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Vegane Bratwurst mit Express-Kartoffelsalat

Vegane Bratwürste mit Kartoffelsalat

Ich habe mich Nadines glutenfreier Phase „gezwungenermaßen“ beinahe angeschlossen. (Update: Die Testphase ist zum Glück lange vorbei und wir würden beide freiwillig nie mehr unnötig auf Gluten verzichten.)

Es macht einfach keinen Sinn, unterschiedlich zu kochen und natürlich nehme ich auch Rücksicht auf den Selbstversuch. Tatsächlich macht uns diese „Einschränkung“ gerade ganz schön kreativ in der Küche – ihr dürft euch also auf weitere glutenfreie Rezepte freuen.

Meine Seitan-Experimente habe ich deshalb allerdings nicht unterbrochen. Es macht mir gerade einfach zu viel Spaß, Würste, Steaks und Braten zuzubereiten.

Heute habe ich deshalb für euch einen Klassiker: Es gibt vegane Bratwurst mit einem schnellen, aber wahnsinnig leckeren Kartoffelsalat auf bayerische Art. Für zwischendurch oder auch als einfaches Weihnachtsgericht am 24.12. sehr beliebt! 🎄

Zutaten für 8 Bratwürste

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Vorbereitung 15 Minuten
Zubereitung 45 Minuten
Gesamt 1 Stunde

Für den Kartoffelsalat

  • 400 g festkochende Kartoffeln
  • 1 Salatgurke
  • EL neutrales Pflanzenöl
  • EL Weißweinessig
  • Salz, Pfeffer

Außerdem

  1. Die trockenen und flüssigen Zutaten jeweils getrennt voneinander vermischen. Anschließend die Flüssigkeit unter Rühren unter die Mehlmischung heben.
  2. Mit den Händen für etwa 3 Minuten durchkneten, bis sich die Zutaten gut vermischt haben. 10 Minuten ruhen lassen, anschließend das weiche "Brät" in Achtel teilen.
  3. Acht ca. 20 x 20 cm große Stücke Frischhaltefolie vorbereiten. Teiglinge mit den Händen zu Würsten formen und jeweils eng in Frischhaltefolie einrollen – Enden verknoten.
  4. Etwa 1/2 Liter Wasser in einem Topf mit Dämpfaufsatz zum Kochen bringen, Würste im Einsatz für 45 Minuten auf geringer Hitze dämpfen, anschließend gut auskühlen lassen (über Nacht im Kühlschrank ist perfekt).
  5. Die Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden und in reichlich Salzwasser in 10 Minuten bissfest garen. Anschließend abgießen.
  6. Gurke schälen und in feine Scheiben hobeln. Alle Zutaten für den Kartoffelsalat vermengen und abschmecken.
  7. 2 EL Öl in eine heiße Pfanne geben, die Würste darin bei mittlerer Hitze 4 Minuten je Seite goldbraun braten.
  8. Mit Kartoffelsalat und Senf servieren.

Tipps

Ganz biergartenmäßig wird's mit einer zusätzlichen, frischen Brezel und einem Weißbier – "Fast wia im richtigen Leben" 😉

 

Vegane Bratwürste mit Kartoffelsalat

Vegan seit zwanzig-null-sechs. Liebt scharfes Essen und steht auf die Kombi Pasta & Brokkoli. Sammelt E-Gitarren und schreibt ab und zu darüber. Ist "eigentlich" Grafikdesigner und Webentwickler.

24 Kommentare

  1. Die Bratwürstchen waren jetzt mein dritter Saitanversuch und nachdem die ersten drei gar nicht mal so schlecht gelungen waren sind auch die Würstchen richtig gut geworden und ich habe sie heute geschlemmt mit Rosmarinkartoffelspalten und einem Möhren-Lauch Gemüse.

    Bei den Gewürzen hatte ich nciht ganz alles da und habe ein bißchen improvisiert – was dem Geschmack keinen Abbruch getan hat und statt Ingewerpulver gab es frischen Ingwer.
    Ich konnte mich nicht entschließen den doch recht flüssigen, matschigen „Brät“ in Frischhaltefolie zu wickeln und habe mich für Backpapier entschieden was wunderbar geklappt hat – das letzte Würstchen hat sich wegen Backpapier alle mit Butterbrotpapier zufrieden geben müssen – auch das hat geklappt.

    Danke fürs Rezept. die Würstchen heute verspeist, 5 noch eingefroren fürs nächste mal –

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    1. Würstchenvorrat ist ja auch der beste Vorrat 😉

      Lieben Dank für das Feedback. Freut uns, dass sie dir schmecken!

      Liebe Grüße
      Jörg

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    2. Hier ist noch ein Votum für die Backpapier-Alternative – damit ist das Rollen/Formen einfacher, und mit ein bisschen Übung kommen recht gleichmässige Würste raus 😉 Ausserdem hat Backpapier den Vorteil, dass man es einfach zusammenzwirbeln kann (ohne Knoten) und es trotzdem hält (am besten finde ich aber trotzdem Wurstkordel zum Verknoten).

