Der KitchenAid Artisan Cook Processor – ein K.I.T.T. für die Küche!

Der KitchenAid Artisan Cook Processor – Danke, K.I.T.T.!

Also hättest du mir vor ein paar Wochen noch erzählt, dass ich mal auf eine kochende Küchenmaschine mit Display, Kochprogrammen, verrückten Tönen und Rühr- und Schneideeinsätzen abfahre, hätte meine Antwort vermutlich in etwa so gelautet:

„Ne, warum auch? Ich habe gute Messer und mit denen schneide ich auch gerne. Selbst rühren kann ich auch und mit Töpfen kann ich gerade noch so hantieren, ohne dass ich mir dabei weh tue. Und die Aufgabe einen Timer zu stellen, traue ich mir ebenfalls zu. Und wenn’s doch schief läuft, habe ich immer noch Siri zur Hilfe.“

So kann man sich täuschen.

Wenn KitchenAid bei dir anklopft und fragt, ob du vielleicht mal den neuen Artisan Cook Processor ausprobieren willst, sagt es sich nur sehr schwer nein. Schon gar nicht als bekennender KitchenAid-Fan (das Design ist einfach zu gut).

KitchenAid Artisan Cook Processor

Auch wenn da eine latente Abneigung gegen Prep’n’Cook-Geräte im Hinterkopf herummeckert. „Ein automatischer Topf? Komm schon. Und außerdem: Braten können die Dinger doch auch nicht“ (SPOILER: der Cook Processor kann braten. Und wie.)

Nadine und ich waren auf jeden Fall bis zum Eintreffen des Küchen-Transformers skeptisch. Beim Auspacken auch noch. Und in den ersten beiden Tagen, nachdem wir den Cook Processor in der Küche untergebracht haben ebenfalls. Wir konnten ihn nicht sofort ausprobieren, da ich zuerst noch Verlängerungskabel verlegen musste.

Der echt schicke Topf mit Cockpit und Turbinenantrieb stand also ganze 48 Stunden bei uns herum und wurde nur schief beäugt. Während wir mit Messern Gemüse geschnitten haben und selbst im Topf herumrührten. Küchen-Mobbing pur. Der Cook Processor muss sich wie das Kind gefühlt haben, das beim Völkerball immer als letztes gewählt wurde. Ich weiß wie das ist, ich war richtig schlecht beim Völkerball.

Aber im Ernst: Normalerweise steht bei mir kein elektrisches Gerät länger als nötig unbenutzt herum.

Schalter an/aus, „Wie geht das?“ und „Ups, ich glaube, ich habe was kaputt gemacht. Ach, doch nicht, gehört so.“ – liegt mir alles im Blut.

Das Keine-Bedienungsanleitungen-Lesen auch und deshalb ging es 2 Tage später, nachdem der Strom dort ankam, wo auch der KitchenAid Artisan Cook Processor sein Plätzchen bekommen hat, auch genau so los.

Hauptschalter an, das Display sagt Hallo und die Kiste möchte kurz konfiguriert werden. Alles klar, kein Problem und schon ist man in dem Menü, welches man zukünftig bei jeder Benutzung sieht. Easy.

KitchenAid Artisan Cook Processor Display

Das „Braten“-Menü war unsere erste Anlaufstelle. Wie schon erwähnt, haben die meisten Konkurrenzprodukte damit Probleme. Der bekannteste Kochautomat eines Staubsaugerherstellers (*räusper*) heizt nur auf 120 °C auf. Natürlich reicht das zum Kochen, Röstaromen lachen da aber nur und bleiben in den Lebensmitteln sitzen, die du da gerade versuchst zu braten.

Der Cook Processor schafft ganze 20 °C mehr und 10 Minuten bei 140 °C gebratene Zwiebeln sehen auch so aus, wie sie sollen. Schön gebräunt, karamellisiert und süß. Der StirAssist – also der automatische Pfannenwender des Cook Processors – wird dafür auf eine Intervallschaltung gestellt und rührt so nur alle paar Sekunden.

Zugeben muss man, dass der StirAssist ein wenig grobschlächtig rührt. Tja, ist eben ein Roboter. Tofuwürfel zerfallen deshalb beim Braten im Cook Processor. Da Tofu aber ohnehin in eine beschichtete Pfanne oder einen gut eingebrannten Wok gehört, kann man das verschmerzen.

Der KitchenAid Artisan Cook Processor – Danke, K.I.T.T.!

Okay, braten kann der KitchenAid Artisan Cook Processor. Aber was macht man damit sonst so?

