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Grünkern-Hackbällchen mit Senf-Spargelragout

Grünkern-Hackbällchen mit Senf-Spargelragout

Saf­ti­ge, herz­haf­te Grün­kern-Hack­bäll­chen mit Fen­chel­sa­men und Piment, auf­ge­türmt auf einem cre­mi­gen Senf-Spar­gel­ra­gout. Das klingt nicht nur nach Früh­ling, so schmeckt’s auch.

Ohne tief­grün­dig recher­chiert zu haben, hal­te ich es für sehr wahr­schein­lich, dass Grün­kern­brat­lin­ge das ers­te vega­ne Con­ve­ni­en­ce Food gewe­sen sein könn­ten. Tüte auf, mit hei­ßem Was­ser anrüh­ren, quel­len las­sen, for­men, bra­ten – das kennt man noch aus Tagen, in denen man Lebens­mit­tel mit die­sem omi­nö­sen Vegan-Label (haha, die haben vege­ta­risch falsch geschrie­ben) nur im Reform­haus bekom­men hat. Will sagen, Grün­kern hat ein leicht ange­staub­tes Image. Immer noch und das ist tat­säch­lich scha­de. Denn Grün­kern kann was. Und zwar nicht wenig. Der unreif geern­te­te und anschlie­ßend gerös­te­te bezie­hungs­wei­se über Buchen­holz­rauch „gedarr­te“ Din­kel – nichts ande­res ist Grün­kern – schmeckt allein schon sehr aro­ma­tisch, wür­zig und herz­haft und funk­tio­niert des­halb auch heu­te noch in ganz kon­ven­tio­nel­len Tüten­sup­pen als eine Art Geschmacksverstärker.

Außer­dem ist er auch noch ziem­lich gesund. Grün­kern ent­hält bei­spiels­wei­se rela­tiv viel Magne­si­um, was ihm den gerecht­fer­tig­ten Ruf ein­ge­bracht hat, Ner­ven­nah­rung zu sein. Regio­na­les Super­food, qua­si, auch wenn auch die­ser Begriff lang­sam etwas Staub ange­setzt hat.

Herzhafte, saftige Hackbällchen aus Grünkern

Gesund­heit schön und gut, am wich­tigs­ten ist doch: Mit typi­schen Wurst­ge­wür­zen wie Fen­chel­sa­men, Knob­lauch und Piment und frisch gehack­ten Zwie­beln und geras­pel­ten Karot­ten las­sen sich ganz ein­fach äußerst lecke­re und über­haupt nicht stau­bi­ge Grün­kern-Hack­bäll­chen aus dem eins­ti­gen Arme-Leu­te-Essen basteln.

Dazu gibt es ein cre­mi­ges Senf-Spar­gel­ra­gout. Ja, tat­säch­lich mit wei­ßem Spar­gel. Und das, obwohl wir bis­her ja eigent­lich kaum eine Gele­gen­heit aus­ge­las­sen haben zu erwäh­nen, dass wir die grü­nen Stan­gen so viel lie­ber mögen. Mit die­ser Mei­nung muss ich jetzt jedoch mit vol­ler Kraft zurück­ru­dern, denn in die­sem Rezept macht der dezen­te, mil­de wei­ße Spar­gel wirk­lich eine mehr als gute Figur.

Zutaten für Grünkern-Hackbällchen mit Senf-Spargelragout

Eine genau­so gute Figur macht die (neue) Ohne-Muhhh-Koch­creme von Allos. Die „unge­mol­ke­ne“, rein pflanz­li­che Sah­ne-Alter­na­ti­ve aus Reis, Soja­boh­nen und Kokos aus rein bio­lo­gi­schem Anbau ver­spricht eine authen­ti­sche, „mil­chi­ge“ Kon­sis­tenz und Voll­mun­dig­keit, was sie zu einem per­fek­ten 1‑zu-1-Ersatz zu her­kömm­li­cher Koch­sah­ne macht. Sie ver­hält sich beim Kochen aller­dings nicht nur wie Sah­ne, sie schmeckt auch sehr ori­gi­nal mil­chig. Weich, cre­mig und leicht süß­lich passt sie per­fekt zum Senf-Spar­gel­ra­gout. Von Ohne Muhhh gibt es übri­gens auch Milch­er­satz, den Ohne-Muhhh-Drink – in Natur und mit Kakao.