      Zuerst schien mir das Brät auch sehr flüssig/weich/matschig. Das Ergebnis war aber perfekt in der Konsistenz – nicht zu trocken, aber schön fest, sehr wie eine (feine) Bratwurst!
      (Ich hatte dann trotzdem mal 50ml weniger Flüssigkeit probiert – damit ließen sich die Würste tatsächlich besser formen, aber die Konsistenz war hinterher nicht so toll. Also durchaus akzeptabel, aber etwas zu weich (!), „brotig“ und zu trocken. Also lieber die „nasse“ Variante und Backpapier statt Frischhaltefolie …)

      Auf jeden Fall ein tolles Rezept! Ich bin begeistert.

      Sven

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  2. Hi Ihr Zwei,
    gerade erst entdeckt, dass es bei Euch auch ein Bratwürstchen Rezept gibt. Ich habe gerade ca. 40 Stück nach einem anderen Rezept gemacht, am Samstag ist bei uns Brunch dafür sollen sie sein.
    Eine Frage, wenn ich diese Würste anbrate, werden sie aussen rum schön braun, lassen sich aber mit einem normalen Messer nicht gut schneiden. Ist das bei dem Rezept von Euch auch so?
    Ich vermute mal, es liegt am Seitan…
    Übrigens wollte ich nicht in Folie dämpfen und habe inzwischen Stofftaschentücher dafür. Ich mache sie nass, wickel die Masse ein, mache die Enden mit Band zu und dämpfe dann die Würstchen. Zu Anfang klebte die Masse manchmal am Stoff. Inzwischen bin ich drauf gekommen, dass ich das durch abschrecken verhindern kann. 😉
    Ganz lieben Gruß und macht weiter so!
    Christine

    Antworten
    1. Hallo liebe Christine,

      wow, 40 Stück?! Sind da noch welche übrig, wir wären Abnehmer 😋

      Die Würstchen sollten eigentlich schön braun werden, ja. Und schnittfest sind sie auch, also da solltest du happy mit werde.

      Das mit den Stofftaschentüchern haben wir auch schon versucht, allerdings ist das zuknoten dann doch etwas umständlicher, als die Folienversion und auch wir hatten das Problem mit dem Ankleben und der unschönen Außenhaut. Aber danke für den Tipp, das mit dem Abschrecken werde ich testen. Bis dahin müssen wir eben mit dem Folienverbrauch klar kommen, der aber nicht im Verhältnis zum Verpackungsaufwand gekaufter Würstchen steht 🙂

      Liebe Grüße
      Jörg

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  3. Habe leider keinen
    Dampfeinsatz….Alternative? Einfach so ins wasser wurden? Danke

    Antworten
    1. Hey Uschi!

      Wenn du ein Sieb hast, das in deinen Topf passt und noch deinen Deckel soweit fasst, dass alles einigermaßen dicht verschlossen ist, nimm das. Ansonsten kannst du dir mit einer (selbstverständlich feuerfesten und robusten) Schale, die du umgedreht auf den Topfboden stellst und das Wasser bis etwa 2 cm unter den Rand aufgießt, einen Ghetto-Dämpfeinsatz basteln. Einfach einen Teller auf die umgedrehte Schale stellen und die Würstchen da drauf.

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  4. Hallo
    Bin über Besserbrauer auf eurer Seite gelandet und habe mich riesig gefreut das es eine vegane Seite ist. Habe ich das richtig verstanden, die Würstchen werden in der Folie gedämpft? Gehen da nicht Stoffe vom Kunststoff in die Wurst über?

    Antworten
    1. Hi Sergio!

      Super, das freut uns 🙂

      Wegen der Folie: Frischhaltefolie wird im Regelfall aus PE hergestellt und das Zeug braucht keine Weichmacher (oder welche Stoffe meinst du), um in einem sehr umfassenden Temperaturbereich bis über den Siedepunkt hinaus seine Form zu behalten. Ohne Chemiker zu sein: Da dürfte nix passieren 😉

      Liebe Grüße
      Jörg

      Antworten
  5. Hallo Ihr zwei,

    so langsam beginnt die Grillsaison und als Neuveganer schau ich mich gerade nach Leckereien fürs Grillen um. Heute habe ich Eure Bratwurst ausprobiert. Also wie sie schmeckt weiß ich noch nicht, da ich gerade mit dämpfen fertig geworden bin. Aber ich hatte gerade einen Lachflash. Irgendwie hat meine Frischhaltefolie das Dämpfen an manchen Stellen nicht überlebt. Es sehen die Würste etwas wie Quasimodo aus! Gibt es da extra Folie?

    Ich habe Eure Zutaten noch um etwas Majoran ergänzt. Also wenn sie nicht schmecken, dann liegt es am Majoran!

