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Unsere einfache vegane Zwiebelsauce

Unsere einfache vegane Zwiebelsauce

Aus wenigen Zutaten basteln wir heute unsere leckerste, einfache vegane Zwiebelsauce die zu allem passt. Ob zu Kartoffelpü und veganen Würstchen, Knödeln oder Nudeln, diese Sauce ist ein echter Komfort-Allrounder!

Was mich neben meiner unangefochtenen Königin, der Kartoffel, fast genauso unverschämt glücklich macht und Garant für gute Laune ist, sind Zwiebeln in rauen Mengen. Zu allem. Ob in Wokgerichten, Curries oder als Topping – ich verlange immer die Extraportion deftige Knolle. Wenn es nach mir ginge, wären alle Zwiebelsorten so groß wie Gemüsezwiebeln. Mit ihren unterschiedlichen Geschmäckern versteht sich. Was wären schließlich Frühlingszwiebel-Pancakes ohne Frühlingszwiebeln?

Die Zipolle zaubert jedes Gericht lecker, fristet aber fast immer ein Dasein im Schatten anderer gemüsiger Hauptdarsteller. „Ehre, wem Ehre gebührt!“, sagen wir und rollen die Lieblingszwiebel ins verdiente Rampenlicht. Dass sie der geborene Star ist, wissen wir schließlich nicht erst seit unserer veganen Zwiebelsuppe. Heute beweist sie uns aufs Neue, dass sie auch (fast) ganz alleine eine richtig herzhafte, deftige, schlicht und ergreifend „große“ Sauce zaubern kann, die zu fast allem passt.

Bangers & Mash, also Kartoffelpü mit veganen Würstchen und Erbsen? Check. Knödel mit Seitanbraten? Check. Gemüse-Hot-Dogs? Check. Nudeln pur mit Zwiebelsauce? So – was – von Check! Diese Sauce ist ein Komfort-Allround-Talent, das dafür sorgt, dass alles oberköstlich, gemütlich und wohlig schmeckt und bei jeder erdenklichen Schietwetter-Lage garantiert für Happy Faces sorgt.

Unsere einfache vegane Zwiebelsauce

Eine Zutat, mit der sich die Zwiebel übrigens ganz hervorragend versteht, ist: Zeit. Ein bisschen Geduld holt wirklich alles aus der Zwiebel heraus und belohnt mit Geschmacksexplosionen, die ihr so schnell keiner nachmacht. Denn selbst als Imitatorin von Fleischaromen hat sich die Madame einen Namen gemacht! Das ist wissenschaftlich belegt und Jörg ist bereits in unserem Beitrag zu unserem deftigsten veganen Gulasch ein bisschen näher darauf eingegangen. 

Deftig, umami und fleischig? BÄM, damit hat die Zwiebelsauce ja auch schon fast einen Freifahrtschein, um einfach allen zu schmecken. Und bei welchem Gericht außer Pommes und Spaghetti lässt sich das schon so salopp sagen. 

Gemüsezwiebeln

So kochst du die lecKerste vegane Zwiebelsauce

Du hast eine Ladung Zwiebeln zu Hause? Dann kann es ja schon fast losgehen. Die Zutaten sind nämlich mehr als übersichtlich. Zwiebeln, Öl, Knoblauch, Tomatenmark, Sojasauce, Gewürze und Gemüsebrühe. That’s it. 

Wir verwenden für die vegane Zwiebelsauce am liebsten Gemüsezwiebeln, weil sie ein besonders mildes, süßes und feines Aroma haben. Aber auch die ganz normalen, klassischen Speise- oder Küchenzwiebeln eignen sich natürlich bestens. Schalotten oder Minizwiebeln sind für die Zwiebelsause schlichtweg zu teuer und außerdem ein echter Pain in the Ass zum Schälen. Da bräuchtest du insgesamt zum Häuten länger als zum Köcheln und Essen und das wollen wir ja nicht.

Frisch nackend gemacht schneiden wir unsere Zwiebeln also in feine Streifen. Jörg und ich verlieren uns hier regelmäßig in „Größen-Diskussionen“, denn für mich dürfen die Stücke gerne ein bisschen rustikaler (also richtig groß) sein, während er sie lieber moderat mag. Diese mal mehr mal weniger hitzigen Diskussionen führen wir im Übrigen nicht nur bei Zwiebelstückmaßeinheiten, sondern gerne auch bei allen anderen anfallenden Schnippeleien. Klingt nach Haarspalterei, meinst du? Fast fünfzehn Jahre gemeinsam in einer Küche: It is what it is. 

Gemüsezwiebeln im Topf

Hat man sich also endlich auf die für jeden genehme Größe der Zwiebelwürfel geeinigt, gehts ans Eingemachte. Die Zwiebeln dünsten wir zunächst etwa 15-20 Minuten ohne Deckel an und lassen sie zusammen mit Salz und Zucker bräunen. Dann fügen wir als Geschmacksbooster noch Tomatenmark, Piment und Muskat hinzu und kitzeln beim kurzen Anbraten noch ein paar karamellisierte Aromen heraus.

Für die klassische Mehlschwitze rösten wir jetzt noch ein bisschen Weizen- oder Dinkelmehl an und löschen das Ganze mit Balsamico, Sojasauce und Gemüsebrühe ab. Je nach Zeit und Hunger lassen wir die Sauce jetzt gemütlich mindestens 20 Minuten in Ruhe köcheln, damit sich alle Zutaten so richtig kennenlernen können. 

