Dinner Time

Blumenkohlsteaks mit Chili-Walnuss-Topping

Blumenkohlsteaks mit Chili-Walnuss-Topping

Heu­te gibt es Blu­men­kohl­steaks mit Chi­li-Wal­nuss-Top­ping. Was klingt, wie eine Steil­vor­la­ge für einen Vega­ner­witz, wird dich auf dem Tel­ler von den Socken hau­en. Versprochen.

Nichts gegen Blu­men­kohl, aber irgend­wie sind wir immer wie­der ziem­lich über­rascht, wenn wir sehen, wie unse­re Leser über das gan­ze Jahr hin­weg auf dem Blog wie wild nach Blu­men­kohl­re­zep­ten suchen, als wäre das natür­lich hüb­sche, aber – geben wir es zu – doch etwas blass aus­se­hen­de Gemü­se die Offen­ba­rung schlecht­hin. Haben wir etwas ver­passt? Liegt der knuf­fi­ge Kohl gera­de mega im Trend? Was sagt da der Grün­kohl dazu? Weiß der über­haupt schon davon? Der Arme wird hier ein­fach so hintergangen!

Klar, Blu­men­kohl ist super gesund, ein­fach zu hän­deln und ziem­lich lan­ge in Sai­son – die­se fängt gera­de so lang­sam wie­der an und geht bis in den Dezem­ber hin­ein. Und ja, Blu­men­kohl ist vor allem auch viel­sei­tig. Das Gemü­se kommt qua­si mit allem und jedem gut aus. Gerös­tet als Top­ping für Hum­mus, den liebs­ten Dip der Welt, wie man mei­nen könn­te, als mil­de Basis für die cre­migs­te „Sah­ne­sauce ohne Sah­ne“ für unse­re Spa­ghet­ti Alfre­do, die selbst ich als Sah­ne­saucen-Ver­wei­ge­rer ver­göt­te­re, oder zusam­men mit Kicher­erb­sen, Kar­tof­feln und leckers­ten, inten­sivs­ten Gewür­zen in unse­rem Aloo Gobi … kann er nicht nur ab, der Blu­men­kohl macht das alles mit gro­ßer Freu­de mit. In der Küche ist er halt ein rich­ti­ger Ever­y­bo­dies Dar­ling! Nur Kin­der kom­men manch­mal nicht so gut mit ihm klar, aber den Geschmack man­cher die­ser Rotz­löf­fel ver­ste­he ich sowie­so nicht. 

Blumenkohlsteaks mit Chili-Walnuss-Topping

Aber er hat noch mehr Tricks auf Lager. Er kann sogar Steak! Und klar, das klingt mal wie­der nach einer Steil­vor­la­ge für einen Vega­ner­witz, aber glaub’ mir, die rich­ti­ge Zube­rei­tung macht aus dem ins­be­son­de­re in der Ver­gan­gen­heit ja häu­fig zur lang­wei­li­gen, gedämpf­ten Bei­la­ge degra­dier­ten Gemü­se (ich sage nur Kan­ti­nen-Tief­kühl-Gemü­semi­schung und ren­ne danach schrei­end davon) etwas, was du auch dem größ­ten Kar­ni­vo­ren in dei­nem Freun­des­kreis nicht nur scham­los, son­dern ganz selbst­be­wusst als Haupt­ge­richt vor­set­zen wirst. Und wenn er auch nur zur Beschwer­de ansetzt, gibt’s einen lieb gemein­ten, aber kräf­ti­gen Klaps in den Nacken. Es ist zu sei­nem bes­ten. Die Blu­men­kohl­steaks und der Klaps.

Wir berei­ten die aus der Mit­te und durch den Strunk aus dem Blu­men­kohl­kopf her­aus­ge­schnit­te­nen Schei­ben – so hal­ten sie in der Pfan­ne zusam­men – tat­säch­lich auch so zu, wie ein „ordent­li­ches“ Rump­steak aus dem Steak-House, vor dem immer die Men­schen mit hohem Blut­druck abhän­gen. Die nicht zu zag­haft gesal­ze­nen Blu­men­kohl­steaks wer­den in einer guss­ei­ser­nen Pfan­ne in hoch­er­hitz­ba­rem Pflan­zen- oder Oli­ven­öl bei hoher Hit­ze scharf für etwa vier Minu­ten pro Sei­te ange­bra­ten, bis sie schön gebräunt und bereits leicht kross sind. Das kit­zelt die fei­nen, rau­chi­gen Röst­aro­men her­vor, die ein­fach per­fekt mit dem ansons­ten mild-schar­fen Gemü­se harmonieren.

