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Ich krieg‘ die Klimakrise

Ich schreibe ja wirklich lieber über Essen, über Zutaten und Rezepte, aber diesen Beitrag will ich gefühlt nun schon eine Ewigkeit raushauen. Und ich gebe zu, ich habe mich auch ein bisschen davor gedrückt. Ich habe mehrmals angefangen und dann kam doch wieder irgendetwas „Wichtigeres“ dazwischen.

Tja, wichtig. Was genau ist denn gerade wirklich wichtig. Was zum Beispiel könnte denn jetzt höhere Priorität haben als sich brennend für unser aller Schicksal zu interessieren und einzusetzen? Quasi sofort alles stehen und liegen zu lassen und zumindest irgendwie Flagge bei den #FridaysForFuture oder anderen Klima-Demos zu zeigen, dass einem die Situation verdammt noch mal sehr wichtig ist und uns alle etwas angeht, denn wie heißt es denn momentan überall so schön:

There’s no Planet B

Die Demos werden aber immer noch hauptsächlich von Schülern und Jugendlichen getragen, die Zeit und Kraft aufwenden, um auf die Katastrophe, auf die wir alle ziemlich sicher  zusteuern, aufmerksam zu machen. Und ja, so schlimm es klingen mag, ich beneide heutzutage niemanden, der jünger als Mitte zwanzig ist. Diese nachfolgenden Generationen werden es sein, die diese gigantischen Ökoschulden bezahlen müssen.

Kann das wirklich alles sein?

WO SIND DIE #PARENTSFORFUTURE?

Ja, auch ihr liebe Generation X und Y seid gemeint. Und natürlich auch ihr Babyboomer! Habt ihr vielleicht selber Kinder oder gar Enkel? Wie könnt ihr dann nicht auf der Straße sein und Rabatz machen?

Denn für diese armen Menschen – also auch uns – wird sonst in ein paar Jahren nicht mehr viel Schönes übrig bleiben. Wer möchte sich denn sein Kind oder Enkelkind schon in einem Zukunftsszenario mit Krieg, Umweltkatastrophen, Hunger, Krankheiten, Hitze und massiven Flüchtlingsströmen – was übrigens für eine stetig wachsende Anzahl der Weltbevölkerung schon heute bittere Realität ist – vorstellen?

Ja, ich höre den ein oder anderen spätestens jetzt schon frotzeln. Mensch, wo’s doch grad so schön ist mit dem neuen Auto und der nächsten gebuchten Flugreise. Tja, so lange das nur andere Teile der Welt und andere Menschen –  Hauptsache nicht die eigene Familie – betrifft, kann man das wohl noch getrost mit der Vogelstrauß-Methode verdrängen und insgeheim darauf hoffen, dass irgendwelche Anderen das Kind schon schaukeln werden.

Ich bin heute auch nicht hier, um nach Meinungen zu fragen. Heute gibt’s ganz ungeschönt mein derzeitiges persönliches Empfinden. Klar erhoffe ich mir damit auch ein bisschen unbequem zu sein und im besten Fall zum Nachdenken und Reflektieren anzuregen. Um den heißen Brei reden ständig schon die anderen.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Auch Jörg und ich machen Fehler und sind alles andere als perfekt. Das würde voraussetzen, dass die Rahmenbedingungen für unser Handeln andere wären. Der alltägliche Wahnsinn von Überproduktion auf der einen Seite, und Unterversorgung auf der anderen, der nach und nach zur Normalität geworden ist, muss aufhören. Und zwar besser heute als morgen. Eigentlich am besten gestern.

Weitere Erläuterungen über das alles diktierende, kapitalistische Wirtschaftssystem würden jetzt hier leider einfach zu weit führen und das Feld überlasse ich lieber anderen. 

Ich kann hier ja auch keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben und du wirst auch vermutlich kein neues Wissen aus meinem Beitrag schöpfen können. Nichts, was nicht schon tausendfach irgendwo geschrieben worden ist. Und doch kann man das Thema wohl kaum oft genug erwähnen, denn viele befinden sich immer noch im absoluten Tiefschlaf. In ihrer „Nichts Sehen, nichts Hören, nichts Sagen“-Sicherheitsblase mit Autopilot ins Chaos. Gruselig.

