Lib el Kousa – der vermutlich leckerste Zucchini-Knoblauch-Dip

Lib el Kousa – der vermutlich leckerste Zucchini-Knoblauch-Dip
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Okay, hier­mit kor­ri­gie­re ich uns selbst: Unse­re Zuc­chi­ni­puf­fer sind doch nicht das per­fek­te Rezept, um gegen die Zuc­chi­nischwem­me anzu­kämp­fen. Sie sind das zweit-per­fek­tes­te, die­ser Zuc­chi­ni-Knob­lauch-Dip mit Sucht­po­ten­zi­al steht jetzt auf Platz 1.

Lib el Kou­sa ist nicht nur das viel­leicht ein­fachs­te und vor allem leckers­te Zuc­chi­ni­re­zept, über das wir jemals gestol­pert sind, es könn­te auch Pate für das Prin­zip „No Food Was­te“ ste­hen. Tra­di­tio­nell wird für das aus den ara­bi­schen Län­dern der Levan­te stam­men­de Mus aus­schließ­lich das bei der Zube­rei­tung gefüll­ter Zuc­chi­ni, „Kou­sa“, übri­ge, her­aus­ge­schnit­te­ne Kern­ge­häu­se, „Lib“, ver­wen­det, wel­ches andern­falls mög­li­cher­wei­se nur auf dem Kom­post gelan­det wäre.

Du kannst, musst nun aber kei­ne Unmen­gen an Kür­bis­ge­wäch­sen für bei­spiels­wei­se gefüll­te Zuc­chi­ni­schiff­chen aus­höh­len, das Rezept funk­tio­niert auch per­fekt mit den gan­zen Früch­ten. Dazu kom­men je nach Rezept Zwie­beln, Knob­lauch, Oli­ven­öl, Kräu­ter und Gewür­ze und dann wird das Gan­ze ein­fach nur noch geschmort, bis sich die Zuta­ten dazu ent­schlie­ßen, zu einer Ein­heit zu wer­den. Zu einer min­des­tens genau­so unheim­lich duf­ten­den wie schme­cken­den Ein­heit möch­te ich ergän­zen. Die­ser Zuc­chi­ni-Knob­lauch-Dip hat sowohl für die Nase, als auch für die Zun­ge Sucht­po­ten­zi­al, im Ernst!

Lib el Kousa – der vermutlich leckerste Zucchini-Knoblauch-Dip

So bereiten wir Lib el Kousa zu

Am bes­ten ver­wen­dest du zur Zube­rei­tung eine Pfan­ne mit rela­tiv hohem Rand oder einen fla­chen Brä­ter. Eine grö­ße­re Grund­flä­che hilft dabei, dass die immense Men­ge an Was­ser, die in den Zuc­chi­ni steckt, schnel­ler ver­damp­fen kann. Guss­ei­sen­ge­schirr ver­teilt die Hit­ze gleich­mä­ßi­ger und auch bis in den Rand hin­ein, falls also vor­rä­tig, bit­te auf den Herd damit.

Zwie­bel und Zuc­chi­ni wer­den in gleich­mä­ßi­ge, nicht zu gro­ße Wür­fel geschnit­ten und in einem groß­zü­gi­gen Schluck Oli­ven­öl bei mitt­le­rer Hit­ze mit auf­ge­leg­tem Deckel für etwa 20 Minu­ten geschmort, bis das Gemü­se so weich ist, dass du es mit dem Koch­löf­fel zer­drü­cken kannst. Eine Pri­se Salz zu Beginn hilft dabei, das Was­ser schnel­ler aus­tre­ten zu las­sen. Je nach Zuc­chi­ni­men­ge kann das etwas kür­zer oder auch län­ger dau­ern, also hin und wie­der umrüh­ren nicht vergessen.

Zucchini

Wäh­rend­des­sen zer­sto­ßen wir eine bei­na­he schon unver­schäm­te Men­ge Knob­lauch mit eben­falls einer Pri­se Salz im Mör­ser zu einer Pas­te oder rei­ben die Zehen auf einer fei­nen Rei­be, hacken etwas fri­sche Peter­si­lie und Min­ze fein und war­nen schon­mal das gesam­te Umfeld vor, die Knob­lauch­fah­ne wird jetzt erst­mal mit Stolz herumgetragen.

