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10 Grilltipps für das vegane Barbecue

10 Grilltipps für das vegane Barbecue

Na, hast du die Grillsaison für dieses Jahr schon eingeläutet oder traust du dich noch nicht so recht ran an’s „Spiel mit dem Feuer“? Oder bist du sogar so ein „harter Brocken“ und grillst das ganze Jahr durch? Soll es ja auch geben.

Wie auch immer du am Rost drauf bist, wir haben 10 Grilltipps für das vegane Barbecue für dich gesammelt und sind uns sicher, dass da auch der ein oder andere Kniff für dich dabei ist.

No. 1: Den richtigen Grill kaufen

Holz, Gas oder Steckdose?

Schon bei der Frage nach Holz-, Gas- oder Elektrogrill geht es in manchen nachbarschaftlichen Diskussionen um die sprichwörtliche (Soja)-Wurst.

Elektrogrills sind schnell aufgebaut, schnell grillbereit, nahezu rauchfrei und schnell wieder abgebaut. So richtig passionierte Griller bemängeln allerdings naserümpfend das fehlende Feeling – das „Feuer machen“ gehört für viele zum Grillen einfach dazu und Elektrogrills sind somit als Notlösung abgestempelt.

Gasgrills sind ebenfalls schnell einsatzbereit. Je nach Modell ist die Hitzesteuerung auf Knopfdruck möglich und der entstehende Rauch hält sich auch bei gasbetriebenen Geräten ziemlich in Grenzen, weshalb man auch Gasgrills in kleiner und großer Ausführung häufig auf Balkonen von Mietwohnungen findet. Da man mit echtem Feuer grillt, stehen Gasgriller im Ansehen der Nachbarschaft außerdem definitiv über dem Elektrogriller. Ist ja schonmal was.

Mit Gas zu grillen ist aber nicht nur komfortabel. Abgesehen davon, dass man den Platz und den Mut besitzen muss, um Gasflaschen in der Wohnung oder irgendwo in Hausnähe zu lagern, sind Gasgrills aufgrund der verbauten Technik störungsanfällig und in der Regel aufwendig in der Reinigung.

Das höchste Ansehen in der Nachbarschaft genießt der Holzkohlegriller. Als Herrscher über das Feuer fühlt er sich dem Gas- und Elektrogriller gegenüber überlegen – zumindest, solange er nicht versehentlich den erst frisch gepflanzten Buchsbaum des Elektrogrillers in Brand steckt.

Holzkohlegrills sind einfach irgendwie traditionell und für manche muss es beim Grillgelage einfach ein bisschen rauchen und qualmen. Ein erfolgreiches Barbecue erkennt man am Räucherduft des Grillmeisters, den er als Trophäe auch noch Tage später mit sich herumträgt.

Im Ernst: Grillen geht für die meisten mit der Zeremonie des Anzündens einher. Mit dem Duft glühender Holzkohlen und selbstverständlich mit dem typischen Geschmack – und da machen wir als Veganer keine Ausnahme.

Obwohl das Holzkohlegrillen auch mit dem meisten Aufwand verbunden ist, stehen wir einfach auf das Grillen über offenem Feuer, auf das Gefühl des Ursprünglichen und eben auf das ganze „Drumherum“ und wir könnten uns vorstellen, dass es dir da ähnlich geht.

Weber Master-Touch GBS

Kugel, Säule oder Flachgrill?

Hast du dich nun dazu entschlossen, dem elitären Kreis der Holzkohlegriller beizutreten, stehst du schon vor der nächsten Hürde.

Welchen Grilltyp sollte man sich zulegen? Ist die Ausgabe für einen teuren Kugelgrill wirklich notwendig oder tut es nicht auch ein günstiger Flachgrill? Möglicherweise noch ein klappbarer? Der ist doch praktisch! Und was hat es überhaupt mit den kaminartigen Säulengrills auf sich?

In erster Linie ist die Entscheidung eine Frage des Einsatzzwecks und des Budgets. Selbstverständlich ist ein kleiner, günstiger Flachgrill die praktischste Lösung, wenn man ohne viel Aufwand ein paar Kleinigkeiten am Baggersee grillen möchte.

Geht es aber um die Grillparty zu Hause, bist du mit schwererem Gerät gut beraten.
Säulengrills sollten in der Theorie aufgrund ihrer Konstruktion schneller einsatzbereit sein, da die Zuluft durch den namensgebenden Säulenkamin die Kohle schneller auf Temperatur bringt.