Um beim derzeitigen Weltgeschehen konstruktiv mitreden zu können, ist es einfach wichtig, bestimmte Hintergründe und geschichtliche Entwicklungen zu kennen und zu verstehen, um die vielen Puzzleteile zu einem Ganzen fügen zu können.

Doch die Essenz, der Ernst der Lage, ist doch eigentlich für jeden normal und logisch denkenden Menschen, sehr einfach zu verstehen. Hoffe ich jedenfalls.

IST ES SCHON ZU SPÄT?

Ich habe es zumindest mehr als einmal gelesen. Und nicht wenige Wissenschaftler streiten sich darüber. Aber alle Experten sind sich zumindest einig: Es sieht verdammt scheiße aus.

Professor Jem Bendell, Nachhaltigkeitsforscher an der Universität in Cumbria,  ist sich dagegen so gut wie sicher, dass wir uns alle in nicht allzu langer Zeit auf massive Veränderungen unseres gewohnten Lebens einstellen müssen. Das hat er in seinem Aufsatz Deep Adaption verdeutlicht. Na klar, ich finde das mehr als beunruhigend und wer das bisher nicht tut, sollte noch mal genau überdenken und recherchieren warum denn eigentlich.

Was spricht denn dagegen? Vielleicht zum Beispiel die ultraheißen Sommer , das Artensterben, die schlechter werdenden Ernten, die dahinschmelzende Arktis oder das ganze Plastik im Meer?

Zumal die Politik leider keinerlei Anstalten macht irgendwelche Notfall-Maßnahmen zu ergreifen. 1,5 Grad. Mehr darf sich die Erde nicht mehr erwärmen. Und wir sind so was von kurz davor.

Bei mir hat es (erst!!!) Anfang des Jahres noch mal so richtig, richtig Klick gemacht und einen Schalter umgelegt. Aber mit Volldampf voraus! Bisher war meine vegane Ernährung und mein veganer Lifestyle mein politisches Statement, aber das reicht bei Weitem nicht!

Den Mund zu halten und das Thema totzuschweigen oder auszusitzen oder schlichtweg zu leugnen – die gängige Methode vieler Menschen Probleme zu beseitigen – führt hier straight to hell.

Ich habe viel gelesen, recherchiert und bin zugegebenermaßen ein paar Wochen in eine Art „Loch” gefallen und war deprimiert. Das Ganze hat sich selbst auf meine Arbeit, Lebenslust und letztendlich das ganze Sozialleben ausgewirkt. „Eco-anxiety“ (Öko-Angst) nennt man das, habe ich mir sagen lassen.

Ich habe mit Jörg, Freunden und Familie mehr als einmal über das Thema „Klimawandel und Zukunft“ diskutiert. Oft sehr hitzig und manchmal ist es auch in Streit ausgeartet. Ich habe gemerkt, dass noch lange nicht jeder dort angekommen ist, wo sich schon einige andere – unter anderem auch ich – befinden. Nämlich in der Zukunft.

Viele verharren lieber in ihrem altgewohnten Status quo.  Tun so, als wäre alles nicht so schlimm und haben Angst vor Veränderungen. Und in gewisser Weise kann ich es sogar ein bisschen nachvollziehen. Aber eben nur ein bisschen. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier.

Natürlich gibt es auch berechtigte Sorgen, was eine sozialgerechte Umgestaltung unserer Welt angeht, welche unbedingt beachtet werden müssen, damit wir auch wirklich alle mit ins Boot holen! Doch sind es jetzt bereits die Ärmsten, die unter den Konsequenzen der Politik industrialisierter Länder zu leiden haben. Ohne Wandel sieht es also für uns alle düster aus.

Wäre der Ressourcenverbrauch der Weltbevölkerung so groß wie in Deutschland, dann müssten mindestens drei Planeten zur Verfügung stehen, um ihn nachhaltig zu decken.

Wer die Nachrichten verfolgt, weiß dass Deutschland dieses Jahr bereits seit dem 03. Mai ökologisch auf Pump lebt. Dank einer Politik, die Profite so ziemlich über alles stellt und sich daher nicht um nachhaltiges Wirtschaften scheren kann. Aber auch dank einer Mentalität, die diese Wirtschaft nicht genug kritisiert und fast fraglos konsumiert.

