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Gedämpfter Pak Choi mit Knoblauch-Ingwer-Sauce

Gedämpfter Pak Choi mit Knoblauch-Ingwer-Sauce

Versteh’ mich nicht falsch, wir lieben jedes grüne Blattgemüse. Pak Choi allerdings steht dauerhaft in unseren Gemüse-Charts sehr weit oben. Mindestens in den Top 5. Quasi ein Evergreen. Verstanden? Weil … grün und so!? Okay, wieder mal einen Euro ins Phrasenschwein, ich hab’s verdient.

Und wenn er selbst geerntet ist, zum Beispiel aus dem Bosch SmartGrow, muss er erst recht zelebriert werden. Der Cousin des Chinakohls ist aber eben auch ein Superstar. Ballert halt einfach mal einen Sommerhit raus, bei dem sogar der trveste Metalhead mitnicken muss. Headbangen in klein, quasi. Und in der Sicherheit der eigenen vier Wände. Darf schließlich keiner sehen, dass man auch der populären Musik ab und zu mal was abgewinnen kann. Hey, der Image-Aufbau war aufwendig und die Metalkutte hat mittlerweile den Wert eines (ganz kleinen) Kleinwagens!

Soll heißen: Selbst absolute Kohl-Gegner können Pak Choi oder Bok Choy etwas abgewinnen. Meistens zumindest. Die kleinen Brassica-Köpfe haben quasi nur die guten Eigenschaften ihrer Familie geerbt, die schlechten hat die Evolution links liegen lassen. Manche Schandmäuler behaupten, die hätte alle der Rosenkohl abbekommen. Aber nein, vom irgendwie komisch riechenden, immer schlecht gelaunten Onkel, den nicht jeder mag (wir übrigens schon), ist glücklicherweise nichts zu erkennen.

Mal abgesehen davon, dass der Pak Choi, vollgepackt mit Kalium, Vitamin C, Carotin und B-Vitaminen, unter den Kohlsorten ziemlich gesunder Spitzenreiter ist, schmeckt er auch milder als seine Artgenossen. Was nicht heißt, er hätte keinen Geschmack. Oh nein, er trägt quasi schon immer kulinarische Skinny Jeans. Seine knackigen, tiefgrünen Blätter mit den dicken, saftigen Stielen haben ein würziges, leicht senfartiges Aroma, weshalb das Gemüse im Deutschen auch häufig Senfkohl genannt wird.

Außerdem ist er extrem einfach zuzubereiten und spätestens jetzt quasi die Antwort auf die Frage, was am Dienstagabend im schnellen „Ich-habe-Hunger-aber-nur-15-Minuten-Zeit“-Stir-Fry landet. Der Wok ist sein liebstes Musikinstrument. Dünsten, Schmoren? Kennt er, kann er, spielt er blind. Multitalent, du weißt schon. Und Dämpfen? Sowieso. Unser gedämpfter Pak Choi mit Knoblauch-Ingwer-Sauce ist der beste Beweis.

Gedämpfter Pak Choi

Und dafür ernten wir heute mal wieder aus dem Bosch SmartGrow, denn selbstverständlich landeten die Pak-Choi-Samen als Erstes in unserem smarten, schicken Hydroponik-Garten im Kleinformat. Hey, bei Lieblingsgemüse ist die doch Ehrensache, oder?

Wie ich schon in meinem Review geschrieben habe, wächst der kleine Blattkohl im Pflanzen-Ufo wirklich erste Sahne und vergleichsweise schnell. Bosch verspricht auf den Packungen eine Wachstumsphase von drei bis fünf Wochen und das kam auch bei uns so hin. Wobei natürlich mehr Zeit auch größere Pflänzchen bedeutet. Logische Gleichung. Sieht ja auch dekorativ aus, so ein vollgewucherter SmartGrow, den kann man auch mal eine Woche länger stehen lassen.

Er wächst aber auch recht ausladend, weshalb ich empfehle, du haust dir den ganzen SmartGrow mit Pak Choi voll, seine Nachbarn überschattet er nämlich recht schnell. Scheint so, als hätte sich sein Ego eben doch ein kleines Bisschen zu arg ans Rampenlicht gewöhnt. Aber wir lassen ihm das durchgehen, er hat ja sonst keine charakterlichen Makel. Und sind wir ganz ehrlich: Du willst definitiv mehr und größeren Pak Choi. Lassen wir ihm also den Solo-Auftritt mit Zugabe.

Die perfekt gewachsenen Kohlköppe, an die beim Wachsen nichts gelangt ist, außer perfektes Licht, Dünger und Wasser (und das auch noch beinahe vollkommen automatisch, wie du im Review nachlesen kannst) trennen wir für unseren gedämpften Pak Choi mit Knoblauch-Ingwer-Sauce in einzelne Blätter und lassen ihn gerade mal fünf Minuten im Dampfbad abhängen. Das Ergebnis: Perfekt gegart, die Stiele bleiben knackig und ich weiß zwar nicht warum, aber durch das Dämpfen bekommt unser Senfkohl einen leicht buttrigen, intensiven Geschmack. Noch so ein Talent, verrückter Kerl, dieser Pak Choi.

