Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade

Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade
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Ob Corn Ribs nun die beste Art und Weise sind, Mais vom Kolben zu nagen prüfen wir. Sicher ist, dass unsere Worcestershire-Marinade zum Gemüse des Jahres 2021 passt, wie die Faust aufs Auge. Maiser Scheiß, sage ich da!

Man kann von TikTok halten, was man will, so manch ein sich im Nachhinein als tatsächlich wertvoll erweisender Foodtrend wäre an uns vorbeigezogen, wäre diese Reizüberflutung in App-Form nicht so vermaledeit omnipräsent-viral.

Ja, beide Ideen gab es schon vor TikTok, TikTok hat sie nur groß gemacht. Ja, die vegane Baked Feta Pasta ist tatsächlich gut. Ja, Mais vor dem Grillen längs zu vierteln allein schon aus optischen, schlussendlich aber auch aus praktischen Gründen am Tisch ebenfalls. Seien wir mal ehrlich, so einen heißen Maiskolben im Ganzen direkt vom Rost auf den Teller geknallt zu bekommen kann zur Herausforderung werden – nicht nur beim Transport vom Grill zum eigenen Plätzchen an der Bierbank. Entweder man macht sich vor dem ganzen Barbecue zum absoluten Löffel und versucht, die köstlichen Körner mit Messer und Gabel vom Strunk zu kratzen oder man läuft Gefahr, dass einem das eingebutterte Teil komödienreif mit Vollgas aus den Fingern glitscht und auf dem Schoß von Oma Gisela landet, wozu sie mit enttäuschtem Gesichtsausdruck anmerkt, dass dir das mit Corn Ribs nicht passiert wäre. Oma Gisela hat knackige 2 Mio. Follower auf TikTok, musst du wissen.

Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade

Wie wir unsere Corn Ribs mit Worcestershire-Marinade zubereiten

Ein Rezept mit Warnhinweis

Das TikTok-Trend-Rezept hat einen kleinen, aber entscheidenden Nachteil: Die Herausforderung, den Mais klein zu bekommen. Und dazu ist ein dringender Sicherheitshinweis mehr als angebracht, wir wollen Gemüse vierteln, keine Finger.

Zum Teilen solltest du ein großes, nicht zu dickes, aber stabiles und scharfes Messer verwenden. Hier darf auch gerne das günstige Ersatzmesser ran, welches dir Treuepunkte aus dem Supermarkt beschert haben. Das teure, ultradünne japanische bleibt bitte in der Schublade. Außerdem blanchieren wir den Mais vor dem Schneiden vor. Das macht den harten Strunk etwas weicher, schmecken tuts schlussendlich genauso, wenn nicht sogar etwas besser, da der Mais saftiger bleibt.

Corn Ribs Zubereitung

Die Enden der Kolben werden knapp abgeschnitten, die übrigen Stücke können entweder mitgegrillt oder für Gemüsebrühe aufgehoben werden. Der Maiskolben wird jetzt auf das dickere Ende und selbstverständlich auf eine stabile, feste Oberfläche gestellt und das Messer nahe am Schaft mittig am Gemüse angelegt. Mit leichtem, vorsichtigem Klopfen auf den Messerrücken spaltest du den Kolben nun sicher für Finger und Messer von oben nach unten wie beim Holzfällen. Die Hälften wiederum werden flach aufs Brett gelegt, angeritzt und mit Druck auf dem Messerrücken durchgeschnitten.

Muss das sein?

Ganz ehrlich, es macht Spaß, die geviertelten Maiskolben zu essen und aussehen tun sie natürlich auch spektakulär. In etwa drei bis vier Zentimeter dicke Scheiben geschnittener Mais funktioniert allerdings genauso gut, lässt sich ebenfalls um einiges angenehmer essen als ein ganzer Maisprügel und wenn du deinen Messer-Skills nicht so traust, dürfte auch die Vorbereitung um einiges weniger sketchy ablaufen. Man muss auch nicht jeden Trend mitmachen, Oma Gisela!

