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Fattoush – orientalischer Salat mit geröstetem Brot

Vor eini­gen Wochen habe ich über einem Talk­show-Pod­cast ein Inter­view mit Ali Güngör­müş – dem ers­ten und ein­zi­gen tür­ki­schen Ster­ne­koch – ange­se­hen, in dem er erwähnt hat, dass sei­ner Mei­nung nach eigent­lich Sumac DAS tür­ki­sche Gewürz über­haupt sei und der typi­sche säu­er­li­che Geschmack die tür­ki­sche Küche (mit-)definieren wür­de. Sprich­wört­li­che 5 Minu­ten spä­ter stand ich im tür­ki­schen Super­markt, habe Sumac in rau­en Men­gen ein­ge­kauft und damit Fat­toush gemacht, einen fri­schen Salat mit gerös­te­tem Brot.

Tat­säch­lich hat­te ich erst­mal kei­ne Ahnung, was man mit die­sem Sumac jetzt so „nor­ma­ler­wei­se“ macht. Also Tan­te Goog­le gefragt und erst­mal erfah­ren, dass Sumac tat­säch­lich was mit der bekann­ten Sum­ach­pflan­ze zu tun hat. Die getrock­ne­ten Bee­ren wer­den in han­dels­üb­li­cher Qua­li­tät getrock­net und mit Salz ver­mengt und in etwa so wie Zitro­nen­saft verwendet.

Okay, genug Bil­dung – was macht man damit? Man gibt Sumac ein­fach so über fer­ti­ge Spei­sen, z. B. Reis­ge­rich­te, oder macht Fat­toush damit. Unse­re Ver­si­on geht so:

Zutaten für 4 Portionen (als Hauptgericht)

  • 1 Fla­den­brot oder 2 Dürüm-Fladen
  • 1 Roma­na-Salat
  • 3 gro­ße Toma­ten (z. B. Ochsenherz-Tomaten)
  • 1 Gur­ke
  • 1 Bund Petersilie
  • eine Hand­voll fri­sche Minze
  • 3 gro­ße Frühlingszwiebeln
  • 2 Knob­lauch­ze­hen
  • 4–5 EL Olivenöl
  • Saft einer Zitrone
  • frisch gemah­le­ner schwar­zer Pfeffer
  • 3–4 TL Sumac
  • optio­nal: frisch gemah­le­nes Meersalz

Ofen auf 180° (Umluft) auf­hei­zen, Brot in gro­be Stü­cke rei­ßen bzw. schnei­den und in etwa 10 Minu­ten rös­ten. Dabei auf­pas­sen, dass das Brot nicht verbrennt.

Gur­ke in mund­ge­rech­te Wür­fel schnei­den. Toma­ten hal­bie­ren, den Strunk ent­fer­nen und in unre­gel­mä­ßi­ge Stü­cke schnei­den. Unre­gel­mä­ßig sieht ein­fach bes­ser aus 🙂

Roma­na-Salat gut waschen und grob schneiden.

Früh­lings­zwie­bel hal­bie­ren, den grü­nen Teil grob hacken, den wei­ßen in fei­ne Schei­ben schneiden.

Peter­si­lie eben­falls hal­bie­ren, die Stie­le fein, den Rest grob hacken. Die Min­ze-Blät­ter vom Stiel ent­fer­nen und eben­falls grob hacken. Von den Stie­len kann man die obe­re Hälf­te eben­falls benut­zen – ein­fach tes­ten, wann es hol­zig wird.

Das Dres­sing anrüh­ren. Dazu Öl, Zitro­nen­saft, Pfef­fer, Sumac gut ver­mi­schen und bei Bedarf mit etwas Salz abschmecken.

In einer gro­ßen Schüs­sel Salat & Dres­sing mit­ein­an­der ver­men­gen. Ganz zum Schluss das Brot unter­he­ben oder ein­fach den Salat dar­auf servieren.

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Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

3 Kommentare

  1. Hal­lo,
    was wird mit den Knob­lauch­ze­hen gemacht? Die Beschrei­bung dazu fehlt.
    Ansons­ten schö­nes Rezept.

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  2. Der Salat sieht echt lecker und exo­tisch aus. Freu mich schon dar­auf ihne selbst zuzubereiten.

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  3. Hal­lo,
    vie­len Dank, für den Tipp mit dem Sumac Gewürz. Ich hat­te mal von Kur­den ein Gewürz bekom­men, das war auch ganz fantastisch.Bin mal gespannt, wie das Sumac ist. Dein Salat sieht abso­lut bezau­bernd aus.

    LG Frank

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