In der Praxis – und nach der Lektüre unserer Tipps – werden Holzkohle oder Briketts für sämtliche Grilltypen jedoch meist in einem speziellen Anzündkamin entfacht und somit entfällt dieser Vorteil. Zudem ist es etwas schwieriger, auf dem Säulengrill verschiedene Grillzonen zu realisieren (mehr dazu in unserem Buch Vegan grillen kann jeder) und leider vermisst man bei vielen Säulenmodellen auch den Deckel, der für einige Zubereitungsarten wichtig ist.

Der Kugelgrill stellt den perfekten Allrounder dar. Direkte und indirekte Garzonen sind
einfach zu realisieren, der Deckel ist per Definition auch dabei (sonst wäre es ja keine Kugel) und die temperatursteuernde Zu- und Abluft ist ebenfalls kinderleicht zu regeln.

Tief in die Tasche greifen musst du jedoch auch bei Kugelgrills nicht. Gute Einsteigermodelle mit einem Durchmesser von 47 cm gibt es ab etwa 130 €.

Schlussendlich geht es dann doch um die Größe?

Während es zu zweit noch machbar ist, mit einem kompakten Picknickgrill mit einem Durchmesser von unter 30 cm satt zu werden, macht das Grillen erst richtig Spaß, wenn man mehr Platz auf dem Rost zur Verfügung hat – vor allem, wenn mehrere hungrige Mäuler zu stopfen sind.

Durch das „Mehr“ an Freiraum ergibt sich die Möglichkeit, mehrere Temperaturzonen einzurichten, Gerichte mit verschiedenen Garzeiten zu grillen oder eben das fertige Grillgut warmzuhalten.

Nicht nur für große Grillpartys und Familien sind deshalb Kugelgrills mit einem Durchmesser von 57 cm empfehlenswert.

Wir grillen übrigens auf einem Weber Master-Touch GBS.

No. 2: Mit was man am besten Feuer macht

Obwohl es natürlich absolut möglich ist, werden die wenigsten Hobbygriller ihren Grill mit selbst geschlagenem oder gekauftem Holz befeuern, sondern zu Holzkohle oder Briketts greifen, die jährlich ab März in jedem Baumarkt auf den besten Aktionsflächen stehen. So werden Grillbegeisterte angelockt wie kleine Kinder von den Süßigkeiten an der Supermarktkasse.

Aber was sollte man denn nun kaufen und bei welchen Angeboten sollte man zuschlagen?

Grillkohle oder Briketts

Kurz gesagt brennt Holzkohle im Regelfall heißer, mit Briketts oder „Brekkies“ kann man die Grillparty allerdings auch bis spät in die Nacht ausdehnen – die Dinger brennen einfach länger.

Achte bei Holzkohle und Briketts darauf, dass die Stücke möglichst groß und gleichförmig sind, so vermeidest du starke Rauchentwicklung durch Staub.

No. 3: Wie man den Grill richtig und sicher anzünden

Nimm dir als Erstes die Flasche Spiritus … und stelle sie ganz weit weg vom Grill. Flüssige Anzünder haben am Grill nichts verloren, sind gefährlich und schmecken nicht.

Es gibt genügend ungefährliche und umweltverträgliche Alternativen im Handel, wobei wir die einfachen, raucharmen Bioanzünder aus Holzwolle den Parafinwürfeln vorziehen.
Wer etwas experimentierfreudiger ist, findet in den Grillabteilungen auch Anzündsprays, Gasbrenner oder Anzündföhns, wobei Letztere durch den starken Funkenflug nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe der Gartenhütte aus Holz zum Einsatz kommen sollte. Es sei denn, diese sollte ohnehin abgerissen werden.

No. 4: Beim Feuer anzünden keinen Ärger bekommen

In Deutschland, dem Grillweltmeisterland, darf grundsätzlich sogar auf dem kleinsten Balkon gegrillt werden. Allerdings existiert auch kein „Recht aufs Barbecue“ und so können mietvertragliche Regelungen das Grillvergnügen verbieten.

Ist der Vermieter selbst grillbegeistert und verbietet das Grillen nicht grundsätzlich, ist das noch kein Freifahrtschein für stundenlange Räucherorgien auf dem Balkon.

Denn auch wenn der Nachbar im Geschoss über dir beim letzten gemeinsamen Essen den köstlichen, selbst geräucherten Tofu gelobt hat, wird er sich vermutlich nicht über Hickory-Qualm in seiner Wohnung freuen, der von deinem Balkon in sein Wohnzimmerfenster zieht.

In solchen Fällen hat der Grillspaß schnell ein Ende und landet – bei fehlender Einsicht der grillenden Partei – auch schon mal vor Gericht. Übrigens besteht das Verbotsrisiko auch, wenn man es mit der Rauchentwicklung im Garten des Mehrfamilienhauses oder gar auf dem eigenen Grundstück übertreibt.