Corn Ribs Zubereitung

Die Marinade

Für die Marinade verrühren wir die unserer Meinung nach – und das liegt nicht am heutigen Rezeptsponsoring! – leckerste vegane Worcestershiresauce von Sanchon mit Sojasauce, Balsamicoessig, geschmolzener veganer Butter, Knoblauch- und Zwiebelpulver und würzen mit Pfeffer. In einer ausreichend großen Schale werden die Corn Ribs oder die Maisscheiben darin gewälzt, bis sie gleichmäßig bedeckt sind. Die vegane Butter härtet wieder leicht aus und sorgt dafür, dass die Marinade schlussendlich auch am Gemüse kleben bleibt.

Auf dem Grill platzierst du die Corn Ribs am besten nahe, aber nicht ganz über direkter Hitze und grillst sie mit aufgelegtem Deckel für insgesamt etwa zehn bis fünfzehn Minuten, bis sich die geviertelten Maiskolben leicht nach innen biegen und rundherum gebräunt sind. Tipps zum richtigen Grillen, zur Temperaturregelung und so weiter findest du hier oder in unserem Buch Vegan grillen kann jeder.

Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade

Das Rezept funktioniert aber auch im Backofen oder noch besser im Airfryer. Dazu werden die Corn Ribs bei 190 °C gebacken. Im Ofen dauert das etwa zwanzig bis dreißig Minuten, in der luftigen Fritteuse etwa fünfzehn.

Dazu servieren wir einen Dip aus Sojajoghurt, den wir mit einer der leckeren, fruchtig-herzhaften Grillsaucen von Sanchon und ebenfalls einem Spritzer Worcestershiresauce verrühren. Wie du dir vielleicht schon gedacht hast, stehen wir auf die Höllenfeuer-Sauce, aber auch die mildere Mexican Salsa oder die Louisiana-Sauce passt perfekt.

Ganz ehrlich, egal, ob als trendy Corn Ribs oder in Scheiben, wir sollten alle mehr Mais grillen. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil er zufälligerweise auch noch aktuelles Gemüse des Jahres 2021 ist. Schade eigentlich, dass die Sortenvielfalt zu wünschen übrig lässt. Wäre doch auch schön, wenn man einfach mal bunten Mais zum Probieren bekäme. Findet übrigens auch Oma Gisela!

Kann ich auch…

  • …frischen Knoblauch verwenden? Frische Zehen, ob gerieben oder gehackt, verbrennen bei der etwas längeren Gardauer über halbwegs direkter Hitze und werden bitter, weshalb wir hier auf jeden Fall zum Pulver raten würden. Bei den Zwiebeln sieht das Ganze ein wenig anders aus, allerdings hält das Pulver besser am Gemüse.
  • …eine andere Marinade für die Corn Ribs verwenden? Na klar, Ideen findest du in den Rezepten in unserem Buch Vegan grillen kann jeder.
  • …die Marinade für etwas anderes verwenden? Absolut. Durch die aushärtende vegane Butter haftet die Würze auch an Grillgut, welches Marinaden sonst weniger gut aufnimmt, ist also gerade für Gemüse hervorragend geeignet. Abgesehen davon macht sie sich auch super für Pfannengebratenes.
Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade
Zutaten für 4 Portionen

Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade

Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitung 15 Minuten
Gesamt 30 Minuten

Für den Mais

Für den Dip

Außerdem

  • 10 g Petersilie
  1. Maiskolben in kochendem Wasser 10–15 Minuten blanchieren, anschließend abgießen und leicht abkühlen lassen.
  2. In 3 cm dicke Scheiben oder in Corn Ribs schneiden. Dazu die Enden der Kolben knapp abschneiden, den Mais auf einer stabilen Oberfläche hochkant auf das dickere Ende stellen, ein stabiles, scharfes Messer nahe am Schaft mittig am Maiskolben anlegen und unter Drücken oder mit vorsichtigem Klopfen auf den Messerrücken (!) spalten. Die Hälften flach auf die Schnittkante legen und ebenfalls von oben mit Druck oder vorsichtigem Klopfen erneut halbieren.