Statistisch gesehen gehört die Bundesrepublik übrigens zu den Spitzenreitern der ökologischen Riesen-Fußabdrücke und belegt aktuell weltweit Platz 8.

SOLL’S DAS WIRKLICH GEWESEN SEIN?

Produzieren, Konsumieren, Wegschmeißen und Zerstören? Mich ekelt das einfach nur an. Die Wut über dieses Verhalten steigt bei mir täglich. Und auch die Angst vor den Konsequenzen.

Ich kann und will mir einfach nicht vorstellen, dass es nicht insgeheim so vielen anderen Menschen genauso geht. Ich denke es liegt auch häufig an der Ohnmacht, Hilflosigkeit und Überforderung, dass man sich nicht traut, laut zu werden.

Der „normale“ Mensch ist der heutigen Gesellschaft nur deshalb so gut angepasst, weil er sein Selbst aufgegeben hat, um so zu werden, wie man es von ihm erwartet. – Erich Fromm

ACT NOW!

Wenn mir Leute dann darauf immer nur jovial die liebste und heilige Wirtschaftspredigt halten, werde ich so richtig ungeduldig. Profit, Profit, Profit. Ich kann es nicht mehr hören!

Innerhalb von wenigen Jahrzehnten hat diese Art des Wirtschaftens es geschafft, den Planeten so zu zerstören, was unsere Gattung Homo sapiens seit 200.000 Jahren nicht geschafft hat. Glückwunsch. Applaus, Applaus! Und das soll der Gipfel der Entwicklung sein? Beschämend.

Wir müssen wieder hin zu einer sinnvollen Produktion für die Bedürfnisbefriedigung der Menschen, statt für den Profit für einige wenige. Hin zu einer Gesellschaft, die sich über „sein-orientiertes“ anstelle von „besitz-orientiertem“ Haben definiert.

Die unglaublichen Zahlen der Lebensmittelvernichtung, Altkleider- und Müllberge allein in Deutschland sorgen bei mir jedes Mal, wenn ich darüber etwas lese, fürs kalte Grausen:

Weltweit geht jährlich etwa ein Drittel der Lebensmittel auf dem Weg vom Feld bis zum Teller verloren, während gleichzeitig etwa 800 Millionen Menschen unter Hunger leiden. Und: Die Verschwendung belastet die Umwelt. Jährlich entstehen dadurch mehr als 38 Millionen Tonnen Treibhausgase, gut 43.000 Quadratkilometer landwirtschaftlicher Fläche werden genutzt sowie 216 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht. Für jedes Nahrungsmittel verbrauchen wir zudem Energie bei Herstellung und Transport und verwenden Pflanzenschutzmittel, Mineral- und Wirtschaftsdünger, die die Umwelt belasten.

Obwohl niemand gerne Essen verschwendet, wird in deutschen Haushalten jedes achte Lebensmittel weggeworfen. So landen in den Mülltonnen der Privathaushalte 6,7 Millionen Tonnen. Pro Person sind das zwei vollgepackte Einkaufswagen mit einem Warenwert von 234 Euro: etwa 82 Kilogramm. Im Außer-Haus-Verzehr entstehen ca. 1,9 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle, im Handel ca. 550.000 Tonnen, in der Industrie 1,85 Millionen Tonnen. Verluste in der Landwirtschaft sind dabei noch nicht berücksichtigt. (Quelle: Auszug aus dem Umweltbundesamt)

WAS TUN?

Trübsal zu blasen macht mir weder Spaß, noch bringt es uns irgendwie vorwärts. Und auch wenn die Neigung zu Pessimismus ganz deutlich in meiner Familie liegt, gehöre ich eigentlich nicht zu den großen Anhängern.

Ich bin definitiv für Lösungen! Und Optimismus, auch wenn es manchmal schwerfällt, inmitten der ganzen geballten Ignoranz. Natürlich habe auch ich (leider, leider) nicht die sofortigen Lösungen für alles parat. Ganz wie Greta Thunberg es mehrfach betont hat.