Auch wenn es grundsätzlich möglich ist, auch mit Holzkohle relativ raucharm zu grillen, empfiehlt es sich vor allem für Balkongriller, auf die bereits erwähnten Elektro- oder Gasgrills auszuweichen. Außerdem ist es eine gute Idee, den Nachbarn vom Grillvorhaben in Kenntnis zu setzen, denn in jedem Fall gilt: Rücksichtnahme und eine freundliche Essenseinladung bewahrt das gute, nachbarschaftliche Verhältnis in den meisten Fällen am besten.

No. 5: Das richtige Zubehör besorgen

Warum du dir einen Anzündkamin kaufen solltest

Der Holzkohlegriller mag sich dem Gas- und Elektrogriller überlegen fühlen. Und doch schielt jeder Brikettmeister neidisch auf den Nachbarn, der spontan und auf Knopfdruck mit dem Barbecue beginnen kann.

Glücklicherweise kann das Anzünden der Kohlen mithilfe des schon erwähnten Anzündkamins beschleunigt werden. Anstatt das Brennmaterial mühsam im Grill selbst zu entzünden, werden im Anzündkamin Kohlen oder Briketts konzentriert übereinandergestapelt und von unten entfacht. Die durch den Kamin strömende Luft hilft dabei, die Kohlen oder Briketts schnell und gleichmäßig zu entzünden.

Je nach Brennmaterial sind die Kohlen nach 20-40 Minuten gleichmäßig mit einer weißen Ascheschicht bedeckt und somit „einsatzbereit“.

Sicher den Grill anzünden

Zange, Wender und Spieß

Du hast nun also einen Grill mit einem Durchmesser von 57 cm. Und zumindest in der Umgebung dieses halben Meters, der direkt beheizt wird, herrschen am Rost Temperaturen von etwa 300 °C.

Da es auch auf der übrigen Fläche recht, sagen wir mal „warm“ wird, steht schnell fest, dass zu kurze Zangen und Wender nur zu einem gut sind, nämlich, um sich am Rücken zu kratzen, ohne sich total verrenken zu müssen.

Grillzange und -wender sollten deshalb eine Länge von etwa 40 cm haben und am besten aus Edelstahl gefertigt sein.

Und auch Grillspieße haben ein wenig Aufmerksamkeit verdient.

Ob es nun Holz- oder Metallspieße sind: Etwas Substanz sollten sie schon haben. Die vergleichsweise dünnen Schaschlikspieße, die du ganz hinten in der Besteckschublade liegen hast, funktionieren höchstens als Notlösung.

Wir empfehlen dir außerdem, flache oder zumindest eckige Spieße zu verwenden, so dreht sich das Grillgut beim Wenden des Spießes nicht mit.

Abgefahrene Specials

Ob Pizzastein, gusseiserne Pfannen, Platten oder Grillroste oder sogar ein gusseiserner Dutch Oven – auf dem Grill kann man so viel mehr machen, als nur „Seitansteak auf den Grill, 2x wenden, fertig“. Nichts gegen Seitansteaks, aber trau‘ dich was.

Rezeptideen zu Pizzstein und Dutch Oven findest du in unserem Grillbuch.

No. 6: Am Grill geduldig sein

Auch wenn wir vollstes Verständnis dafür haben, dass es schwierig ist, nach dem Anzünden der Kohlen noch länger warten zu müssen, bis der erste Spieß auf dem Grill landet, solltest du auch dem Grillrost etwas Zeit geben, sich aufzuheizen. Vor allem, wenn du auf Grillstreifen stehst.

Am einfachsten geht das mithilfe eines Deckels, der die Hitze im Inneren des Grills hält und so nahe am Grillrost.

Noch wichtiger ist dieses Prinzip für bestimmtes Zubehör. Wie schon beschrieben, muss ein Pizzastein für einen krossen Pizzaboden zwingend aufgeheizt werden. Du solltest ihm mindestens 20 ungestörte Minuten im geschlossenen Grill gönnen.

Gusseiserne Roste oder Grillplatten speichern Hitze besonders gut. Das bedeutet aber auch, dass sie ebenfalls etwas Zeit zum Aufheizen benötigen. 10 Minuten mit geschlossenem Deckel reichen bei hoher Hitze aus.

No. 7: Die Hitze im Grill richtig steuern

Kohlen anzünden, in den Grill kippen, Grillgut drauf, fertig.