Erhält­lich sind die Ohne-Muhhh-Pro­duk­te in vie­len Bio­märk­ten oder im Allos-Online­shop. Wei­te­re Infos fin­dest du direkt bei Allos.

Tipps & Tricks für die Grünkern-Hackbällchen und das Senf-Spargelragout

Wir ver­wen­den für die Grün­kern-Hack­bäll­chen geschro­te­ten Grün­kern. Der kocht schnel­ler, so wird auch etwas Ener­gie bei der Zube­rei­tung gespart. Außer­dem eig­net er sich für Brat­lin­ge oder eben Bäll­chen bes­ser als das gan­ze Korn.

Grün­kern ent­hält Phytin­säu­re, die die Auf­nah­me der bereits erwähn­ten Nähr­stof­fe hin­dern kann. Um dem ent­ge­gen­zu­wir­ken, kannst du das Getrei­de ein­wei­chen – musst du aber nicht, denn auch so nimmt der Kör­per eini­ges aus dem Grün­kern auf. Auch da hat der Grün­kern­schrot Vor­tei­le, denn auch die­ser Schritt dau­ert beim zer­klei­ner­ten Korn natür­lich nicht so lang. Im Rezept über­sprin­gen wir das Ein­wei­chen, hast du Zeit, kannst du den Schrot etwa zwei Stun­den vor­her mit Was­ser bede­cken und ein­fach ste­hen las­sen. Das Ein­weich­was­ser kann übri­gens zum Kochen wei­ter­ver­wen­det wer­den, so gehen even­tu­ell gelös­te Nähr­stof­fe nicht verloren.

Die Mas­se für die Grün­kern­bäll­chen lässt sich super vor­be­rei­ten, hält sich im Kühl­schrank etwa fünf bis sie­ben Tage und kann auch gut ein­ge­fro­ren wer­den. Auch vor­ge­formt, was übri­gens mit leicht ange­feuch­te­ten Hän­den am bes­ten klappt. Vega­ne Grün­kern-Hack­bäll­chen-Mas­se auf Vor­rat? Läuft!

Grünkern-Hackbällchen mit Senf-Spargelragout

Für das Senf-Spar­gel­ra­gout eig­net sich wei­ßer Spar­gel sehr gut, aber natür­lich schme­cken auch die grü­nen Stan­gen mit der cre­mi­gen Senf-„Sahne“-Sauce. Der wei­ße Spar­gel wird geschält, die Scha­len wer­fen wir aber nicht weg, son­dern kochen sie aus und bekom­men so, tada, DIY-Spar­gel­fond, den du bei­spiels­wei­se für unse­re vega­ne Hol­lan­dai­se ver­wen­den kannst. Die Scha­len hal­ten sich gut ver­packt im Kühl­schrank auch ein bis zwei Tage frisch, bis du dazu kommst, sie ins hei­ße Bad zu versenken.

Am bes­ten eig­net sich ein säu­er­li­cher, mit­tel­schar­fer Senf für das Senf-Spar­gel­ra­gout. Je gel­ber, des­to bes­ser, so kommt auch etwas Far­be auf den Tel­ler. Not­falls kannst du mit einer Pri­se Kur­ku­ma nach­fär­ben. Um das Ragout beson­ders cre­mig zu machen, berei­ten wir eine leich­te Mehl­schwit­ze vor, die ganz ein­fach mit Was­ser und der Allos „Ohne Muhhh“-Kochcreme abge­löscht wird, bevor das schräg ange­schnit­te­ne Gemü­se dazukommt.

