Kürbis-Reis-Eintopf mit Grünkohl und Knoblauchchips

Kürbis-Reis-Eintopf mit Grünkohl und Knoblauchchips
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Was schreit lauter Winter-Komfort-Küche, als die Kombination aus Kürbis und Grünkohl? In einem Topf? Als ein cremiger Kürbis-Reis-Eintopf mit Grünkohl und knusprigen Knoblauchchips mit Safran für die klitzekleine Portion Luxus im Alltag?

Wenig. Zumindest wenig genauso lecker klingendes. Völlig egal, wie genial wir oder auch du ihn finden, aber der Steckrübenstampf, tja, geht halt einfach nicht so gut über die Zunge. Also … beim Aussprechen, meine ich.

Fakt ist: Jeder steht auf Kürbis. Und du müsstest schon die letzten Jahre unter einem wirklich großen, sehr schweren Stein gelebt haben, um nicht mitzubekommen, wie der Grünkohl wohl das kohligste Zutaten-Comeback des Jahrhunderts hingelegt hat. In Rekordzeit, möchte ich noch ergänzen!

Ein Duett (besserer Begriff) der beiden? Eigentlich unvermeidlich… dachten wir uns jedenfalls und welche Bühne bietet sich in der aktuellen Jahreszeit besser an, als ein großer Gusseisen-Pott, der dir schon während des Kochens blubbernd auf dem Herd stehend von der wohltuenden Schüssel Leckerei erzählt, die du gleich auf der Couch löffeln wirst? Wir sind wieder bei: wenig.

Für unseren Kürbis-Reis-Eintopf verwenden wir den ziemlich eindrucksvollen Muskatkürbis, der leider nicht ganz so omnipräsent verfügbar ist, wie die Lieblinge Hokkaido und Butternut, mit dem er übrigens verwandt ist. Falls du dich bisher von der schieren Größe der dunkelgrün-orangen Kolosse einschüchtern lassen hast: Keine Sorge, dein Lieblingsstand auf dem Wochenmarkt schneidet dir sicher kleinere, einfacher zu bewältigende Stücke heraus, falls er diese nicht ohnehin schon fertig abgepackt anbietet. Selbstverständlich kannst du aber auch auf die „üblichen Verdächtigen“ ausweichen, solltest du partout keinen Muskatkürbis bekommen.

Muskat-Kürbis Hälfte

Auch der Muskatkürbis lässt sich übrigens mit Schale verwenden und auch er ist roh genießbar. Allerdings ist gerade die Hülle der etwas größeren Exemplare doch manchmal etwas zäh, weshalb wir für unseren Eintopf doch zum Sparschäler greifen. Und sind wir ganz ehrlich: Schlussendlich sieht’s im Teller auch ein bisschen schicker aus. Tja, da kommt dann wohl ein Hauch kulinarischer Oberflächlichkeit durch.

Aber zurück zum Rezept. Das Monstrum von Kürbis wird im Topf butterweich und unheimlich cremig und passt so perfekt zum kernigen Risottoreis, der unserem Eintopf den perfekten Biss und durch die austretende Stärke die sämige Konsistenz gibt, die wir alle doch bei Eintöpfen lieben, oder?

Kürbis-Reis-Eintopf mit Grünkohl und Knoblauchchips

Kurz vor Ende der Garzeit kommt der grob gehackte Grünkohl dazu. So behält auch er noch etwas Crunch und erinnert so gar nicht mehr an die ungeliebte, verkochte grüne Grütze, wegen derer er so lange eher ein Schattendasein in der Gemüseabteilung fristen musste.

Wie jetzt? Diesmal keine Toppings auf der Suppe? Oh doch, mittlerweile haben wir uns damit ja fast schon einen Namen gemacht. Unseren Kürbis-Reis-Eintopf garnieren wir mit fix frittierten Safran-Knoblauchchips. Um es noch mal zu sagen: Crunch! Und keine Sorge, auch wenn Safran direkt nach dickem Geldbeutel und Dekadenz klingt: A little goes a long way, wie es so schön heißt. Eine Messerspitze, also ein paar wenige Fäden der teuren Krokusblütennarben reicht aus, um die Chips und das Öl, in dem sie baden dürfen, leuchtend orange einzufärben und dem ganzen den typischen, floralen Duft zu geben. Und hey, ein bisschen Luxus darf man sich auch in der Joggingbuchse auf der Couch gönnen, während man lecker Eintopf löffelt, oder?

