Karamellisierte Zwiebel-Pasta

Karamellisierte Zwiebel-Pasta
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Wem beim Löf­feln des zwie­be­li­gen Sup­pen­wun­ders aus Frank­reich der Gedan­ke kam, dass der Croû­ton-Deckel als Sät­ti­gungs­bei­la­ge zwar schon lecker, aber auch äußerst schnell ver­schlun­gen ist, darf vor­freu­dig die Augen­brau­en heben: Wir machen eine ein­fa­che, des­halb aber nicht weni­ger luxu­riö­se kara­mel­li­sier­te Zwie­bel-Pas­ta aus nur fünf Zutaten.

Grund­sätz­lich neh­men wir uns dafür die Sup­pen­idee und machen dar­aus eine uma­mi-rei­che, süß­lich-herz­haf­te Sau­cen­ba­sis für Nudeln. So weit, so ein­fach. Im Gegen­satz zur klas­si­schen Sup­pe sind wir dabei aber auch noch alko­hol­frei und äußerst zuta­ten­spar­sam unter­wegs. Damit ist unse­re kara­mel­li­sier­te Zwie­bel-Pas­ta auch kin­der- (gut, kommt sicher­lich auf das Kind an) und wochen­tags-kom­pa­ti­bel, denn sei­en wir mal ehr­lich, womit könn­te man sich nach einem lan­gen Arbeits­tag auch schon bes­ser ver­wöh­nen, als mit kara­mel­li­sier­ten Zwie­beln en mas­se? Wenn schon Zwie­bel­duft, dann bit­te aus allen Poren.

Wer unse­re Ver­si­on der Zwie­bel­sup­pe schon nach­ge­macht hat, weiß, dass es sich dabei grund­sätz­lich um ein ein­fa­ches Rezept han­delt, wel­ches aller­dings ein paar Minu­ten in Anspruch nimmt. Die Zwie­beln for­dern ein­fach etwas Zeit ein, bis sie sich ihrem Schick­sal erge­ben und gold­braun aus dem Topf strah­len. Eine fran­zö­si­sche Zwie­bel­sup­pe ist ein­fach kein 30-Minuten-los-geht’s‑Essen.

Okay, auch die zwie­be­li­ge Nudel­sauce braucht etwas. Da wir mit dem Schritt des Kara­mel­li­sie­rens aber prin­zi­pi­ell fer­tig sind mit dem Rezept, läuft das gan­ze abso­lut im Rah­men der magi­schen hal­ben Küchen­stun­de ab.

Karamellisierte Zwiebel-Pasta

Für die kara­mel­li­sier­te Zwie­bel-Pas­ta ver­wen­den wir Gemü­se­zwie­beln, die mit ihrem mil­den, süßen Aro­ma die aus­ge­wo­gens­te Sau­ce erge­ben … und sich schnel­ler schä­len und in Strei­fen schnei­den las­sen, die anschlie­ßend für etwa 20 Minu­ten in gutem Oli­ven­öl und optio­nal einem Klecks vega­ner But­ter vor sich hin bra­ten dür­fen. Salz und eine klei­ne Pri­se Back­pul­ver erhöht den pH-Wert, was dafür sorgt, dass die Zwie­beln schnel­ler ihre Feuch­tig­keit abge­ben und damit schnel­ler kara­mel­li­sie­ren. Sci­ence!

Sobald die Zwie­beln anfan­gen, eine gleich­mä­ßig brau­ne Far­be anzu­neh­men – was nach etwa 10 Minu­ten geschieht –, lan­den die Nudeln in gut gesal­ze­nem Was­ser. Wir haben Far­fal­le ver­wen­det, da sich die Zwie­bel­stü­cke per­fekt in der Schmet­ter­lings­form ver­fan­gen. Fus­il­li oder Orec­chi­et­te funk­tio­nie­ren eben­falls gut, Spa­ghet­ti oder Lin­gui­ne aber auch.

Ist die Pas­ta al den­te, soll­ten auch die Zwie­beln den typi­schen Kara­mell­ton ange­nom­men haben und unver­schämt aus dem Topf duf­ten. An der Stel­le wer­den die Nudeln abge­gos­sen – nicht, ohne etwa 100–150 ml Nudel­was­ser auf­zu­fan­gen und zu den Zwie­beln gege­ben. Mit dem stär­ke­hal­ti­gen Nudel­was­ser wer­den die Zwie­beln dann zu einer Sau­ce „ver­dünnt“. Gewürzt wird mit frisch gemah­le­nem schwar­zen Pfef­fer und etwas Apfel­es­sig für die Säu­re, getoppt mit unse­rem vega­nen Par­me­san und gehack­ter Peter­si­lie. Voi­là, eine fran­zö­si­sche Zwie­bel­sup­pe mit mehr „Body“.

Karamellisierte Zwiebel-Pasta
Zuta­ten für 2 Por­tio­nen

Karamellisierte Zwiebel-Pasta

Zube­rei­tung 25 Minu­ten
Gesamt 25 Minu­ten

Außerdem

  1. Zwie­beln schä­len, hal­bie­ren und quer zum Wur­zel­an­satz in dün­ne Strei­fen schnei­den. Öl und vega­ne But­ter (falls ver­wen­det) in einen hei­ßen Topf oder eine hei­ße tie­fe Pfan­ne geben, Zwie­beln dazu­ge­ben, mit Salz und Back­pul­ver wür­zen und etwa 20 Minu­ten bei mitt­le­rer Hit­ze kara­mel­li­sie­ren las­sen. Dabei häu­fig umrühren.
  2. Nach etwa 10–15 Minu­ten (oder wenn die Zwie­beln anfan­gen, gleich­mä­ßig zu bräu­nen) Nudeln in gut gesal­ze­nem Was­ser al den­te kochen (ca. 10 Minu­ten). Pas­ta abgie­ßen, dabei ca. 150 ml Koch­was­ser auf­fan­gen. Nudeln zu den kara­mel­li­sier­ten Zwie­beln geben und unter Rüh­ren nach und nach das auf­ge­fan­ge­ne Koch­was­ser dazu geben, bis sich die Nudeln und die Sau­ce verbinden.
  3. Mit Pfef­fer und Apfel­es­sig wür­zen, bei Bedarf mit Salz abschme­cken und mit vega­nem Par­me­san und vor­her fein gehack­ter Peter­si­lie getoppt servieren.
Karamellisierte Zwiebel-Pasta