Und auch wenn ich keine Hoffnung darauf setze, dass sich Entscheidungsträger und Verantwortliche endlich einmal dazu bequemen, Notfallmaßnahmen einzuleiten, glaube ich, dass die derzeitigen Proteste und entstehenden Graswurzelbewegungen viel Potenzial haben.

Es geht doch, wie beim Veganismus auch, bei vielen Dingen nicht um Verzicht. Jeder hat immer eine Heidenangst davor, dass ihm irgendetwas weggenommen wird. Sei es das Auto, das Schnitzel oder das fünfzigste Sneaker-Paar. Aber was stattdessen dazugewonnen oder im Austausch erhalten wird, darüber wird einfach nicht nachgedacht.

Wie oft haben wir in den letzten Jahren Nachrichten von Leuten bekommen, die dank der für sie richtigen veganen Rezepte auf einen rein pflanzlichen Lifestyle umgestellt haben und damit nun glücklicher und zufriedener sind als jemals zuvor. Wir könnten ganze Listen vorlesen! Und das ist auch genau das, was uns tagtäglich antreibt und mit Eat this! weitermachen lässt.

Genauso geht es mir zum Beispiel auch mit der Umstellung hin zu (so weit wie möglich) plastikfreiem Einkaufen oder unserem plastikfreien Badezimmer. Man braucht wirklich so viel weniger, als man denkt und nicht, wie die omnipräsente Werbung einem 24/7 suggeriert.

Und vieles ist so viel einfacher, günstiger, qualitativ hochwertiger und –  ja hier spricht ein Ästhet – auch noch schöner als die Dinge, die ich oft jahrelang vorher genutzt habe. Wer kennt ihn nicht, den mal mehr oder weniger gut sortierten Wust aus Pröbchen (vegane Naturkosmetik hin oder her), verschiedenen Shampooflaschen oder Bodylotions. Ich könnte mir manchmal heute noch an den Kopf fassen.

Aber man hat es ja leider nicht anders gelernt, ist vieles so gewohnt und hat manchmal schlichtweg keine Zeit groß darüber nachzudenken. Und deshalb ist es eben so wichtig, Freunde und Familie mit ins Boot zu holen und alte Gewohnheiten zu durchbrechen und abzuschaffen und Neues zu entdecken. 

“NACH MIR DIE SINTFLUT” IST VORBEI

Wir haben echt nicht mehr viel Spielraum, das Wasser steht uns bis zum Hals. Damit etwas geschieht, solltest auch du und alle die du motivieren kannst auf die Straßen gehen, dich organisieren und für deine und unser aller Zukunft demonstrieren. Wir haben uns sehr gefreut, dass am 20.09. so viele Menschen hier in Ulm und deutschlandweit gemeinsam auf der Straße waren!

Trotzdem ist das Klimapaket der derzeitigen Bundesregierung mit Pauken und Trompeten gescheitert. 

Sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Ressourcennutzung agiert die Bundesregierung, als ob es kein Morgen gäbe. – Kira Heinemann, Vorstand der BUNDjugend

Die Zeit der heutigen, egoistischen Ellenbogen-Wirtschaftspolitik, getreu dem Motto “Nach mir die Sintflut” ist mal so was von vorbei. Höchste Zeit für radikales Umdenken! Für Utopien! Für Mut! Für Hoffnung! Und vor allem für Gemeinschaft!

Vielfach stellen unser derzeitiges soziales und ökologisches Engagement eher eine Art Abbitte für unsere kollektiven Sünden dar, als dass Mensch und Natur mit dem versorgt würden, was sie wirklich bräuchten. – David Holmgren

So abgenutzt der Slogan auch klingen mag: Nur zusammen sind wir stark und können etwas für eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft in Bewegung setzen. Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, dass diese Krise auch eine Chance zu einem großen Systemwandel sein kann. 

Aber wir müssen jetzt gemeinsam handeln. Jetzt zusammen auf die Straße gehen. Bevor es für immer zu spät ist.

Bist du dabei? Was sind deine Gedanken und Gefühle zur Krise? 

