Auberginen-Kartoffel-Curry – Aloo Baingan

Auberginen-Kartoffel-Curry – Aloo Baingan
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Cremige Auberginen und zarte Kartoffeln, die vor Aroma nur so strotzen. Aloo Baingan, ein nordindisch inspiriertes Auberginen-Kartoffel-Curry macht den Übergang vom Sommer in die kältere Jahreszeit um einiges erträglicher.

Auberginen sind ja jetzt nicht unbedingt das Gemüse, welches strikt mit einer hart abgegrenzten Saison verbunden wird. Die Eierfrüchte gibt’s verlässlich das ganze Jahr über im Bio- oder Supermarkt und es ist auch ökologisch nicht allzu verwerflich, Gewächshaus-Auberginen im Dezember aus Basketball-Dreier-Entfernung im Einkaufswagen zu versenken. Trotzdem liegt das Gemüse mit der zweifelhaften Zweitkarriere als schlüpfriges Emoji verlässlich neben Tomaten (welche indiskutabel in der heißen Jahreszeit am besten schmecken) und Zucchini (für die eigentlich dasselbe gilt, wie für die lila-schwarzen Früchte) auf jedem Stillleben-Stockfoto zum Suchbegriff „Sommergemüse“.

Für uns strahlt die Aubergine aber vor allem Spätsommer- und Herbstübergangs-Vibes aus, da sie ihre absoluten Stärken auf dem Teller vor allem dann ausspielt, wenn man sie immer noch in den Schrebergärten hängen sieht, aber gleichzeitig auch kein Problem mehr damit hat, den Herd etwas länger als irgendwie nötig einzuschalten, um die Temperatur in der Bude ja nicht um ein Mü zu erhöhen. Denn wenn der Wetterbericht zwar noch mollige 26 °C in direkter Sonneneinstrahlung ankündigt, das Thermometer morgens aber nur Bock auf einstellig hat, haben wir keine Angst mehr vor Kochdampf und wieder große Lust auf wärmendes im Magen, wie eben beispielsweise auf dieses Auberginen-Kartoffel-Curry.

Zutaten für unser Auberginen-Kartoffel-Curry

Zu diesem Rezept haben wir uns vom pakistanischen und nordindischen und meist ohnehin schon „versehentlich veganen“ Gericht Aloo Baingan inspirieren lassen. Das bedeutet übersetzt nichts anderes als Kartoffeln (aloo) und Auberginen (baingan), ein paar mehr Zutaten benötigen wir aber natürlich trotzdem.

Dazu zählen Tomaten, Zwiebeln, Ingwer, Knoblauch, Chili, Koriander und etwas Zitronensaft. Wie es sich für die indische Küche gehört, hätte Aloo Baingan auch gerne diverse Gewürze, das Gericht kommt aber mit einer relativ einfachen Auswahl aus. Wer die südasiatischen „Standards“ wie Kreuzkümmel, Koriandersamen, Kurkuma und Garam Masala im Repertoire hat, darf aufatmen, ansonsten schreibt euch diese Gewürze unbedingt auf die Einkaufsliste, denn ihr stolpert ohnehin immer wieder darüber, wenn ihr auf diese Art von Küche steht.

Bei den Auberginen greifen wir zu festen, ganz „normalen“ runden Früchten, die länglichen japanischen funktionieren auch, die sind sogar etwas schneller gar. Außerdem verwenden wir vorwiegend festkochende Kartoffeln, die sich beim Kochen nicht komplett auflösen, das fruchtige Curry aber trotzdem sämig machen.

So wird unser Aloo Baingan zubereitet

Der „Trick“ für ein Auberginen-Kartoffel-Curry, bei dem wirklich alle Zutaten auf den Punkt gegart sind? Wir bereiten das Rezept in Schritten zu. Und keine Sorge, das ist deshalb nicht super aufwendig, es geht einfach darum, dass nicht alles in einen Pott kommt und dann vergessen werden kann. Zuerst rösten wir die in Würfel geschnittenen Auberginen in einer Pfanne mit hohem Rand an. Ein paar Minuten bei relativ hoher Hitze reichen, um rundherum Röstaromen zu erzeugen. Je goldbrauner die Würfel werden, desto mehr Geschmack gibt’s am Schluss im Curry. Danach nimmt man das Gemüse aus der Pfanne und bereitet die Sauce zu.