Die Grün­kern­bäll­chen und das Spar­gel­ra­gout benö­ti­gen etwa die glei­che Gar­zeit. Hast du also die vor­be­rei­te­te Grün­kern­mas­se und den geschäl­ten Spar­gel vor dir lie­gen, ist alles in 15 Minu­ten fer­tig. Ein Hoch auf die Erfin­dung der Mise en place.

Zutaten für 2 Portionen

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Vor­be­rei­tung 20 Minu­ten
Zube­rei­tung 10 Minu­ten
Gesamt 30 Minu­ten

Für die Hackbällchen (14 Stück)

Für das Senf-Spargelragout

Außerdem für die Deko

Für die Grünkernbällchen

  1. Zwie­bel und Knob­lauch fein hacken, Karot­te ras­peln. Fen­chel­sa­men und Küm­mel fein mör­sern und mit dem Piment vermengen.

  2. Grün­kern in 300 ml Was­ser auf­ko­chen, unter Rüh­ren 2–3 Minu­ten bei mitt­le­rer bis hoher Hit­ze kochen las­sen. Herd aus­schal­ten, Gemü­se, Gewür­ze, Miso­pa­ste, Hafer­flo­cken und Floh­sa­men­scha­len unter­rüh­ren und die Mas­se mit auf­ge­leg­tem Deckel 20 Minu­ten quel­len las­sen, bei Bedarf mit Salz abschmecken.

Für das Senf-Spargelragout

  1. Wäh­rend­des­sen Spar­gel schä­len, hol­zi­ge Enden knapp abschnei­den. Spar­ge­len­den und ‑scha­len für selbst­ge­mach­ten Spar­gel­fond auf­be­wah­ren (sie­he Tipps). Spar­gel­stan­gen leicht schräg in etwa 3 cm gro­ße Stü­cke schneiden.

  2. Vega­ne But­ter in einen hei­ßen Brä­ter oder eine Pfan­ne mit hohem Rand geben und bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze schmel­zen. Mehl dazu­ge­ben und unter Rüh­ren 1–2 Minu­ten leicht rösten.

    Vegane Spargelcremesuppe mit Zitronengras & Frühlingszwiebelöl-007
  3. Allos Ohne Muhhh Koch­creme, Senf und Was­ser (oder Spar­gel­fond) mit dem Schnee­be­sen ein­rüh­ren und kurz auf­ko­chen. Spar­gel unter­he­ben, mit Salz abschme­cken und bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze 10 Minu­ten köcheln las­sen, dabei ab und zu umrühren.

    Mehlschwitze ablöschen mit Allos Ohne Muhhh Kochcreme
  4. Mit leicht ange­feuch­te­ten Hän­den 14 Bäll­chen aus dem gequol­le­nen Grün­kern­teig for­men. Oli­ven­öl in eine hei­ße Pfan­ne geben, Bäll­chen bei mitt­le­rer bis hoher Hit­ze 8–10 Minu­ten braten.

    Grünkernbällchen anbraten
  5. Grün­kern-Hack­bäll­chen auf dem Senf-Spar­gel­ra­gout anrich­ten und mit Peter­si­lie und schwar­zem Pfef­fer getoppt mit Zitro­nen­spal­ten servieren.

Tipps

Spar­ge­len­den und ‑scha­len kön­nen gut ver­schlos­sen im Kühl­schrank 2–3 Tage auf­ge­wahrt wer­den. Aus dem ver­meint­li­chen Abfall kannst du ganz ein­fach Spar­gel­fond kochen.

Grünkern-Hackbällchen mit Senf-Spargelragout mit Allos Ohne Muhhh Kochcreme

Werbung! Dieser Beitrag wurde von Allos Hof-Manufaktur GmbH unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, Allos und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

10 Kommentare

  1. Hal­lo Ihr Lie­ben… ich habe gera­de den Spar­gel gemacht, super toll. Ich habe Wiking Senf von Zwer­gen­wie­se genom­men, der „knackt“ immer so schön ☺️ Dan­ke, für die wun­der­vol­le Idee, den Spar­gel in der Soße zu kochen.