#AllefürsKlima 🌏🌳🔥

Seit 2005 glücklich vegan. Pinterest- und Grüne Smoothies-Addict. Kocht aus Leidenschaft. Grafikdesignerin @ kreativagentur wowitmoves

22 Kommentare

  1. Solange die Politik schläft, finde ich es mehr als sinnvoll, selbst etwas zu tun. Auch und gerade, wenn man Kinder hat, schon allein des Vorbilds wegen. Ob es pflanzlich essen, radeln, plastikfreier leben, second hand kaufen, reparieren statt ersetzen, umnutzen, weniger haben, weniger Neues brauchen, selbst machen oder weiß der Kuckuck ist.
    Wählen gehen finde ich auch wichtig. Hinsehen. Dinge sagen, die auch mal unbequem sind. Freundlich. Friedlich. Aber bestimmt. Verbündete gewinnen statt mit dem Finger auf Leute zeigen. Alternativen ausdenken und anbieten. Damit es, wie Du schreibst, nicht um Verzicht geht, sondern darum, was wirklich gut für uns ist, auch auf lange Sicht.

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    1. Dankeschön für dein Feedback Yvi!

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  2. Perfekt geschrieben! Ich habe dieses Jahr meine kleine Tochter zur Welt gebracht und frage mich beinah tagtäglich, wie ihr Leben wohl verlaufen wird und ob sie uns später Vorwürfe machen wird.
    Wir leben 80% vegan, kaufen alles was geht unverpackt, kaufen kaum noch Klamotten und gestalten unser Bad immer plastikfreier (unglaublich was man früher alles dachte zu brauchen…) und trotzdem fühlt man sich Tag für Tag hilfloser weil es um einen herum nur eins gibt : Konsum! Ich wünsche mir, meiner Tochter und uns allen, dass die aktuelle Bewegung wirklich mal aufrüttelt und ein Bewusstsein für unseren zerstörerischen Lebensstil schafft.
    Danke für diesen Artikel! Du sprichst mir auf der Seele!

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    1. Dankeschön Ruth, das freut mich wirklich! Ja, es geht auf jeden Fall auch anders. Die alten, schlechten Gewohnheiten (die auch noch ganz schön viel Profit bringen) sind aber tief verankert und es wird nicht leicht werden den Lebensstil von so vielen Menschen zu ändern. Ich drück uns jedenfalls die Daumen und bleibe dran 🙏

      Lieben Gruß,
      Nadine

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  3. Liebe Nadine,
    Hut ab, toller Artikel – du sprichst mir quasi mit jedem Satz aus der Seele! Danke insbesondere auch dafür, dass du deine persönlichen Gedanken und Erfahrungen so ehrlich schilderst – ich finde mich da sehr wieder, und da geht’s sicher nicht nur mir so.
    „Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“ Zwar auch schon äußerst abgedroschen und oft bemüht, dieser Spruch, aber dennoch treffend, finde ich – und Hoffnung spendend. Die könnte man bei all der Ignoranz rundherum manchmal wirklich verlieren… sich dem Pessimismus und Zynismus hinzugeben bringt aber nichts, genau wie du schreibst. Gemeinsam können wir etwas ändern und bewegen, und es tut sich ja tatsächlich etwas.
    An dieser Stelle nochmal ein großes DANKE, Nadine & Jörg, ich bin ein großer Fan eurer leckeren Rezepte und eurer witzigen, cleveren Texte dazu. Ihr leistet echt tolle und wichtige Arbeit! Ich bin zurückhaltend und wählerisch mit Empfehlungen, aber eure Seite empfehle ich ständig weiter. Ich finde es super, dass du dich zusätzlich nun zu so einem wichtigen Thema äußerst. Weiter so! Liebe Grüße aus Österreich, Claudia

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    1. Vielen, vielen Dank für dein liebes Feedback Claudia! Freuen wir uns wirklich riesig ☺️🙏

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  4. Wo bleiben die Älteren?
    Also ich beobachte schon seit 40 Jahren mit Sorge, wie wir die Welt zerstören, hab mich immer engagiert, und muss zugeben: Ich hab keine Kraft mehr für Hoffnung. Im Grunde denk ich tatsächlich: Es ist zu spät, und ich bin froh, dass ich keine Kinder und Enkel habe.
    Trotzdem versuche ich, meinen Alltag möglichst klimaverträglich zu gestalten, aber zu mehr fehlt mir die Energie.
    Manchmal bin ich schon schwer in der Versuchung, zu sagen: Wenn wir eh untergehen, dann kann ich doch auch nochmal ordentlich auf den Putz hauen… lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, oder so ….