Beworben wird der Rührschüssel-Terminator damit, dass er auch schneidet, schmort, kocht, dämpft, aufschlägt, mixt und knetet.

Die Schneidefunktion ist ganz praktisch, um Gemüse für Suppen und Eintöpfe oder zum Beispiel für eine vegane Gemüsebolognese klein zu hacken. Das machst du dann mit dem Vielzweckmesser, das du direkt im Anschluss gegen den StirAssist austauschst und direkt zum Braten übergehst.

Für kleinere Mengen findet sich im Zubehör auch ein kleines Vielzweckmesser und eine kleine Schüssel, die als Einsatz funktioniert. Für Nussbutter reicht es nicht – da hapert’s an der Umdrehungszahl – aber Cashew-Queso, Dips und Pesto funktionieren einwandfrei.

Das Teigmesser ist eine große Hilfe bei der Seitanzubereitung oder zum Beispiel für selbstgemachte Gnocchi. Brot- und Pizzateig ist aber etwas, das ich doch lieber von Hand mache. Da hängt irgendwie Herz dran und beides ruft einfach nach persönlicher Hingabe, nach Handarbeit oder zumindest einer KitchenAid Küchenmaschine.

Mit dem beiliegenden Schneebesen machst du beispielsweise veganen Eischnee aus Aqua Faba und im Garkorb werden zum Beispiel Kartoffeln gekocht.

Sämtliches Zubehör kann übrigens in die Spülmaschine (auch wenn wir das den Messern nie antun würden). Einziger Wermutstropfen: Der Topf selbst sollte verständlicherweise von Hand gespült werden.

Es klingt jetzt so, als bräuchte man einen Waffenschein für die Verwendung sämtlicher Einsätze. Ist nicht so, keine Sorge. Trotzdem bleibt bei uns bis auf die Kleinhack-Messer-Gadgets viel vom Zubehör in der beiliegenden Aufbewahrungsbox.

Die Dämpfaufsätze sind aber direkt in die greifbare Nähe in die Küche gewandert. Seitan und vor allem Dim Sum dämpfen? Machen wir nur noch mit dem Cook Processor.

Das Herzstück sind für uns jedoch definitiv die Brat-, Koch- und Schmor-Modi.

KitchenAid Artisan Cook Processor Modi Der KitchenAid Artisan Cook Processor – Danke, K.I.T.T.!

Curries? Easy. Suppen? Kein Problem. Lange geschmorte Eintöpfe? Lachhaft. Eben genau die Rezepte, die einen dazu zwingen, alle paar Minuten in die Küche zu rennen um nachzusehen, ob auch nichts überkocht oder anbrennt.

Macht der KitchenAid Artisan Cook Processor bei uns jetzt alleine und wir können weiterarbeiten (oder weiter Netflix binge-watchen). Easy peasy.

Beim Risotti-Rühren fällt dir regelmäßig der Arm ab? Leg’ dir mit dem Cook Processor einen Roboterarm zu.

Du brauchst einen Beweis? Kein Problem. Schau dir das an den Cook Processor angepasste Rezept für unser Risotto mit Pfifferlingen an.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Der Preis ist heiß

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich auf einer Vertreterparty auf eine monatelange Warteliste für die bekannte Konkurrenz setzen zu lassen, den wird es freuen, dass der Cook Processor mit einem UVP ab 999,- € sogar rund 10% günstiger ist. UND: Du kannst ihn im Laden gleich mitnehmen. Dafür hat der Cook Processor keine eingebaute App mit Rezeptbuch. Aber ernsthaft: Das geht dann auch wirklich zu weit.

Das ist natürlich nach wie vor kein Schnäppchen und der KitchenAid Artisan Cook Processor damit sicherlich nichts für jeden. Aber sind wir mal ehrlich. Die Konkurrenz verkauft sich, wie geschnitten Brot. Sowohl für Familien, als auch für kochfaule Singles kann das Teil eine ziemliche Zeitersparnis bieten und sieht schick genug aus, um auch in Hipsterküchen eine gute Figur zu machen.

Unser Tipp: Vergiss mal das angestaubte (You see, what I did there?) Klischee der Kochautomaten und guck dir den Cook Processor an – auch wenn du den Teilen so abgrundtief skeptisch gegenüberstehst, wie ich noch vor wenigen Wochen.


Reklame! Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit KitchenAid entstanden.

Unterstütze uns

Für diesen Post haben wir keinen Sponsoren. Aber auch du kannst uns unterstützen und uns dabei helfen, dieses kleine Business aus Herzblut und viel Liebe zum Essen am Laufen zu halten. Was sagst du? Hast du Lust auf viele weitere Küchenabenteuer mit uns? Dann komm in die „Sriracha-Gang“ auf Steady.

