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Artischocken & Vinaigrette

Artischocken mit Vinaigrette

„Arti­scho­cken kom­men aus der Dose … auf die Piz­za!“ Ja, ich gebe es zu, ich habe ziem­lich lan­ge so gedacht. Seit­dem ich mal eine fri­sche (bzw. nicht so fri­sche), voll­kom­men aus­ge­trock­ne­te und fase­ri­ge Dis­tel auf fran­zö­si­sche Art pro­biert habe, war das The­ma für mich durch. Bis Nadi­ne letz­te Woche zwei Arti­scho­cken vom Markt mit­ge­bracht hat und mich über­zeugt hat, dass wir die jetzt sofort zube­rei­ten müs­sen. Ich sag‘ nur OMG!

Zutaten für ein Festmahl für 2 Personen

  • 2 gro­ße Arti­scho­cken oder 4 kleinere
  • 1 saf­ti­ge Zitrone
  • 8 EL Olivenöl
  • 4 EL Weißweinessig
  • 1 EL Senf (mit­tel­scharf)
  • 1–2 Zehen Knoblauch
  • Meer­salz
  • frisch gemah­le­ner schwar­zer Pfeffer

Legt die Arti­scho­cken an die Kan­te eurer Arbeits­plat­te, hal­tet die Dis­tel gut fest und brecht den Stiel nach unten her­aus. So zieht ihr gleich­zei­tig die zähen Fasern aus dem Arti­scho­cken­herz. Spült die Blü­ten gut ab und gebt sie, mit­samt einer hal­ben Zitro­ne – die ihr in gro­be Schei­ben schnei­det – für etwa 15–20 Minu­ten in reich­lich kochen­des Salz­was­ser. Ob die Arti­scho­cken gar sind tes­tet ihr am bes­ten mit einem schar­fen Mes­ser. Wenn ihr ganz leicht in die Unter­sei­te ste­chen könnt, fischt ihr sie aus dem Koch­topf und lasst sie umge­dreht abtrop­fen und ‑küh­len. Für die Vin­ai­gret­te rührt ihr das Öl, den Essig, den Senf, Salz & Pfef­fer und den gepress­ten Knob­lauch glatt. Wer mag, kann noch etwas fein geschnit­te­ne Früh­lings­zwie­bel oder Schnitt­lauch unterrühren.

Der handwerkliche Teil

Zupft euch ein Blatt ab, tunkt es in die Vin­ai­gret­te und „zut­zelt“ (urschwä­bi­sches Wort – ich glau­be, dafür gibt es kei­ne hoch­deut­sche Über­set­zung) das Frucht­fleisch am unte­ren Ende ab. Das Tol­le dar­an: Je näher ihr dem „Ende“ ent­ge­gen kommt, des­to mehr gibts zu essen 🙂 Zum Schluss bleibt euch noch das Herz. Um das faser­frei genie­ßen zu kön­nen, müsst ihr nur noch vor­sich­tig das „Heu“ (das man, wenn man gie­rig ist auch noch „aus­zut­zeln“ kann) ent­fer­nen. Arti­scho­cken aus der Dose (nur in Was­ser ein­ge­legt) mag ich nach wie vor, aber in Zukunft kom­men mir auf jeden Fall häu­fi­ger auch fri­sche Dis­teln auf den Tisch!


Habt ihr einen Lieb­lings-Dipp zu Arti­scho­cken? Schreibt ihn uns unten in die Kommentare!

Artischocken mit Vinaigrette Artischocken mit Vinaigrette Artischocken mit Vinaigrette Artischocken mit Vinaigrette

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Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt es, zu kochen, guten Kaffee, Chilis in allen Formen und Farben, Kameras und Objektive – hofft dabei, dass er das ganze Zeug auch zumindest einigermaßen angemessen bedienen kann –, hat nie genügend Messer, sitzt gerne auf dem Mountainbike und hört dabei Metal.

11 Kommentare

  1. Moin,

    ich ken­ne Arti­scho­cken nur frisch in Salz­was­ser gekocht und war scho­ckiert als ich die ers­te Dosen­ar­ti­scho­cke pro­biert habe, nicht zuvergleichen.

    Bei uns gabe es die immer zu gemüd­li­chen Fami­li­en-Fern­seh­aben­den mit Joghurtkräuter-Dip:

    Soja­jo­ghurt mit Öl und etwas Essig glatt rüh­ren, Salz, Pfef­fer und Kräu­ter (je nach Geschmack, Gefal­len und/oder Jah­res­zeit) ein­rüh­ren. Eine hal­be klei­ne Zwie­bel ganz fein wür­feln und eine Knob­lauch­ze­he pres­sen mit hin­ein, kurz zie­hen las­sen und losdippen!

    Antworten
    1. Hej Jen­ny,

      das hast du Recht! Uns hat der Geschmack der fri­schen Arti­scho­cken auch ein­fach umghau­en – nicht zu ver­glei­chen! Vie­len Dank für dei­ne Dip-Idee, wird pro­biert! ☺️

      LG,
      Nadine

      Antworten
  2. Bei uns kommt zu Arti­scho­cken ein sehr gutes Oli­ven­öl mit Fleur de Sel dazu.
    Grü­ße aus Fronkraisch 🙂
    Hilde

    Antworten
    1. Oh das klingt sehr lecker lie­be Hil­de! Gutes Oli­ven­öl ist sowie­so das A & O 😉 Fleur de Sel ist natür­lich auch super!

      Lie­be Grüße!

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  3. das hoch­deut­sche wort für zu(t)zeln lau­tet saugen 😉
    btw, dan­ke für das tol­le rezept!

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  4. Hal­lo, ich mag dazu am liebs­ten Aio­li – ein­fach selbst­ge­mach­te Mayo­nai­se mit fri­schen Knob­lauch­ze­hen und Zitro­nen­saft pürie­ren, ich muss aber lei­der geste­hen, dass mir die fri­schen Arti­scho­ken zuviel Arbeit machen, daher kom­men die­se eher sel­ten auf den Tisch…
    LG Carina

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    1. Hal­lo Carina,

      oh ja, Aio­li lieb ich auch sehr! Ja, ich dach­te eigl. auch, dass das mit den fri­schen Arti­scho­cken sehr auf­wen­dig sei, aber ehr­lich gesagt, haben wir es nicht so schlimm empfunden 🙂

      Lie­ber Gruß

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  5. Ich mache immer eine Majo-Sauce.

    Ein­fach vega­ne Majo und Soja­jo­ghurt (halb/halb) mischen, Zitro­nen­saft dazu­ge­ben und mit Salz, Pfef­fer und schar­fem Senf würzen. 🙂

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    1. Dan­ke Lau­ra, klingt sehr lecker 🙂

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  6. Kräu­ter­sauce
    75 g Cas­hew­ker­ne in 200 ml Was­ser für 10 Minu­ten in einem Mixer ein­wei­chen, dann pürieren
    je ½ Bd. Peter­si­lie, Dill, Schnitt­lauch, 2 klein geschnit­te­ne Knob­lauch­ze­hen, 2 EL Essig und 1 Mess­löf­fel Johan­nis­brot­kern­mehl, Salz und wei­ßen Pfef­fer dazu­ge­ben, noch­mal mischen – fertig.
    Vor dem Ser­vie­ren mit klein­ge­schnit­te­ner Zwie­bel abschme­cken (oder auch nicht).
    Frei aus dem Koch­buch vegan & voll­wer­tig genie­ßen von Annet­te Heim­roth und Bri­git­te Bornschein

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    1. Hey Andrea,

      vie­len Dank für dei­ne Anregung 🙂

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