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    1. Dankeschön für deine Gedanken und dein Feedback zum Thema!

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  5. Ich halte mich eigentlich immer zurück wenn es ums Kommentare-Schreiben geht. Aber heute möchte ich einfach loswerden, dass dieser Artikel einfach super toll und vor allem wichtig ist! Wie du sagst, Veganismus ist zwar ein politisches Statement, aber wir müssen JETZT alle einsehen, dass es längst um mehr geht, als nur um den persönlichen Konsum. Wir müssen endlich als Gesellschaft handeln!
    Danke für euren Weckruf
    Mauro

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    1. Dankeschön Mauro!

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  6. Richtig toller Artikel! Danke, du sprichst mir aus dem Herzen!
    #AllefürsKlima 🌍🌳🔥

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    1. Tausend Dank liebe Tatjana 💚

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  7. Liebe Nadine, vielen Dank für die Formulierung deines bewegenden und motivierenden Aufrufs, der sich in vielen Teilen mit meinen Gedanken und Sorgen deckt. Ich war vor rund 30 Jahren bereits bei der ersten Umwelt-Bewegung dabei, die sich vor allem nach Tchernobyl immens verstârkt hat. Aber du wirst es nicht glauben….über die Jahre hinweg mit immer mehr Job und Gedöns bin ich eine von dem Mitschwimmern im Strom geworden und z.B. auch immer mehr Auto als Fahrrad gefahren aus Zeit- und Bequemlichkeitsgründen. Und jetzt haben mich die aktuellen Proteste richtig herausgerissen aus meinem Trott. Ich finde es großartig, dass es wieder die Jugendlichen und auch Kinder sind, die voranstürmen und bin dabei. Zu hoffen ist, dass es kein Hype ist, sondern ein globaler, andauernder Aufbruch, der die Welt verändern wird, im Positiven! Ich habe Hoffnung!

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    1. Liebe Jutta,

      danke dir! Ja, ich denke es geht uns irgendwo fast allen so, dass man mit seiner Arbeit und dem ganzen restlichen Gedöns so eingespannt und auch erledigt ist, dass für viele wichtige Dinge weder Zeit noch Nerven übrig bleiben. Kennen wir ja auch. Aber so kann und darf es eben nicht weitergehen. Genau, aktiv und hoffnungsvoll bleiben, das ist die Devise! 💪

      Lieben Gruß,
      Nadine

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  8. Danke für diese Zeilen!
    Ja, vegan leben, plastikfrei(er) leben, nachhaltig leben, ist ganz bestimmt ein Gewinn an persönlicher Lebensqualität!!
    Nein, damit rettet niemand einzelne(r) die Welt. Aber setzt doch ein wichtiges Zeichen: Wie ich lebe, esse, konsumiere, macht einen Unterschied!
    Mag sein, dass mich gleich wieder welche für „fanatisch“ halten, die Pro-Klima-Bewegungen als „falsche Religion“ diskreditieren und spotten, dass ich morgen bestimmt mit meinem SUV zum Ökoladen fahre (ja, klar…) – aber mir ist wichtiger, dass ich, wenn meine kleine 15 Monate alte Nichte mich in 20 Jahren fragt: „Ihr habt es doch gewusst! Warum habt Ihr nichts getan?“ eine, wenn auch unzureichende, Antwort habe.
    Ihr Leben wird dramatisch anders sein.
    Das wir anders leben als jetzt, ist zur Überlebensfrage der Menschheit geworden.

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    1. Liebe Anna,

      danke dir für dein Feedback 🙏

      Alles Liebe,
      Nadine

      Antworten
  9. Danke für diesen Beitrag! Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Vielleicht magst du uns in einem weiteren Post vorstellen, was du wie änderst, allenfalls mit Produkthinweisen? Ich bin momentan auf der Suche nach den besten Alternativen und zum Teil noch nicht fündig geworden…

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    1. Liebe Nina,

      ganz lieben Dank! Na klar, das mach‘ ich natürlich sehr gerne, wenn euch das interessiert 😉 Kommt direkt auf die Liste!

