Salate, Suppen & Bowls

Bärlauch-Erbsensuppe mit Tahin und Rauchmandeln

Die­se super­grü­ne Bär­lauch-Erb­sen­sup­pe ist ab sofort Pflicht­pro­gramm für alle, die das gan­ze Jahr über dem Augen­blick ent­ge­gen­fie­bern, wenn die ers­ten knob­lau­chi­gen Blät­ter aus dem Boden sprie­ßen. Steht außer­dem in maxi­mal zwan­zig Minu­ten auf dem Tisch.

Bär­lauch. So ein biss­chen die Ete­pe­te­te-Vari­an­te unse­res Lieb­lings-Alli­ums, Knob­lauch. Er bequemt sich im Jahr nur ein paar Wochen aus der Erde, kos­tet auf dem Wochen­markt ein Schwei­ne­geld und dann behaup­tet er auch noch, es gäbe auch gif­ti­ge Pflan­zen, mit denen du ihn ver­wech­seln könn­test, wes­halb es natür­lich suuu­per gefähr­lich wäre, ihn selbst zu pflü­cken. Dra­ma-Queen, qua­si. Okay, klar, Mai­glöck­chen soll­test du bes­ser kei­ne mit­neh­men oder sie im Anschluss zumin­dest nicht essen, aber eigent­lich ist die siche­re Unter­schei­dung beim Sam­meln wirk­lich ein Kin­der­spiel. Bär­lauch wächst immer nur „ein­blätt­rig“ an einem Stiel aus dem Boden, er hat eine mat­te Blatt­un­ter­sei­te und er riecht beim leich­ten Zer­rei­ben schlicht nach Knoblauch.

Hat man ein ordent­li­ches Bär­lauch­feld gefun­den (bit­te nicht in Natur­schutz­ge­bie­te und bit­te mähe beim Ern­ten nicht alles nie­der, so hast du auch im nächs­ten Jahr etwas vom „Stin­ke­grün“ – nicht despek­tier­lich gemeint) ist es also qua­si Pflicht, sich so der­ma­ßen dar­an zu über­fres­sen, dass es für die nächs­ten zehn bis elf Mona­te wie­der reicht.

Beson­ders viel Bär­lauch­ge­schmack im Ver­hält­nis zur Men­ge bekommst du in dich hin­ein, wenn du unse­re Bär­lauch-Erb­sen­sup­pe mit Tahin und Rauch­man­deln kochst. Der dezent schar­fe, nur im bes­ten Sin­ne gra­sig-krau­ti­ge Geschmack ver­trägt sich unheim­lich gut mit süßen, mil­den Erb­sen, die man zumin­dest gegen Ende der Bär­lauch­sai­son sogar frisch mit in den Mixer wer­fen kann – oder sonst eben aus dem Tief­küh­ler ern­tet. Das Deko-Krön­chen setzt dann noch die in zumin­dest halb­wegs deko­ra­ti­ven Spren­keln oder Spi­ra­len getopp­te, säu­er­lich-nus­si­ge Limet­ten-Tahin­sauce auf. Ein paar grob gehack­te Rauch­man­deln sor­gen für Crunch und köst­lichs­te Röst­aro­men bei jedem Bis­sen. Aus dem Weg, Bär­lauch­pes­to, du hast einen neu­en Riva­len, wenn es dar­um geht, einen gro­ßen Bund selbst gepflück­ten Bär­lauch zu verwerten.

So kochst du unsere Bärlauch-Erbsensuppe mit Tahin und Rauchmandeln

Für extra Früh­lings­fri­sche und eine beson­ders grü­ne Far­be ver­wen­den wir Früh­lings­zwie­beln, die ein­fach in gro­be Stü­cke geschnit­ten wer­den und zusam­men mit ein paar in Stü­cke geschnit­te­nen meh­lig­ko­chen­den Kar­tof­feln kurz in etwas Oli­ven­öl ange­schwitzt wer­den. Abge­löscht wird dann mit Gemü­se­brü­he. Deckel drauf, bei mitt­le­rer Hit­ze auf­ko­chen, wäh­rend­des­sen wer­den ein paar Ess­löf­fel Tahin mit dem Schnee­be­sen mit Limet­ten­saft ver­rührt und anschlie­ßend mit Salz abge­schmeckt. Wenn dir jetzt schon lang­wei­lig ist, kannst du auch direkt die Rauch­man­deln grob hacken.

