3: Das Brotmesser

Schneidet nicht nur knusprigstes (oder ältestes) Brot, sondern auch alles andere, was zu groß, zu hart oder, im Gegenteil, zu weich für die bereits vorgestellten Messer ist. Das Brotmesser halbiert in der Küche Kürbisse, schneidet selbst weiche Tomaten noch in gleichmäßigste Scheiben und – wer hätte es gedacht – das Wurzelbrot fürs Barbecue Tofu Sandwich.

Brotmesser haben in der Regel einen sogenannten Wellenschliff, was zwar das Nachschärfen erschwert (oder, sind wir ehrlich, zu Hause einfach unmöglich zu machen ist), aber dafür sägt sich das Messer noch im bereits etwas stumpferen Zustand durch alles, was ihm in den Weg kommt. Das Brotmesser ist nicht unbedingt für filigrane Arbeiten gedacht und damit du auch durch den größten Brotlaib und den dicksten Kürbis kommst, solltest du auch hier wieder auf eine ausreichende Klingenlänge achten.

Das Brotmesser unserer Wahl ist das ZWILLING x Kramer Meiji Brotmesser (du erkennst ein Muster), die etwas rustikaleren „Windmühlenmesser“ sind für um die 50 € recht erschwinglich. Außerdem dürfen natürlich klassische Vespermesser für die gleichen Einsatzzwecke nicht fehlen. Am besten drölf Stück davon!

Eat this! Diese Messer brauchst du in der veganen Küche
Shibazi Chai Dao, WMF Sparschäler, Crinkle Cutter, ZWILLING Allzweckschere, Rostradierer, Naniwa Pro 3000 Schleifstein mit Winkelhilfe

Nummer 4: Andere Schneidgeräte und Bonusmesser

Es handelt sich dabei nicht direkt um Messer und dennoch dürfen ein paar zusätzliche Werkzeuge nicht in der Messerschublade fehlen. Ein ganz stinknormaler Sparschäler muss nicht viel kosten, für eine gute Küchenschere würde ich trotzdem etwas tiefer in die Tasche greifen, wenn möglich. Sie eignet sich nämlich nicht nur dafür, Tofupackungen aufzuschneiden. Wir halten es da wie die Koreaner und nutzen die Schere auch für die Zubereitung, beispielsweise zum schnellen Schneiden mancher Kräuter oder Nudeln oder zum Servieren. Ja, Pizza lässt sich super mit der Schere portionieren! Wir verwenden die ZWILLING Vielzweckschere, aber auch eine koreanische Barbecue-Schere oder selbst eine gute Schneiderschere eignet sich super.

Crinkle Cutter

Ich habe geschrieben, dass wir beinahe ausschließlich Standardmesserformen besitzen. Betonung auf beinahe. Ein günstiger Crinkle Cutter für in Wellenform geschnittene Zucchini für das grüne Thai-Curry oder für die besten Ofenpommes ist für uns ein kleines Muss und außerdem konnte ich nicht anders und habe mir ein günstiges Chai Dao gekauft. Das traditionelle chinesische Kochmesser wirkt brutal, als könnte man damit Holz hacken. Es ist aber eigentlich ebenfalls hauptsächlich fürs alltägliche Schneiden gedacht, eignet sich auch für feine Schnitte und heißt übersetzt schlicht und ergreifend nur „Gemüsemesser“. Ich gebe zu, dass ich persönlich mit der Form im Alltag nicht ganz warm werde, trotzdem macht es viel Spaß, hin und wieder damit eine Wagenladung Gemüse für ein einfaches Stir Fry zu verhackstücken.

Die Materialfrage

Bei Edelstahl, Karbonstahl oder gar Keramik scheiden sich die Geister. Während rostende Karbon- oder Kohlenstoffstahlmesser einfach verdammt schick sind (und noch schicker werden. Stichwort Patina!) und im Regelfall besser zu schleifen, haben sie einfach einen großen Nachteil, den ich schon genannt habe. Soll ich nochmal? Okay: Sie rosten!