    Antworten
    1. Hej Dieter,

      nein, wir haben sie auch mit ganz normaler Folie zubereitet. Die Würste einfach sehr gut und fest einrollen und die Enden fest verknoten. Dann sollte nichts mehr schiefgehen 😉 Ist uns auch schon passiert, wenn es ein wenig zu lose war.
      Wir hoffen, sie haben dir trotzdem geschmeckt 🙂

      Liebe Grüße

      Antworten
  6. Danke für das tolle Rezept. Die Würste schmecken großartig. Ich habe den Teig ganz nach Rezept angerührt, aber die 300 ml Wasser hat er nicht aufgenommen 🙁 Ich musste einiges an Seitan-Fix noch hinzufügen. Also kein Weltuntergang im klassischen Sinne 😉 Morgen geht’s mit dem Chorizo weiter!

    Antworten
    1. Hallo Ian,

      das Brät ist beabsichtigt weicher/flüssiger, so wird die Konsistenz „wurstähnlicher“, außerdem lassen sich die Würste besser formen 🙂

      Antworten
      1. Ja, mit dem weichen/flüssigen Brät werden die Würste genau richtig — das mit dem „besser formen“ kann ich nicht so bestätigen (fand ich eher schwierig). Aber: Wenn man das Brät fester macht (weniger Wasser) kriegt man leicht Lufteinschlüsse und dann seltsame Löcher in der Wurst. Und die Konsistenz ist auch nicht mehr so toll.

  7. Hallo,das sieht sehr lecker aus.wie sind die Würstchen von der Konsistenz?Fehlt vielleicht ein bißchen Fett,daß sie schön saftig werden?Ist nicht böse gemeint,aber oft sind vegane Würstchen recht trocken.Vielleicht könnt ihr mir mal sagen,ob die bei euch trotzdem gut waren.?

    Antworten
    1. Hallo Dana,

      also wenn sie uns nicht geschmeckt hätten, hätten wir sie ja nicht als Rezept eingestellt 😀 … Wir fanden sie genau richtig – schön würzig und nein, nicht zu trocken 😉

      Liebe Grüße!

      Antworten
  8. Das ist ja mal ein wunderbares Rezept für Kartoffelsalat, werde ich morgen Abend gleich mal ausprobieren! Vielen Dank. 🙂

    Antworten
    1. Lieben Dank, Klara! Viel Spaß beim Nachkochen 🙂

      Liebe Grüße

      Antworten
  9. Hallo ihr 2,

    hab das Rezept heute mal nachgekocht/dämpft/braten. 😛

    Die Masse für die Bratwürste war erst noch etwas zu „flüssig“. Bin mir noch unschlüssig warum, habe mir mit dem Mahlwerk die Kichererbsen selbst gemahlen und statt dem Zwiebelpulver ne frische Zwiebel püriert (etwas Wasser von den 300 ml abgezogen), da ich eben genanntes nicht zur Hand hatte. Mit 2 Eßlöffeln Seitan Fix war es dann aber recht gut. Verarbeitung und dämpfen ging super.
    Habe es dann aber auch nur den Vormittag auskühlen lassen.

    Fazit:
    Leckere Würste, ein wenig wie ne Mischung aus Weißwurst und Bratwurst.
    Der Kartoffelsalat hat dazu sehr gut harmoniert. Und auch die empfohlenen Brezeln haben gepasst. Ich war jedoch böse und habe statt Weißbier ein Pils dazu getrunken. ^^

    Ach ja, nochmal zu den Würsten: Bei Meersalz vielleicht einen Teelöffel mehr verwenden.

    Nette Grüße und ein Danke für das tolle Rezept

    Antworten
    1. Hej Thomas,

      freut uns, dass es dir geschmeckt hat! Vielleicht lag es tatsächlich an der pürierten Zwiebel, dass es noch etwas zu flüssig war – schwer zu sagen. Müssten wir testen! Das Salzen ist bei uns immer so eine Sache – Jörg mag es immer etwas salziger und ich lieber etwas weniger, da kann es schon mal sein, dass unser „Salzkompromiss“ für den einen oder anderen noch nicht ausreichend ist 😉

      Liebe Grüße & danke für dein Feedback!

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  10. Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und muss sagen: Wow!
    Mir gefällt dein Schreibstil und auch das Design deines Blogs wirklich super.
    Das Rezept für die veganen Bratwürste werde ich am Wochenende definitiv mal ausprobieren! 🙂

    Antworten
    1. Hej Matthias,

      lieben Dank, das freut uns zu hören 😉 Sind gespannt, wie dir die Würstchen schmecken!

      Liebe Grüße

      Antworten
  11. Hey ihr lieben!
    Klingt ja fantastisch! 🙂
    Wie lange sind diese Bratwürstl denn haltbar, bzw würde einfrieren funktionieren?!

    Moizeit, d’Birgit 🙂

    Antworten
    1. Hallo liebe Birgit!

      Lieben Dank! 🙂 Die Bratwürstl sind im Kühlschrank in einer Frischhaltedose sicherlich eine Woche haltbar und einfrieren ist natürlich auch kein Problem! Einfach bei Bedarf rechtzeitig aus dem Gefrierschrank nehmen und auftauen lassen. Wir machen auch immer eine große Menge auf einmal und frieren dann alles auf Vorrat ein 😉

      Liebe Grüße

      Antworten

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