      Lieben Gruß,
      Nadine

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  10. Liebe Nadine,

    Danke für deinen wichtigen Beitrag dazu.

    Wir (mein Mann, 45, unsere Hündin Coco aus Rumänien und unser Kater Mori und ich, 41, keine Kinder) leben seit 2013 vegan und verzichten zuvorderst aus ethischen Gründen auf Lebensmittel, Kosmetik, Kleidung etc. in denen Produkte tierischen Ursprungs enthalten sind. Zudem versuchen wir mit unserer Lebensweise anderen Lebewesen und dem Planeten so wenig wie möglich zu schaden, in dem wir auf Flugreisen verzichten, längere Strecken möglichst mit der Bahn fahren, kurze Strecken mit dem Fahrrad, versuchen Müll zu reduzieren und verpackungsfrei einzukaufen wo es geht, versuchen unser Bad (mikro-)plastikfrei zu gestalten, zu 90 % biologische Lebensmittel einzukaufen, regional und saisonal zu kaufen, sehr sehr überlegt und selektiv neue Klamotten zu kaufen, usw. Wir machen uns über unsere Lebensweise und Konsum viele Gedanken. Und fragen uns dabei oft: kann das ausreichen? hilft das? Warum denken nicht andere in unseren Umfeld genauso? Warum erkennen sie diese dringenden Fragen und Probleme nicht? Erst recht nicht, wenn sie Kinder haben? Wir sprechend oft darüber und kommen immer öfter an den Punkt, dass wir verzweifeln, weil die Lage mit allen Fakten, die uns bekannt sind, doch recht düster und fast aussichtlos erscheint.

    Aber auch wir stecken den Kopft nicht in den Sand und machen weiter, leben vegane Lebensweise vor und unterstützen Klimademos.

    Danke für dein Engagement und für eat this! Bitte macht weiter so!

    Liebe Grüße
    Andrea

    Antworten
    1. Liebe Andrea,

      ganz lieben Dank in den Einblick in euer Leben und immer wieder schön zu hören, dass auch anderen das Thema keine Ruhe lässt. 🙏 Ich denke das Vorleben und als gutes Beispiel vorangehen, hilft auf jeden Fall! Viele wichtige und große Änderungen passieren leider nicht über Nacht, da heißt es dranbleiben und einen langen Atem haben! Ihr macht alles richtig ☺️

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  11. Hallo ihr Lieben,
    Mir geht es genau so, mich hat dieses Jahr auch die akute Angst vor der Klimakrise gepackt.
    Vegan reicht mir nicht mehr, ich will hin zum Zero Waste Life. Die Anfänge sich wirklich einfach, ich habe super viele Anregungen auf Pinterest gefunden und auch euer Rezept für den Sauerteigstarter wieder rausgekramt, damit ich kein Brot mehr kaufen muss 🙂 und auch sonst heißt es jetzt recyceln, upcyclen, ausleihen etc statt neu kaufen!
    Aber auch politisch muss sich was bewegen! Vielleicht kennt ihr den Verein Campact, der sich aus einer Bürgerinitiative entwickelt hat? Sie stellen genau die unangenehmen Fragen, die in der Politik keiner hören will und haben auch wirklich schon einiges bewegt. Auch im Moment läuft grade ein Eilappel an die Bundesregierung zum Thema Klimaschutz, den man noch bis November 2019 unterzeichnen kann (https://aktion.campact.de/klima-ultimatum/appell/teilnehmen). Und auch zum Thema Tierwohl und Plastikmüll findet man Aktionen und Petitionen. Vielleicht findet sich ja noch der eine oder andere Unterstützer?
    Macht auf jeden Fall weiter so! Leo

    Antworten
    1. Hallo liebe Leo,

      vielen lieben Dank für dein Feedback! Nein, den Verein kennen wir noch nicht, schauen wir uns aber gleich mal an, danke! 😉

      Ganz lieben Gruß,
      Nadine

      Antworten

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