Blumenkohlsteaks mit Chili-Walnuss-Topping

Nun kommt das Gan­ze mit­samt der Pfan­ne in den vor­ge­heiz­ten Ofen und gart dort für etwa 15 Minu­ten oder bis ein spit­zes Mes­ser ganz easy durch den dicks­ten Teil des Strunks geht, vor sich hin. Wäh­rend des­sen berei­ten wir fix ein knusp­ri­ges, scharf-säu­er­li­ches Top­ping aus gerös­te­ten Wal­nüs­sen, Chi­lif­locken, Soja­sauce, Rot­wein­essig und fein gehack­ter Peter­si­lie zu. Das gibt dem gan­zen Gericht eine Extra­por­ti­on Frische.

Als per­fek­te Ergän­zung zu den zar­ten, im bes­ten Sin­ne auf der Zun­ge zer­fal­len­den Blu­men­kohl­steaks und dem crun­chy Nuss­cha­os, wel­ches wir in abstru­sen Men­gen auf das per­fekt gerös­te­te Gemü­se packen, weil es ein­fach so lecker ist, rüh­ren wir mit links noch vega­nen Quark mit frisch gerie­be­nem Knob­lauch an. Als Bei­la­ge ser­vie­ren wir unse­re knusp­ri­gen Ofen­pom­mes dazu, die du – ein biss­chen Timing vor­aus­ge­setzt – direkt zusam­men mit den Steaks im Ofen zube­rei­ten kannst. Und davon dann bit­te eine Wagen­la­dung, hier hat nie­mand etwas von Low Carb gesagt!

Blumenkohlsteaks mit Chili-Walnuss-Topping

Zutaten für 2 Portionen

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Vor­be­rei­tung 10 Minu­ten
Zube­rei­tung 25 Minu­ten
Gesamt 35 Minu­ten

Für das Chili-Walnuss-Topping

Für den Knoblauchquark

  1. Back­ofen auf 225 °C vorheizen.
  2. Aus der Mit­te des Blu­men­kohls zwei etwa 3 cm dicke Schei­ben schnei­den. Dabei dar­auf ach­ten, dass die Schnit­te direkt durch den Strunk gehen, damit die Steaks zusammenhalten.
  3. Blu­men­kohl­schei­ben gut abtrock­nen, groß­zü­gig mit Salz ein­rei­ben und 3 Minu­ten zie­hen lassen.
  4. Öl in eine hei­ße, back­ofen­ge­eig­ne­te Pfan­ne geben und 4 Minu­ten pro Sei­te bei mitt­le­rer bis hoher Hit­ze scharf anbra­ten. Dabei mög­lichst wenig bewegen.

  5. Vom Herd neh­men, mit Pfef­fer wür­zen, vega­ne But­ter auf den Steaks ver­tei­len und für 15 Minu­ten im Ofen rös­ten oder bis ein Mes­ser ein­fach durch das dicks­te Stück des Strunks geht.

Für das Chili-Walnuss-Topping

  1. Wal­nüs­se grob hacken. In einer hei­ßen Pfan­ne ohne Öl bei nied­ri­ger bis mitt­le­rer Hit­ze 5 Minu­ten rös­ten, dabei häu­fig umrühren.
  2. Mit Chi­lif­locken wür­zen, Pfan­ne vom Herd neh­men, mit Soja­sauce und Essig ablö­schen und vor­her fein gehack­te Peter­si­lie unterrühren.

Für den Knoblauchquark

  1. Knob­lauch­ze­he fein rei­ben, unter den Quark rüh­ren und mit Salz abschmecken.

Zum Anrichten

  1. Knob­lauch-Quark dünn auf Tel­lern ver­strei­chen, Blu­men­kohl­steaks dar­auf anrich­ten und mit Chi­li-Wal­nuss-Top­ping toppen.

Tipps

Wir ser­vie­ren heu­te unse­re Ofen­pom­mes zu den Blu­men­kohl­steaks. In unse­rem Buch Vegan kann jeder fin­dest du aber auch eine Vari­an­te mit Tomaten-Minz-Reis.

Und den Rest des Blu­men­kohls kannst du natür­lich zu Blu­men­kohl­reis ver­ar­bei­ten oder, vor­her in Rös­chen geteilt, einfrieren.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

22 Kommentare

  1. Gab’s als Teil des Weih­nachts­me­nu für die vega­ne Besu­che­rin und kam super an, hat auch den Nicht­ve­ga­nern geschmeckt! Super!

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    1. Super, dan­ke dir für das Feedback! 🙂

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  2. Soooo lecker. Ich hab die Steaks mit Bär­lauch­pes­to bestri­chen – zusam­men mit dem Top­ping sehr, sehr lecker! *schwärm*
    Vie­len Dank für das tol­le und so ein­fa­che Rezept.