Gedämpfter Pak Choi mit Knoblauch-Ingwer-Sauce

Und der hat nun natürlich nichts anderes als die beste Sauce verdient. Nach der Tigre de Leche, unserem neu auserkorenen Boss-Dressing für alles, was auch nur annähernd als Salat bezeichnet werden könnte, kommt hier also die ultimative Stir Fry Sauce, die wirklich zu allem passt, was du dir gerne aus dem Wok auf den Teller kippst. Knoblauch, Ingwer, Chili, Frühlingszwiebeln. Beste Freunde, was soll da auch schon schiefgehen? Die Gemüse-Band wird klein gehackt (sorry für das Kopfkino, sie haben nicht gelitten) und kurz mit Szechuanpfeffer, Sojasauce, wenig Vollrohrzucker und einem Schuss Essig aufgekocht. Heraus kommt die einfach perfekte Saucenkomposition für den nächsten Gemüse-Mitgröhl-Hit! Über den Lärm ziemlich verärgerte Nachbarn (du weißt schon selbst, wie unglaublich schief du singst, oder?) können wir nicht ausschließen, aber dafür schmeckt unser gedämpfter Pak Choi mit Knoblauch-Ingwer-Sauce einfach so bombastisch, dass du den schiefen Haussegen in Kauf nehmen wirst.

Gedämpfter Pak Choi mit Knoblauch-Ingwer-Sauce

Zutaten für 4 Portionen

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Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitung 5 Minuten

Für die Knoblauch-Ingwer-Sauce

Außerdem

  • 750 g Pak Choi z. B. selbst geerntet aus dem Bosch SmartGrow

Für die Knoblauch-Ingwer-Sauce

  1. Frühlingszwiebeln in Ringe, Ingwer in feine Stifte, Knoblauch und getrocknete Chilischoten in dünne Scheiben schneiden.
  2. Erdnussöl in einen heißen Topf geben, Zwiebel, Ingwer, Knoblauch und Chili bei niedriger bis mittlerer Hitze 5 Minuten schmoren, dabei ab und zu umrühren.
  3. Mit Zucker, Salz und Szechuanpfeffer würzen, 2 Minuten braten und anschließend mit Sojasauce, Essig und 200 ml Wasser ablöschen. Aufkochen, angerührte Speisestärke unterrühren und kurz bei mittlerer Hitze andicken lassen. Anschließend bis zur Verwendung beiseite stellen.

Für das Gemüse

  1. Pak Choi in einzelne Blätter teilen, Wasser in einem Topf mit Dämpfaufsatz erhitzen und das Gemüse 5 Minuten dämpfen.
  2. Pak Choi auf Tellern anrichten, mit der kurz erneut aufgekochten Sauce und Sesam toppen und mit Jasminreis oder braunem Reis servieren.
Knoblauch-Ingwer-Sauce

 


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Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

23 Kommentare

  1. Habe das Gericht schon mehrfach nachgekocht. Statt Pak Choi auch schon mal mit gedämpften Möhren, Kohlrabi etc. Das ist einfach superlecker! Die Soße ist perfekt! Habt ihr schon mal ausprobiert, ob sie sich einfrieren lässt? Liebe Grüße Friedegard

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    1. Super, freut uns riesig! Die Sauce haben wir im Speziellen noch nicht eingefroren – aber wir frieren quasi nahezu alles ein und in den meisten Fällen funktioniert das auch, so viel sage ich mal dazu. 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

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  2. Ich finde eure Seite wirklich super ansprechend und diese Soße schmeckt auch sehr gut. Sie ist mir nur etwas zu sauer (habe Balsamico genommen), aber ein bisschen mehr Zucker hat es ausgeglichen 🙂

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    1. Du, ist doch immer in Ordnung, wenn man Rezepte ein wenig an den eigenen Geschmack anpasst. Freut mich, dass sie dir dennoch so gut geschmeckt hat. 🙂

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  3. Hi! War super lecker! Aber bisher hat auch wirklich alles geschmeckt, was ich von euren Rezepten ausprobiert habe. 🙂
    Ich habe den Pak Choi blanchiert. Hat auch gut geklappt. Dazu hatte ich Fladenbrot frisch aufgebacken.
    Mein Tipp: nicht mehr aufhören zu essen, bis alles leer ist 😉 und den Rest Soße mit dem Brot vernichten.

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    1. Ganz lieben Dank Yvonne, freut uns riesig! Oh ja, das ist natürlich fein – Sauce auftunken mit frischem Fladenbrot? Mega 🤤

      Lieben Gruß,
      Nadine

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  4. Eure Rezepte mag ich sehr, aber ich vermisse einen „Spring direkt zum Rezept“-Link. Kommt das vielleicht mal?