Ist das Gemü­se weich­ge­kocht, wird der Knob­lauch und eine klei­ne Pri­se Kreuz­küm­mel unter­ge­rührt, dann darf das Gan­ze für wei­te­re fünf bis sie­ben Minu­ten ohne Deckel wei­ter­kö­cheln, bis der Zuc­chi­ni-Knob­lauch-Dip so weit ein­re­du­ziert ist, dass beim Umrüh­ren kei­ne Feuch­tig­keit mehr am Pfan­nen­bo­den verbleibt.

Nach­dem das Mus kurz abküh­len konn­te, rüh­ren wir die Kräu­ter und einen Schuss Zitro­nen­saft unter, fer­tig. Und wäh­rend Lib el Kou­sa natür­lich zu aus­ufern­den Mez­ze-Plat­ten passt und sich sehr gut mit bekann­ten Klas­si­kern wie Hum­mus, Baba Ganoush und Mut­ab­bal ver­steht – ganz ehr­lich, wir sind auch mehr als glück­lich, wenn wir zu die­sem ver­mut­lich bes­ten aller Zuc­chi­ni-Knob­lauch-Dips auch ein­fach nur Brot genie­ßen kön­nen. Geheim­tipp: gro­ße mil­de Zwie­bel­stü­cke als Vehi­kel für den Dip verwenden!

Lib el Kousa – der vermutlich leckerste Zucchini-Knoblauch-Dip

Kann ich den Zucchini-Knoblauch-Dip auch…

  • …vor­be­rei­ten? Die Ant­wort lau­tet „Ja“ mit Aus­ru­fe­zei­chen! Luft­dicht ver­schlos­sen hält sich Lib el Kou­sa im Kühl­schrank meh­re­re Tage.
  • …weni­ger Knob­lauch, mit ande­ren Kräu­tern, mit ande­ren Gewür­zen zube­rei­ten? Auch wenn wir rela­tiv weni­ge Rezep­te für Lib el Kou­sa im Inter­net fin­den konn­ten, scheint es sich auch hier­bei um ein klas­si­sches Bei­spiel für „mach draus, was du willst“ zu han­deln. Nadia Gil­bert, von der wir die Inspi­ra­ti­on haben, würzt auf You­tube mit Kur­ku­ma und ver­wen­det erst gar kei­ne Zwie­beln. Sehr häu­fig wird mit getrock­ne­ter Min­ze gewürzt und auch Gra­nat­ap­fel­si­rup kommt hin und wie­der zum Ein­satz. Dafür, dass du den Knob­lauch redu­zie­ren oder weg­las­sen möch­test, kann ich dir aller­dings ein­fach kein Go! mit ruhi­gem Gewis­sen geben, das läuft dann schon auf eige­ne Ver­ant­wor­tung hinaus.
  • …als Brot­auf­strich ver­wen­den? Aber unbe­dingt! Wir sind gera­de süch­tig danach.
Zuta­ten für 4 Por­tio­nen

Lib el Kousa – der vermutlich leckerste Zucchini-Knoblauch-Dip

Zube­rei­tung 30 Minu­ten
Gesamt 30 Minu­ten
  • 1 Zwie­bel
  • 750 g Zuc­chi­ni
  • 6 EL Oli­ven­öl
  • 2 TL Salz
  • 5 Zehen Knob­lauch oder optio­nal auch mehr
  • ½ TL Kreuz­küm­mel
  • 15 g Peter­si­lie
  • 10 g Min­ze
  • 1 EL Zitro­nen­saft
  1. Zwie­bel und Zuc­chi­ni in etwa 1 ½ cm gro­ße Wür­fel schnei­den. 4 EL Oli­ven­öl in eine hei­ße Pfan­ne oder einen Brä­ter geben – im Ide­al­fall aus Guss­ei­sen – und das mit einem ¾ TL Salz gewürz­te Gemü­se mit auf­ge­leg­tem Deckel bei mitt­le­rer Hit­ze für etwa 20 Minu­ten schmo­ren las­sen, bis es weich ist und sich ein­fach mit dem Koch­löf­fel oder einer Gabel zer­drü­cken lässt. Ab und zu umrühren.

