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Bunte Kartoffeln mit Mandel-Petersilien-Pesto

Bunte Kartoffeln mit Mandel-Petersilien-Pesto

Linda, Belana und Sieglinde. Klingelt’s da bei dir?

Nein, dass sind nicht die netten älteren Nachbarinnen von nebenan, sondern die Namen von drei der beliebtesten deutschen Kartoffelsorten ?

Ich habe meine Kartoffelliebe von meiner Oma Inge (nicht Sieglinde) geerbt und bei ihr stand früher fast immer ein brodelnder Kartoffeltopf auf dem Herd.

Damals schon waren mir die Knollen pur als Pellkartoffel mit etwas Meersalz und Leinöl oder selbstgemachtem Kräuterquark oder Tzatziki am liebsten. Aber natürlich auch als Kartoffelrösti, Kartoffelsalat oder glutenfreier Pizzaboden sind sie einfach genial!

Da kann ich ehrlich gar nicht verstehen, wie sich die Statistiken so schlecht für die gute „Tüfte“ entwickelt haben.

Im Jahr 2000 aßen die Deutschen laut tagesspiegel noch 70 kg Kartoffeln pro Jahr und pro Kopf, 2015 waren es schon nur noch 57,7 kg. Im Vergleich dazu waren es vor hundert Jahren knapp viermal so viel!

Woran liegt es also, dass die Knolle immer unbeliebter wird? Ihr schlechter Ruf vom Dickmacher?

An ihren vielen positiven Eigenschaften liegt es ja wohl eher nicht. Sie enthält nämlich viel hochwertiges Eiweiß, viele B- und C-Vitamine, wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie z. B. Kalium. Und in ihrer „Urform“, also gekocht und nicht frittiert, hat sie sogar vergleichsweise wenige Kalorien – macht aber trotzdem lange satt. Und günstig ist sie auch noch!

Das spricht doch alles dafür, die Gute mal wieder häufiger auf den Tisch zu bringen, oder nicht?

Gut, so eine profane Pell- oder Ofenkartoffel ist optisch vielleicht nicht zum schwach werden, aber auch dafür gibt es Abhilfe: Probier‘ es doch einfach mal mit bunten Kartoffeln.

Die sind wirklich grandios schön und machen jedes einfach Kartoffelgericht zu einem echten Hingucker! Sorten wie „Blauer Schwede„, „Highland Burgundy Red“ oder „Rote Emmalie“ findest meist auf dem Wochenmarkt oder manchmal auch im Bioladen oder gut sortierten Supermarkt.

Dazu gibt’s einfach ein frisches Mandel-Petersilien-Pesto und voilà: hast du ein super schnelles, gesundes, leichtes und extrem stylishes Power-Gericht.

Also bitte gib doch Linda, Sieglinde und dem blauen Schweden noch mal eine Chance. Es lohnt sich wirklich. ?

P. S.: Die Kartoffel, besonders Kartoffelbrei, gilt als echter Seelentröster. Der trüb-graue Wintermontag ist also gerettet! ?

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Zutaten für 4 Portionen

  • 1 kg bunte Kartoffeln (z. B. Blauer Schwede, Highland Burgundy Red, Bamberger Hörnchen, Ditta, Rosa Tannenzapfen, Salad Blue etc.)
  • 2 1/2 EL Rapsöl oder gutes Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 TL grobes Meersalz

Für das Petersilien-Pesto

  • 40 g Mandeln (ungesalzen und ungeröstet, mit Schale)
  • 20 g Cashewkerne (ungesalzen und ungeröstet)
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 EL Rotweinessig
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1/2 TL Salz

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Für das Pesto Mandeln und Cashewkerne mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, in einer Schale mit Wasser einweichen (die Kerne sollten bedeckt sein).

Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Kartoffeln je nach Größe halbieren oder vierteln und zusammen mit dem Öl, dem Meersalz und dem gepressten Knoblauch vermischen.

In eine Auflaufform oder auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und 20-25 Minuten im Ofen backen.

Das Wasser der Mandeln abgießen und Mandeln unter fließendem Wasser kurz abspülen.

Alle Zutaten für das Pesto in eine Küchenmaschine oder einen kleinen Mixer geben und, je nach Geschmack, stückiger oder feiner pürieren.

Kartoffeln mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, etwas Meersalz und dem Pesto servieren.

Bunte Kartoffeln mit Mandel-Petersilien-Pesto

Seit 2005 glücklich vegan. Pinterest- und Grüne Smoothies-Addict. Kocht aus Leidenschaft. Grafikdesignerin @ kreativagentur wowitmoves

11 Kommentare

  1. Superlecker das Pesto! Ich finde auch toll, dass es relativ „fettarm“ ist. Ich habe noch Reste von Koriander untergemischt. Geht bestimmt auch gut mit anderen Kräutern. Könnt ihr was sagen zur Haltbarkeit? Wenn man Pesto nicht in Öl „ertränkt“ ist es sicher eingeschränkt bzgl Haltbarkeit, oder?
    Danke fürs Teilen und herzliche Grüße,
    Anna

    Antworten
    1. Hi Anna,

      genau, ohne öl hält es sich 2-3 Tage. Mit etwas mehr Öl auch locker eine Woche oder länger 😉

      Liebe Grüße
      Nadine

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  2. Hallo, ich finde bei einigen Rezepten keine Druckfunktion… wie bei diesem hier… mache ich etwas falsch?

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    1. Hi Lean!

      Du machst nichts falsch, keine Sorge 🙂
      Nicht alle Rezepte sind auf die neue Rezeptdarstellung angepasst, weshalb bei diesen dann auch die Druckfunktion fehlt. Bei den vielen Rezepten wird es allerdings auch noch etwas dauern, bis wir alle angepasst haben 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  3. Es hat köstlich geschmeckt und wird nun öfters auf dem Tisch stehen. Vielen Dank für die tollen Rezepte.

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    1. Vielen Dank Brigitte! Freut uns sehr 🙂

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  4. Das werde ich heute gleich ausprobieren! Die Nüsse sind schon eingeweicht.

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  5. Hi ; )
    Die Fotos sind der Hammer!! Diese Farben. Einfach toll!! Freue mich schon aus das Umsetzen des Rezeptes. LG Irena

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    1. Vielen lieben Dank Irena 🙂 Viel Spaß beim Köcheln 😉

      Lieber Gruß
      Nadine

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  6. Wo gibt’s denn das tolle Geschirr und die Accessoires zu kaufen?

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    1. Das Salzfässchen, der kleine Teller und die Salatschüssel sind selbergemacht, der Rest ist von house doctor 😉

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