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    1. Der ist auf deiner Maus und nennt sich Scrollwheel. 😉
      (Oder Trackpad, zwei Finger, du weißt schon)

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  5. Euer Pak Choi Rezept: Super! Beim Chili haben wir uns wohl etwas vertan – unser Blut ist jetzt ein Lavastrom und unser Atem ein FlammenVulkan!

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    1. Auweia, bei einer größeren Schärfeempfindlichkeit sollte man natürlich aufpassen. Aber dafür habt ihr jetzt zweimal was davon. 😂

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  6. Ich liebe, liebe jedes einzelne eurer Rezepte! Danke für die Liebe und Mühe, die ihr hier reinsteckt! Dieses Rezept habe ich bereits zwei Mal gekocht und die Soße steht schon als Weihnachtsgeschenkidee (eingemacht in Gläsern) auf meiner Liste 😀 Sie ist so simpel und lecker!
    Es ist natürlich Geschmackssache, aber mir persönlich schmeckt es ohne Szechuanpfeffer viel besser, da dieser Zeitgenosse ja dazu neigt, sich gern mal in den Vordergrund zu drängeln. Gefühlt hat es bei mir auch bei geringer Dosierung nur danach geschmeckt.

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    1. Man muss natürlich auch Fan von Szechuanpfeffer sein. Wir lieben das brizzelige Gefühl auf der Zunge und die zitronigen Noten einfach. Tausend Dank und lass uns wissen, wie gut das mit dem Einmachen geklappt hat. 🙂

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  7. Mega leckeres Rezept und echt easy. Lieben Dank dafür !

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    1. Yeah, freut uns riesig. Tausend Dank. 🙂

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  8. Hab Dein Rezept nachgekocht. Hat uns von lecker geschmeckt. Hatte nicht alle Zutaten vorrätig, sodass ich eine Gemüsezwiebel verwendet habe. Statt Erdnuss- hab ich Sesamöl genommen, Balsamico Essig und geschroteten schwarzen Pfeffer. Trotzdem ein wunderbares Essen. Dazu gab’s übrigens Nudeln von Vortag. Vielen Dank für das tolle Rezept!

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  9. Super easy und geschmacklich scharf, asiatisch und überraschend frisch.
    In Ermangelung von Pok Choi hab ich Spitzkohl kleingeschnitten und statt Erdnussöl Sesamöl verwendet und bin begeistert. Am längsten hat echt der Reis gedauert… 😉

    Vielen Dank – ich feier euch gerade!

    Antworten
    1. Hallo liebe Susanne,

      klasse, danke dir, freut uns riesig. Die Idee mit dem Spitzkohl ist auch super, werden wir testen. 👍

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  10. Nachgekocht. Sehr lecker und scharf. Tolles Rezept!!! Danke.

    Kurze Frage: Wie viele Bosch-Geräte wurden verwendet und wie lange, um 750 Gramm Pak Choi zu ernten? …ein Gerät aus Plastik kostet etwa 250€ und wurde in China gefertigt.

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    1. Hi!

      Super, vielen lieben Dank für das Feedback! 😊

      Ich kapiere jetzt nur die Frage nicht ganz. Wir haben nur einen SmartGrow, man muss – wie ich ja beschrieben habe – das ganze Gerät bepflanzen und lange wachsen lassen und ich weiß jetzt nicht, was das mit China und Plastik zu tun hat. Der SmartGrow wird ja nicht nach einer Ernte weggeworfen und hier geht es sicher nicht darum, den Pak Choi günstiger anbauen zu können. 😉

      Liebe Grüße, Jörg

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      1. Ist das ein Schreibfehler? „der SmartGrow wird ja nach einer Ernte weggeworfen“ Ich hoffe ja. Aber ehrlich gesagt, finde ich dieses Gerät auch nicht überzeugend. Ich finde es überflüssig und hässlich, sorry. Das Rezept ist hingegen toll.

      2. Hoppla. Ja natürlich ist das ein Schreibfehler (gerade korrigiert). Danke für den Hinweis. 🙂

    2. Hey!
      Echt lecker, sauscharf! Ich hab vergessen, dass ich Eure scharfen Zutaten mengenmäßig immer halbieren muss
      😉 Ich bin einfach nicht so trainiert. Kann ja noch kommen.
      Ansonsten: Ihr seid mein Lieblingskochbuch! Vielen Dank für die vielen Anregungen.
      Herzliche Grüße aus Brandenburg von Christina

      Antworten
      1. Hallo liebe Christina,

        zwei Chilis im Ganzen sollten eigentlich nicht gleich „sauscharf“ werden (es sei denn natürlich, man beißt rein), aber na ja, Schärfe ist natürlich super subjektive Geschmackssache. 😅

        Tausend Dank auf jeden Fall für die lieben Worte!
        Jörg

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