  2. Wäh­rend­des­sen Knob­lauch mit ½ TL Salz im Mör­ser fein zer­sto­ßen oder fein rei­ben und bis zur wei­te­ren Ver­wen­dung bei­sei­te stellen.

  3. Knob­lauch und Kreuz­küm­mel unter das gare Gemü­se rüh­ren und wei­te­re 5–7 Minu­ten bra­ten, bis das über­schüs­si­ge Was­ser ver­dampft ist. Je nach Was­ser­ge­halt der Zuc­chi­ni kann das unter Umstän­den auch län­ger dauern.
  4. Gemü­se fein zer­stamp­fen, vom Herd neh­men und kurz leicht abküh­len las­sen. Anschlie­ßend die vor­her fein gehack­ten Kräu­ter unter­rüh­ren, mit dem rest­li­chen Salz und Zitro­nen­saft abschme­cken und mit dem übri­gen Oli­ven­öl getoppt servieren.

Unsere Tipps

Das Rezept kann auch mit ande­ren Kräu­tern oder Gewür­zen abge­wan­delt wer­den. Bei­spiels­wei­se funk­tio­niert auch Kur­ku­ma oder Dill.

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Steady

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


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  1. Hal­lo Ihr Zwei,

    Hei­ßen Dank für das tol­le Rezept! Ich möch­te aller­dings anmer­ken, daß sich die­ser Super-Schlotz auf gar kei­nen Fall meh­re­re Tage im Kühl­schrank hält. Ich habe es gera­de als Bei­la­ge zum Gril­len für mor­gen her­ge­stellt und über­le­ge jetzt krampf­haft, wie ich mich bis mor­gen Nach­mit­tag vom Kühl­schrank fern­hal­te! Ich hab einen Hauch mehr Zwie­bel genom­men, da ich ein Leben ohne ordent­lich Zwie­beln für ver­fehlt hal­te. Ansons­ten genau nach Rezept.
    Vie­le Grüße
    Malaika

    1. Hihi, ja, das ver­ste­hen wir! Der ist schon unver­schämt lecker. 😅 Na klar, Zwie­beln kön­nen es mir wirk­lich auch nie genug sein! 🙌

      Lie­be Grüße
      Nadine

  2. … der Dip war­tet fer­tig im Kühl­schrank auf die Gäs­te am Abend – aber er ist soooo gut, dass ich nicht sicher bin, ob er so lan­ge „über­lebt“ 😉 Dan­ke für das genia­le Rezept!!

  3. Ich fin­de dei­ne Art zu schrei­ben sehr unter­hal­tend und wit­zig … mal anders als ein­fach nur das Rezept… aus­pro­bie­ren werd ich es auf jeden Fall und da ich alle Zuta­ten lie­be .. werd ich das Ergeb­nis sicher auch lie­ben.… wei­ter so… lie­be Grü­ße Gabi

    1. Hi Jo,

      dan­ke für das Feed­back. Zuc­chi­ni­scha­len sind in der Regel ja eigent­lich sehr weich, wir essen die immer mit. Hast du eine Zuc­chi­ni mit fes­ter Scha­le erwischt oder schmeckt sie dir nicht? Wür­de mich sehr interessieren. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

      1. Hal­lo Jörg, geschmack­lich haben die Scha­len dem Gericht kei­nen Abruch getan aber sie waren noch sehr fest wäh­rend der Rest der Zuc­chi­ni schon weich war. Ich habe dann ein­fach den Pürier­stab ein­ge­setzt und alles war wie­der gut.

      2. Ver­ste­he. Dann hat­test du viel­leicht tat­säch­lich Zuc­chi­ni mit einer etwas fes­te­ren, dicke­ren Scha­le … wir mögen die Scha­len­stü­cke eigent­lich ganz ger­ne, gibt dem Gan­zen ein­fach noch etwas Biss. Aber das ist ja ganz ein­fach an den eige­nen Geschmack anzupassen. 🙂

        Dan­ke für das Update!