Richtig? Nein. Falsch! Vollkommen falsch! Und wenn wir schon dabei sind, Lebenslügen aufzudecken: den Weihnachtsmann gibt es übrigens auch nicht.

Bevor du das Grillgut auf den Rost legst, stehst du erst mal vor der Herausforderung, die Glut am Leben zu erhalten und den Grill auf eine Temperatur zu bringen, über der sich Gemüsespieße und Tofu überhaupt garen lassen.

Bei simplen Flachgrills stehen dir in der Regel nur wenige Optionen und Werkzeuge zur Verfügung. Hauptsache, es kommt genügend Sauerstoff an die Kohlen. Im Extremfall heißt das: Vorsichtig pusten, um anzuheizen und Kohlen reduzieren, um den Grill etwas abzukühlen. Die entfernten heißen Kohlen aber bitte in einem weiteren feuerfesten Gefäß lagern, so können sie bei Bedarf auch wieder nachgelegt werden.

Säulen- und Kugelgrills verfügen meist über etwas ausgefeiltere Möglichkeiten zur Luftzufuhr. Unten befindet sich die Luftzufuhr, die meist durch einen Drehmechanismus geregelt werden kann. Bei Modellen mit Deckel findest du dort die regelbare Abluft. Im Grunde gilt, je mehr Luft durch den Grill strömt, desto heißer wird der Grill.

Weber Thermometer

Das Thermometer im Deckel zeigt natürlich nur die Hitze im gesamten Grillraum an, auf die Temperatur direkt über dem Rost kann man dann nur durch Erfahrung oder über das Erfühlen schließen. Das klingt schmerzhaft, ist es aber nicht – keine Sorge.

Halte deine Hand etwa 10 cm über den Rost und beginne zu zählen. Hast du ein funktionierendes Schmerzempfinden (und das ist zu hoffen), wirst du deine Finger nach einer gewissen Zeit instinktiv zurückziehen. Die Sekunden (ja, es sollte sich nur um Sekunden handeln), die du abgezählt hast, lassen Rückschlüsse auf die ungefähre Temperatur zu.

Ziehst du deine Hand schon nach 1-2 Sekunden zurück, sind etwa 300 °C oder darüber auf dem Rost erreicht.

Ruft der Instinkt nach etwa 5-7 Sekunden nach Hilfe, sind es etwa 100 °C weniger, kannst du deine Hand über 10 Sekunden über dem Rost halten, grillst du mit einer niedrigen Temperatur von etwa 120-130 °C.

No. 8: Sich mit Grillmethoden auskennen

Direkt grillen. Indirekt grillen. Keine Ahnung, um was es geht?

Direkt grillen bedeutet einfach, das Grillgut direkt über die glühenden Kohlen zu legen und den richtigen Moment zwischen lauwarm und vollkommen verkohlt abzupassen, um es wieder herunter zu nehmen und perfekt gegart zu servieren.

Da steckt nicht viel Finesse dahinter und nicht jedes Gericht lässt sich über maximaler Hitze zubereiten, weshalb du – sofern möglich – auch indirekte Zonen im Grill einrichten solltest.

Das bedeutet, dass du die Kohle zum Beispiel nur in eine Hälfte des Grills schüttest. Die andere Hälfte ist nun die indirekte Grillzone, über der du nun langsam schmoren oder schlicht warmhalten kannst. Dabei macht es sich bezahlt, einen guten Grill mit Deckel gekauft zu haben.

No. 9: Was man als Veganer überhaupt grillen kann

Die Frage ist eigentlich klar und schnell beantwortet: Gemüse, Tofu, Seitan, Tempeh, und so weiter.

Trotzdem ist es mit „auf den Rost werfen und warten“ nicht ganz getan.

Was man als Veganer grillen kann

Zucchini und Aubergine solltest du beispielsweise vor dem Marinieren halbieren, gut salzen und einige Minuten stehen lassen. Das zieht die überschüssige Feuchtigkeit aus dem Gemüse und so kann es die Marinade besser annehmen. Vor dem Marinieren wird das überschüssige Salz natürlich abgespült und das Gemüse gut abgetrocknet.

Andere Gemüsesorten wie Brokkoli und Blumenkohl werden blanchiert, Karotten sogar ganz gegart, bevor sie mariniert werden und auf dem Grill landen.

Tofu sollte vor dem Grillen immer gut ausgepresst werden und beim Grillen solltest du nicht mit Öl sparen, um zu verhindern, dass er am Rost festklebt. Außerdem solltest du ihm ausreichend lange Zeit in der Marinade geben.

Ähnliches gilt natürlich auch für Tempeh und Seitan.