Das heißt, nach jeder Benutzung, im Idealfall sogar nach jedem Schritt im Rezept, für den du ein Messer brauchst, müssen die Dinger abgeputzt werden, andernfalls sieht das teures Dreilagenstahlmesser ganz fix schlimmer aus als ein uralter Fiat Uno. Was wiederum im besten Fall Handarbeit mit dem Rostradierer bedeutet, im schlechtesten jedoch Hilfe vom Profi erfordert.

Edelstahlmesser sind da nachgiebiger. Und das ist manchmal nicht ganz schlecht, vor allem, wenn du zwischen Topf und Schneidebrett hin und her rennst. Dafür fehlt ganz schlichten rostfreien Klingen einfach ein bisschen was von diesem gewissen Extra, das so ein handgeschmiedetes, irgendwie brutalistisches Karbonstahlmesser mit sich bringt.

Hoch gehärtete Edelstahlklingen sind auch etwas schwieriger zu schleifen. Die Klingenhärte wird in Rockwell oder abgekürzt in HRC gemessen und ohne dich mit Zahlen langweilen zu wollen: Höher heißt härter. Klassische europäische Messer haben einen HRC-Wert von etwa 58. Sie lassen sich auch mit dem Wetzstab scharf halten, verzeihen den ein oder anderen Anwendungsfehler, werden jedoch nicht die Schärfe von härteren Klingen erreichen und halten diese dann auch nicht so lange. Japanische Kochmesser liegen meist im Härtebereich um die 62, können aber auch Werte bis etwa 67 erreichen. Sie können sehr dünn ausgeschliffen werden, werden damit wirklich saumäßig scharf, neigen bei falscher Handhabung jedoch auch zu kleineren Ausbrüchen.

Keramikmesser empfehle ich für den täglichen Gebrauch gar nicht. Das Material ist noch härter und vor allem spröder, lässt sich nur mit speziellen Schleifsteinen scharf halten und auch optisch sprechen mich Keramikmesser nicht an.

Eat this! Messeraufbewahrung

Pflege deine Messer und du wirst ewig etwas von ihnen haben

Die teuersten, besten und schärfsten Messer bleiben nur so lange scharf, wie du dich um sie kümmerst. Und das fängt nicht erst beim Schleifen an, sondern bei der Benutzung und bei der Aufbewahrung.

Schneideunterlagen aus Glas, Keramik oder gar aus Stein sind tödlich für scharfe Klingen. Und scharfe Klingen sind sichere Klingen, lass dir da nix von der übervorsichtigen Tante einreden, die dauernd mit Pflastern in der Gegend herumrennt, weil sie mit ihren spülmaschinen-stumpfen Mini-Messern dauernd von den Tomaten ab- und auf ihre Flossen draufrutscht.

Viel besser sind Schneidbretter aus Holz. Eiche, Buche oder Walnuss sind super, im Idealfall sind diese dann aus sogenanntem Hirnholz gearbeitet, die Holzfasern stehen dir also entgegen. Beim Schneiden zerstörst du so die Struktur der Oberfläche nicht und dein Brett bleibt dir länger erhalten. Holz ist außerdem recht gut zu reinigen, manche Holzsorten wie Eiche wirken aufgrund der enthaltenen Gerbsäuren sogar von sich aus antibakteriell. Es gibt jedoch auch besonders schonende Bretter aus synthetischen Materialien. Schneidbretter von Hasegawa beispielsweise werden für professionelle (Sushi-)Küchen und japanische Messer gefertigt und bestehen aus einem Holzkern und hochwertigste Kunststoffoberflächen.

Dass Küchenmesser wirklich niemals nicht in die Spülmaschine gehören, habe ich bereits erwähnt. Nein, auch nicht-rostende Edelstahlmesser nicht. Die Reinigungsmittel enthalten Säuren, Laugen und Salze und das in Verbindung mit den hohen Temperaturen und der Dauer, die die Messer in der Maschine verbringen, machen sie stumpf und anfällig für Korrosion, wie man früher oder später am alltäglichen Essbesteck feststellen kann.