  4. Eben aus­pro­biert und gera­de fer­tig geges­sen mit Bul­gur­sa­lat und Brot. Rich­tig, rich­tig lecker! Vie­len Dank! 👍🏻✨ P.s. Ich habe 8 Knob­lauch­ze­hen verwendet 😆

  5. Unglaub­lich lecker! Eigent­lich für heu­te Abend als Dip vor­be­rei­tet, aber biss­chen Schwund gab es dann doch als ich es pro­biert habe 🙂 … dan­ke für eure tol­le Arbeit!!

  6. Oh ich freu mich auf das Rezept, jetzt wo ich in mei­nen Gar­ten zurück­kom­me und flei­ßig Zuc­chi­nis ern­ten kann.
    In Kroa­ti­en haben wir noch ein wei­te­res Rezept zum Zuc­chi­ni ver­wer­ten ken­nen gelernt.
    Zuc­chi­ni rei­ben mit einem Löf­fel Essig und Salz ste­hen las­sen. Danach ausdrücken.
    Zwie­beln schnib­beln und gla­sig düns­ten dann Zuc­chi­ni mit ein minisch­luck Was­ser dazu. Mit Salz und Dill 15min köcheln las­sen. Am Ende noch Mehl mit Was­ser ver­men­gen und dazu­ge­ben. Biss­chen Pfeffer.
    So in aller kür­ze 🙂 kann ich nur empfehlen!

    1. Oh ja, das klingt auch sehr gut, wer­den wir defi­ni­tiv tes­ten, sobald wir uns von Lib el Kou­sa „lösen“ können. 🙈😅

      Lie­be Grüße
      Jörg

    2. Hal­lo,
      kannst du mir bit­te ver­ra­ten, was es am Ende wird?
      Ein Mus, Sau­ce oder eine Art Pfan­ku­chen? hört sich jeden­falls sehr span­nend an!
      DANKE

  7. Sooo lecker, die­ser Dipp. Per­fekt, wenn man Appe­tit auf herz­haf­te Küche hat. Der Knob­lauch kommt so rich­tig gut zur Gel­tung. Und ich stim­me mei­nen Vorredner:innen zu: weni­ger Knob­lauch kommt nicht in Fra­ge. Gab es bei uns als Dipp zu Nachos. Why not…
    Dan­ke für das Rezept.

  8. Unglaub­lich lecker – sel­ten so lecke­re Zuc­chi­nis geges­sen! schmeckt umso bes­ser an Tag 2 wenn alles schön durch­zo­gen ist 🙂

    vie­len Dank für all die tol­len Rezepte!

    1. Sehr cool, dan­ke dir für das lie­be Feed­back. Und klar, wer es schafft, nicht alles direkt auf­zu­fut­tern, darf sich auf einen sehr gut durch­ge­zo­ge­nen Dip freuen. 😅

  9. Den gab es bei uns heu­te direkt zum Mit­tag­essen und was soll ich sagen… Der Ham­mer! Sel­ten so gute Zuc­chi­ni geges­sen. Vie­len Dank für das Rezept!

  10. Hört sich nach einer ver­dammt lecke­ren Alter­na­ti­ve zu Baba Ganoush an. Geht schnel­ler und man ver­brennt sich nicht die Pfo­ten beim Pel­len der gegrill­ten Auber­gi­nen 🙂 Ich bin aller­dings defi­ni­tiv für „optio­nal mehr“ beim Kno­bi. Zuviel Kno­bi geht ja eigent­lich fast nicht.
    Dan­ke für die tol­le Idee!

  11. „5 Zehen Knob­lauch – optio­nal auch mehr“ Hold my beer, ich muss Zuc­chi­ni schnippeln.
    Ehr­lich, bes­ser kann’s kaum wer­den, ich lie­be das Rezept jetzt schon, heu­te Abend bestimmt noch mehr!

  12. Das Rezept kommt wie geru­fen, Vie­len Dank ihr zwei!
    Auch wir wer­den gera­de näm­lich wahr­haf­tig von Zuc­chi­ni über­rollt und ich bin immer auf der Suche nach neu­en Ideen, die­se zu verschaffen.
    Der Dip wird heu­te Abend direkt aus­pro­biert, aber jetzt gibt’s erst­mal eure Zucchini-Puffer 😉