No. 10: Wie man den Grill sauber hält

Lass uns zuerst mal ein sich hartnäckig haltendes Gerücht aus der Welt schaffen: Nein, am Rost angebackene Reste der letzten fünf Grillsaisons tragen nicht zum Geschmack des Grillguts bei!

Mit altem Fett, Grillresten und Staub verklebte Grillroste zaubern auch keine dekorativen
Grillmuster mehr auf Seitansteaks und Gemüsebratlinge.

Wenn man sich also schon nicht aus hygienischen Gründen mit der – zugegeben nervigen – Reinigung auseinandersetzen möchte, dann doch wenigstens um der Grillstreifen willen. Das Auge isst schließlich mit.

Einen Grillrost reinigt man am besten im heißen Zustand. Auch wenn sich die Putzaktion deshalb natürlich auch nach dem Barbecue anbietet, kann dieser Schritt auch vor dem Auflegen des Grillguts während der Aufheizphase passieren. Tatsächlich empfehlen wir sogar beides. Nach dem Grillen wird vorgereinigt, vor der nächsten Session wird blank geputzt.

Der Rost wird dazu stark erhitzt und mit einer ausreichend langen Drahtbürste für die Grillreinigung mit etwas Schmackes abgebürstet, bis die Metallstäbe wieder etwas von ihrem alten Glanz zurückbekommen haben. Anschließend drehst du den Rost, wenn möglich, um und entfernst auch die heruntergetropften Reste auf der Unterseite. Der Grillrost wird wieder in die richtige Position gedreht und mit einem mit Essig oder Essigessenz getränkten Tuch abgewischt. Saubere und fein abgebrannte Asche
aus dem Grill kannst du zusätzlich als „Schmirgelhilfe“ benutzen.

Nimm für die Endreinigung mit dem Tuch aber auf jeden Fall die Grillzange zu Hilfe, andernfalls kann es schmerzhaft werden und die Grillparty ist früher zu Ende, als eigentlich geplant war.

Sollte der Rost doch mal etwas mehr Schmutz abbekommen haben, der sich auch durch kräftiges Schrubben nicht lösen lässt, wickelst du ihn in ein paar vorher angefeuchtete Bögen Zeitungspapier ein (vielleicht liegen ohnehin noch welche vom Anzünden herum) und lässt ihn über Nacht liegen. Beim nächsten Grillen lassen sich die von der Feuchtigkeit angelösten hartnäckigen Verschmutzungen so viel einfacher entfernen. Chemische Reiniger braucht es übrigens definitiv nicht.

Noch mehr Tipps zur Auswahl des richtigen Grills, zur perfekten Kohlenanordnung im Grill und zu den verschiedenen Grillmethoden findest du in unserem Buch Vegan grillen kann jeder.

Lebt seit 2006 vegan. Liebt scharfes Essen und steht auf die Kombi Pasta & Brokkoli. Sammelt E-Gitarren und schreibt ab und zu darüber. Ist "eigentlich" Grafikdesigner und Webentwickler.

4 Kommentare

  1. Und wer jetzt noch nicht weiß, wie veganes grillen umzusetzen ist, ließt nochmal von vorne!
    Toller und sehr ausführlicher Artikel. Noch ein paar Rezepte-Tipps (außer das Buch natürlich) wären perfekt 😀
    Danke für das Engagement. Ich finde wichtig: Die Zeit beim grillen mit netten Menschen verbringen. Dann ist es auch egal bzw. nicht so wichtig, was da an Grill und Austattung jett rumsteht 😉

    Antworten
    • Naja, Grillrezepte gibt es ja bereits hier auf dem Blog. Ganz frisch: Die gegrillten Zucchinipäckchen mit Dinkelhack-Füllung aus dem Buch. Aber auch unser Portobello-Panini mit grünem Erbsenpesto lässt sich super auf dem Holzkohlegrill zubereiten ?

      Aber es werden auch noch weitere Grillrezepte hier auf dem Blog folgen – keine Sorge ?

      Du hast natürlich recht: Die richtige Gesellschaft ist die halbe Miete (wobei man auch super für sich selbst grillen kann – ist fast schon meditativ), allerdings geht es im Beitrag ja um das handwerkliche und praktische und so natürlich auch um die Ausstattung. Mit einem kleinen Picknickgrill bekommt man eben keine große Meute satt ?

  2. Hi Jörg,

    ich finde den Artikel auch sehr gelungen. Ich glaube viele Veganer wissen nicht, welche Möglichkeiten sie beim Grillen haben.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Philipp

    Antworten
    • Vielen Dank Philipp!

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