Dinner Time

Karotten-Süßkartoffel-Tajine mit Fenchel und Weißkraut

„Nobody is perfect“. Wissen wir alle. Aber unsere Karotten-Süßkartoffel-Tajine mit Kichererbsen und Weißkraut ist es. Behaupte ich jetzt einfach mal.

Obwohl sie aus „nicht perfektem“ Gemüse entstanden ist, welches unter anderen Umständen nur mit Glück auf den Tellern des Bauern, im angeschlossenen Hofladen oder im Tante-Emma-Bioladen oder auf dem -Markstand gelandet wäre.

Lass’ uns gar nicht erst in der Klischeekiste wühlen. Die Gurkenkrümmung wurde über sämtliche Stammtische gejagt und jeder und seine Katze durften sich darüber echauffieren, dass kerzengerade Gurken eben besser in Kartons verpackt werden können und so sowohl Bauern, als auch den Händlern helfen, die Dinger günstig an die hungrigen Käufer zu bekommen.

Hey, (Bio-)Supermärkte versorgen immer noch den Großteil der Bevölkerung mit frischen Lebensmitteln und nicht jeder kann es sich leisten, besagte Hofläden zu besuchen. Zum uns nächstgelegenen müssen wir uns durch die verkehrsreichen Innenstädte von Ulm und Neu-Ulm quälen und auch wenn wir dort gerne einkaufen, steuern wir im Regelfall für den Wocheneinkauf den nächsten großen Supermarkt oder den Wochenmarkt an.

Es steckt schon was dahinter, wenn krummes Gemüse alleine aus logistischen Gründen nicht im Bio- oder Supermarkt landet. Hier geht es eben um die Menge, die absetzbar ist und sind wir ganz ehrlich: Vor dem Gemüseregal greifen wir dann auch alle nach den schönsten Exemplaren, oder etwa nicht?

Bei der Suche nach den selben sehen wir allerdings nicht, dass bereits ein gewisser Anteil der Ernte einfach sprichwörtlich auf dem Feld bleibt, da der Bauer gar keine Chance hat, diesen im größeren Stil an seine Großabnehmer zu verkaufen. Dreibeinige Karotten, ‚ne Zucchini, die sich auf halbem Weg überlegt hat, doch in die andere Richtung zu wachsen, ein Fenchel, der nicht ganz dem Ideal entspricht – diese Kandidaten landen eher selten in der Auslieferung.

Darum geht es auch dem Team von ETEPETETE, die in Zusammenarbeit mit Biolandwirten, die teils nach Demeterrichtlinien anbauen, „nicht ganz so perfektes“ Gemüse an Frau und Mann bringen möchten.

Gemacht wird das in Form von den „Retterboxen“, die jeden Freitag ausgeliefert werden und nur frischestes Gemüse direkt von den Höfen enthalten.

Wir durften die Classic Box testen und obwohl wir uns beinahe schon auf absolut krummes Zeug gefreut haben, staunten wir regelrecht beim Öffnen darüber, dass das Gemüse bis auf die obligatorische Mehrbein-Karotte eigentlich nichts besonders anders aussah, als das Gemüse, welches wir auch im Bioladen oder gar auf dem Wochenmarkt einkaufen.

Das liegt daran, dass Gemüse auch aus Gründen aussortiert wird, die teils auf den ersten Blick nicht auffallen. Die Kartoffeln sind zu groß oder zu klein und passen deshalb nicht ins Raster, teils sind kleine Schadstellen am Gemüse zu sehen, die – mit Verlaub – auch beim Einräumen ins Gemüseregal des Ladens passieren würde.

Die Classic Box ist mit 5 kg feinstem gemischtem Gemüse gefüllt. In unserer fanden wir lila Süßkartoffeln, Fenchel, Zwiebeln, Champignons, Kartoffeln, lila Karotten, Orangen, Weißkraut, Knollensellerie und eine Landgurke. Dass die veranschlagten 19,90 € für eine Kiste preislich am oberen Rand angesiedelt sind, möchte ich gar nicht schönreden. Aber dabei darfst du nicht vergessen, dass die Box frei Haus geliefert wird und du dich auch auf eine gute Qualität und höherpreisige Specials wie die erwähnten lila Süßkartoffeln freuen kannst.