Zwiebel ahoi! Zu welcher Kombi servierst du das leckere Sößchen vielleicht gleich am Wochenende als Erstes? 

Vegane Zwiebelsauce

Zutaten für 1 Liter

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Vorbereitung 10 Minuten
Zubereitung 40 Minuten

  1. Zwiebeln in feine Streifen schneiden. Öl in einen heißen, mittelgroßen Topf geben, Zwiebeln dazu geben, mit Salz und Zucker würzen und ohne Deckel 15-20 Minuten bei mittlerer Hitze dünsten, bis die Zwiebeln weich und gebräunt sind. Dabei ab und zu umrühren.
  2. Knoblauch hacken und zusammen mit Tomatenmark, Piment und Muskat in den Topf geben. Unter Rühren 2 Minuten braten.
  3. Mehl dazu geben, unterrühren und etwa 1 Minute rösten, anschließend mit Balsamico und Sojasauce ablöschen, Gemüsebrühe aufgießen und mit Deckel 20 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Anschließend bei Bedarf mit Salz abschmecken.
Unsere einfache vegane Zwiebelsauce

Seit 2005 aus ethischen Gründen glücklich vegan. Ist dem Backen von gutem Sauerteigbrot verfallen, würde für Kartoffeln ihr letztes Hemd geben und wird deshalb auch Mrs. Potato Head genannt. Träumt außerdem vom eigenen Permakulturgarten mit den Bremer Stadtmusikanten.

18 Kommentare

  1. Das Rezept ist bombastisch! So genial lecker und einfach! Danke!!!🥰

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    1. Klasse, das freut uns. Tausend Dank für das Feedback!

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  2. Ich bin dabei diese Sosse zu machen – freue mich drauf 🙂
    Kann man die Sosse auch irgendwie haltbar machen? Manchmal muss es doch etwas schneller gehen. Einfrieren? Einkochen?

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    1. Einfrieren funktioniert garantiert – in dem Fall würde ich sie einfach rechtzeitig aus dem TK-Fach herausnehmen, dass sie langsam im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur auftauen kann und sie anschließend aufwärmen. Einkochen könnte auch funktionieren, getestet haben wir das aber nicht.

      Liebe Grüße und lasst euch die Sauce schmecken!

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      1. Einkochen würde ich aufgrund der erwähnten Mehlschwitze im Rezept nicht empfehlen. Außer du kochst nur die geschmorten Zwiebeln ein, das könnte gehen.

      2. Stimmt, da hast du recht. Es ist zwar absolut möglich, mit Mehlschwitze gebundene Saucen einzukochen, aber es gibt ein paar Dinge, die dabei beachtet werden sollten – das ginge im Kommentar aber etwas zu weit. 🙂

  3. Dieses Rezept ist der reine Wahnsinn. Habe die Sauce (wie Ina oben in einem Kommentar vorgeschlagen hat) zu eurer Schupfnudel Pfanne serviert, und ich kann es wirklich kaum in Worte fassen wie unheimlich lecker es war. Dieses Rezept läuft jetzt hier auf repeat.

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    1. Puh, also jetzt müssen wir das mit den Schupfnudeln aber wirklich bald nachholen. 😅

      Danke dir für das mega Feedback!

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  4. Superköstlich! Zwiebeln sind einfach die beste Basis. Was mir hier so besonders gut gefallen hat, war das Piment. Hatte ja keine Ahnung, was das für einen Unterschied macht. Danke!

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    1. Super, danke dir, freut uns, dass die Sauce so gut geschmeckt hat. Und ja, Piment kann einfach gaaanz viel! 🙂

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  5. Mmm, als Saucenfan kann man gar nicht genug Rezepte für gute Saucen haben. Ich glaube, diese passt als kleines Topping perfekt zur Schupfnudel-Sauerkraut-Räuchertofu-Pfanne, die ich in den nächsten Tagen machen werde. Ich freue mich schon drauf. Da ich die Schupfnudeln auch einfrieren werde, damit sich die Arbeit lohnt, werde ich auch gleich mehr Sauce machen. Die beiden schmecken bestimmt auch ohne Sauerkraut (vielleicht mit ofengeröstetem Rosenkohl?).

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    1. Oh yeah, die Kombi mit unseren Schupfnudeln sollten wir auch ausprobieren. Und klar, Rosenkohl schmeckt sicherlich bombastisch dazu. 🙂

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  6. Schaut mega gut aus; habt ihr die Würstchen selbst gemacht oder könnt ihr welche empfehlen?
    Liebe Grüße

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    1. Danke dir! Für das Bild haben wir die Beyond Sausage von Beyond Meat verwendet. 🌭

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  7. Die Soße ist wirklich wahnsinnig lecker! Habe sie gerade mit Schalotten nachgekocht, weil nichts anderes im Haus war, aber das hat sehr gut harmoniert 🙂 wird es sicher öfter geben!

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    1. Super, das freut uns! Und klar, so ein Schalotten-Sößchen schmeckt natürlich ganz besonders edel. 👌

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  8. oh yeah! und dazu Kroketten und Rotkohl mmmmmh – da schaue ich erstmal nach, wie viele Zwiebeln ich noch da habe 🙂

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    1. Uuuuh, Kroketten. Gab es hier schon viel zu lange nicht mehr. Sollten wir ändern. Lass uns wissen, wie viele Zwiebeln du noch da hattest. 😉

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