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    1. Dan­ke dir für das Feed­back. Freut uns sehr, dass es so gut geklappt und geschmeckt hat.

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  2. Hal­lo, wir haben gera­de die Hack­bäll­chen mit Spar­gel ver­drückt was sehr sehr lecker war!
    Ich habe bei den Bäll­chen aller­dings anstatt „dei­ner Gewür­ze“ 1,5 TL Gro­ße Kara­wa­ne von Her­ba­ria benutzt,köstlich.
    Vie­len Dank für das Rezept und vie­le Grüße
    Petra

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    1. Dan­ke dir für das super Feed­back, Petra, freut uns sehr! 🙂

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  3. Hal­lo Jörg, das Sprgel­ra­gout war sen­sa­tio­nell. Direkt in der Sau­ce gegar­ter Spar­gel, ein­fach toll. Wei­ßer Spar­gel im Was­ser gekocht war mir immer zu wäss­rig. Ich könn­te mir noch vor­stel­le, dass eine Mes­ser­spit­ze Kala Namak Salz gut pas­sen wür­de sowie ein biss­chen Estra­gon (wer es mag, ist ja nicht jeder­manns Sache)
    Das hat rich­tig Spaß gemacht und wird ins Reper­toire aufgenommen!

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    1. Dan­ke für die super Rück­mel­dung. Estra­gon passt sicher­lich, mit einer Pri­se Kala Namak kommt man dann geschmack­lich schon fast an die Hol­lan­dai­se … auch nicht schlecht. 👍

      Lie­be Grüße
      Jörg

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  4. Das klingt sehr lecker. Ich bin nicht gera­de ein Freund von wei­ßem Spar­gel (Kind­heits­trau­ma: Oma hat­te ein Spar­gel­feld und es gab wochen­lang jeden Tag Spar­gel, immer auf die­sel­ben 3–4 Arten zube­rei­tet. Ugh!), aber grü­ner Spar­gel ist über den Lie­fer­dienst, auf den wir ange­wie­sen sind, immer noch schwei­ne­teu­er (9 € pro 500 g). Die Albi­nova­ri­an­te ist deut­lich bezahl­ba­rer. Es wäre einen Ver­such wert, gegen den Spar­gel­röll­chen-Hor­ror anzukämpfen. 

    Ich ver­tra­ge lei­der Wei­zen und Din­kel nur schlecht. Auf wel­cher Basis wür­den die Bäll­chen sich denn eurer Mei­nung noch gut machen?

    Ein schö­nes Wochen­en­de wün­sche ich euch. 😊

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    1. Ist tat­säch­lich eigen­ar­tig, grü­ner Spar­gel war ja eigent­lich mal güns­ti­ger als der ver­meint­lich „edle­re“ wei­ße. Aber ja, wir beob­ach­ten den Preis­un­ter­schied seit eini­gen Jah­ren auch so.

      Du könn­test dir als Alter­na­ti­ve zu den Grün­kern­bäll­chen mal unse­re Boh­nen­bäll­chen anschau­en, ähn­lich wür­zen, wie in die­sem Rezept hier und das Seit­an Fix durch Floh­sa­men­scha­len erset­zen (check‘ dazu auch die Kom­men­ta­re unter dem Bohnenrezept). 🙂

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  5. Haben die­ses Rezept heu­re Abend nach­ge­kocht. Das Senf Spar­gel Ragout war ein Träum­chen. Das ein­zi­ge was bei den Hack­bäll­chen gefehlt hat, war ein bissl Salz ‑trotz der Miso Pas­te. Aber das ist natür­lich nix das nicht beim nächs­ten Mal beho­ben wer­den kann. Egal was ihr zau­bert, ihr bleibt eine Wucht.

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    1. Dan­ke dir für das super Feed­back! Und klar, du kannst natür­lich immer nach Geschmack abschme­cken (füge das direkt mal im Rezept ein). Miso­pa­s­ten haben ja auch teils einen unter­schied­li­chen Salzgehalt. 🙂

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