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Chinesische vegane Pekingsuppe

Chinesische vegane Pekingsuppe

Die gute alte chinesische Pekingsuppe. Allgegenwärtiger Vorspeisen-Liebling in jedem noch so kleinen Asia-Imbiss und leider so gut wie nie vegan zu bekommen. Heißt das jetzt, der Hot’n’Sour-Soup-Traum hat sich für immer ausgeträumt? Natürlich nicht!

Happy New Year! Nein, ich bin nicht extra spät dran mit meinen Neujahrsglückwünschen. Zumindest, wenn wir nach dem chinesischen Mondkalender gehen, nach dem in Ostasien auch heute noch die traditionellen Feiertage berechnet werden. Der allerwichtigste davon ist das Neujahrsfest und das wiederum wurde am vergangenen Samstag gefeiert. Ich bin also nur ein klitzekleines Bisschen zu spät, wenn man es genau nimmt. Ach, du nimmst so was also genau? Du Pedant!

Also gut. Aber hey, welches Ereignis würde sich besser anbieten, um einem unserer allerliebsten Rezepte hier auf dem Blog ein lange überfälliges Bild- und Zubereitungs-Update zu verpassen, als der Anfang des Jahres der Metall-Ratte?

Schon 2014, als sie ihre Premiere hier auf Eat this! hatte, habe ich geschrieben, dass die hierzulande so kreativ bezeichnete Pekingsuppe einen ganz großen Platz in Nadines und in meinem Essens-Herzen hat. Tatsächlich habe ich mich schon als kleiner Rotzlöffel beinahe mehr auf die „profane“, leicht scharfe, leicht säuerliche Standard-Vorspeise mit einem beinahe schon obszönen Haufen knackiger Morcheln gefreut, wenn ich mit meinen Eltern zum Lieblings-Chinesen durfte, als auf das, was danach noch auf den Tisch gestellt wurde.

Chinesische vegane Pekingsuppe

Es hat damals einige Versuche gebraucht, bis wir den sprichwörtlichen „Haken“ hinter unser eigenes, zumindest zufriedenstellendes Rezept für die wirklich überall beliebte Sauer-scharf-Suppe machen konnten. Wir waren happy damit. So happy, dass das Rezept sogar in unserem allerersten Kochbuch Vegan kann jeder landete. Und mit dieser Happiness waren wir auch gar nicht allein. Frag mal Nadines Schwester, wie oft bei ihr unsere vegane Pekingsuppe in Version 1.0 auf den Tisch kommt. Ich übertreibe nicht, das grenzt schon beinahe an einer kulinarischen Zwangsstörung! Küchen-OCD quasi.

Versteh’ mich nicht falsch, ich möchte diese erste Rezeptvariante keinesfalls schlecht machen. Und keine Sorge, wenn du unsere „alte“ vegane Pekingsuppe schon klasse fandest, wirst du die neue von ganzem Herzen lieben lernen. Aber du kennst uns, wir haben so einen kleinen Hang zur Perfektion. Und wieso sollten wir dir eine Version 2.0 vorenthalten, wenn wir doch so stolz auf die Weiterentwicklung einer unserer Lieblingssuppen-Babys überhaupt sind? Sie werden ja so schnell erwachsen, die Kleinen!

Chinesische vegane Pekingsuppe

Also, nimm dir den Beginn des Mondkalender-Jahres doch zum Anlass, unseren Suppen-Liebling auch zu deinem zu machen. Brauchen tust du dafür nicht viel. Ein kleiner Abstecher zu deinem Lieblings-Asialaden sollte reichen, um alle wichtigen Zutaten auf einen Schlag zu besorgen. Und hey, getrocknete Shiitake, Mu-Err-Pilze und Glasnudeln gehören ohnehin in einen gut sortierten Vorratsschrank. Meine Meinung.

Wir verwenden außerdem Bambus, rote Paprika für die Frische und eine Kombi aus Seitan und Tofu. Wobei es dir natürlich frei steht, weiteres Gemüse zu verwenden, und selbstverständlich kannst du auch den Seitan weglassen und beispielsweise durch mehr Tofu ersetzen, wenn du die Suppe glutenfrei haben möchtest. In dem Fall solltest du selbstverständlich Tamari verwenden. Kurz und knapp: Sieh unsere vegane Pekingsuppe als Basisrezept an, welches du ganz easy zu deinem eigenen machen kannst.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein frohes neues Metall-Ratten-Jahr und nur mal so als Tipp: Servierst du unsere chinesischen Frühlingszwiebel-Pancakes dazu, geht die Hot’n’Sour Soup lockerst als Hauptspeise durch. Nicht nur bei „klein“ Jörg.

Getrocknete Pilze

Zutaten für 4 Portionen

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Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitung 15 Minuten

  1. Getrocknete Pilze mit heißem Wasser übergießen und 1 Stunde oder über Nacht im Kühlschrank einweichen. Anschließend abgießen, Einweichwasser auffangen und beiseite stellen. Pilze jeweils in feine Streifen schneiden.
  2. Glasnudeln 10 Minuten in heißem Wasser einweichen, anschließend abgießen, gut abtropfen lassen und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden.
  3. Strunk der Chilischoten abschneiden, Kerne entfernen, Chilis fein hacken. Seitan in feine Streifen schneiden, die Hälfte des Tofu fein zerbröseln, den Rest in kleine Würfel schneiden. Bambus und Paprika in feine Julienne schneiden.
  4. 1,5 l Wasser zum kochen bringen. Mit den gehackten Chilis, Essig, Sojasauce, Tomatenmark, Sesamöl, Pfeffer, Salz und Zucker würzen.
  5. Pilze, Seitan, Tofu und Gemüse dazugeben und 10 Minuten bei mittlerer Hitze mit leicht aufgelegtem Deckel köcheln lassen. Ab und zu umrühren.
  6. Stärke in 50 ml vom Einweichwasser der Pilze auflösen, anschließend unter ständigem Rühren zur Suppe geben, um sie anzudicken. Glasnudeln unterheben, bei niedriger Hitze 5 Minuten ziehen lassen. Mit frisch gehackten Frühlingszwiebeln getoppt servieren.
Chinesische vegane Pekingsuppe

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

4 Kommentare

  1. Wir haben uns jahrelang vegetarisch ernährt und uns in diesem Jahr für vegan entschieden. Überzeugt hat uns hierfür zuguterletzt der Film „What the Health“, der wöchentlich auf jedem Sender gezeigt werden sollte, um für viele andere die Zukunft zu weisen.
    Da ich recht unbedarft war in Bezug auf vegane Küche habe ich etwas gegoogelt und bin auf deinen Blog gestoßen. Deine Rezepte sind so ausgefallen und lecker, dass es Spaß macht vegan zu kochen und zu genießen. Ich hoffe, er dient anderen Unentschlossenen für den Schritt in die richtige Richtung.
    Vielen Dank!!

    Antworten
    1. Super, freut uns wirklich sehr. Tausend Dank für dein Feedback!

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  2. Lieber Jörg, das war richtig lecker!! Vielen Dank für das Rezept!

    Antworten
    1. Hey Klaus,

      klasse, freut mich. Lieben Dank für das Feedback. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten

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