Nach 10 Minu­ten Koch­zeit kom­men tief­ge­kühl­te – oder eben fri­sche – Erb­sen und Hafer­sah­ne dazu. Nach­dem das Gemü­se wei­te­re fünf Minu­ten köcheln durf­te, geben wir einen guten Bund Bär­lauch mit in den Topf und neh­men die­sen sofort vom Herd. So ver­lie­ren die Blät­ter ihren rohen, schar­fen Geschmack, behält aber sein mild-knob­lau­chi­ges Aro­ma. Jetzt wird püriert – und zwar so fein wie mög­lich. Am ein­fachs­ten geht das mit einem ordent­li­chen High-Speed-Blen­der, aber auch der Pürier­stab funk­tio­niert ein­wand­frei. Kip­pe dazu den Topf leicht und hal­te den Stab gera­de in die auf­ge­stell­te Ecke. So mini­mierst du gleich­zei­tig die Gefahr, dass dir die deko­ra­tiv grü­ne Bär­lauch-Erb­sen­sup­pe durch die gan­ze Küche explo­diert und dir die Ent­schei­dung abnimmt, ob und vor allem wann du mal wie­der strei­chen solltest.

Zum Schluss wird mit Salz und etwas schwar­zem Pfef­fer abge­schmeckt. Und wer mag, toppt zusätz­lich zur Tahin­sauce und den Rauch­man­deln noch mit grü­nen Jalapeño-Flocken.

Zutaten für 4 Portionen

Drucken
Zube­rei­tung 20 Minu­ten
Gesamt 20 Minu­ten

Außerdem

  1. Früh­lings­zwie­beln in gro­be Stü­cke schnei­den. Kar­tof­feln schä­len und grob wür­feln. Oli­ven­öl in einen hei­ßen Topf geben, Gemü­se bei hoher Hit­ze 30 Sekun­den scharf anbra­ten. Anschlie­ßend mit Gemü­se­brü­he ablö­schen, auf­ko­chen und mit auf­ge­leg­tem Deckel 10 Minu­ten bei mitt­le­rer Hit­ze kochen lassen.
  2. Wäh­rend­des­sen Tahin mit Limet­ten­saft und 2 EL Was­ser ver­rüh­ren und mit Salz abschme­cken. Rauch­man­deln grob hacken und bei­des beiseitestellen.

  3. Erb­sen und Hafer­sah­ne zur Sup­pe geben und wei­te­re 5 Minu­ten kochen las­sen, bis die Kar­tof­feln weich sind. Topf vom Herd neh­men, Bär­lauch grob gehackt unterrühren.

  4. Sup­pe im Hoch­leis­tungs­mi­xer oder mit dem Pürier­stab fein pürie­ren, anschlie­ßend mit Salz und Pfef­fer abschme­cken und mit Tahin­sauce, Rauch­man­deln und optio­nal Jala­pe­ño-Flo­cken getoppt mit gerös­te­tem Brot servieren.

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

14 Kommentare

  1. Das war super lecker. Auch der neu­en WG hat’s geschmeckt – wenn auch aus Kos­ten­grün­den mit Räu­cher­to­fu statt mit Rauch­man­deln 🙂 Die Tahi­ni-Soße hebt die Sup­pe echt auf’s nächs­te Level.

    Antworten
    1. Tau­send Dank für das super Feed­back, freut uns total!

      Antworten
  2. Heu­te im News­let­ter gese­hen, direkt aus­pro­biert! Mega lecker, hat der gan­zen Fami­lie (sogar den Erb­sen­sup­pe-Kri­ti­kern) total gut geschmeckt. Vie­len Dank 🙂

    Antworten
    1. Tau­send Dank Paula!

      Liebst,
      Nadine

      Antworten
  3. Die Sup­pe ist der Ham­mer! Ganz, ganz gro­ße Klasse!
    Kom­men­tar mei­ner Toch­ter: „Ich mag ja nicht so vie­le grü­ne Sachen, aber die Sup­pe ist echt lecker!“ 😄

    Antworten
    1. Yay, da freu­en wir uns! Vie­len lie­ben Dank 😅

      Lie­be Grüße
      Nadine

      Antworten
  4. Sofort gekocht,super lecker
    Auch ohne Hafer­sah­ne und Rauchmandeln,das koche ich sicher auch für Gäste.

    Antworten
    1. Vie­len lie­ben Dank Erika!

      Antworten
  5. Schmeckt toll,auch ohne Hafer­sah­ne und ist dadurch leich­ter, als Vor­spei­se geeignet.

    Antworten
    1. Vie­len lie­ben Dank Beatrice!

      Antworten
    1. Dan­ke­schön! 😊

      Antworten
  6. Gera­de nach­ge­kocht – ein­fach nur WOW!
    Könn­te man so direkt im Restau­rant mit auf die Spei­se­kar­te neh­men, so lecker!

    Antworten
    1. Dan­ke­schön, lie­be Katha­ri­na, freut uns wirk­lich mega! ☺️

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.