Wir bewahren die Messer, die wir dauernd benutzen in einem hölzernen Schubladeneinsatz auf. Magnetleisten, idealerweise ebenfalls aus Holz sind auch eine gute Option. Zum Mitnehmen – für die Ferienwohnung, den Camper oder ähnliches – eignet sich eine einfache Messertasche und Klingenschutzklammern oder sogenannte Sayas aus Holz … die sich auch leicht aus Balsaholz selbst basteln lassen.

Eat this! Messeraufbewahrung

Auch bei pfleglicher Handwäsche und mit dem besten Schneidebrett als Untergrund: Jedes Messer wird stumpf und muss nachgeschärft werden.

Allerdings ist das dann Thema für einen eigenen Artikel. Lass mich in den Kommentaren wissen, ob Interesse an einem Schärfen für Anfänger-How-To besteht. Ich bin noch lange nicht fertig, wenn es um das Thema Küchenmesser geht. Ob das eine Drohung ist? Wer weiß!

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Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


Gib deinen Senf dazu!

  1. Hallo Jörg,

    ja, ich hätte echt mega Interesse an einem Artikel zum Schärfen für Anfänger.
    Hast du außerdem noch eine andere Empfehlung für ein chinesisches Hackmesser?

    Viele Grüße von der Ostsee

    1. Hi Niklas,

      ja, das Schärfethema schiebe ich jetzt echt schon viel zu lange vor mir her. Asche auf mein Haupt!

      Zu den chinesischen Messern: Ich muss zugeben, dass ich mich mit der Form nicht so recht anfreunden kann, weshalb ich in diese Richtung nichts anderes mehr getestet habe. Ich bin wohl mehr der Typ Gyuto bzw. Kochmesser. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  2. Hallo in die Runde
    Nach eurem schönen aktuellen Töpfe-Artikel ist mir dieser Messerbericht wieder eingefallen.
    Da waren diese Kiwi Messer, um die ich mich immer mal kümmern wollte.
    Auf Amazon gab es da soweit auseinander klaffende Meinungen, die einen waren begeistert, die anderen redeten von „ausgestanztem Blech“, sodass ich dieses Thema wieder fallen lies und mittlerweile vergaß.
    Nun hat mitten in meiner InnenStadt ( dieselbe Innenstadt wie die eure, Jörg und Nadine ✌) ein wirklich grosser Asiatischer Supermarkt aufgemacht, und der führt Kiwi Messer.
    Also konnte ich die Teile mal live besichtigen
    Ein kleines Gemüsemesser 12cm für 2.50€, ein 4,5cm breites 17cm langes Messer für 6.50 und so weiter😲
    Die Messer sehen für den Preis absolut gut aus, wir haben die oben genannte 2 erstanden und .…hoppla..sind die scharf und durchflutschig.
    Es wurde damit eine Ananas enthauptet, geschält und zerteilt, das ging total leicht und Messer weicht nicht aus, alles supi!
    Eine Freude, wirklich.
    Ich kann sie für den winzigkleinen Minigeldbeutel nur empfehlen.
    Danke für den Tipp, lieber Jörg
    LG
    Line

    1. Ah, ja, der GoAsia sieht uns auch sehr häufig. 😅

      Viel Spaß mit den Messern. Wie gesagt, für das Geld kann man eigentlich kaum etwas falsch machen … auch wenn die Klingen aus dem Material ausgestanzt werden.

      Liebe Grüße
      Jörg

  3. Cooler Artikel für Messernerds.
    Für mich gibt es auch nichts schlimmeres, als mit schlechten Messern zu kochen.
    Selbst wenn ich in den Urlaub, auch nur für ein Wochenende, fahre, nehme ich meine Messertasche mit einer Grundausstattung mit.

    1. Danke dir! Und sind wir mal ehrlich, ein Messer in den Urlaub mitzunehmen ist echt nicht nur für Messernerds empfehlenswert. Also … nicht im Handgepäck versteht sich. Führt zu unschönen Diskussionen, wenn der Trip einen Flughafen beinhaltet. 😬

  4. Prima Beitrag. Besonders das mit den Messer in die Spülmaschine hat mich besonders erfreut denn sas ist ein Streitthema zwischen meinem Chef und mir. Er: ja – ich: nein. Gerade wegen den hier beschriebenen Hinweiße. Werde ich weiterleiten.

