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Gegrillte Maiskolben wie auf Mexikos Straßen

Gegrillte Maiskolben wie auf Mexikos Straßen

Wenn man über so eini­ge Lan­des­gren­zen hin­weg schaut, bemerkt man erst­mal, wie lang­wei­lig und fast schon kuri­os unkrea­tiv die hie­si­ge Imbiss­kul­tur eigent­lich ist. Mal völ­lig abge­se­hen davon, dass Gerich­te ohne Fleisch und Wurst in der deut­schen Snack-His­to­rie ein­fach nicht existieren.

Ich rede nicht von moder­nen, fan­cy Street­food Märk­ten, son­dern von den Klas­si­kern auf deut­schen Stra­ßen. Cur­ry­wurst­bu­den mit kult­ähn­li­cher Anhän­ger­schaft hin oder her, rein optisch stinkt der Papp­tel­ler mit Pom­mes Rot-Weiß schon ziem­lich ab. Von der schie­ren Wer­tig­keit des Essens ganz zu schweigen.

Gemü­se­bei­la­ge? Wat wills­te denn? Im Ketch­up ist doch Toma­te drin.

Hüp­fen wir über so eini­ge Lan­des- und Kon­ti­nen­tal­gren­zen hin­weg, kommt man aus dem nei­di­schen Stau­nen teils nicht mehr her­aus. Klar, Döner und Fala­fel sehen schon mehr nach Mahl­zeit aus, als ein Leber­käs­we­cken als Bau­stel­len­klas­si­ker. Aber da geht noch mehr. Mehr Gemü­se, mehr Abwechs­lung und auch mehr Anspruch an die Prä­sen­ta­ti­on des schnel­len Snacks auf der Straße.

Ver­ste­he mich nicht falsch, ich erwar­te und will kei­ne fan­cy Ster­ne­kü­chen-Optik, wenn mich auf dem Weg von einem Ter­min nach Hau­se etwas der Hun­ger über­fällt. Aber etwas mehr Abwechs­lung und vor allem Aus­wahl wäre schön.

Etwas, an dem ich zu den weni­gen Gele­gen­hei­ten, zu denen es uns auf Street­food-Fes­ti­vals ver­schlägt, nur bei­na­he schon sab­bernd vor­bei­lau­fe, sind Elo­tes, oder auch Mexi­can Street Corn. Rau­chi­ge, gegrill­te Mais­kol­ben, bestri­chen mit einem Hauch Mayo und getoppt mit Käse, Kräu­tern, Chi­li und Limettensaft.

Lei­der ist so lecker gegrill­te Mais­kol­ben nie vegan zu haben. Und vor­hin rede­te ich noch von der Auswahl …

Aber wir wären ja nicht wir, wenn wir das Dilem­ma nicht zur Inspi­ra­ti­on her­neh­men wür­den. Gleich­zei­tig machen wir die Mais­kol­ben etwas gesün­der und erset­zen die Mayon­nai­se durch eine fri­sche, selbst­ge­mach­te Cas­hew Sour Cream. Getoppt wird mit Cas­hew-Par­me­san, viel Kori­an­der und geräu­cher­tem Papri­ka­pul­ver. Ich ver­spre­che dir, das wird der leckers­te Mais­kol­ben, den du je abge­nagt hast!

Gegrillte Maiskolben wie auf Mexikos Straßen

Also wer­den die letz­ten Spät­som­mer­wo­chen noch – wie ich schon im Rezept zu den Thy­mi­an-Gemü­se­päck­chen ange­droht habe – aus­ge­nützt, was das Zeug hält. Die Mais-Sai­son hat ohne­hin erst begonnen 🌽

Und wenn es drau­ßen dann sogar neben dem glü­hen­den Grill zu kalt wird, ver­la­gern wir das Gan­ze nach drin­nen, denn ver­spro­chen: Unser mexi­ka­ni­scher Stra­ßen­mais schmeckt auch aus der Pfan­ne unver­schämt lecker.

Gegrillte Maiskolben wie auf Mexikos Straßen

Zutaten für 4 Portionen

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Vor­be­rei­tung 10 Minu­ten
Zube­rei­tung 15 Minu­ten
Gesamt 25 Minu­ten

Für die Cashew Sour Cream

Für den veganen Parmesan

Außerdem

  1. Was­ser in einem hohen Topf auf­ko­chen. Mais­kol­ben 10 Minu­ten bei nied­ri­ger Hit­ze garen. Anschlie­ßend abtropfen.

Für die Zubereitung auf dem Grill

  1. Mais­kol­ben tro­cken tup­fen und mit etwas Oli­ven­öl bepin­seln. Über direk­ter Hit­ze 5–10 Minu­ten von allen Sei­ten rösten.

Für die Zubereitung in der Pfanne

  1. Mais­kol­ben tro­cken tup­fen und mit etwas Oli­ven­öl bepin­seln. Bei mitt­le­rer Hit­ze von allen Sei­ten rösten.

Für die Cashew Sour Cream

  1. Cas­hew­ker­ne min­des­tens 2 Stun­den in reich­lich Was­ser ein­wei­chen. Anschlie­ßend abgießen.
  2. Zusam­men mit den rest­li­chen Zuta­ten sowie 80 ml Was­ser in einem Mixer oder High-Speed-Blen­der glatt pürieren.

Gegrillte Maiskolben servieren

  1. Mais­kol­ben von allen Sei­ten groß­zü­gig mit Cas­hew-Sour-Cream bestrei­chen, in vega­nem Par­me­san wen­den und mit einer guten Pri­se Papri­ka­pul­ver bestreu­en. Kori­an­der hacken und die Elo­tes damit top­pen. Heiß mit Limet­ten­spal­ten servieren.

 

Gegrillte Maiskolben wie auf Mexikos Straßen Maisspindeln auf Teller

Mer­kenMer­ken

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

6 Kommentare

  1. Hal­lo Ihr zwei,

    vie­len lie­ben Dank für eure tol­len Rezep­te und die vie­len Inspirationen! 

    Lie­be Grüße
    Fabian

    Antworten
    1. Vie­len lie­ben Dank für dein Feed­back Fabian!

      Lie­ben Gruß,
      Nadine

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  2. Das sieht wirk­lich lecker aus! Hier in der Schweiz gibt es in man­chen Städ­ten Gemü­se-Abon­ne­ments. Habe gera­de mei­ne ers­te Lie­fe­rung bekom­men und hab ganz viel tol­le Sachen drin, aber gera­de Mais hab ich noch nie gekocht? Gart man den in den Blät­tern? Bei wel­chem Schritt habt ihr denn die schö­nen Zöp­fe draus gefloch­ten? :o)

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    1. Hej Aga­tha,

      Gemü­se-Abos sind super! Mögen wir auch total ger­ne ?? Den Mais kochst du ohne die Scha­le – also zuerst die Blät­ter nach oben schla­gen, flech­ten und dann ab damit ins hei­ße Was­ser ? Fri­scher Mais schmeckt unglaub­lich gut, viel Spaß!

      Lie­be Grüße
      Nadine

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    2. 1000 Dank für die­ses tol­le Rezept! Das hat mich gera­de so glück­lich gemacht, wie Essen einen eben glück­lich machen kann 🙂

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      1. Oooh, das freut uns so! Vie­len lie­ben Dank Aga­tha ❤️❤️

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