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    1. Oh, sehr cool, gro­ße Bärlauchpesto-Liebe. 🤤

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  3. Das ist wirk­lich ein sehr leckers Gericht! Ein­fach eine Explo­si­on of Tas­tes. Ich habe mir dann gleich das Buch gekauft, Lecker, lecker, lecker.

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    1. Tau­send Dank lie­be Mar­ga­ri­ta, das freut uns riesig 🙃

      Liebst,
      Nadine

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  4. Das ist sowas von geni­al – gabs am Wochen­en­de. Ich habs ges­tern statt Blu­men­kohl mit Hoka­i­do-Kür­bis gemacht – auch super. Dazu gabs euer Naan-Brot und Hum­mus – ein­fach nur guuuuuut.
    Dan­ke für eure vie­len lecke­ren Ideen!!

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    1. Klas­se, das freut uns wirk­lich sehr! Lie­ben Dank fürs Feedback.

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  5. Sehr sehr lecke­res Rezept! Haben es mit Kirsch­to­ma­ten aus dem Ofen kom­bi­niert. Waren über­rascht wie schnell alles zube­rei­tet war und wie gut es aussah 😍

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    1. Vie­len Dank lie­be Ley­la, freut uns sehr! ☺️

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  6. Hab ich das jetzt end­lich mal gemacht nach lan­gem Vor­satz, aller­dings mit Kohl­ra­bi. Da kom­men auch mehr Steaks bei rum. Und was sag ich? Es war ein gött­li­ches Gedicht aus Nek­tar und Ambro­sia!!! Könn­te mir auch vor­stel­len, dass das mit einer Bra­ten­sauce rich­tig gut schmeckt. Ich pro­bie­re wei­ter. Und natür­lich gebührt Euch jedes Lob! Ihr seid Moti­va­ti­on, Inspi­ra­ti­on und Krea­ti­vi­tät in so geball­ter Form, ich kann Euch nur toll fin­den!!! Woll­te ich Euch schon lan­ge mal sagen, end­lich ist es raus. 😉

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    1. Ganz lie­ben Dank für das Lob, das freut uns wirk­lich rie­sig! 🙇‍♂️

      Die Kohl­ra­bi-Vari­an­te klingt echt auch sehr lecker, wer­den wir testen.

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  7. wow so lecker. Vor allem das Walnusstopping.
    Vie­len Dank. Wir dwei­ter empfohlen!

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    1. Sehr cool, freut uns, dass es so gut geschmeckt hat. 🙂

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  8. Unglaub­lich lecker, jedes Mal wenn ich die­ses Gericht koche fra­ge ich mich ob die stin­ken­de Küche nach dem schar­fen Anbra­ten das jetzt wirk­lich wert ist und ob das noch gut wer­den kann und dann liegt die­ses but­ter­wei­che Blu­men­kohl Steak deko­ra­tiv auf dem Tel­ler und der ers­te Bis­sen kata­pul­tiert die Geschmacks­knos­pen in den 7. Him­mel – ja die stin­ken­de Küche ist es wert!! Jedes Mal! Dan­ke für die­ses und alle wei­te­ren wun­der­bar raf­fi­nier­ten und immer gut umsetz­ba­ren Rezepte.

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    1. Eine stin­ken­de Küche gibt’s nicht (zumin­dest, wenn nix ange­brannt ist), die duftet. 😉

      Lie­ben Dank für das Feedback!

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  9. Genia­le Inspiration.Statt Blu­men­kohl war es Sel­le­rie, statt Wal­nüs­sen und Peter­si­lie Cas­hews und Koriander.

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    1. Auch eine mega Kombination! 👍

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  10. Hi
    ertappt.…nachdem im nahe­ge­le­gen Super­markt Blu­men­kohl zur Zeit eines der weni­gen Gemü­se­sor­ten ist, das in Bio­qua­li­tät und nicht in Plas­tik ein­ge­schweist erhält­lich ist, geht so gut wie bei jedem Ein­kauf ein Kopf mit.…und dann wird gegoo­gelt was man damit alles anstel­len kann.…

    Heu­te hab ich es gleich mal aus­pro­biert und ich bin begeis­tert!!! die Kom­bi mit den Wal­nüs­sen und dem Knofiquark(hab noch etwas Senf rein­ge­panscht) ein­fach geni­al und ver­dammt lecker!! 🙂
    vie­len lie­ben Dank dafür

    LG

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    1. Sehr cool, freut uns rie­sig! Tau­send Dank … und Senf scha­det natür­lich nie (außer viel­leicht der Far­be des Quarks 🙈).

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  11. Das hört sich toll an! 🙂 Bleibt das Salz dran oder ent­fernt man es, bevor man die Schei­ben in der Pfan­ne brät?

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    1. Nein, das Salz bleibt dran, da fällt genug beim Bra­ten ab, kei­ne Sorge. 😉

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