  5. Lieber Jörg,
    wir haben uns jetzt auch richtig tolle Messer geholt. Ein Bob Kramer von Zwilling und mein Mann hat das tolle Miyabi „Schwert“ 😃. Meine Frage: schleifst du deine top Messer selbst? Und ja mit was? Wir haben uns das Schleifset von Horl geholt. Ist echt super. Nur it dem extrem harten Stahl des Miyabi klappt es nicht so dolle.
    Hast du einen Vorschlag? 

    Danke und ganz liebe Grüße
    Christ

    1. Hi Christie,

      erstmal herzlichen Glückwunsch!

      Wenn du vom Miyabi-Schwert schreibst und die Stahlhärte erwähnst, meinst du vermutlich eines aus der erwähnten „Black“-Serie (5000MCD 67), richtig?

      Grundsätzlich stimmt’s schon, der Stahl ist sehr hart (nach Herstellerangaben bis zu 66 Rockwell). Die Kramer-Messer sind mit einer Härte von etwa 61 auf der Rockwell-Skala angegeben und damit auch schon recht hart.

      Diese Stahlsorten sind schwierig nur über einen Wetzstahl (und das Horl-System ordne ich aufgrund der Art der Benutzung/Bewegung in diese Kategorie ein, ohne es selbst getestet zu haben, auch wenn ich es wirklich sehr interessant finde) zu schärfen (scharf halten ist nochmal was anderes, aber auch da würde ich eher einen Keramikstab empfehlen).

      Um die Messer wieder richtig scharf zu bekommen, solltet ihr euch Schleifsteine zulegen. Auf denen kann mit ganz anderem Druck und einer anderen Dynamik gearbeitet werden. Für den Anfang ist ein Kombistein ausreichend (ich würde dir jetzt meinen 400/1000er von Zwilling verlinken, aber aktuell scheint es nur einen 250/1000er zu geben … der klingt auch okay, wobei 250 schon recht grob ist). Die 1000er Seite reicht für eine Alltagsschärfe, wenn das Messer mal wirklich stumpf geworden ist oder tatsächlich Macken in der Klinge sind, kann mit der groben Seite „repariert“ werden. Aber auch in Schleifsteinen kann man sich verlieren, also vorsicht. 😉

      Ich habe ja eigentlich seit dem ursprünglichen Beitrag über die Messer vor, etwas zum Thema Schleifen zu schreiben, aber irgendwie stehen solche Dinge immer ganz unten auf der Todo-Liste. 🙈

      Liebe Grüße
      Jörg

      1. Du glaubst nicht, wie lange ich darauf schon mega Bock habe – ich komme einfach nicht dazu. 🙈

  6. Ich habe die Überschrift gelesen und bin nun etwas verwirrt. Ist Die Küche vegan, oder sind es nur die Gerichte? Vegane Messer, recht abenteuerlich. Aber vielleicht bin ich noch nicht in der modernen Zeit angekommen, denn Stories, Shop und How to sind mir auch vollkommen fremd, genau wie der tödliche Unfall oder der elektrische Straßenbahnfahrer. Hans – Dieter Mobertz
    Nachsatz: Wenn man die sprachlichen Beklopptheiten einfach einmal übersieht, die Kochvorschläge sind lecker

    1. Ach Hans-Dieter, vielleicht solltest du in Zukunft am Samstagabend davon absehen, Kommentare ins Netz zu schreiben. Insbesondere, wenn es dir schwer zu fallen scheint, über die Headline eines Textes herauszulesen, stelle ich doch schließlich im ersten Satz bereits klar, worüber du dich zu wundern scheinst – abgesehen vom Straßenbahnfahrer, der mental doch recht wild geschlagene Bogen erschließt sich mir nämlich nicht.

  7. Danke für die wertvollen Tipps und die tollen Bilder!

    Was ist das für eine schicke, hölzerne Magnetleiste im Aufmacherfoto?