Unserem geretteten Gemüse huldigen wir jetzt jedenfalls mit einem unserer liebsten Gemüsegerichte überhaupt: Einer vollgepackten, supergesunden Karotten-Süßkartoffel-Tajine mit lila Karotten, ebenso farbigen Süßkartoffeln, Weißkraut und Fenchel. Nein, das klingt definitiv nicht nach der fotogensten Farbkombi ever – wir haben beim Fotoshooting schon etwas geschwitzt, muss ich zugeben. Aber das ist eben auch das Schöne an der Box: Man bekommt eine Überraschung serviert, denn natürlich ist es eine gewisse Herausforderung, den Inhalt vorherzusagen. Auch daran arbeitet das Etepetete-Team, aber eigentlich ist es doch auch ganz schön spannend, sich auf die Gemüselieferung mit dem großen imaginären Fragezeichen auf der Kiste zu freuen, oder?

Also, versuch’ dich doch mal als Gemüseretter. Quatsch’ deinen Lieblingsmarktstand an, sprich mit dem Personal im Bioladen darüber oder lass dir superkomfortabel einfach ein ETEPETETE-Abo raus. Mit dem Gutscheincode eatetepetete gibt’s satte 5€ Rabatt auf deine Bestellung. Die Dreibeinkarotte freut’s!

Zutaten für 4 Portionen

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Außerdem

  • 4 EL Sojajoghurt
  • 1/2 Orange in Spalten geschnitten
  • 1/2 Bund Petersilie
  1. Zwei Zwiebeln in feine Streifen schneiden, die übrige grob hacken. Knoblauch fein hacken, Thymianblätter zupfen.

  2. Zwiebeln, Knoblauch, Thymian, Harissa, Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel auf dem Boden der Tajine verteilen und Olivenöl darübergeben.

  3. Kartoffeln, Karotte, Süßkartoffel und Fenchel in 2 cm dicke Spalten schneiden, Weißkraut grob hacken.

  4. Nach und nach Kichererbsen und Gemüse in die Tajine schichten und vorsichtig mit Orangensaft und 200ml Wasser aufgießen.

  5. Deckel auflegen, aufkochen lassen und anschließend bei mittlerer Hitze 45 Minuten köcheln lassen. Hin und wieder nachsehen, ob noch genügend Flüssigkeit im Topf ist, notfalls mit 50 ml Wasser aufgießen.

  6. Mit Salz abschmecken und mit Sojajoghurt, Orangenscheiben und frisch gehackter Petersilie servieren.

Tipps

Du kannst die Tajine natürlich auch in einem gusseisernen Bräter oder einem herkömmlichen Topf zubereiten.

Da durch den speziellen Deckel der Tajine immer Kondenswasser nach unten tropft, musst du im normalen Deckel allerdings darauf achten, dass immer etwas Flüssigkeit auf dem Topfboden steht.


Werbung! Dieser Beitrag wurde von ETEPETETE Handels und Produktions GmbH unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, ETEPETETE und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt scharfes Essen und steht auf die Kombi Pasta & Brokkoli. Sammelt E-Gitarren und schreibt ab und zu darüber. Ist "eigentlich" Grafikdesigner und Webentwickler.

12 Kommentare

  1. Meine Hochachtung über die Mühe, die Ihr Euch gebt, um die Rezepte (Fotos) darzustellen. Das ist einfach erste Sahne, macht Appetit und so findet man das selten. Außerdem ist alles leicht herzustellen und schmeckt mmh. Nur weiter so.
    Gruß

    Antworten
    1. Vielen lieben Dank Petra! Da freuen wir uns sehr ☺️🙌🏻

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  2. Hi Jörg,
    ob es anderen Kunden auch so erging, weiß ich nicht- der Kundensupport von Etepetete hat nichts dergleichen erwähnt. Ich muss auch fairerweise sagen, dass die Reklamationen jedesmal sofort bearbeitet wurden und es hatte den Anschein,als würden sie das schon ernst nehmen. Dummerweise hat es sich aber trotzdem mehrmals wiederholt und irgendwann haben wir entnervt aufgegeben. Der Fehler lag wohl bei der Endkontrolle- vielleicht hat sich das inzwischen gebessert.