Dazu werden die Kreuzkümmelsamen zusammen mit den Zwiebeln in Rapsöl mit Buttergeschmack leicht gebräunt, bevor fein gehackter Knoblauch, Ingwer, grüne Chili und die restlichen Gewürze dazu kommen. Dann geben wir die Tomaten mit in die Pfanne, die unter Rühren ein paar Minuten eingekocht werden, bis sie leicht zerfallen und sich der Saft leicht vom Öl trennt. Jetzt kommen die Kartoffeln und etwas Wasser an die Reihe und nach etwa 15 Minuten Vorsprung dürfen auch die Auberginen wieder mit ins Team, die jetzt nur noch nach Geschmack 7–10 Minuten fertig gegart werden. Vor dem Servieren wird mit Zitronensaft abgeschmeckt und mit Koriander und einem erfrischendem Klecks veganem Joghurt getoppt.

Wir dippen das Aloo Baingan am liebsten mit frisch gebackenem Naan, fluffiger Basmatireis passt als Beilage aber natürlich auch super. Aber ganz ehrlich, das Auberginen-Kartoffel-Curry könnt ihr auch solo löffeln, eigentlich braucht es gar keine Begleitung.

Veganes Naan Brot aus der Pfanne

Portionen 4 Portionen

Auberginen-Kartoffel-Curry – Aloo Baingan

Zubereitungszeit 40 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten
  • Aubergine in etwa 2 cm große Würfel schneiden. 2 EL Öl in eine heiße Pfanne geben und die Auberginenwürfel bei hoher Hitze 5–6 Minuten goldbraun braten. Häufig umrühren.
    500 g Aubergine, 4 EL Rapsöl mit Buttergeschmack
  • Währenddessen Zwiebel würfeln, Knoblauch und Ingwer fein hacken. Tomaten und Kartoffeln würfeln. Chili in feine Ringe schneiden.
    1 Zwiebel, 5 Zehen Knoblauch, 10 g Ingwer, 350 g Tomaten, 500 g Kartoffeln, 1 grüne Chili
  • Aubergine aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.
    500 g Aubergine
  • Das restliche Öl in die Pfanne geben, Kreuzkümmelsamen einige Sekunden unter Rühren rösten. Zwiebel dazugeben und bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten glasig dünsten.
    2 TL Kreuzkümmelsamen, 1 Zwiebel
  • Knoblauch und Ingwer in die Pfanne geben, für 1 Minute braten, anschließend Tomaten, Chili, Gewürze und Salz hinzufügen. Etwa 5 Minuten braten, bis die Tomaten weich sind und sich die Flüssigkeit leicht vom Öl trennt. Bei Bedarf esslöffelweise Wasser zugeben.
    5 Zehen Knoblauch, 10 g Ingwer, 350 g Tomaten, 1 grüne Chili, 1 TL Koriandersamen, ½ TL Chilipulver, ½ TL Kurkumapulver, ½ TL schwarzer Pfeffer, 1 TL Garam Masala, 2 TL Salz
  • Kartoffeln und 300 ml Wasser hinzufügen. Bei mittlerer bis niedriger Hitze 15 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen. Auberginen hinzufügen und weitere 7–10 Minuten köcheln lassen, bis die Auberginen weich sind und leicht zerfallen. Bei Bedarf mehr Wasser hinzugeben.
    500 g Kartoffeln, 500 g Aubergine
  • Mit Zitronensaft abschmecken. Zum Beispiel mit ein paar Löffeln Sojajoghurt und Koriander getoppt mit Naan servieren.
    2 EL Zitronensaft, 2 EL Sojajoghurt, 15 g Koriander

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Steady

Die nerdige Hälfte von Eat this! Liebt es, auch aufwändiger zu kochen und ist deshalb vermutlich für die langen Rezepte auf dem Blog verantwortlich. Kann nie genügend Kochmesser haben und liebt Chilis in allen Formen und Farben. In der Freizeit sitzt er gerne auf dem Fahrrad und hört dabei Metal.


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  1. Njam Njam…. Einfache Zutaten aber durch die Gewürze wirklich eine Explosion. Es war sehr sehr lecker und würzig und kam gut an. Vielen Dank. Dazu gab es Pfannenbrot.

    Heute hab ich den Rest schnabuliert. 😉

    1. Hi Konstantin,

      na ja, je nachdem, wie mehr oder weniger kräftig die Tomaten gefärbt sind, wird natürlich auch das Curry mehr oder weniger rot. Fleischtomaten und generell Gewächshaustomaten sind beispielsweise häufig etwas blass. 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

      1. Ach danke dir. Klingt logisch, Ich experimentiere beim nächsten Mal etwas. War aber auf jeden Fall sehr lecker 🙂

        Und sorry. Ich merke gerade dass ich eigentlich einen “:) Smiley” nutzen wollte und nicht den “;) Smiley.”

        Liebe Grüße
        Konstantin

      1. EIN TRAUMHAFTES REZEPT WELCHES MEINEM BESUCH SEHR GEMUNDET HAT! DANKESCHÖN UND WEITER SO !