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Steady

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


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  1. Even­tu­ell habe ich es mit dem Back­pul­ver etwas über­trie­ben… jeden­falls sind die Zwie­beln sehr gelb gewor­den und haben dann kom­plett ihre Kon­sis­tenz ver­lo­ren. Am Ende war’s nur noch eine Zwie­bel­mas­se, die aber köst­lich geschmeckt hat. Also: Top Rezept, nur was mit mei­nen Zwie­beln los war, kann ich mir nicht erklären.

    1. Hi Doro,

      ja, dann hast du etwas zu viel Back­pul­ver erwischt. Es reicht tat­säch­lich nur eine Pri­se. Freut mich zu lesen, dass dir die Pas­ta den­noch so gut geschmeckt hat. 🙂

      Lie­be Grüße
      Jörg

  2. Ihr seid ein­fach die bes­ten! Die Zwie­bel­sup­pe ist schon ein Favo­rit, aber die­ses Nudel­ge­richt ist auch ein Traum! Heu­te hat es mein 12-jah­ri­ger Sohn gezau­bert. Auf Ins­ta pos­te ich gleich noch ein Foto (auch wenn es nicht beson­ders aussieht)

  3. Lie­be Nadine,
    dan­ke für dei­ne Offen­heit, dei­nen Zustand mit dei­ner Com­mu­ni­ty zu teilen.
    Ich wün­sche dir ganz viel Kraft, Gesund­heit und dass ihr den Umzug gut über­steht und euch in der neu­en Woh­nung min­des­tens genau so wohl fühlt. Bit­te nicht extra ant­wor­ten. Spa­re dei­ne Kräf­te für neue Lebens­freu­de und Zeit für dich. Ganz lie­ben Dank für eure wun­der­ba­ren Rezep­te u.v.m.

    PEACEFUL Grü­ße
    Christa

    1. Lie­be Christa,

      tau­send Dank für dein lie­bes Feed­back und dei­ne guten Bes­se­rungs­wün­sche! Freue ich mich sehr. 🙏 

      Lie­be Grüße
      Nadine

  4. In der Tür­kei isst man das zu Bas­ma­ti­reis. Der Reis wird mit Lin­sen gemischt gekocht. Anschlie­ßend kommt die Zwie­bel­mas­se, die vor­her lan­ge geschmort wur­de oben drauf. Dazu wird wahl­wei­se Joghurt geges­sen. Manch­mal wird der Reis durch etwas dicke­re Faden­nu­deln ersetzt, dei vor dem Kochen in einer Pfan­ne ohne Öl gerös­tet wer­den. Das schmeckt so unfass­bar gut. Eure Ver­si­on wer­de ich def­in­tiv auch tes­ten. Ich lie­be sol­che „ein­fa­chen“ Gerichte 🙂
    Lie­be Grüße
    Hannah

    1. Meinst du even­tu­ell Muja­dar­ra (oder eine Form davon)? Dafür haben wir auch ein Rezept, bei dem wir die Zwie­beln aller­dings tat­säch­lich rös­ten. Falls du ein ande­res Gericht meinst, bit­te schick‘ uns ger­ne wei­te­re Infos, das klingt genau nach uns. 🙂

      Lie­be Grü­ße und viel Spaß beim Nachkochen

      1. Huhu ihr Zwei:)

        Koche just in die­sen Moment euer Rezept nach und habe mich gefragt wofür das Back­pul­ver gut ist? 🙂 Danke!

      2. Ich doof… Super pein­lich… Wer lesen kann ist wie immer klar im Vor­teil. Ihr habt ja aus­führ­lich beschrie­ben wofür das Back­pul­ver ist. Sor­ry für mei­ne Zeitverschwendung!:)

      3. Alles gut, ich hof­fe, die Pas­ta hat trotz­dem geschmeckt. 🙂

        Lie­be Grüße
        Jörg

      4. Dan­ke der Nach­fra­ge… Es war wirk­lich köst­lich. Mei­ne Frau und ich haben es ziem­lich abge­fei­ert! So schmack­haft und dann nur so weni­ge Zuta­ten. Perfekt!

      5. Hal­lo Jörg, ich bin mit kara­mel­li­sie­ren nicht so ver­traut. Kannst Du dazu etwas schrei­ben? Ich habe gele­sen, dass das Koch­be­steck abso­lut fett­frei sein soll. Wie mach ich das denn bei die­sem Rezept? Zucker zu den ange­bra­te­nen Zwie­beln geben, also in Fett? Und wie­viel Zucker neh­me ich denn in etwa?
        Bes­te Grü­ße, Melli

      6. Hi Mel­li,

        du sprichst ver­mut­lich davon, tat­säch­li­ches Kara­mell aus Zucker her­zu­stel­len. Da stimmt das, kannst du auch in unse­rem Rezept für den Banof­fee Pie nach­le­sen. Beim Kara­mel­li­sie­ren von Zuta­ten gilt das selbst­ver­ständ­lich nicht.

        Lie­be Grüße
        Jörg