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    1. Hey Monika,
      Etepetete ist ja ein meines Wissens deutschlandweiter Versand für krummes Gemüse. Ich kann mir vorstellen dass Gemüse von lokalen Anbietern frischer bei dir ankommen würden. Die Idee ist natürlich gut, allerdings sind wesentlich längere Transportwege vonnöten wenn das Gemüse erst verschickt wird. Vielleicht findest du ja was in deiner Nähe 😉

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  3. Hallo ihr Zwei, das Rezept klingt mal wieder super! Ich besitze leider weder Tajine noch gusseisernen Topf – hadere damit, weil es noch ein zusätzliches Küchenutensil wäre, was in der sowieso schon überfüllten Küche untergebracht werden muss… Sagt mal, macht ihr noch eine Jahresauswertung der beliebtesten Rezepte aus 2017? Darüber würde ich mich riesig freuen!

    Antworten
    1. Hallo liebe Carina,

      vielen Dank! Ja, das können wir gut verstehen – unsere Küche ist leider auch nicht die größte 😉 Aber ohne die Tajine könnten wir mittlerweile auch nicht mehr! Alles daraus schmeckt einfach sensationell und ganz anders als aus einem normalen Topf … Zur Jahresauswertung sind wir bisher noch nicht gekommen, vielleicht schaffen wir es noch! ☺️

      Lieber Gruß
      Nadine

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  4. Hey,
    besagte Retterbox von Etepetete hatten wir auch, fast ein Jahr, abonniert. Leider kam es aber immer wieder vor,dass der Inhalt entweder schon nicht einwandfrei bei uns ankam, bzw innerhalb kürzester Zeit anfing zu gammeln. Nachdem wir mehrmals reklamiert haben ( Reaktion top ) und sich nicht wirklich etwas änderte, haben wir schweren Herzens das Abo gekündigt.
    Von dem Konzept sind wir nach wie vor überzeugt.

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    1. Oh, das ist natürlich schade und verständlich, dass man darüber nicht erfreut ist 🙁

      Glücklicherweise ist uns das nicht passiert, aber weißt du denn, ob es auch anderen Kunden so erging?

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  5. Hi ihr beiden,

    Was wären denn Hofläden in der Nähe von Ulm, die ihr empfehlen könnt? Wir sind nach wie vor auf der Suche nach einem (Bio-)Hof in Fahrradentfernung.

    Liebe Grüße aus der Weststadt

    Antworten
    1. Hallo Frank,

      die Auswahl ist leider nicht besonders groß, um ehrlich zu sein. In einigermaßen erreichbarer Nähe finden wir den in Ludwigsfeld ganz cool und einladend. Kommt aber auch immer auf das aktuelle Angebot an 🙂

      Ansonsten findest du Samstags auf dem Neu-Ulmer Wochenmarkt einen Stand vom Hofgut Neubronn. Wir wissen davon selbst erst seit kurzem und kamen leider noch nicht dazu, uns das Angebot anzusehen.

      Liebe Grüße
      Jörg

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    2. Hi Jörg,

      Dank dir für die Antwort.
      Ja Ludwigsfeld ist schon ein Stück entfernt. Aber der Stand auf dem Neu-Ulmer Markt klingt gut. Vielleicht trifft man sich ja mal dort 😉

      Viele Grüße
      Frank

      Antworten
      1. Hi Frank,

        ja, wir wollten auch schon ewig mal auf den Neu-Ulmer Markt! Im Winter sind wir immer etwas fauler und laufen nur zu dem für uns näheren Ulmer Wochenmarkt, aber im Frühjahr schauen wir auf jeden Fall mal vorbei 😁 Klar, wäre super, wenn man sich dort mal trifft!

        Liebe Grüße
        Nadine

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