Wie einige von euch durch unsere Facebook-Einträge mitbekommen haben dürften, waren wir gestern auf dem Veggie-Street-Day in Stuttgart. Wir haben viele Bekannte getroffen (vielen sind wir dagegen leider in der Menschenmenge nicht über den Weg gelaufen) und auf jeden Fall lecker gegessen.
Die Bahn war ausnahmsweise mal pünktlich und so ging es für uns auf dem Stuttgarter Marktplatz um ca. 11:30 los. Erster Eindruck: viele Stände, große Bühne, viele Menschen. Wow — vielversprechend!
Das Frühstück haben wir in der Erwartung vieler leckerer Essensstände ausgelassen, deswegen hieß es erstmal „essen fassen“. Als absolute Fans von indischem Essen haben wir gleich bei einem Stand zugeschlagen, der Basmati-Reis mit Dal, Koriander– und Tamarinden-Chutney, Pakoras und Papadums angeboten hat. Und der erste *D’Oh*-Moment unsererseits: Kein Foto gemacht! (Das lest ihr noch häufiger — wir Pfeifen!)
Essens-Fazit No. 1: Sehr lecker, vor allem das Tamarinden-Chutney.
Währrenddessen den ersten guten Bekannten getroffen, der sich in die (unglaublich lange) Schlange der Veggie Snack Bar von alles-vegetarisch.de eingereiht hat. Wir haben ihn schon absolut bemitleidet, aber die Jungs hinter dem Tresen waren wirklich zackig mit dem Döner-, Burger– und Wrap-Zubereiten, also konnte er sich ein paar Minuten später schon zu uns setzen.
Weiter ging es mit der im Programm angekündigten Kochshow mit Björn Moschinski auf der großen Bühne um 12:30 Uhr. (Zwischenstärkung mit now!-Lemon!) Björn ist einfach ein netter Typ und hat eine klasse Bühnenpräsenz. Es hat großen Spaß gemacht, ihm zuzusehen, wie er (mit Hilfe der sympathischen Moderatorin) Mango-Lassi, veganes Mett (etwas anders gewürzt, als unser Mett), Tsatsiki und veganes Gyros zubereitet hat.
Was haben wir aus Björns Vortrag mitgenommen: Wir sehen uns für die Seitan-Zubereitung mal nach einem Vakuumiergerät um, texturiertes Sojaeiweiß muss einfach mit viel Öl gebraten werden und (ganz wichtig): scharfe Messer schneiden zwar tiefer, dafür verheilt es danach besser Ach ja, laut Björn haben zu diesem Zeitpunkt bereits doppelt so viele Besucher den Stuttgarter Veggie Street Day besucht, als im Vorjahr!
Okay, jetzt hatten wir mal etwas Zeit, uns die restlichen Stände und Aussteller anzusehen. Sehr gut haben uns z. B. die Shirts von „The Church Of Seitan“ am Stand von Roots of compassion gefallen und natürlich der Probierstand von Taifun. Interessierte und „Laufkundschaft“ konnten sich an vielen Info-Ständen informieren – sehr gut!
Stöbern macht Appetit, also mussten wir das vegane Softeis am Stand von Coox & Candy ausprobieren. Auch hier eine lange Schlange und große Nachfrage! Die Wartezeit war absolut okay und das leckere Eis war’s auf jeden Fall wert. Hier außerdem im Angebot: veganes Gyros & Pizza.
Der nächste Programmpunkt auf der großen Bühne: Das Vegan Strength–Team rund um Alexander Dargatz und Patrick Baboumian. Alexander hat sich den Job des Moderators quasi unter den Nagel gerissen (hat er aber auch echt gut gemacht), während seine Kollegen vor der Bühne schwitzen mussten – schlaue Taktik
Die Jungs haben vor dem Publikum Gewichte gestemmt, bis ihnen die Hantelscheiben ausgingen. Also mit ordentlich Nachschub wäre da noch mehr gegangen. Trotzdem alles überaus beeindruckend! Anschließend durfte mit weniger Gewicht auf der Stange das Publikum ran – neue Anwerber für’s Vegan Strength-Team?
Fazit: Wer jetzt nochmal sagt, Kraftsportler müssten Fleisch essen, dem…
Muckis, Sport, Anstrengung – darauf einen Döner von der Veggie Snack Bar! Die Schlange ist keinen Zentimeter kürzer geworden (eher länger), aber was macht man nicht alles für vegane Snacks? Der Arbeitseifer hinter der Theke hat aber kein Stück nachgelassen (Respekt an Tobias, Mattes, Andre & Co.), also gabs nach wenigen Minuten den prall gefüllten Döner in die Hand. Wie immer: Spitzenklasse! Hier reichte es leider nur für ganz kurzen Smalltalk – wir hoffen, beim nächsten mal ist mehr Zeit zum Quatschen!
Nächster Programmpunkt auf der gr0ßen Bühne: Rohkost mit Kirstin Knufmann von pureraw.de. Hier gab es interessante Rohkost-Spaghetti, einen Cashew-Kakao und viele Infos und Tipps zur Rohkost allgemein.
Nach einer kurzen Verschnaufpause MUSSTEN wir unbedingt noch die „Heiße Möhre“-Hot-Dogs probieren. Angeboten wurden vier verschiedene Styles (Danish, All-American, New York & irgendwas scharfes mit Chili :D) – bei uns gab es dann Danish (mit Gurken-Relish) und New-York-Style (mit Röstzwiebeln). Beides absolute klasse – wir freuen uns auf die nächste „Heiße Möhre“-Hot-Dog–Gelegenheit!
Mittlerweile wären wir „reif“ für Kuchen, Muffins o. ä. gewesen. Leider waren die dementsprechenden Stände vollkommen ausverkauft (17:00 Uhr) – leider nix mehr für uns, aber trotzdem TOP! Lieber zuviel Zulauf als zu wenig!
Alles in allem waren wir überaus begeistert vom Zulauf des Stuttgarter Veggie Street Days! Das Programm hat absolut überzeugt, die Stände waren gut organisiert (obwohl wohl teilweise nicht mit einem solchen Ansturm gerechnet wurde) und wir sind absolut der Meinung, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war. Wir entschuldigen uns herzlich bei allen Ständen, deren Angebot wir nicht ausprobieren konnten und bei euch, dass wir solche Foto-Pfeifen sind und versprechen hoch und heilig, dass wir nächstes Jahr alles in Bildern dokumentieren!
Verpasst den Veggie-Street-Day in Dortmund nicht!
Eine kurze Zusammenfassung des SWR noch „on top“: Mediathek
Ich war auch da und fand es aber für den Andrang schlecht organisiert. Mir war das alles zu eng und ich hab mich unwohl gefühlt. Die Stände waren teilweise auch überfordert… das ist zwar einerseits toll, wie du schon schriebst, lieber zu viel Andrang, als zu wenig, aber mir hat das leider den Spaß am „Schlendern“ (eher durchboxen) verdorben. Und ich hätte viel mehr gegessen
Den Döner und die Hotdogs waren aber wirklich klasse!
Ja, wir müssen dir da schon recht geben, gemütlich ist was anderes. Aber in diesem Fall kann man sich mal über zuviel Andrang freuen