    Der Beitrag zum Messerschärfen wird übrigens nach wie vor sehnsüchtig erwartet =)

    Besten Gruß,
    Alex

    1. Hey Alex,

      erstmal vielen lieben Dank für das Feedback und ja, ich hätte den Schärf-Beitrag gerne auch „endlich“ von der To-do-Liste runter. 🙈

      Die Leiste ist tatsächlich nur ein Stück Abschnitt von unserer Küchenfronten aus Eiche. 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

  8. Ich bin gerade durch Zufall auf den Artikel gestossen und finde ihn richtig informativ und nett geschrieben. Auch das Bildmaterial ist wunderbar. Ich gehe mal davon aus, dass Jörg die Fotos selber gemacht hat. Küchenmesser zu fotografieren ist wegen der spiegelnden Oberfläche nicht gerade einfach. Daumen hoch und liebe Grüße, Sascha

  9. Danke für den Beitrag zu Messern für die vegane Küche. Meine Freundin ist Veganerin und hat sich auch spezielle Messer gekauft. Die Messer müssten mal geschliffen werden, aber wir wissen nicht wie. Habt ihr dafür Tipps?

  10. Wunderbarer Artikel. Ich hätte auf jeden Fall wirklich großes Interesse an einen How to fürs Messerschleifen. 🙂

    Liebe Grüße aus Hannover
    Saskia

  11. Hallo Jörg,
    ich habe mir jetzt drei Messer aus Keramik gekauft und bin mit denen sehr zufrieden. Ich habe nur gehört, dass sie leicht brechen, wenn man seitlich auf sie Druck ausübt. aber da ist mir zum Glück noch nichts passiert. und scharf sind sie! Das ist der wirkliche Vorteil. Kann die Keramikmesser also nur empfehlen.

    1. Hallo liebe Anna,

      bei Keramikmessern scheiden sich einfach die Geister. Natürlich sind sie sehr hart und können deshalb extrem dünn und damit scharf ausgeschliffen werden, allerdings bricht die Schneide auch schnell. Und zwar nicht nur, wenn man sie fallen lässt, sondern auch beim täglichen Gebrauch entstehen Mikroausbrüche, die das Messer stumpf werden lassen.

      Und da man Keramikmesser Zuhause eigentlich nur mit Diamantsteinen schleifen kann, fristen die meisten nach einiger Zeit ein unschönes Dasein in der Schublade. 

      Danke übrigens für die Inspiration, den Beitrag noch um die Materialwahl zu ergänzen. Werde ich nachholen, geschrieben ist ja schon fast alles. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  12. toller Artikel! Kam gerade recht, weil Sohnemann mir einen Messerblock Zwilling 4 **** gegönnt hat. Auf Deinen Schleifkurs freue ich micht jetzt schon
    Liebe Grüße
    Cornelia

    1. Hallo liebe Cornelia,

      da hast du dir einen guten Sohnemann herangezogen. Der Messerblock sieht ganz vernünftig aus, auch wenn ich zum Wetzstahl nicht viel sagen kann. Aber wie ich schon meinte: Es ist super zu wissen, was die Leser schon so in den Küchen haben. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  13. Als stolzer Besitzer eines „Kramer – Meiji Santokumessers“ möchte ich mich auch kurz zu Wort melden, denn auch wenn die meisten hier beim Thema Schärfen das „Do-it-yourself“ Prinzip propagieren, lasse ich das doch lieber von einem Profi machen. Nicht weil die Arbeit so schwer ist, es dauert nur einfach lange und erfordert (dem Wert des Messers entsprechend) gewisse Werkzeuge, deren Handhabung erlenbar aber (für mich) mühselig ist.

    1. Hallo Otto!

      Keine Frage, man kann sich selbstverständlich ab und zu den Profi gönnen. Sei es, weil man sich das Schärfen nicht zutraut, die Zeit nicht investieren möchte oder sich kein Equipment zulegen möchte. Das Wissen darüber, wie man Messer scharf hält, ist allerdings sicher für jeden sinnvoll. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  14. Hallo Jörg, ich habe mir mal von meinem Kindern ein 3‑teiliges Küchenmesser-Set von Zwilling schenken lassen. Und die sind einfach toll. 3 verschiedene Größen und auch ein Schleifding ist dabei. Wobei ich nicht weiß, ob ich das richtig mache. Deswegen freue ich mich auf den Artikel übers Schärfen. Ich finde auch, dass Kochen nur Spaß macht, wenn man gute Messer hat.