  3. Für die Marinade vegane Butter schmelzen und mit Worcestershiresauce, Sojasauce, Essig, Knoblauch- und Zwiebelpulver und Pfeffer verrühren. Mais sofort in der Marinade wenden und bis zur weiteren Verwendung beiseitestellen.

  4. Für den Dip alle Zutaten miteinander verrühren und bei Bedarf mit Salz abschmecken.

Zubereitung auf dem Grill

  1. Marinierten Mais bei etwa 200 °C (prüfen, falls ein Deckelthermometer vorhanden ist) oder nah an der direkten Hitze für 10–15 Minuten mit aufgelegtem Deckel grillen, dabei ab und zu wenden.

Zubereitung im Backofen oder im Airfryer

  1. Backofen auf 190 °C vorheizen, Mais auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und 20–30 Minuten backen, nach der Hälfte der Zeit wenden.

  2. Im Airfryer Mais im Korb verteilen, dabei kann auch übereinandergestapelt werden und bei 190 °C 15 Minuten rösten, nach der Hälfte der Zeit wenden.

  3. Mit fein gehackter Petersilie getoppt servieren.

Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade Corn Ribs – gegrillter Mais mit Worcestershire-Marinade

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Werbung! Dieser Beitrag wurde von Petersilchen GmbH unterstützt. Gesponserte Beiträge helfen uns dabei, regelmäßig neue Rezepte für unsere Leser zu kreieren, Inhalte spiegeln aber immer unsere eigene Meinung wider. Danke, Sanchon und Danke, dass du Produkte und Marken unterstützt, die Eat this! supporten.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.


Gib deinen Senf dazu!

  1. Hallo zusammen, sieht ja echt super lecker aus!!
    Frage : Isst man die Teile dann komplett auf, oder knabbert man nur die Maiskörner vom Rippchen aussen ab? Danke!

  2. Die Maiskolben sind eine Wucht und zeigen, dass man auch beim Grillen gerne mal auf Fleisch verzichten kann! Haben sie seit letztem Jahr schon bestimmt 5 mal gemacht. Lecker!

  3. Hallöchen 🙂
    Wir haben die Corn Ribs zum Grillfest mitgebracht und alle waren begeistert, wirklich sehr lecker und super zum Essen!
    Bei uns gibts im Supermarkt bereits blanchierte Maiskolben, damit entfiel dieser Schritt und das Halbieren ging augezeichnet – das Vierteln war etwas kriminell, hat aber auch geklappt 😛
    liebe Grüsse
    Carmen

  4. Das Vierteln hat prima geklappt und die Marinade war großartig! Ich hab statt Zwiebelpulver gleich ne ganze Zwiebel in grobe Stücke geschnitten und mit aufs Backblech gepackt. Sehr lecker!

  5. Ganze Maiskolben waren bisher – auch aus den am Anfang erwähnten Gründen – nicht so mein Ding.
    Aber das hat sich mit diesem Rezept definitiv geändert. Und ja, die Grillsauce „Höllenfeuer“ verdient diesen Namen.

  6. Ich hab mit Zelthammer auf Messerrücken gehämmert. Klappte bestens 😀. Mega fein au mit Tomatenmark statt der Wochestersauce in der Marinade. Hammer !

      1. Klar, das habe ich schon so verstanden. Ich würde trotzdem nicht auf jedem Messer mit dem Gummihammer herumdengeln wollen. 😅

      2. Nicht, wenn du deine Zähne magst. 😅

        Im Ernst: Nein, auch das Vierteln macht den Strunk weder essbar noch verdaulich. Er ist und bleibt „nur“ praktischer Haltegriff.