Steady

Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.


Gib deinen Senf dazu!

  1. Hallo
    Ich habe mich auch von Blogs wie deinem ~blenden lassen und mir so ein Monstrum angeschafft. Lese auch in Deinem Artikel wie toll und schnell man z.B. einen Eintopf herstellt… Fakt ist — es gibt einfach keine Rezepte für das Teil — Eintopf z.B. ist, gibt man es in der Suche ein, gleich Babybrei … Tomaten kommen lediglich als ‚rauchige bla bla mit Kichererbsen‘ vor … sonst nichts — alles völlig abgedrehte seltsame Rezepte und keinerlei Vorschläge die einem normalen Haushalt den Arbeitsalltag erleichtern würden. Fazit: für den Normalbürger nicht zu gebrauchender Staubfänger dessen ständige Beteuerung es würden demnächst wirklich mal ein paar Rezepte veröffentlicht, sich als bloße Luftschlösser entlarven.

    1. Hi Martin!

      Ich bin nun etwas irritiert. Wozu braucht es spezielle Rezepte für einen Topf, der einfach nur von alleine rührt und eben auf Knopfdruck heiß macht und nicht mit Hilfe einer Herdplatte darunter? Was erwartest du denn? Dass dir das Ding die fertigen Mahlzeiten an den Tisch bringt (talking about Luftschlösser)? 🤔

      Wie ich geschrieben habe, landete das Rezeptheft direkt wieder im Karton und weitere Rezepte versprochen habe ich doch eigentlich auch nirgendwo (abgesehen davon findest du sogar ein paar auf den Cook Processor angepasste Ideen auf dem Blog).

      Also ignorieren wir jetzt mal den Fakt, das “rauchiges Tomaten-bla-bla-bla mit Kichererbsen” eigentlich ganz schön geil klingt (auch für “Normalbürger”): Klassiker von Muttern solltest du im Cook Processor hinbekommen, ohne dass man dir die Bedienung des Gerätes vorkaut. Wenn nicht, ruf’ sie an, also Muttern. Sie wird’s dir erklären können 😉

      Beste Grüße
      Jörg

      1. Hallo Jörg,
        ganz so abwägig ist dass, was Martin schreibt nicht.
        Wenn man den Cook Prozessor (CP) mit dem Thermo Mix (TM) vergleicht, was es ja eigentlich sein soll, da kann der Prozessor hier nicht mithalten.

        Wir haben das Gerät auch, aber schaue immer neidisch auf die Rezeptbücher für den TM.
        Bei dem CP hier findet man keine Rezepte.
        Evtl. in den Englisch sprachigen Foren, da das Gerät ja aus den USA kommt.

        Ich erwarte hier mehr als nur ein dreier Gespann von Herdplatte, Kochtopf und engebautem Rührer.

        Gruß
        Sam

      2. Hallo Sam!

        Ich habe ja vor allem ein bisschen in Abwehrhaltung geantwortet, da hier von “Blenden” und “hohlen Versprechungen” gesprochen wurde, die ich nie abgegeben habe.

        Ich bin nach wie vor der felsenfesten Überzeugung, dass es für einen rührenden Topf einfach keine Rezepte braucht, aber ich verstehe deine Einwände trotzdem. Für Käufer, die einfach selten kochen und wenig Erfahrung mitbringen ist der Thermomix mit Display und einfachen Rezepte-How-Tos wohl die bessere Wahl. Für uns wiederum ist ein Küchengerät eine Möglichkeit, eigene Ideen umzusetzen, weshalb wir einfach andere Prioritäten setzen. 🙂

        Liebe Grüße
        Jörg

      3. Hallo, ich habe den cp seit fast 3 Jahren und bin sehr zufrieden. Alle Rezepte für Kochmaschinen lassen sich hervorragend in dem CP anwenden. Und Rezepte dafür gibts zu tausende im Netz . Es ist und bleibt eine Maschine die nur so gut arbeiten kann, wie derjenige der sie bedient. Außerdem bedarf es auch einer Einarbeitungszeit. Man sollte sich die Zeit nehmen und die Bedienungsanleitung studieren.
        Alles in allem ein hervorragendes Gerät zum Kochen und zum zuarbeiten.

      4. Hallo,
        also ich habe auch den CP von Kitchenaid-und liebe ihn!!
        Wer eine größere Rezeptauswahl braucht ,kann auch einfach die Rezepte vom TM des Staubsaugerherstellers umsetzen.
        Nur Garkörbe und Rührelemente haben dort eine andere Bezeichnung.
        LG