  15. Hallo Jörg,
    danke für diesen tollen Beitrag.
    Ich hätte auch großes Interesse einem „Schärfen für A“ How-To 🙂
    Ich habe zwei Schleifsteine von Fällkniven (DC4 und CC4) zu Hause – mit keramischer und Diamant-Schleiffläche.
    Ganz lieben Dank schonmal für deine Mühe!
    Liebe Grüße
    Nadja

    1. Hallo liebe Sabine,

      so soll es sein: Die Messer altern einfach in Würde mit dem Besitzer mit. Und wenn man sich gut darum kümmert, klappt das auch. Tausend Dank für die Story und der Schleifkurs „kommt“. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  16. Beim Thema Brotmesser fällt mir ein, dass ich meines seit 40 Jahren habe. Das war der allererste Haushaltsgegenstand, den ich selbst gekauft hatte und ich habe damals um die 60,- Mark dafür bezahlt. Das Ambiente war bemerkenswert, denn das Geschäft führte Messer und Waffen, die ringsum in gläsernen Vitrinen ausgestellt waren und auch an den Wänden hingen. Den Laden gab es noch bis vor gut zehn Jahren. Zweimal habe ich das Brotmesser seitdem schleifen lassen – hält also eine halbe Ewigkeit. Es ist das einzige Messer, das so lange überlebt hat. Ich habe nachgeschaut: Es steht kein Name drauf, nirgends. Ist aber nach damaliger Aussage des Verkäufers aus Solingen. Echte deutsche Wertarbeit, das darf ich nach dieser Zeit wohl behaupten.

  17. Schleiftipps fände auch ich großartig. Benutzt du auch einen Wetzstahl?
    Ich habe ein Abziehstein (Herbertz) mit zwei verschiedenen Körnungen, habe mich aber noch nicht getraut, aus Angst mehr zu zerstören als zu schärfen.
    Danke!

    1. Hallo liebe Sabine,

      nein, Wetzstähle benutze ich nicht. Ich ziehe Messer regelmäßig über einen sehr feinen Keramikstein oder ‑stab ab. Bewirkt dasselbe, dauert nur unwesentlich länger und ist meiner Meinung nach genauer. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

  18. Hi Ihr Lieben,
    eins der Messer habe ich gleich geordert, ich fand es wunderschön. 🙂
    ich hätte Interesse an einem „Schleifkurs“. Einen Schleifstein habe ich schon.
    Lieben Gruss
    Christine

    1. Hallo liebe Christine,

      oh, super. Das freut mich. Was hast du dir denn gegönnt? Und – damit ich schonmal weiß, was vielleicht bei dem ein oder anderen in der Küchenschublade herumwabert – was für eine Art Schleifstein hast du denn schon zuhause?

      Liebe Grüße
      Jörg

      1. Hallo Jörg,
        das kleine, spitze Pallares hat es mir angetan. Ansonsten habe ich einige Windmühlenmesser, große und kleine. Mein bisher liebstes ist auch ein Windmühlenmesser, sehr scharf und mittel groß und ein „Beil“ aus Vietnam. 🙂
        Der Schleifstein hat eine feine und eine etwas gröbere Seite, bisher schärft mein Mann die Messer. Ich habe mich noch nicht ran getraut.
        Lieben Gruß und schon mal ein schönes Wochenende
        Christine

  19. Gute Messer können in der Tat viel Freude machen und schön sind sie auch noch!
    Ein Beitrag über das Schärfen würde mich freuen. Die Drohung kannst du gern wahr machen!

    1. Hallo liebe Heike,

      danke dir vielmals. Um ganz ehrlich zu sein: Auch wenn niemand kommentiert hätte, hätte es den Beitrag früher oder später gegeben. Notfalls nur für mich. 😅

      Aber schön zu lesen, dass Interesse besteht!

      Liebe Grüße
      Jörg