Kürbis-Reis-Eintopf mit Grünkohl und Knoblauchchips

Portionen 4 Portionen

Kürbis-Reis-Eintopf mit Grünkohl und Knoblauchchips

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten

Für die Knoblauchchips (reicht für etwa 8 Portionen)

Für den Eintopf

  • Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Öl in einen heißen Topf geben, Knoblauch bei mittlerer Hitze 5 Minuten frittieren. Nicht zu braun werden lassen, sonst wird der Knoblauch bitter. Vom Herd nehmen, Safranfäden dazugeben und weitere 5 Minuten im heißen Öl ziehen lassen.
  • Währenddessen Zwiebel in feine Streifen, Kürbis in grobe Stücke schneiden. Grünkohlblätter vom Stiel zupfen oder schneiden, Blätter grob hacken.
  • Knoblauch mitsamt dem Safranöl aus dem Topf nehmen und mit Salz würzen.
  • Olivenöl für den Eintopf in den Topf geben, Zwiebeln bei mittlerer Hitze 3 Minuten rösten. Risottoreis dazugeben, mit Salz würzen und weitere 2 Minuten braten.
  • Kürbis dazugeben, mit 700 ml Gemüsebrühe aufgießen und 20 Minuten mit geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze kochen. Dabei ab und zu umrühren.
  • Deckel abnehmen, Grünkohl unterrühren und bei niedriger Hitze 5 Minuten ziehen lassen. Zitronensaft unterrühren, mit Salz abschmecken und mit Knoblauchchips und Safranöl getoppt servieren.

Unsere Tipps

Magst du es etwas schärfer, kannst du auch anstelle von Safran etwa 1/2 TL Chiliflocken verwenden.

Kürbis-Reis-Eintopf mit Grünkohl und Knoblauchchips

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Steady

Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.


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  1. Suuuper leckeres Rezept, auch mit Hokkaido Kürbis.
    Beim ersten Versuch war es mir fast etwas zuu flüssig, beim 2. Mal hab ich etwas weniger Brühe genommen und es war perfekt.
    Nur wars für unseren Geschmack etwas knapp bemessen, habe jetzt die 1,5 fache Menge genommen und so waren wir satt 🙂

  2. Mmmmhhh, danke für dieses simple und so leckere Rezept, das ich sehr spontan nachgekocht habe! Perfekt für die kalten Tage! Habe Hokkaido und Schwarzkohl verwendet, da ich das grade da hatte. Wirklich gut. Chapeau an euch für die immer tolle kulinarische Bereicherung! 🥳

  3. So so lecker 🤤
    Aus Gründen der Faulheit zwar ohne Knoblauchchips aber nächstes Mal gibt’s die bestimmt dazu.
    Habe außerdem Hokkaido-Kürbis benutzt aber ich denke, das macht keinen großen Unterschied.

  4. Das war sehr, sehr lecker ! Ich habe das Rezept minimal umgewandelt in ein Kürbis-Grünkohl -“Gulasch” an Nudeln (die weg mussten) , also ohne Reis, und nicht als Suppe, also mit etwas weniger Wasser/Gemüsebrühe. Ich nenne das immer “Gulasch”, dabei enthält es gar kein Fleisch, sondern nur ein wenig saure Sahne ( anderthalb Esslöffel) , die ein veganer Profi sicherlich durch was Veganes ersetzen könnte. Ich hatte keinen Safran und den Knoblauch habe ich aus Faulheit einfach zerquetscht. Mehr habe ich nicht verändert. Sehr, sehr lecker und fruchtig! Danke für dieses tolle Rezept.